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WEBLOG von Klau|s|ens




















































































































































































| DICHTERAUFLEHNUNGSVERARBEITUNG |
HOSPIZTAG |
| Wie immer lebt Die Sendung davon Dass Sie mitmachen Oder mitschreiben Oder was tue ich bloß? |
Kompetente Menschen Wollen mit Ihnen Also uns ins Gespräch Kommen als wären Wir schon das ewige Schweigen vom Ganzen Jenseitsstreben |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| NACHVORRUF |
WENN'S WIKRLICH IST |
| Im Sterben sollt' Es so wie auch Im Leben bisweilen Kostenlos den Kaffee Geben Sie nicht auf! |
Ich bin eigentlich
Eher der Mensch der Alleine sterben möchte Weil überall Leute Sind die ungefragt meine Gedanken festhalten Die doch aller Freiheit Des Auferstehens bedürfen |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| WENN DER GEIGENMANN SPIELT |
REDEN SIE MIT |
| Am schlimmsten ist Die Musik nicht als Solche sondern sie Führt zu den arg Trist erstarrten Gesichtern derer die Da vorne sitzen Und dem Tode Gesichtsscheinbar Entgegenschauen |
Wie
Geht das Denn darüber Reden das ist Doch unheimlich Schwer lagen Meine Gedanken Auf den Sperriegeln Meiner Mundvorrichtung |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| MUSENMUSIKÜSSE |
IMMER UNTER UNS |
| Sirenen des echten Lebens begleiten Die erzählten Und verlesenen Geschichten um Den Tod als Reales Geschehen Als schreienden Krankenwagen In Szene zu Fahren oder gleich? |
Die Befürchtungen der Ärzte sind sicher so Dass sie Angst haben Wie wir alle wenn Das Thema des Ich Im Ewigen Ende uns Das Wissen ums Mögliche Denken Verleidet wie es Der Regen andeutet |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| PALLIATIVES SCHISMA | SICHTNASSWEISE |
| Das kann für Manche sein: Nach Hause geh'n Für manche: Nein. Nun sterben fein Im Lebensweh'n |
Der Regen wischt Das Leben fast so Scheint es dort Wiewohl es ja Ganz anders Ist weil Regen Kraftvoll doch Das Leben ist |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| DER REGENGURU SPRICHT | VON GEBURT AN |
| An Todes Kante Such' ich den Schmerz und Auch Erlösung Von den Sünden Kläglich diesen Text erschrieben Noch zu haben um Des Volkes Trauma Zu besänftigen |
In langen Sterbeverläufen Ändert sich das Bild Das man von sich Selber hat als es das Leben schon immer war |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| DER LETZTE KAMPF DES WIDERSPRUCHS |
ANSATZVERWEIGERUNG |
| Wie kann man Das Sterben aushalten Wenn man doch Wenig später schon Mausetot sein Könnte das Leben Nur weitergehen |
Der Wunsch zu Sterben entspringt Der Sehnsucht Anders zu leben Als es sich die Willkür der Existenz einst Ausgedacht Haben mag Ich nicht |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| BRIMBORIUM |
DAS HELLE LICHT |
| Die Begründung Der Hemmung Über die Schwelle Zu schreiten ist Die Inkontinenz Aller Kontrolle Über den eigenen Körper an siech |
Da wollen wir
Hin man hat Es uns immer Wieder hier Aufgemalt Auch wenn wir Dereinst im Keller bei Stromausfall Verrecken Sollten wir Gnädig sein |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |




















































































































































































| NACHHALS |
DAS HERSOLL |
| Wer im
Krankenhaus Stirbt ist weniger Tot als die Abteilung Des Krankenhauses Die eben jenen nicht Verhindern konnte |
Nimmermehr Nimmer sein Und immermehr Nicht doch alles dann Verpackt in Holz Als Todes Schrein |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| ABLÄUFE | TEXTMORPHIN |
| Die Zeit bricht Den Gesprächen Das Genick des Vergehens so Lang es auch andauert |
