klau|s|ens hört von 15 millionen für dr. gerhard eick von
ARCANDOR
- www.klausens.com
...s|ens, man liest wieder von dr. gerhard eick.ich weiß, ich
weiß: er
ist der vorstandsvorsitzende von ARCANDOR,
und genau das wird ab morgen in die insolvenz geführt.aber dr.
eick
bekommt viel geld.ja, sicher, er ist ja offenbar verdammt gut bekannt
mit herrn janssen von der bank SAL. OPPENHEIM ... die ja wiederum so
viele anteile an ARCANDOR haben. und dieser janssen
(aufsichtsratsvorsit... 31.08.2009Zum Eintrag
klau|s|ens berichtet weiter von ARCANDOR - www.klausens.com
klau|s|ens ist ARCANDOR
nicht endlich abgeschlossen?ARCANDOR wird nie abgeschlossen sein.hast
du denn endlich alle gedichte abgetippt.nein, ich bin noch dabei - aber
ich mache gute
fortschritte:http://www.klausens.com/aktionaersgedichte-arcandor.htmna,
dann muss auch gut sein!ich habe doch noch etwas gezeichnet, LIVE,
während der hauptversammlung.uns reichen doch die LIVE-gedichte -
wir
b... 22.03.2009Zum Eintrag
klau|s|ens erneut zu ARCANDOR und den aktionären -
www.klausens.com
...äftsfelder kennt, von PRIMONDO kaum zu sprechen, was dann
wiederum
kaum einer kennt.aber das ist bei ARCANDOR
ja auch nicht der fall. das kennen!muss ja auch nicht! wurde auch immer
wieder betont: muss ja auch nicht!wieso denn?weil ARCANDOR nur eine
dachgesellschaft ist, die beteiligungen hält. verstehst du? ja,
ich
verstehe: man baut sich geflechte zusammen, die dann
unternehmenspolitis... 20.03.2009Zum Eintrag
klau|s|ens bei der ARCANDOR-jahreshauptversammlung -
www.klausens.com
... aktionären. er gilt als einer der verantwortlichen ruinierer
von
KARSTADT und allem anderen, was zu ARCANDOR
gehört) kam bei der "entlastung" auf 98,76 %. wirklich?ja, das ist
ein
besserer scherz! auch der herr zumwinkel (ex-post und hier ex im
aufsichtsrat) wurde mit 98,83 % entlastet. und das zudem bei der
"performance" von ARCANDOR. nicht nur aus wirtschaftlicher ... 19.03.2009Zum Eintrag
VORSTANDS-
VORSITZENDER-
EINPROBE
ZK
IM BESTEN GEGENSEITIGEN
EINVERNEHMEN
Herr
Dr. Eick
Sitzt schon vor,
Haut noch gegen das
Mikrophon am Pult.
Bald war's das.
Schon kommt Dr. Reischl
Und gibt ihm
Die Hand.
Niemand redet von Schuld.
1)
Das Podium mit
25 gar wichtigen
Menschen scheint
Breiter als die
Gesamte VR China
2)
Die Leinwand
Wirkt länger als
Jeder andere
Weg zum Banner der
Volksherrschaft
Die
Liste derer
Die freiwillig aus
Dem Vorstand und
Dem Aufsichtsrat
Ausgeschieden
Sind liest sich
Wie ein Kränzchen
Des Immerfriedens
Bei so viel allzeit
Fühlbarem Einvernehmen
Aus persönlichen Gründen
Der
Präsenzbereich
Der Hauptversammlung
Ist ein weißes Blatt
Papier, von Worten eines
Gelangweilten Erstaunens
Erfüllt, wenn Sie die
Hauptversammlung
Verlassen wollen, damit
Wir die Präsenz laufend
Aktualisieren können.
Am
Wortmeldetisch
Kann man mit dem
Wortmeldezettel oder
Dem Wortmeldeformular
Sein Wort für die
Hauptversammlung der
ARCANDOR anmelden
Man kann auch ohne
Jegliche Formalie
Sein freies Wort auf
Das Weiß eines Papieres
Im Saale der Stadthalle
Setzen
Was zeitigt mehr?
Es
käme darauf an Zu
klären, was wir Gedenken
zu tun, Um
die Mehrung Des
Geldbetrages Für
die Zielerreichung Des
Vergütungsberichts Dir,
mein Freund, noch Zusätzlich
zukommen Zu
lassen, und auch noch Zu
geben, natürlich!
Copyright
Klau|s|ens in allen
Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau€s€ens
oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei
der
Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der
Stadthalle,
im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141,
40474
Düsseldorf, gegen 10.15 Uhr. Friedrich Carl Janssen,
Aufsichtsratsvorsitzender und Sitzungsleiter, erläutert Formalia
zur
Abstimmung, die erst abends gegen 21.45 / 22.00 Uhr stattfinden wird.
ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Es beinhaltet sogar 3
Zitate von Friedrich Carl Janssen.
Klar
ist dass Gewaltige
Baustellen Zu
bearbeiten sind Sagt
Dr. Eick im Anhrazitgrauen
Anzug Und
blauem Hemd bei Hellgrau-weiß-gestreifter Krawatte
vor Grauem Hintergrund
einer Welt
der Portfolien Und
Namensschilder
Wenn
man vom
Debit das D sich
Wegdenkt und dann
Allgemein an
Zahlen und Zahlungen
Mahnt erschließt
Man nur das Gröbste
Einer sich dem
Normalbürger
Nur allzu gerne
Verschließenden
Rechnungsbelegung
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oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei
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Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der
Stadthalle,
im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141,
40474
Düsseldorf, gegen 10.40 Uhr. Dieses Realgedicht bildet ab, was auf
Seite 63 im Konzern-Geschäftsbericht 2007/2008 steht: Und zwar im
"Vergütungsbericht" zu "Vergütung des Vorstands". Zu den
Realgedichten
siehe: www.klausens.com/realgedichte.htm
Fokussierung
des
Zukunftspaktes
Auf Einsparung
Einer Größenordnung
In Konsolidierung
Als Umsetzung einer
Beunruhigenden
EBITDA-Beschönigung
Im negativen Cash-Flow
Hin zum Handlungsbedarf
Bei Refinanzierungsrunden
Man
muss der
Liquidität derzeit
Alles unterordnen
Wovon Festkörper
Der Genüsslichkeit
Als harte Detail-
Und Kernerarbeit
Deutlich zu trennen sind
Die
Potentiale stehen
Lachend neben den
Verlusten der Hausse
Wohlklingender
Erklärungssegmente
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oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei
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Stadthalle,
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Düsseldorf, gegen 11.02 Uhr. Dr. Eick redet.
Das EBITDA
(gesprochen hört man ÉÉ-BIT-DE-AA) ist eine
betriebswirtschaftliche
Kennzahl, die in Zusammenhang mit dem erwirtschafteten Ertrag und Cash-Flow eines
Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum steht.
EBITDA ist die Abkürzung für
englisch: earnings
before interest, taxes, depreciation and
amortization.
Das heißt wörtlich übersetzt „Ertrag vor Zinsen,
Steuern,
Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände“. In der praktischen Anwendung hat es
jedoch die
Bedeutung von „Ertrag vor Finanzergebnis,
außerordentlichem Ergebnis, Steuern und Abschreibungen“. Es
werden also
außerordentliche (einmalige) Kosten und Aufwendungen ebenso
ignoriert
wie Zinsen, sonstige Finanzierungsaufwendungen, Steuern und
Abschreibungen.
Herr
Klein möchte
Ins Protokoll eine
Verwehrung der Einsicht aufgenommen
Sehen bei der er selbst
Von zwei Kräften
Der Sicherheit
Von der Bühne
Gedrängt werden
Wird es denn
So geschehen?
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oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei
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Düsseldorf, gegen 11.10 Uhr. Dr. Eick
redet.
