Klausens
Texte und Gedichte zum Tod - Klausens Texte und Gedichte zum
Tod
- Klausens Texte und Gedichte zum Tod - Klausens
Texte und
Gedichte zum Tod - Klausens Texte und Gedichte zum Tod -
Als
man ihn sah, den Funken, der nicht mehr flog, sondern die Glut, die
keine war, weil alles Staub war, dabei war noch nichts verbrannt, und
alle riefen, wir kommen, der Mensch aber war schon weg, denn es gibt
kein Kommen und kein Gehen, wenn der Tod ruft, passt nichts, keine
Sprache, kein Klang, kein Hin und kein Her, wir suchen eine Grenze,
doch einer will nicht mehr, ein Mensch, der geht, aber das Wort passt
nicht, denn es ist ein Entschwinden, aber von was, denn der Mensch ist
weg, hinterlässt aber seine Hülle, und die anderen
Menschen verstehen nicht, denn ihre Hülle ist noch warm und
belebt, die andere aber leer und entmenscht, und es kommt keinerlei
Erklärung, niemand wird etwas sagen, niemand kann es
erklären, immer noch tickt die Uhr, da und dort, das ist das
Leben, denn die Funkuhr tönt auch, nur anders, da ist der
Puls, dein eigener, ihr Puls, euer Puls, doch ein Mensch ist weniger,
das kann immer sein, aber du hast es erlebt, du hast den Tod erlebt,
das ist das Seltsame an allem, am Leben, am Sterben, nichts ist
begriffen, und wir füllen die dunklen Zeilen der Unexistenz
unserer Erkenntis, derer wir nicht haben, nur Sinnlosigkeit, nur die.
20.4.2007,
Freitag, Königswinter-Oberdollendorf -
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Klau/s/ens oder Klau&s&ens oder Klau%s%ens
Redaktionskonferenz: Wie viel haben wir denn heute?
4.11.2009, Mittwoch, Königswinter-Oberdollendorf -
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OH
ENKE Da steht der Sarg zu hölzern-fahl / Das Schicksal ist der
endlos' Saal / Der Unerklärlichkeiten / Die uns ein Gebet bereiten /
15.11.2009, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf, LIVE zur Trauerfeier für Robert Enke auf TWITTER -
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Am 15.11.2009 LIVE geschrieben, parallel zur Übertragung der Trauerfeier aus dem Stadion von Hannover 96
ZU:
ROBERT ENKE - Die Düsternis vom November singt / Wo wir einst tanzten
durch die Nächte / Als ob das heute noch etwas brächte / Wenn Tod sich
wütend an uns klimmt /
Mein
Gott,
wie viele schlechte Worte der konnte !!!
Warum
hat er
sich denn nicht durch deren
Hand
und
Hilfe sterben lassen?
1.7.2006,
Samstag, A3, zwischen Köln und Düsseldorf sowie
Düsseldorf, Schwanenmarkt, alles zwischen 9.00 und 10.00 Uhr, + 1.7.2006,
abends, Königswinter-Oberdollendorf -
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Als der weltgroße Klau_s_ens gefragt wurde, warum der Tod so
zwiespältig sei, antwortete er: "Der Tod wohnt immer in uns
... zieht dann aber eines Tages aus, um endlich da zu sein."
19.6.2006,
Montag, Königswinter-Oberdollendorf -
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Am Ende bleibt
Der Sarg in seiner
Glanzvollen Art
Ein Scheitern des
Lebens nicht noch
Aussprechen zu wollen
Wir still liegend lügen
Wie schön es doch sei
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Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens
oder Klau(s)ens, am 7.7.2009, Dienstag, LIVE vor dem Fernseher, CNN
sehend, beim Memorial für Michael Jackson, im Staples Center, in L.A.,
gegen 20:41 Uhr unserer Zeit. Es spricht Brooke Shields.
Das Sterben im Hospiz
Sieht aus wie ein
Armer Mann ohne
Zeit und Adern und
Blut bis sich die
Gesinnung als Skelett
Auf die Erde dann
Endlich zu werfen
Weiß er denn das?
Als der weltgroße Klau1s1ens gefragt
wurde, warum manche Leute anonym, also ohne einen Namen bzw. ohne
Grabstein auf dem Friedhof liegen, antwortete er: "Weil sie sich
sorgen, dass anderenfalls jeder sofort weiß, wer das ist und
wo er ist, der da liegt. Es hat mit dem Datenschutz zu tun, denn es
muss ja nicht jeder alles von uns wissen."
15.6.2006, Sonntag, Königswinter-Oberdollendorf - Copyright
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Klau&s&ens oder Klau%s%ens
Sollte es nach Meinem Tod Eine Statue Geben so sollte Sie von mir Handeln in Aller Steifheit Des mir
Eignen
8.9.2008,
Montag, Arp Museum Bahnhof Rolandeck (Remagen), LIVE beim Symposium
"Posthume
Güsse" geschrieben. Genaue Angabe der Teilnehmer auf dem Podium siehe
weiter unten. Es spricht Prof. Dr. Klaus Gallwitz, Direktor des "Arp
Museum Bahnhof Rolandseck", der gerade auf die zwei Schreibweisen des
Wortes "posthum" hinweist.Copyright
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Klau#s#ens oder Klau+s+ens.