Wort für Wort auf Umweltschutzpapier In Regen genässt Dann gestampft Aufgesaugt und In die Blutbahn Des Denkens noch Verbrachte ich alle Tage aller Zeit Mit dem Schmerz Meines Daseins |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |















































































































































































| TODESCHWADRONE | TODESENTSTRECKUNG |
| Was man machen Müsste müssten die Auguren uns sagen Die aber nicht von Unseren gar groß Aufgerissenen Augen Sich sein lassen Können Sie doch Akzeptieren |
Das Sterben im Hospiz Sieht aus wie ein Armer Mann ohne Zeit und Adern und Blut bis sich die Gesinnung als Skelett Auf die Erde dann Endlich zu werfen Weiß er denn das? |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| GANZKÖRPERERHOLUNG | ILLUSIONSANWAHRUNG |
| Ambulante Versorgung Entzweit den Verriss Des aberlich Stationären Über den Einbruch Jeglicher gutwollender Hospizbewegung Aller guten Fragen |
Das
Hospiz sieht Aus wie ein Gitarren Geklimper das durch Salz Lampen be Schwingt wir + D + |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| AROMATHERAPIE | HEIMVERSUCHUNG |
| Als Letztes endet Das Sein am Hörvermögen Weshalb diese Zeilen Niemandem mehr Schaden können Außer der Dichtkunst Als solche die aber Noch nichts von ihrem Verschriebenem Tode Zu wissen vermeint |
Den Hospitalplatz Finde ich wohl Nur wenn ich also Andere danach Suchen lasse |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| ABGANGSKATASTERUNG DER SOFTSKILLS | FALLTREUE |
| Am wahrhaftigen Leibe Erleben wir nichts von Dem was wir erfühlen Möchten oder auch nicht Weil wir doch alle Das Siechtum verfluchen Dem wir uns liegend Wohlweislich stellen Müssen |
Die Bereitschaft sich Nicht aufzudrängen Ist das Hingucken Des Bedürfnisses auf Die Kraft der in sich Verräterischen Unterschiede Alles seiner Bedürfnisse |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| UNTERSCHIEDSLEBENSSTERBUNG | WAS FEHLT? |
Die spirituelle Dimension Ist das Krachen der Musik auf dem eisernen Tanzboden der Hier und da durchaus Niederfallenden Fische auf die Stummen Saiten Der Seinsharfe Die gerade wieder Umgefallen zu sein Vermeint |
Im Glück des Lebens fehlt Zum Glück Des Sterbens Was durch das Glück des Gelebt habens Kaum zu Minimieren Sein wird |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| DEN TODESNAIVEN | BANAL |
| Es muss normal Werden zu sterben Sie denn auch auf Termin? |
Alles muss viel Mehr und viel Größer und Höher und das Bei höchster Qualität wenn Es schon der Tod ist soll Umfassend Daherkommen |
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Klau|s|ens |
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Klau|s|ens |



















































































































































































| SENDUNGSENDEBLUES | |
| Geben Sie mir Blusiges Oder auch Hemdiges Hauptsache Die Fasern Haben sich Noch nicht Zersetzt Frau Termite In meinen Textilen Sarkophag Der Altkörper Sammlung Oder soll ich Den Hagens nochmal Anrufen? Anrufung? Oder was? |
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Klau|s|ens |

53111 Bonn, Friedensplatz -- Beste Frequenz dort MHz 88,8
Natürlich zu Hause, antworten die meisten Menschen auf die Frage, wo sie wohl am liebsten sterben möchten, auf jeden Fall in der gewohnten Umgebung und begleitet von denen, die ihnen besonders nahe stehen. Doch dieser Wunsch geht nur bei wenigen in Erfüllung. Die meisten von uns sterben im Krankenhaus. Aber muss das wirklich die letzte Station sein: ein anonymes Krankenzimmer, in dem zu oft das, was medizinisch möglich ist, gemacht wird? Julitta Münch fragt bei Hallo Ü-Wagen am Internationalen Hospiztag am 10. Oktober in Bonn auf dem Friedensplatz nach, wo und wie Menschen in Würde sterben können.Wenn etwas passiert, dem sich die Angehörigen nicht mehr gewachsen fühlen, spielen oft die Wünsche von Todkranken keine Rolle mehr.