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Düsseldorf, gegen 11.35 Uhr.
Es redet ein
Vertreter der SdK,
Jürgen Erdmann, für: Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger
e.V.,
Maximilianstr. 8, 80539 München, Tel.: 089 - 20 20 846 0, Fax: 089
- 20
20 846 10, E-Mail: info [ÄTT]sdk.org
Die
Alt-Vorstände
Und der alte
Aufsichtsrat können
Nicht entlastet werden
Die Vorwürfe
Wiegen zu schwer
Kommt
mit Dr. Eick
Der Sanierer oder
Kommt der Abwickler
Oder der Sanierungsabwickler
Einer sich aufspulenden
Bezugsverflechtungsmaschine
Der Herren Middelhoff und Janssen Sal. Oppenheimer Esch und GmbH
& Co. KG?
Kann
es sein
Dass wir Thomas
Cook verkaufen
Wo schon andere
Weltumsegler
Am Bilanzverlust
Gekentert sind?
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Düsseldorf, gegen 11.55 Uhr.
Die SdK
will der Entlastung des alten Vorstandes nicht zustimmen.
Ende derRede des
Vertreters der SdK,
Jürgen Erdmann, für: Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger
e.V.,
Maximilianstr. 8, 80539 München, Tel.: 089 - 20 20 846 0, Fax: 089
- 20
20 846 10, E-Mail: info [ÄTT]sdk.org
Wir
leben in Zeiten
Wo die Schuldigen
Auf unsere Kosten
Längst da draußen
Spazierengehen
Während die
Unschuldigen
Verarmt in der Halle
Sinkender Aktien
Ihr Sitzfleisch pflegen
Wenn
Herr Eick und
Herr Janssen in Köln
Im selben Stadtteil
Wohnen können sie
Leicht beim Grillen
Nachbarschaftliche
Dinge wie den Posten
Vorstandschef Arcandor
Durchsprechen -
In jede Wurst hineinbeißend
Die als Welt funktioniert
Kann
mir der Vorstand
Das Wasser reichen
Will Hans Klein wissen
Wohlwissend dass er
Einen gut informierten
Eindruck macht über
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Düsseldorf, gegen 12.12 Uhr.
Es spricht
Kleinaktionär Manfred Klein aus Saarbrücken.
Kaum
schöner kann
Es sein als beim
Unerlässlichen
Urinieren über die
Lautsprecher von
Kapitalanlage und
Tafelsilber zu hören
Sie immer genau hin!
Aktionäre
derer
Von Weißbrot die
Gulaschsuppe auch
Zwei Frikadellen
--- Aßen wir ---
Nur die Tortellini
Erschienen mir zu
Kalorienhaltig bei
Der Kapitalvernichtung
Ein
deutlich zu braver
Vortrag wird bald
Zu einem Unverkennen
Der Situation der
Wahrnehmung von
Berechtigten Interessen
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Düsseldorf, gegen 13.15 Uhr, nun außerhalb des Saals der
Stadthalle,
Drinnen redet und fragt Dr. Günther Wendt, alles wird per
Lautsprecher
auch in die Toilette selbst übertragen. Auch dort gibt es
Lautsprecher.
Es
mögen die Gedichte
An den Bäumen wachsen
Die wir in allen
Etagen der Karstadt
Warenhaus GmbH
Eines fernen Tages
Zu pflanzen gedenken
Vor
aller Leut'
Ein jeder darf
Nach vorne treten
Um eventuell
Dann ganz betreten
Die eig'ne Meinung
Mit den Händen
Und auch dem Munde
Zu vertreten
Weil die Gewinne
Sich gar sehr verspäten
Erster
Vorsitzender
Im Vorstand
Des Vereins
Zur Förderung
Der Aktionärsdemokratie
e.V.
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oder Klau&s&ens, LIVE geschrieben, am 18.3.2009, bei
der
Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der
Stadthalle,
im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141,
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Düsseldorf, gegen 14.00 Uhr.
Ende
des Beitrages von Marc Sommer, einer der 5 vom Vorstand der Arcandor,
der vorherige Fragen aus den Reihen der Aktionäre beantwortet
hatte.
Verein
zur Förderung der Aktionärsdemokratie e.V., Ludwigstrasse 22
• 97070
Würzburg • Tel 0931 / 3 53 91 68 • Fax 0931 / 3 53 91 67, www.aktionaersdemokratie.de
RUIN ZAHLT SICH AUS
LERNWERT-
SCHÖPFUNG
- vom Aktienrecht -
UNERTRÄGLICH
Die
besondere Prämie
An den Vorstand
Ist eine posthume
Finanzierung des
De facto toten
Unternehmens
Zu sehen
Als Nachbeatmung
Einiger Portemonnaies
Das
Festival der
Fragen macht Sinn
Wenn die Antworten
Auch wirklich
Erschöpfend sind
Und nicht alle
Zuhörer bloß
Erschöpft danach
Sind
das Schlimme!
Die ausufernden
Selbstdarstellungen
Des Fingerwundenlegers
Herr Klein oder die
Ständigen Zwischenrufe
Der ihn Kaummögenden
Deren Gehalt sich als
Unerträglich beschreiben
Lassen doch könnte?
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Düsseldorf, gegen 14.00 Uhr.
Es spricht immer noch Herr Knoesel von aktionärsdemokratie.de
Ein
schneidender
Zwischenruf macht
Deutlich dass Aktien
Und ihre Besitzer der
Relativität eines
Wahrheitsgefüges so
Ausgesetzt sind wie
Der Postbote dem
Wetter oder dem
Lauf der Welten
Sie
flinken und
Wieseln mit den
Papiermappen in
Farben die keine
Beantwortung der
Ewig emsigen
Geschäftigkeit
Entgehen lassen
Auf dass der
Vorstand weiter
Eine Aufführung
Spielen könne
Deren Titel als
Aufsichtsratssitzung
Schon zuvor besorgt
Worden waren wir
Dennoch
Während
sie extra
Schnell lesen damit
Niemand es wisse
Von Anteilen wie
Rubel 11.300
Und Tranche F
Samt Stammkapital
Ich komm' nicht mit
Weil wir doch keine
Stenographen sind
Bleibt alles eine
Wohl bewusste
Nichtinformation
Von der noch zu
Reden sein wird
Weil einige schon
Laut protestieren
Und ich zumindest
Das schriftlich auslege
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Düsseldorf, gegen 17.30 Uhr.
Dr.
Eick beantwortet eine Frage von Frau Grimberg ... oder Frau Steeg, die
jedenfalls damit lautstark nicht zufrieden scheint, was (angesichts des
Aktiengesetzes) wohl fast schon einer Drohung ähnelt. -
Interessanterweise werden alle Fragen der Aktionäre von ARCANDOR
mitstenographiert, nicht aber die Antworten des Vorstandes bzw. des
Aufsichtsratsvorsitzenden.
Vorstandsmitglied
Herr Günther antwortet gerade. Alle Vorstandsmitglieder lesen
jeweils
von den Blättern ab, die ihnen jeweils in grünen oder blauen
oder roten
Mappen von hinten angereicht werden.
Herr Günther beantwortet noch. Es sind komplexe Zahlen, schnell
vorgetragen, die niemand mitschreiben kann.
VERSCHLEISS
TIEF IM WESTERN
IST ES ZUTREFFEND?
In
meiner Müdigkeit
Entdecke ich die
Rituale quälender Art
Von Sitzungen die am
Ende auf Kleinfehden
Dezidierter Personen
Hinauslaufen aber
Kaum auf irgendeine
Posperität einer Firma
Die
Highfield ist an der
Lowstreet zu 100 % beteiligt
Aber an der Lowhigh zu
50 % die an der Streetlow
Ganz high zu 90 % beteiligt
Sei die wiederum 100 %
Von der Streethigh hält
Die 80 % der Anteile an
Der Highlow Ranch innehaben
Wird wenn Lowfield verkauft ist
Ist
es zutreffend
Dass dieses Gedicht
Keinerlei Klarheit
Über all die vielen
Verflechtungskonstrukte
Bei der ARCANDOR
Jemals erbringen wird?