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allen
Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau?s?ens
oder Klau(s)ens, am 19.7.2009, Sonntag, auf dem Friedhof
Bonn-Poppelsdorf.
8.6.2007,
Freitag, Krefeld, vor dem Friedhof, auf dem Neuen Friedhof und vor
allem auf dem Neuen Jüdischen Friedhof. -
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Klau/s/ens oder Klau&s&ens oder Klau%s%ens
klau|s|ens, gestern warst du sehr kurzgefasst ... und sehr
barsch schon fast.
kann man zum tod worte finden? nein, denn die worte ändern
nichts an der grausamkeit des
unfassbaren. eben!
aber die worte können helfen. helfen?
ja, man spricht, man schreibt, und wird sich dessen gewahr. es gibt kein "gewahr", und auch
kein "wahr", höchstens ein
"war".
ja, du hast recht: alles war. aber die erinnerung ... was ist mit der erinnerung?
die bleibt doch ewig. das stimmt, der mensch lebt in
uns immer weiter und weiter, aber der
körper ...
der körper ist ja auch noch - aber er ist nicht mehr warm, er
ist nicht präsent. niemand wird antworten. der tod ist grausam.
.. weil der mensch dann weg ist, in seiner alten existenz. und er kommt in dieser alten
existenz nicht wieder: ich kann nicht
sprechen, nicht rufen, nicht fühlen - alles das ist weg.
war der tod so schlimm? nein, der spezielle tod dieses
speziellen menschen war als moment des
todes nicht sehr schlimm. wieso? er war so schnell und so
friedlich. friedlich? ja, es gab kein aufbäumen, kein
schreihen, keine letzte
botschaft. kein schaum vor dem mund. der tod war wie ein hauch.
ein hauch? er atmete, aber ohne lunge. ein
"aushauch".
wie soll ich mir das vorstellen? du hast eine lunge, die immer
ächzt und und etwas tut. die
lunge ist ein motor, ein maschine.
und dann? ... tut die lunge nichts.
aber? der mund geht auf.
der mund - ohne lunge? wie ein fisch? nein, denn der fisch an land
würde nach luft schnappen.
und das tat der geliebte mensch nicht. nein, er machte den mund auf und
zu, aber die lunge tat nichts. das
hatte etwas seltsames. der mund macht weiter, aber ganz langsam,
dieweil aus der lunge nichts mehr kommt. keine bewegung, kein
geräusch. die lunge hat ganz plötzlich ihren dienst
verweigert.
und dann hat er sich verfärbt. ja, bei alledem verfärbte sich
auch parallel die haut, um
anzuzeigen, dass das leben herausgeht. und das war schnell? sehr schnell: wenige minuten.
unglaublich schnell.
also ein besonderer tod. in dieser hinsicht: ja. aber wir
sollten nicht die fünf tage
zuvor im krankenhaus vergessen.
waren diese voller leid? leid wohl nicht, den ich hörte
keine schmerzenslaute. aber ich
sah den kampf gegen den tod, mit dem tod, das nahen vom tod, das rudern
der arme, die selbstgespräche, die halluzinationen, dann
phasen, wo er sich klammerte ... ans bettgitter, wie ein verendender
wal, am strand ... dann das strecken ... und immer wieder die idee,
aufstehen zu wollen, wegwehen zu wollen, das krankenhaus verlassen zu
wollen.
es gab also viele zustände in jenen fünf tagen. ja, auch jenes seltsame erzittern
des körpers an allen
gliedern, spastische krämpfe ... so als würde die
schaltzentrale im hirn ausbrennen.
du vergleichst es mit einem kraftwerk. ja, dieses hirn, und plötzlich
werden alle drähte
heiß, alles läuft falsch, die schaltungen stimmen
nicht mehr, die zentrale fährt ganz hoch, und dann wird
energie verbrannt, unendlich viel energie, als würde das
letzte uran-klümplein nun verheizt, und alles kocht hoch, und
dann zuckt der körper.
es waren also fünf bewegte tage. und bewegende tage, ja - aber
dann der relativ zügige tod ...
und so friedlich.
das beruhigt? ja, etwas.
und der tod? ist grausam, denn wir bleiben
zurück, und der tote
weiß, wie der tod ist. er weiß, was danach kommt -
aber wird es uns nicht sagen können.
und dann kommt noch die bürokratie des todes. ja, auch die. sie lenkt uns ab.
die trauerbriefe z.b., aber die sind ja
auch ein akt des abschiednehmens. denn alle sind menschen, die ihn
kannten.
und dafür hast du briefmarken gekauft? 80 stück. und eine blieb über.
wie heißt das schiff auf der marke ... mit dem schwarzdunklen
bug des todes? das ist die "bremen". da war er
auch. davon erzählte er auch.
von der zeit in bremen.
auch schiffe können sterben. die ganze idee unseres lebens ist
eine vergängliche. alles was passiert, hätte auch
anders passieren können. nichts ist gerecht.
der tod ist grausam. aber manchmal auch friedlich, in
all seiner grausamkeit.
was sagt das meer dazu? ich bin immer noch sprachlos.
dann sind wir, wo wir so sprachlos sind, am ende auch das meer? was nützen deine tollen bilder?
die todesbriefe sind versandt.
die maschinerie läuft. die trauerfeier folgt.
dann lass' uns nun ein bisschen schweigen und sinnen. man könnte die leeren
briefmarkenfelder zählen, um
sich abzulenken.