Wenn sie denken, jetzt muss ein Arzt, eine Ärztin eingreifen. Wenn sie selbst an den Rand des Zusammenbruchs gekommen sind. Gut, wenn es dann in der Nähe einen Hospizdienst gibt, der helfen kann und weiß, wie man Hilfe organisiert. Gut, wenn es nah am Ort eine stationäre Hospizeinrichtung gibt oder eine Palliativstation in einem Krankenhaus, in dem ein Bett frei ist. Oft aber scheitern gute Pläne an der Realität. Hallo Ü-Wagen zu der Frage, was man selbst tun kann, um auf die Wirklichkeit Einfluss zu nehmen.
Redaktion:
Ursula Daalmann
Edgar Bardenheuer
Gast aus Holzweiler
Matthias Hoffman
Soziologe, Uni Trier. Seit August 2005 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie bei Prof. Dr. Alois Hahn
Dr. Christiane Ohl
Geschäftsführerin beim Bonner
Hospiz Lighthouse, Hospizforum Bonn/Rhein-Sieg
Prof. Lukas Radbruch
Palliativmediziner, Uniklinik
Aachen. Direktor der Klinik für Palliativmedizin des Universitätsklinikums Aachen. Ordentliches
Mitglied der Arzneimittelkommission seit 2004
Band: Joscho Stephan Quartett, Mitspieler für Joscho Stephan sind bei der Triobesetzung:
| Günter Stephan | Max Schaaf |
|---|---|
| Mit seinem druckvollen Spiel an der Rhythmusgitarre sorgt Günter Stephan für das Fundament. |
Am Kontrabass ist Max Schaaf nicht nur Motor des Trios, er brilliert auch als Solist. |
| Sebastian Reimann | Johannes Zink Johannes Zink ermöglicht als zweiter Rhythmusgitarrist die Originalbesetzung des Hot Club de France. |
|---|---|
| Zum Quartett wird die Gruppe mit Sebastian Reimann, der mit seinem Spiel in der Tradition Stephane Grapellis steht. |
http://www.joscho-stephan.de/band.html
PODCAST zur Sendung HALLO ü-WAGEN vom 10.10.2009
http://gffstream-9.vo.llnwd.net/c1/radio/hallouewagen/wdr5_hallo_ue_wagen_20091010_1300.mp3
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http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/487780
KLAUSENS BLOG-EINTRAG zum Ü-Wagen vom 11.10.2009
klau|s|ens,
HALLO Ü-WAGEN gibt es doch schon jahre, nein, jahrzehnte!
und weiter?
was willlst du da?
ganz anders: das gibt es
schon jahrzehnte, aber ich war noch nie vor ort.