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Düsseldorf, gegen 18.37 Uhr.
Es beantwortet
jetzt Dr. Eick Fragen. Im Saal befinden sich noch rund 100
Aktionäre,
nachdem es morgens mal 1000 gewesen sein sollen. Hinzu kommen der
Vorstand, der Aufsichtsrat, ein paar seiner Helfer, der Wortmeldetisch,
die Security, die Technik und der Service. Und die Presse.
Aktionärin
Frau Catarina Steeg redet und fragt mehrfach mit dem Frageteil "Ist es
zutreffend?", weil sie frühere Fragen nicht beantwortet sieht. Zu
Frau
Steeg, die man als eine (von mehreren Personen) "räuberische
Aktionärin" bezeichnet, siehe den Artikel der SZ: www.sueddeutsche.de/finanzen/159/433907/text/
GELÜMMELLAGE
WASSER
FRAGEN UND ANTWORTEN
Während
der Aktionär
Redet sucht der Leiter
Der Versammlung das
Ohr eines anderen
Woraus kleinliche
Wut erfolgt und
Dessen Wortschöpfungen
Vom Dichter dokumentiert
Aber nicht erschaffen
Das
Spiel sieht
Ein ständiges
Bringen und Holen
Eines ganzen Glases
Vor welches bald
Ungetrunken in den
Katakomben auch
Verschwinden soll
Redner für Redner
Aller Kritik des
Morgens überaus
Demonstrativ
Eingedenk
Kleinliches
Fragen
Erbringt nicht mit
Gewissheit große
Oder gar größliche
[Antworten Sie!]
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Stadthalle,
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Düsseldorf, gegen 19.55 Uhr.
Herr Manfred Klein redet, aber Herr Janssen spricht oben auf dem Podium
mit seinem Nachbarn Herrn Eick
Das
Wasser für Redner aus den Reihen der Aktionäre wird
demonstrativ
gebracht nachdem Herr Klein das Nichtwasserdasein sehr
nachdrücklich
kritisiert hatte.
Dr. Eick
redet und beantwortet vorher gestellte Fragen
STIMMFORMALIA
THE RUSSIAN END
EX
In
plexigläserne
Boxen
Werfen die noch
Anwesenden 60
Oder 70 Aktionäre
Die Kärtchen woraus
Sich keinerlei Wert
Als Ordnung ergibt
- und auch keine
Geänderte Werteordnung
Sehr
geehrte Damen
Und Herren in Kürze
Liegen die
Abstimmungsergebnisse
Vor wir möchten
Sie bitten Ihre
Plätze einzunehmen
Und nötige Medikamente
Die
Schließung
Der Versammlung
Erbachte keinerlei
Freudenschreie.
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der
Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in Düsseldorf, in der
Stadthalle,
im CCD, Congress Center Düsseldorf, Rotterdamer Straße 141,
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Düsseldorf, gegen 21.35 Uhr.
Im
Saal sind natürlich mehr Leute als 60 oder 70, denn da ist noch
der
Vorstand und der Aufsichtsrat un der Notar Dr. Zimmermann und die
Security und Technik und Helfer und Mitarbeiter des Wortmeldetisches
und Journalisten etc.
Die
Ergebnisse werden jetzt gleich von Herrn Janssen vorgetragen, nach der
Zählpause: U.a. bekommt Thomas Middelhoff als Vorstand von einst
jetzt
eine Entlastung von sage und schreibe 98,76 %. (Fast?) Alle anderen
liegen noch darüber. AlWas für Resultate! Selbst jemand
wie
Herr
Zumwinkel (ebenfalls nicht anwesend, Middelhoff ja auch nicht) bekommt
noch 98,83 % Entlastung
Die Versammlung wird gegen 22.15 Uhr geschlossen. Ein jeder
denkt aus seiner Sicht: Geschafft! ACHTUNG:
Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten
siehe: www.klausens.com/zitatgedichte.htm
(1) Jedem
Aktionär ist
auf Verlangen in der Hauptversammlung vom Vorstand Auskunft über
Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben, soweit sie zur
sachgemäßen
Beurteilung des Gegenstands der Tagesordnung erforderlich ist. Die
Auskunftspflicht erstreckt sich auch auf die rechtlichen und
geschäftlichen Beziehungen der Gesellschaft zu einem verbundenen
Unternehmen. Macht eine Gesellschaft von den Erleichterungen nach
§ 266
Abs. 1 Satz 2, § 276 oder § 288 des Handelsgesetzbuchs
Gebrauch, so
kann jeder Aktionär verlangen, daß ihm in der
Hauptversammlung über den
Jahresabschluß der Jahresabschluß in der Form vorgelegt
wird, die er
ohne Anwendung dieser Vorschriften hätte. Die Auskunftspflicht des
Vorstands eines Mutterunternehmens (§ 290 Abs. 1, 2 des
Handelsgesetzbuchs) in der Hauptversammlung, der der Konzernabschluss
und der Konzernlagebericht vorgelegt werden, erstreckt sich auch auf
die Lage des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen.
(2)
Die Auskunft hat den
Grundsätzen einer gewissenhaften und getreuen Rechenschaft zu
entsprechen. Die Satzung oder die Geschäftsordnung
gemäß § 129 kann den
Versammlungsleiter ermächtigen, das Frage- und Rederecht des
Aktionärs
zeitlich angemessen zu beschränken, und Näheres dazu
bestimmen.
(3)
Der Vorstand darf die Auskunft verweigern,
1.
soweit
die Erteilung der Auskunft nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung
geeignet ist, der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen
nicht unerheblichen Nachteil zuzufügen;
2.
soweit sie sich auf steuerliche Wertansätze
oder die Höhe einzelner Steuern bezieht;
3.
über
den Unterschied zwischen dem Wert, mit dem Gegenstände in der
Jahresbilanz angesetzt worden sind, und einem höheren Wert dieser
Gegenstände, es sei denn, daß die Hauptversammlung den
Jahresabschluß
feststellt;
4.
über die Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden, soweit die Angabe dieser Methoden im Anhang
ausreicht, um ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft im Sinne
des §
264 Abs. 2 des Handelsgesetzbuchs zu vermitteln; dies gilt nicht, wenn
die Hauptversammlung den Jahresabschluß feststellt;
5.
soweit sich der Vorstand durch die
Erteilung der Auskunft strafbar machen würde;
6.
soweit
bei einem Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsinstitut Angaben
über angewandte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie
vorgenommene Verrechnungen im Jahresabschluß, Lagebericht,
Konzernabschluß oder Konzernlagebericht nicht gemacht zu werden
brauchen;
7.
soweit die Auskunft auf der
Internetseite der Gesellschaft über mindestens sieben Tage vor
Beginn
und in der Hauptversammlung durchgängig zugänglich ist.
Aus anderen Gründen darf die Auskunft nicht verweigert
werden.
(4)
Ist einem Aktionär wegen seiner Eigenschaft als Aktionär eine
Auskunft
außerhalb der Hauptversammlung gegeben worden, so ist sie jedem
anderen
Aktionär auf dessen Verlangen in der Hauptversammlung zu geben,
auch
wenn sie zur sachgemäßen Beurteilung des Gegenstands der
Tagesordnung
nicht erforderlich ist. Der Vorstand darf die Auskunft nicht nach
Absatz 3 Satz 1 Nr. 1 bis 4 verweigern. Sätze 1 und 2 gelten
nicht,
wenn ein Tochterunternehmen (§ 290 Abs. 1, 2 des
Handelsgesetzbuchs),
ein Gemeinschaftsunternehmen (§ 310 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs)
oder
ein assoziiertes Unternehmen (§ 311 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs)
die
Auskunft einem Mutterunternehmen (§ 290 Abs. 1, 2 des
Handelsgesetzbuchs) zum Zwecke der Einbeziehung der Gesellschaft in den
Konzernabschluß des Mutterunternehmens erteilt und die Auskunft
für
diesen Zweck benötigt wird.