Die Zähne des Mundes
Des Todes beim Lachen
Sind auch schwarz im Falle
Dass alle schon fehlen
Beim tonlosen Gelächter
4.4.2007,
Mittwoch, Königswinter-Oberdollendorf -
Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als
Klau/s/ens oder Klau&s&ens oder Klau%s%ens
Plötzlich entsteht
Ein etwas anderer
Wenn nicht gar
Ganz neuer Mensch
Aus den Nachreden
Der sich Evozierenden
Von denen der Wunsch
Nach Gestalten des
Hier und Jetzt
Ausgeht
Copyright Klau|s|ens in
allen
Schreibweisen und Schraibwaisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens
oder Klau(s)ens, am 7.7.2009, Dienstag, LIVE vor dem Fernseher, CNN
sehend, beim Memorial für Michael Jackson, im Staples Center, in L.A.,
gegen 20:58 Uhr unserer Zeit. Ende der Beiträge von Marthin Luther King
III und Bernice King. Die gesamte Feier ist gegen 21:48 Uhr unserer
Zeit beendet.
RL =
Wahlgrab
PG
= Parkgrab
FG =
Familiengrab
UG =
Urnenwahlgrab
UK =
Urnenkammer
RG =
Reihengrab
UR =
Urnenreihengrab
KG =
Kindergrab
FoG = Feld ohne
Gestaltungsvorschriften
Nähere
Informationen erteilt die Friedhofsverwaltung, Heideckstr. 127 - 129,
47805
Krefeld. Die Abteilung Friedhöfe erteilt unter den
Telefonnummern
+49
(0)2151/864454 allgemeine Auskünfte
+49
(0)2151/864467 technische Auskünfte
+49
(0)2151/864464 Auskunft zur Grabmalgestaltung.
Die
Mitarbeiter stehen Ihnen während den Öffnungszeiten
von
08.00 -
12.30 Uhr (Montag bis Freitag)
14.00 -
16.00 Uhr (Montag und Mittwoch)
14.00 -
17.00 Uhr (Donnerstag)
zur
Verfügung.
Die
Friedhöfe sind von 7.30 Uhr bis Einbruch der Dunkelheit
geöffnet, längstens jedoch bis 21.00 Uhr.
klau|s|ens, was hast du wieder für schicke fotos gemacht.
heute ist doch allerseelen.
und?
gestern war doch allerheiligen.
und?
da gedenken die menschen doch der toten.
die katholiken.
nun ja, es kommt von den katholiken, aber andere dann auch. die friedhöfe sind voll dann.
und du?
ich gehe nicht.
warum?
weil dann so viele auf den friedhöfen sind.
und?
da hat man nichts von den toten.
was ist das denn? "da hat man nichts von den toten!" ???
sind die toten nicht für die lebenden da?
ich dachte: umgekehrt.
aber dann müsstest du doch wissen, was nach dem tod kommt.
ich dachte, die wiedergeburt.
wenn du es glaubst.
nicht?
glauben
nicht die inder, man würde wieder- und wiedergeboren, und man müsse
sich langsam hochdienen, um dann auch mal als brahmane auf die welt zu
kommen.
wenn ich jetzt unten bin und mich dann wohlfeil verhalte, dann werde ich im nächsten leben etwas höheres?
ja, so ungefähr glauben die hinduisten.
aber du bist doch christ!
ich?
ich denke, ich bin eher atheist, wenngleich ich christlich erzogen
wurde. und da "christlich" eine kultur ist, bin ich letztlich auch
"christ". aber vom glauben her ...
mensch, wie kompliziert ist doch die welt.
eben. dabei ist es doch allerheiligen so schön, abends.
weil diese lichter brennen.
ja, und allerseelen brennen sie auch noch. aber allerheiligen gehen die meisten auf die friedhöfe.
aber du?
ich? ich habe gestern, allerheiligen, ein licht ins internet gestellt.
wieder eine kerze, die flackert?
ja, aber weil die moderne überall weiterschreitet, gibt es jetzt auch grablichter, die batteriebetrieben sind.
ein solches hast du?
sicher: ich bin der moderne aufgeschlossen und gucke mir erst mal alles an.
und?
mein urteil? also: zum flackern sind die echten grablichter besser. vom gefühl her auch.
aber?
aber für filmaufnahmen und fotos eignen sich die batteriebetriebenen verdammt gut.