LIVE vor ort?
ja, allerdings kam ich
nicht als "gast", sondern als gast.
was ist der unterschied?
die
einen sind die gäste, die man zur sendung absichtsvoll einlädt, und die
anderen sind die gäste, die dann noch da sind, aus der bevölkerung.
dann warst du "bevölkerung"?
als beobachter der welt
bin ich immer bevölkerung.
aber du hast doch geschrieben?
das stimmt. ich habe als
einer der wenigen geschrieben.
dann bist du doch nicht bevölkerung?
das scheint so, aber ich
bin der schreibende teil der bevölkerung.
was bringt dir das?
du musst fragen: was
bringt das der bevölkerung?
was bringt der das denn?
erkenntnisse!
oha, deine erkenntnisse?
unsere. es sind unsere
LIVE-gedichte, zweitklausens.
wir haben also wieder LIVE-gedichte geschrieben?
das machen wir doch oft.
aber was soll das?
es soll uns und die erde
weiterbringen.
tut es das denn?
das weiß erst die
nachwelt. gegenfrage: bringen die ewigen gespräche denn weiter?
wer weiß es? aber geredet wird allerorten, von früh bis spät.
das machen sie ja auch
bei HALLO Ü-WAGEN. dann
kannst du ja zufrieden sein.
da brauchen sie dich als schreiber doch nicht.
vielleicht. aber sie
dachten, wenn einer schreibt, dann bieten wir ihm die pressemappe an.
das muss ein journalist sein.
hast du sie angenommen?
nein, denn ich war nicht
als journalist da, sondern als schreibender beobachter. und als autor.
und als LIVE-dichter. (ich
kann mich nicht von pressemappen beeinflussen lassen. ich muss
unabhängig und rein wie ein berufsrichter bleiben.)
schön, schön DU!!! aber wir sind doch immer zu zweit.
ich weiß, zweitklausens,
sorry: auch du warst da. wir schreiben ja immer zusammen.
worum ging es überhaupt?
eigentlich um ein doch
unbehagliches thema: wo man sterben möchte.
weißt du es denn?
nein, ich weiß immer nur,
wo ich nicht sterben möchte. außerdem ging es ja auch darum, wie man
sterben möchte. wo
und wie ist ja auch eines.
sei doch mal konkret.
bitte.
das thema hieß: "Wenn ich ihn mir wünschen könnte: Ein Ort zum Sterben"
(siehe die gedichte: KLAU'S'ENS und HALLO Ü-WAGEN http://www.klausens.com/klausens-und-hallo-ue-wagen.htm)
na also: es geht doch.
was? das sterben?
nein, aber dass du mal klar das thema nennst. was war denn dann?
das weißt du doch: da ist
julitta münch mit ihrem team und dem großen wagen, der auch die bühne
oder das podium beherbergt.
und was macht der wagen?
der
steht aufgeklappt und sicher auf dem friedensplatz in bonn. und da sind
dann stehtische und ein vorzelt, und das team von julitta (welches sie
netterweise auch vorstellt), und auch kaffeekannen auf den stehtischen,
und man darf sich kostenlos eingießen, und dann sind da menschen, die
stehen so rum, und auf der bühne sitzt julitta mit den gästen, am
anfang waren es 4 gäste (später kamen noch 2 oder 3 hinzu, da oben),
und die sprechen ja dann, aber julitta geht auch ins publikum und holt
sich da stimmen, und dann wird also zwei stunden gesprochen, dazwischen
gibt es noch nachrichten, und immer wieder LIVE auch musik.
auch das?
ja,
eine LIVE-band vor ort (die geht von den zwei stunden dann ab,
zeitlich), und dann werden noch zuschriften von hörern vorgelesen, die
aber auch anrufen dürfen, usw. usf. -
es ist doch sehr komplex. und anlass war der "internationale
hospiztag". und da gab es noch einen stand von solchen
hospiz-bewegungs-menschen in der nähe.
ein großes palaver also.
sicher, man redet sich
durch sein leben. und HALLO Ü-WAGEN ist öffentliches reden. du kannst
dich ja mal bewerben.
für das thema sterben?
dann nimm doch ein
anderes. leben! dichten! künstlertum! a-sinn! abstrusitäten! unwelten!
so etwas vielleicht!
war es denn schön?
das
thema sterben sollte man nicht als "schönes thema" bezeichnen. demnach
kann auch eine sendung dazu nicht schön sein. aber vielleicht
"gelungen". nennen wir alles doch gelungen. durch gespräche ändert sich die
welt unaufhörlich, aber keiner weiß vorher, wie.
und du warst LIVE dabei?
das
war mir wichtig, mal alles zu erleben: das mischpult zu sehen, und den,
der es bedient, oder die band, die auch in dem lastwagen auf der bühne
sitzt, weil ja alles etwas eng ist, aber es geht ja doch. man muss
immer wieder LIVE sehen, was da abgeht, um es richtig zu begreifen.