(5)
Wird einem
Aktionär eine Auskunft verweigert, so kann er verlangen, daß
seine
Frage und der Grund, aus dem die Auskunft verweigert worden ist, in die
Niederschrift über die Verhandlung aufgenommen werden.
Ob bei AIG oder Arcandor –
die Geschäfte laufen schlecht, trotzdem
werden den Managern horrende Boni gezahlt. Auch für deutsche
Unternehmen gibt es derzeit keine rechtlichen Grenzen.
Düsseldorf - Draußen
glänzt
die Sonne am frühlingshaften
Rheinufer,
drinnen riecht es nach frisch Gekochtem. Vermeintlich stimmen die
Zutaten im Düsseldorfer Kongresszentrum für eine harmonische
Hauptversammlung beim Handels- und Touristikkonzern Arcandor. Doch
tatsächlich herrscht dicke Luft. „Der Märchenerzähler
hat uns
abgezockt“, entrüstet sich ein grauhaariger Aktionär, ohne
von seinem
Nudelgericht aufzusehen. Die Kritik richtet sich gegen den ehemaligen
Konzernchef Thomas Middelhoff. Vor drei Wochen musste dieser seinen Hut
nehmen, nach fast 750 Millionen Euro Verlust im vergangenen
Geschäftsjahr und einem Schuldenberg von knapp einer Milliarde
Euro.
Auf Middelhoffs Gehaltszettel ist davon nichts zu spüren. Beim
Aktionärstreffen am vergangenen Mittwoch wurde bekannt: Zu seinem
festen Jahresgehalt von 1,2 Millionen Euro kassierte der Manager
zuletzt einen Bonus von 2,3 Millionen.
Ein Extralohn trotz schlechter Bilanz? Das macht stutzig. Nach
Konzernangaben hat Middelhoff seine vertraglich vereinbarten Ziele
erreicht. Zum einen habe er von 2005, als der Manager den
angeschlagenen Konzern übernahm, bis 2008 den Gewinn vor Steuern,
Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) gesteigert. Zum Zweiten ist es ihm
gelungen, den Anteil der Reisetochter Thomas Cook am Gesamtergebnis zu
erhöhen, wie Gerd Koslowski von Arcandor erklärt. Doch der
Firmensprecher ist sich der Brisanz der Erfolgsprämie durchaus
bewusst:
„Im Nachhinein kann man sich natürlich fragen, ob diese Ziele
richtig
waren.“
Für Dietmar Hexel aus dem Bundesvorstand des Deutschen
Gewerkschaftsbundes (DGB) geht es bei den Bonuszahlungen für
Manager
gar nicht so sehr um deren vertragliche Rechte, die zumeist aus
konjunkturell besseren Zeiten stammen. „Ob man in der Wirtschaftskrise
einen Bonus in Anspruch nimmt, ist keine Sache von Verträgen. Es
ist
eine Charakterfrage“, sagte Hexel dem Tagesspiegel am Sonntag.
Ein ähnliches Gefühl wird zahlreiche Amerikaner in der
vergangenen
Woche auf die Straße getrieben haben. In mehreren Städten
protestierten
Demonstranten gegen Bonuszahlungen beim amerikanischen
Versicherungskonzern AIG. Das Unternehmen hatte in den vergangenen
Monaten nur mit staatlichen Hilfen von 182,5 Milliarden Dollar
überlebt. Gleichzeitig schüttete der Konzern 218 Millionen
Dollar an
Prämien für seine Manager aus.
Die Politik reagierte schnell. Das Repräsentantenhaus beschloss am
Mittwoch eine Sondersteuer für Boni. Demnach sollen Zahlungen an
Manager von Unternehmen, die mit Staatsgeldern vor dem Kollaps bewahrt
wurden, mit 90 Prozent besteuert werden. Die Abgabe soll für alle
Angestellten gelten, die über ein Familieneinkommen von mindestens
250
000 Dollar im Jahr verfügen und deren Firmen mindestens fünf
Milliarden
Dollar vom Staat bekommen haben.
Auch in Deutschland bemüht sich die Politik, die
Managergehälter zu
begrenzen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf der Koalition wurde am
Freitag erstmals im Bundestag verhandelt. Er sieht vor, dass
Aktienoptionen erst nach vier statt nach zwei Jahren eingelöst
werden
können und dass der Aufsichtsrat künftig stärker
für Gehaltsexzesse des
Vorstandes haftet. Eine Strafsteuer nach amerikanischem Vorbild lehnt
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries jedoch ab.
Dabei funktionieren Bonuszahlungen eigentlich nach einem
vernünftigen
Prinzip. Neben einem festen Gehalt bietet die Aussicht auf
zusätzlichen
Lohn einen Anreiz für zusätzliches Engagement. Doch diese
Motivation
fällt je nach Berufsgruppe unterschiedlich aus. „Bei einfachen
Arbeiten
sorgt eine variable Bezahlung für enorme Anreize“, sagt Margit
Osterloh, Professorin für Organisation und Unternehmenstheorien an
der
Uni Zürich. Bei der komplexeren Aufgabe von Managern bestehe
dagegen
die Gefahr, dass für den Bonus andere Ziele wie etwa der Erhalt
von
Jobs vernachlässigt werden. Osterloh ist dafür, den variablen
Teil
eines Einkommens weitgehend abzuschaffen. „Es ist nicht nachweisbar,
dass Boni zu besseren Ergebnissen von Unternehmen führen“, sagt
die
Wissenschaftlerin. Zudem förderten sie gierige Manager und die
Neigung
zur Manipulation. Auch die Gewerkschaft Verdi forderte am Samstag,
Bonuszahlungen in der Finanzbranche komplett abzuschaffen.
Derzeit gibt es für Unternehmen bei Boni keine rechtliche
Begrenzung
außer der Zustimmung des Aufsichtsrates. Der ist nach dem
Aktiengesetz
für die Anstellungsverträge der Vorstände zuständig
und muss also
etwaigen Bonuszielen wie im Fall Middelhoff zustimmen. Zudem
müssen
börsennotierte Gesellschaften einmal im Jahr ihren Aktionären
mitteilen, ob sie den Empfehlungen der Corporate Governance Kommission
für verantwortungsvolle Unternehmensführung gefolgt sind. Das
kann auch
über Boni erfolgen, indem man Erfolgsprämien etwa auch
für nachhaltige
Entwicklung festschreibt. Experten fordern das seit langem. Mit Siemens
und Daimler haben 2008 aber nur zwei von 30 Dax-Konzernen solche
Vorschläge aufgenommen. Bei Daimler kann ein Vorstand sogar bis zu
15
Prozent seines variablen Jahreseinkommens verlieren, wenn sogenannte
Compliance-Ziele nicht erreicht werden.
Grundsätzlich sind die Erfolgsprämien im Pleitenjahr 2008
natürlich
stark gesunken. Mitleid hat Dietmar Hexel deswegen nicht. „Die
Fixgehälter sind schließlich so hoch, dass man sorgenfrei
leben kann“,
meint der DGB-Vorstand.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 22.03.2009)
Die
Hauptversammlung des Handels- und Touristikkonzerns Arcandor am
Mittwoch war der erste große Auftritt des neuen Chefs
Karl-Gerhard
Eick. Er redete die Probleme klein – und verschonte seinen
Vorgänger.
DÜSSELDORF.
Seine Herkunft kann Karl-Gerhard Eick nicht verleugnen. Auch nach zehn
Jahren unter Rheinländern – neun Jahre davon im Vorstand der
Deutschen
Telekom, den Rest als Finanzchef von Haniel in Duisburg – sagt der
gebürtige Schwabe immer noch „Grise“, wenn er „Krise“ meint. Er
sagt es
oft an diesem Tag – und es klingt wie vieles im Schwäbischen:
klein.
Es ist sein erster
öffentlicher Auftritt als Vorstandsvorsitzender
von Arcandor, bei der Hauptversammlung des Unternehmens in
Düsseldorf
am gestrigen Mittwoch. Nach nur 17 Tagen im Amt fällt dem
55-Jährigen
die undankbare Aufgabe zu, Arcandors Aktionärsversammlung
Rechenschaft
über die Lage des Essener Handels- und Touristikkonzerns
abzulegen. Die
ist katastrophal. Also sagt Eick das, was man so sagt in solchen
Situationen: „Wir werden die Ärmel hochkrempeln und uns an die
Arbeit
machen“, ruft er. Er spricht von „Kärrnerarbeit“, und er
spürt „große“
Herausforderungen.
Groß sind vor allem die
Verluste, die die Aktionäre des vormals
unter Karstadt-Quelle firmierenden MDax-Konzerns präsentiert
bekommen:
754 Millionen Euro Miese häuften die Essener im vergangenen
Geschäftsjahr an – neben mehr als zwei Milliarden Euro
Finanzschulden
und Mietverbindlichkeiten. Das Tafelsilber ist längst verkauft,
und
noch immer muss Arcandor um seine Liquidität bangen. Im Juni
werden
Konsortialkredite über 650 Millionen Euro fällig. Drohen die
Banken,
wie schon im September, mit einem Ausstieg, wankt der Konzern in die
Zahlungsunfähigkeit.
Da wundert es nicht, dass
an diesem Tag nahezu sämtliche Redner
fordern, Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung zu verweigern. „Hier
gab es ein klares Managementversagen“, poltert ein Sprecher der
Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK).
Doch wer auf eine
offizielle Abrechnung mit dem im Februar
ausgeschiedenen Vorstandschef Thomas Middelhoff hofft, wird
enttäuscht.
Außer dem formelhaften „Dank an Thomas Middelhoff für die
von ihm und
dem Vorstand geleistete Arbeit“ kommt Eick wenig zu dem gescheiterten
Konzernlenker über die Lippen.
Wie Hohn wirkt da, dass
später vermeldet wird, dass Middelhoff im
zurückliegenden Geschäftsjahr neben seinem Grundgehalt von
1,2
Millionen Euro auch noch einen üppigen Sonderbonus von knapp 2,3
Millionen Euro kassierte.
Eick aber bleibt
einsilbig. Nur einen winzigen Kritikpunkt an seinem
schillernden Vorgänger liest er hölzern und mit zahlreichen
Versprechern vom Blatt. Die Umstellung des Geschäftsjahres auf den
30.
September habe der „Kommunikation mit dem Finanzmarkt geschadet“,
moniert er. „In einem ohnehin schon nervösen Marktumfeld
begünstigt das
einen dramatisch sinkenden Börsenwert.“ Da ist er wieder: Eick,
der
Zahlenmann, der stets im Controlling oder Finanzressort arbeitete und
das Geschäft mit Bilanzkennzahlen und sperrigen Begriffen wie
Ebitda
Capex oder Economic Value Added zelebrierte. So ist sein Image – auch
wenn er bei der Telekom nach Chefwechseln als einziger manches
zusammenhielt.
In Düsseldorf sagt er kein
Wort zu den gescheiterten Sanierungen der
Konzerntöchter Karstadt und Quelle, die weiterhin hohe Verluste
schreiben, kein Wort zu überhöhten Warenhausmieten nach dem
Verkauf des
Immobilienpakets und kein Wort zu den Gründen der
überbordenden
Konzernverschuldung.
Sollte Eick die Umstellung
des Geschäftsjahres tatsächlich für den
wesentlichen Grund dafür halten, weshalb Arcandors Börsenkurs
in den
vergangenen 18 Monaten von knapp 30 Euro auf 1,40 Euro absackte, hat er
noch den größten Teil seiner Hausaufgaben vor sich. Die
Börse
quittierte den Hauptversammlungs-Auftritt entsprechend: Arcandors
Aktienkurs ging unmittelbar danach um über sieben Prozent in den
Keller.
„Warum übernimmt jemand
als zahlenorientierter, nüchterner
Finanzmanager den Chefsessel bei einem Konzern, dessen Finanzen das
gezeigte Bild abgeben?“ fragt Eick rhetorisch. Dies sei eine
„berechtigte Frage“, auf die er den Aktionären die Antwort nicht
schuldig bleiben wolle – um sich sogleich im Ungefähren zu
verlieren.
Beobachter, die ihn aus Telekom-Zeiten kennen, sagen: Es gibt zwei
Gründe: die angebliche 20-Millionen-Euro-Erfolgsprämie – und
verletzte
Eitelkeit.
Denn zwei Mal galt der
gebürtige Ulmer bei der Telekom als Anwärter
auf den Chefposten, zwei Mal wurde er übergangen. An der
schwierigen
Aufgabe in Essen wolle er nun beweisen, dass er auch ein Großer
sei,
einer für Spitzenjobs, sagen Insider. Deshalb sei es
Arcandor-Aufsichtsratschef Friedrich Carl Janssen von Sal. Oppenheim
auch nicht schwergefallen, seinen Nachbarn in Kölns Nobelviertel
Marienburg als Nachfolger von Middelhoff zu gewinnen.
Dass für Eick die
Erfolgsaussichten angesichts der verfahrenen Lage
in Essen gering sind, ficht den Manager mit dem nach hinten gegelten
Haar nicht an. „Die Verhandlungen mit den Banken zu einem Erfolg zu
führen ist keine Mission impossible“, ruft er den Aktionären
zu. Große
Worte.
Ob er selbst daran glaubt?
Eine Aufspaltung des Konzerns sei zwar
nicht seine Priorität, erklärt er, fügt aber hinzu:
„Sollte es Sinn
machen, das Portfolio zu verändern, werden wird das auch machen.“
Nicht
für Arcandor, wohl aber für die Banken ergibt eine solche
Aufspaltung
Sinn. Schon bei den letzten Kreditverhandlungen forderten sie, die
Touristiktochter Thomas Cook zu Geld zu machen.
Dass der Konzern demnächst
ohne seinen einzigen Ertragsbringer
dasteht, ist für einige Manager im Konzern offenbar schon
abgemachte
Sache. Als in Düsseldorf Finanzchef Rüdiger Günther am
Nachmittag
Auskunft geben will über die „Thomas Cook AG“, kommt es zu einem
vielsagenden Versprecher. Als Günther die Touristikbeteiligung
anspricht, sagt er „Thomas Cook ade“. Eick würde zumindest „Adele“
sagen.
Bei der ersten Hauptversammlung von
Arcandor unter dem neuen Chef
Karl-Gerhard Eick sparten Kleinaktionäre nicht mit scharfer Kritik
am
Vorgänger Middelhoff. "Ankündigungsweltmeister",
"Plaudertasche" oder
"großer Schauspieler" zählten noch zu den freundlicheren
Umschreibungen.
Thomas Middelhoff ist immer noch da. Zwar hat er den Touristik- und
Handelskonzern Arcandor bereits Ende Februar verlassen. Auf der
Hauptversammlung gestern allerdings war er präsent wie immer –
zwar
nicht mehr als körperlich anwesender Vorstandschef, dafür
aber als
Zielscheibe beißender Aktionärskritik.
„Ankündigungsweltmeister“,
„Plaudertasche“ oder „großer Schauspieler“ zählten noch zu
den
freundlicheren Umschreibungen durch Kleinaktionäre, die in der
Ära
Middelhoff den Großteil ihres Arcandor-Einsatzes verloren hatten.