(nachdem ich die sendung schon seit meiner jugend immer wieder im radio
hörte.)
das alles hast du beobachtet? für das volk?
ja, aber am wichtigsten
sind mir doch die LIVE-gedichte.
wieviele wurden es denn?
über 30, vielleicht 33.
was 33 gedichte? LIVE? binnen 2 stunden? wie soll das gehen?
aber zweitklausens, das
ist doch teil unserer kunst!
und warum machen wir das?
weil die kunst in uns es
so will. sie ruft uns. nicht nur der tod ruft, auch die kunst ruft.
sie ruft: "mach mich!"
aber warum erhörst du sie bloß?
weil ich so schwach bin.
das scheint mir auch so. gib doch mal ein paar gedichte her.
gut,
mal auf die schnelle 3 gedichte. (aber das thema ist dennoch sensibel.
schnelligkeit und sensibilität gehen nicht immer zusammen, weil man in
der schnelle seinen geist nicht so gut zensieren kann. lasse also milde
walten, liebe nachwelt!)
NACHHALS
Wer
im Krankenhaus
Stirbt
ist weniger
Tot
als die Abteilung
Des
Krankenhauses
Die
eben jenen nicht
Verhindern
konnte
Copyright
Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als
Klau/s/ens oder Klau+s+ens oder Klau~s~ens, LIVE geschrieben, 12:18
Uhr, 10.10.2009, Samstag, bei HALLO - Ü-WAGEN, Bonn, Friedensplatz. Es
spricht gerade der Arzt aus Aachen, Prof. Lukas Radbruch.
DAS
HERSOLL
Nimmermehr
Nimmer
sein
Und
immermehr
Nicht
doch alles dann
Verpackt
in Holz
Als
Todes Schrein
Copyright
Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als
Klau/s/ens oder Klau+s+ens oder Klau~s~ens, LIVE geschrieben, 12:20
Uhr, 10.10.2009, Samstag, bei HALLO - Ü-WAGEN, Bonn, Friedensplatz. Es
spricht gerade der Arzt aus Aachen, Prof. Lukas Radbruch.
ABLÄUFE
Die
Zeit bricht
Den
Gesprächen
Das
Genick des
Vergehens
so
Lang
es auch andauert
Copyright
Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als
Klau/s/ens oder Klau+s+ens oder Klau~s~ens, LIVE geschrieben, 12:21
Uhr, 10.10.2009, Samstag, bei HALLO - Ü-WAGEN, Bonn, Friedensplatz. Es
spricht gerade der Arzt aus Aachen, Prof. Lukas Radbruch.
da spricht ja immer nur der arzt!
aber diese drei gedichte
habe ich ja ganz schnell aufgezeichnet. binnen wenigster minuten.
und die anderen gäste?
bei
denen habe ich auch noch gedichtet. und zeitweise hat es ja in strömen
geregnet! in strömen! aber ich habe weitergedichtet. und die gäste
waren auf ihre art allesamt bemerkenswert und beeindruckend ... und
auch menschen, von denen man auch wirklich hören wollte, was sie zu
sagen haben. das hat mir gefallen.
du schreibst gedichte und hörst dann auch noch zu?
vielleicht höre ich
dadurch noch besser zu, als die anderen menschen.
nenne uns wenigstens noch die anderen gäste, wenn sie hier nicht zu
wort kommen können.
also: die ersten 4 gäste
oben bei julitta münch auf der lastwagenbühne waren:
- Edgar Bardenheuer,
Gast aus Holzweiler (nicht als Experte, sondern als ursprünglichst von
der Thematik Betroffener)
- Matthias Hoffman,
Soziologe, Uni Trier
- Dr. Christiane Ohl,
Geschäftsführerin beim Bonner - Hospiz Lighthouse, Hospizforum
Bonn/Rhein-Sieg
- Prof. Lukas Radbruch,
Palliativmediziner, Uniklinik Aachen
- LIVE-Band Musik:
Joscho Stephan Quartett
danke.
und hier, zweitklausens,
sind die über 30 LIVE-Gedichte: KLAU'S'ENS und HALLO Ü-WAGEN
http://www.klausens.com/klausens-und-hallo-ue-wagen.htm
u.a.
als Klaus(s)ens oder Klausens oder
Klau.s.ens
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Klau|s|ens
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