Marc Tüngler von der Deutschen Schutzgemeinschaft für
Wertpapierbesitz (DSW) etwa fragte in der Düsseldorfer Messe
für von
ihm vertretenen Anteilseigner mit 1,5 Mio. Arcandor-Aktien schlicht:
„Wo ist unser Geld geblieben?“. Und Jürgen Erdmann von der
Schutzgemeinschaft für Kapitalanleger (SdK) wollte wissen, warum
Middelhoffs Bezüge bei der letzten Vertragsverlängerung um 47
Prozent
erhöht wurden, obwohl dieser doch so „dilettantisch handelte und
die
Aktie auf Talfahrt schickte“. Nicht besonders gut kam bei den
Aktionären die von Aufsichtsratschef Friedrich-Carl Janssen auf
Nachfrage verkündete Tatsache an, dass Middelhoff neben seinem
Grundgehalt von 1,2 Millionen Euro einen noch Sonderbonus von knapp 2,3
Millionen Euro kassierte.
Kein Wunder, dass der neue Chef Karl-Gerhard Eick weitgehend
der Einzige blieb, der Middelhoff für dessen Arbeit dankte. Der
frühere
Finanzchef der Telekom sparte sich beim ersten großen
öffentlichen
Auftritt im neuen Amt offene Kritik am Vorgänger – anders, als es
Chef
Middelhoff vor vier Jahren bei seiner ersten Hauptversammlung am
gleichen Ort getan hatte. Eick sprach ohne Schuldzuweisungen die
wichtigsten Probleme des Konzerns an, wenn er auch sehr im Allgemeinen
blieb – aber was soll er schon ankündigen, kaum drei Wochen nach
Amtsantritt?
Bei Eicks erstem Inventurbericht vor den Aktionären konnte man
indes
zwischen den Zeilen durchaus heftige Watschen für das
Middelhoff-Management heraushören: „Die Gesamtverfassung des
Arcandor-Konzerns ist schwierig. Das Konzernergebnis von minus 746
Millionen Euro im angelaufenen Jahr ist beunruhigend. Die Relation von
Ebitda-Ergebnis und Konzernverschuldung halte ich für bedenklich“,
sagte Eick ruhig und sachlich, wie sich das für einen
„langjährigen
überzeugten Finanzer“ gehört. Der neue Chef räumte ein:
„Arcandor hat
Vertrauen an den Finanzmärkten und bei den Fremdkapitalgebern
eingebüßt. Die Finanzierung ist heute zudem sehr kurzfristig
und eng
angelegt.“
Eick spricht von „gewaltigen Baustellen“, die jetzt vor ihm
liegen. Zu den Aufgaben gehört nicht weniger als die gleichzeitige
Verbesserung des operativen Geschäftes, die Steigerung des Cash
Flow,
die Erhöhung der Eigenkapitalquote – sie liegt mit weniger als
zehn
Prozent gefährlich niedrig – und die Sicherung der
Konzernfinanzierung.
Denn im Sommer laufen Kredite über 650 Millionen Euro aus – werden
sie
nicht verlängert, droht abermals das Ende von Arcandor. „Dem
werden wir
alles andere unterordnen“, kündigte Eick an. Ohne lange
Eingewöhnungszeit muss er sofort beweisen, dass er die skeptischen
Banken bei der Stange halten oder neue Finanzierer auftun kann – ohne
zwar ohne den einzigen echten Konzern-Gewinnbringer, den
Touristikkonzern Thomas Cook, zu verkaufen. „Das ist eine große
Herausforderung, aber keine mission impossible“, sagte er.
Eick versprach – wie bisher bei der Telekom – eine „grundsolide
Finanzpolitik“ zu und kündigte den Aktionären Zahlen, die
„messbar und
eindeutig“ seien an. Bisher jedoch waren die Zahlen durch immer wieder
neue Sondereffekte und Konzernumbauten genau das nicht. Auch das
Vertrauen in Arcandor wolle er zurückbringen. Eick: „Vertrauen zu
schaffen und zu erhalten ist Chefsache“ – eine weitere indirekte Kritik
an seinem Vorgänger, der zuletzt jenes Vertrauen durch mehrere
nicht
eingehaltene Versprechen und fragwürdige Winkelzüge zum
großem Teil
verspielt hatte. „Klarheit, Gradlinigkeit, Offenheit und
Verlässlichkeit. Dafür stehe ich“, sagte Eick.
Die leidgeprüften Kleinaktionäre hörten es gerne, wollen
aber wohl erst
einmal Taten sehen. Denn Ankündigungen dieser Art haben sie beim
Krisenkonzern aus Essen schon zu oft gehört.
Dass der schon bald grundlegend seine Struktur verändern
könnte, bestritt Eick in seiner Antrittsrede nicht einmal. Zwar
sei er
überzeugt, dass Arcandor mit drei Geschäftsbereichen
Tourismus,
Versandhandel und Warenhaus bestehen kann. „Eine Aufspaltung hat nicht
meine Priorität. Aber ich vertrete keine dogmatische Position.“
Sollte
eine Veränderung der Struktur „Sinn machen, dann werden wir das
auch
machen“. Seit Monaten ist das Management bereits auf der Suche nach
Partnern für den Versand und die Warenhäuser – bisher ohne
Erfolg.
Arcandor wird in der Ära Eick wohl kleinere Brötchen backen.
Jetzt sei
„nicht die Zeit der großen Strategien oder gar Visionen. Jetzt
ist die
Zeit der Konsolidierung, es ist die Zeit der Kärrnerarbeit“, sagte
der
neue Chef. Da ist nichts mehr zu hören von Middelhoffschen
Plänen,
noble Warenhäuser in Moskau, Istanbul oder gar am Golf zu
eröffnen.
Der Konzern ist ein Trümmerhaufen,
trotzdem nimmt der
Ex-Chef noch einen 2,3-Millionen-Bonus mit nach Hause. Seinem
Nachfolger Eick bleibt für die Aufräumarbeiten nur wenig Zeit.
Der Ende Februar aus dem Unternehmen
ausgeschiedene Arcandor-Chef Thomas Middelhoff kommt nicht aus den
Schlagzeilen: Im zurückliegenden Geschäftsjahr hat er neben
einem
Grundgehalt von 1,2 Mio. Euro einen Sonderbonus von knapp 2,3 Mio. Euro
bezogen. Hintergrund sei das Erreichen zuvor vereinbarter Ziele, sagte
der Arcandor-Aufsichtsratsvorsitzende Friedrich Carl Janssen am
Mittwoch auf der Hauptversammlung.
Middelhoff selbst hatte vor einem Monat erklärt: "Ich
übergebe
das Unternehmen am 1. März sicher nicht vollständig
besenrein, aber
geordnet und aufgeräumt", und hinzugefügt: "Wir haben das
Unternehmen
gerettet."
Doch der neue Arcandor-Chef Karl-Gerhard
Eick
zeichnete ein anderes Bild des Touristik- und Handelskonzerns: "Wir
müssen Dinge verändern, und zwar nachhaltig und rasch",
kündigte Eick
an. Ein "Weiter so" könne es angesichts der aktuellen Verschuldung
und
roten Zahlen des Konzerns nicht geben.
Die Hauptversammlung ist Eicks erster öffentlicher Auftritt
als
Konzernchef - und er musste sich einige Kritik anhören: Im
vergangenen
Jahr hatte Arcandor 764 Mio. Euro Verlust eingefahren. Dass Middelhoff
nun auch noch einen Millionen-Bonus kassiert empört die
Anteilseigner.
Zwar trägt Eick, der Anfang März das Ruder bei Arcandor
übernahm, keine
Verantwortung für die derzeitige Situation des Konzerns. Dennoch
wird
Eick den Anlegern eine Perspektive geben müssen.
Aktionärsvertreter beklagten den drastischen Wertverlust der
Arcandor-Aktie in der Vergangenheit. "Ich vertrete 1,5 Millionen
Stimmen, die schreien: Wo ist unser Geld geblieben?", sagte der
Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für
Wertpapierbesitz
(DSW), Marc Tüngler. Die entscheidende Frage nach dem Amtsantritt
von
Eick sei, ob der neue Arcandor-Chef als Sanierer oder als Abwickler
angetreten sei.
Eicks Vorgänger Middelhoff hatte sein Ziel, den Aktienkurs auf
über 40 Euro zu steigern, weit verfehlt. Während seiner
Amtszeit stieg
der Kurs zwar zwischenzeitlich von neun auf 29 Euro. Doch das
schwindende Vertrauen der Anleger in das Management drückte den Arcandor-Kurs wieder in den
Keller auf derzeit 1,40 Euro.
Investoren setzen nun große Hoffungen in den Ex-Finanzvorstand
der Deutschen Telekom,
der als Finanzmann mit Weitblick gilt, ein offenes Ohr für
Sachargumente habe, und bei der Deutschen Telekom für seine
Integrität
und Aufrichtigkeit geschätzt worden sei.
Zuerst aber zeigte sich der neue Chef pragmatisch: "Es ist
nicht die Zeit der großen Strategien oder gar Visionen. Jetzt ist
die
Zeit der Konsolidierung." Ende Dezember lagen die Schulden des Konzerns
bei 1,4 Mrd. Euro. Nur nach langem Tauziehen mit seinen Banken
erreichte Arcandor im vergangenen Jahr eine Umschuldung.
Priorität hat für Eick die mittelfristige Stabilisierung
des
Konzerns und die Sicherstellung der Liquidität. "Dem werden wir
alles
andere unterordnen", sagte er. Die nächste große
Finanzierungsrunde
stehe bereits im Juni an, wenn Arcandor mit den Banken über die
Verlängerung eines Kredits über 650 Mio. Euro sprechen
müsse, sagte der
Manager. Dies sei eine große Herausforderung. Doch auch im
Tagesgeschäft will Eick durchgreifen: "In den Kerngeschäften
müssen wir
effizienter werden. Was wir vor uns haben, ist harte
Kärrnerarbeit."
Einer Zerschlagung des Konzerns erteilte Eick zumindest vorläufig
eine Absage. Sie sei nicht seine Priorität. "Ich bin davon
überzeugt,
dass Arcandor mit drei Geschäftsbereichen bestehen kann", sagte
er.
Dazu müsse aber die operative Performance deutlich verbessert und
die
Finanzierung sichergestellt werden.
Eick machte aber auch klar, dass der Erhalt des Konzerns in
der
bestehenden Struktur für ihn keine dogmatische Position ist: Falls
es
langfristig sinnvoll sei, das Portfolio oder die Geschäftsstruktur
zu
verändern, "dann werden wir das auch machen", kündigte er an.
Arcandor habe Vertrauen an den Finanzmärkten und bei
Fremdkapitalgebern eingebüßt, räumte Eick ein. Neues
Vertrauen zu
schaffen, sei für ihn Chefsache. Er stehe für eine
"grundsolide
Finanzpolitik", sagte der Manager.
Eick sieht Krise als Chance
Die gegenwärtige Wirtschaftskrise sei auch eine Chance für
das
Unternehmen. Die angeschlagene Warenhaustochter Karstadt habe in dieser
Situation die Möglichkeit, Kunden aus dem Facheinzelhandel im
gehobenen
Segment durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
zurückzugewinnen.
Wie schon 2004, als das Unternehmen am Abgrund stand, müssen nun
die
Mitarbeiter zur Sanierung einen Beitrag leisten: Wieder werden Stellen
gestrichen. Die angekündigte europäische Warenhausallianz,
mit der
Arcandor vom schwierigen Heimatmarkt unabhängiger werden soll,
lässt
aber weiter auf sich warten.
Die Versandhandelstochter Primondo sehe Chancen im anhaltenden
Wachstum des E-Commerce. Auch die Möglichkeit zum Ratenkauf sei in
der
Krise für viele Menschen attraktiv. Die Touristiktochter Thomas Cook werde versuchen,
durch ein flexibles Kapazitätsmanagement die Folgen der Krise
abzufedern.
18.03.2009
Dr. Karl-Gerhard Eick kündigt Konsolidierungskurs
für
Arcandor AG an
Priorität haben operative Performance sowie kurz- und
mittelfristige Finanzstabilität
Operative Bereiche wollen Chancen in der Wirtschaftskrise
nutzen
Arcandor wird zukünftig als strategische Management-Holding
geführt
Essen / Düsseldorf, 18.03.2009. In seiner ersten Rede als neuer
Vorstandsvorsitzender der Arcandor AG auf der Hauptversammlung des
Unternehmens in Düsseldorf hat Dr. Karl-Gerhard Eick einen
konsequenten
Konsolidierungskurs für den internationalen Touristik- und
Handelskonzern angekündigt. Eick, der seit dem 1. März die
Geschäfte
des Konzerns führt, versprach den Aktionären, den Banken, den
Mitarbeitern und allen Beteiligten einen offenen und transparenten
Dialog, um Vertrauen für das Unternehmen zurückzugewinnen.
Dabei
verwies er auf die Erfahrungen aus seiner knapp zehnjährigen
Arbeit als
Finanzvorstand der Deutschen Telekom AG.
Eick gab zunächst einen Überblick über die Zahlen des
abgelaufenen
Geschäftsjahres 2007/2008. Als Priorität der Arbeit des
Vorstandes
bezeichnete er die operative Leistungsfähigkeit der
Unternehmensbereiche sowie die nachhaltige Stabilisierung der
Finanzierung.
Voraussetzung dafür sei die Erreichung eigener Ziele,
insbesondere
bei Ergebnis und Cash Flow. Eick sagte weiter: „In den
Kerngeschäften
müssen wir effizienter werden. Was wir vor uns haben, ist harte
Kärnerarbeit und keine visionären Zukunftsszenarien. Pflicht
statt Kür.
Kosten senken und das operative Kerngeschäft auf Ergebnis
trimmen.“
In der jetzigen Wirtschaftskrise sieht Eick auch Chancen für
die
drei operativen Geschäfte von Thomas Cook, Primondo und Karstadt.
Thomas Cook federe verändertes Buchungsverhalten erfolgreich durch
flexible Kapazitätsanpassungen ab. Die Primondo-Versender
hätten
Potenziale wegen der weiter wachsenden Internet-Umsätze und ihrer
Ratenkauf-Angebote. Karstadt habe mit einer besonderen
Kundenwertschätzung durch die Mitarbeiter die Chance, in der Krise
Kunden aus dem Facheinzelhandel im gehobenen Segment zu gewinnen.
Die aktuelle Wirtschaftskrise wirkt sich unterschiedlich auf
die
Touristik- und Einzelhandelsgeschäfte von Arcandor aus. Die Thomas
Cook
Group bestätigt trotz veränderten Buchungsverhaltens erst
kürzlich die
Ergebnisziele für das laufende Geschäftsjahr. Karstadt bleibt
auf Kurs
und verzeichnet weiterhin eine insgesamt stabile Umsatz- und
Ergebnisentwicklung auf bereinigter Basis. Primondo spürt
Nachfragerückgänge in einzelnen Spezialversendern und muss
Währungseffekte in Russland sowie in Mittel- und Osteuropa
verkraften.
Im E-Commerce setzt Quelle seinen Wachstumskurs dagegen fort.
Die Arcandor AG wird zukünftig als strategische
Management-Holding
mit Aktivitäten in den Bereichen Touristik und Handel
geführt. Eick
erklärte: „Ich bin überzeugt, dass Arcandor mit drei
Geschäftsbereichen
bestehen kann. Voraussetzung dafür ist, dass wir die operative
Performance deutlich verbessern.“ Der Arcandor-Vorstand nehme eine
nachhaltige Perspektive ein. Veränderungen im Portfolio oder der
Geschäftsstruktur würden nur dann erfolgen, wenn es unter
dieser
Perspektive Sinn mache, so Eick weiter.
Die loyalen Mitarbeiter, die starken Touristik- und
Handelsmarken
sowie die stabile Aktionärsstruktur mit dem Bankhaus Sal.
Oppenheim als
größter Einzelaktionär sind nach Auffassung von Eick
die entscheidenden
Stärken des Arcandor-Konzerns und seiner Unternehmensbereiche.
Eick: „Arcandor ist heute ein diversifizierter Konzern mit
einer
ausgeprägten internationalen Präsenz. Wir haben starke Marken
in
zukunftsträchtigen Märkten. Wir sind mit Thomas Cook eine
Topadresse in
der Touristik. Wir sind mit Primondo ein wichtiger Player im
Zukunftsmarkt E-Commerce. Und wir sind mit Karstadt ein
verlässlicher
Partner für die Kunden in den deutschen Innenstädten.
Voraussetzung ist
allerdings die Verbesserung der operativen Profitabilität in
Ergebnis
und Cash Flow und ein langfristig angelegtes Finanzkonzept.“
Karstadt
und Kaufhof wollen fusionieren, aber bitte mit Staatshilfe: Der
Karstadt-Mutterkonzern Arcandor besteht auf einer Bürgschaft
über 650
Millionen Euro - trotz der Verständigung mit dem Konkurrenten
Metro.
Frankfurt am Main - Der von der Insolvenz bedrohte Handels- und
Touristikkonzern Arcandor
pocht weiter auf Staatshilfe in Höhe von 650 Millionen Euro. Eine
Fusion seiner Karstadt-Häuser mit den Kaufhoffilialen des
Wettbewerbers
Metro
käme nur in Frage, wenn der Bund Arcandor bezuschusst. "Wenn, dann
wird
Karstadt als Unternehmen eingebracht und nicht als Insolvenzobjekt",
sagte ein Sprecher am Freitag.Am Donnerstag war bekannt geworden, dass
Arcandor und Metro einen Zusammenschluss ihrer konkurrierenden
Warenhausketten Karstadt und Kaufhof in Betracht ziehen.
Die Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick und Eckhard Cordes hatten
sich darauf verständigt, dass die Bildung einer "Deutschen
Warenhaus
AG" eine vernünftige Lösung für die Zukunft der beiden
Warenhäuser sein
könnte. Ein weiteres Gespräch soll in Kürze folgen.
Für Arcandor drängt die Zeit: Am 12. Juni werden Kredite
in
Höhe
von 650 Millionen Euro fällig, und ohne Bürgschaften wollen
die Banken
diese nicht verlängern. Damit droht dem Unternehmen nach eigenen
Angaben die Insolvenz. Der Essener Konzern hat deshalb bereits
Anträge
auf eine staatliche Bürgschaft sowie einen Kredit von der KfW in
Höhe
von weiteren 200 Millionen Euro gestellt.
Beobachter schätzen, dass der Lenkungsausschuss noch in der
kommenden Woche darüber beraten wird. Politiker hatten Arcandors
bisherige Anträge auf Staatshilfe jedoch immer abgelehnt. Der
Konzern
sei nicht erst durch die Krise in Schwierigkeiten geraten, sondern habe
seine prekäre Situation vielmehr durch jahrelanges Missmanagement
selbst verschuldet, hieß es aus Berlin.
Arcandor will außerdem mit seinen Aktionären über eine
Kapitalerhöhung
verhandeln und hofft auf Zugeständnisse seiner Lieferanten und
Vermieter. Ergebnisse gebe es zwar noch nicht, aber die Gespräche
verliefen konstruktiv, teilte ein Sprecher am Freitag mit.
ich
habe doch noch etwas
gezeichnet, LIVE, während der hauptversammlung.
uns reichen doch
die LIVE-gedichte - wir brauchen nicht noch
LIVE-zeichnungen.
aber
wenn es sie doch
gibt?!
nun gut, nun
gut. noch etwas?
ich
wollte, dass der
gesamte vorstand und der gesamte aufsichtsrat nochmals genannt wird.
warum?
damit
die leute wissen,
wer wie wo verantwortung zu tragen hat. von der regierung weiß
man das
ja in etwa auch.
also, wenn es
denn sein muss. sage mir vorher noch: was gab es denn zu
essen?
wieso
kommst du nun
darauf?
ich
dachte, viele leute gehen nur deshalb zur jahreshauptversammlung, um
schön zu essen. kostenlos zu essen ... weil sie ja an den
entscheidungen des kapitals sowieso nichts ändern können.
also:
ich aß zwei frikadellen mit hohem brotanteil. dazu sah ich noch
sehr
sahnige tortellini und eine suppe, die eine gulaschsuppe gewesen sein
könnte. insgesamt kaum aufregend. wer deshalb kommt, ist selber
schuld.
keine riesigen
buffets?
ihr
habt alle falsche
vorstellungen. besonders du, zweitklausens.
sonst sagt du
immer: "zweitklausens, du warst doch dabei!"
das
stimmt - aber bei deinen vielen fragen muss ich jetzt den eindruck
haben, dass du dabei warst, aber gar nichts von allem aufgenommen hast.
komm, sag mir
bitte die namen - und dann muss mit ARCANDOR gut sein.
also:
zuerst der VORSTAND
Dr.
Karl-Gerhard Eick // Vorsitzender des Vorstands
Ressorts: Konzernkommunikation, Investor Relations, Recht, Revision,
Vorstandsprojekte, Personal/Arbeitsdirektor, Arcandor Academy
Marc Sommer // Stellvertretender Vorstandsvorsitzender
Ressorts: Primondo, Corporate Service Group, Gesellschaftspolitik,
E-Commerce
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Karstadt Warenhaus GmbH,
Filiale Fulda, kfm. Angestellter
Wilfried Reinhard*
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Thomas Cook AG, kfm.
Angestellter
Dr. Hans Reischl
Unternehmensberater, ehem. Vorsitzender des Vorstands der REWE-ZENTRAL
AG
Christa Schubert*
Stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der Karstadt Warenhaus
GmbH, Filiale Recklinghausen, kfm. Angestellte
Ernst Sindel*
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Quelle GmbH, kfm. Angestellter
Michael Stammler
Vorsitzender des Vorstands der Feri Finance AG
Walter Strasheim-Weitz*
Vorsitzender des Betriebsrats der HESS Natur Textil GmbH, kfm.
Angestellter
Gertrud Tippel-Kluth*
Sekretärin beim ver.di-Bundesvorstand, Fachbereich Handel
* Als Vertreter der Arbeitnehmer.
Freitag,
20.03.2009
klau|s|ens
erneut zu ARCANDOR und den
aktionären - www.klausens.com
klau|s|ens, du
wirst weiter erzählen?
kann
man nicht von einer hauptversammlung unendlich erzählen? dazu bei
einem
konzern, der u.a. KARSTADT und THOMAS COOK als geschäftsfelder
kennt,
von PRIMONDO kaum zu sprechen, was dann wiederum kaum einer kennt.
aber das ist bei
ARCANDOR ja auch nicht der fall. das kennen!
muss
ja auch nicht! wurde
auch immer wieder betont: muss ja auch nicht!
wieso denn?
weil
ARCANDOR nur eine
dachgesellschaft ist, die beteiligungen hält. verstehst du?
ja, ich
verstehe: man baut sich geflechte zusammen, die dann
unternehmenspolitisch und steuerpolitisch sehr gut funktionieren.
eben:
als global player hat man dann KARSTADT-hulla-hulla und
KARSTADT-holla-holla, KARSTADT Polen und KARSTADT Gibraltar und
KARSTADT Klausens - alles geht. alles muss. "Als
Finanzholding positioniert die Arcandor AG sich und ihre Töchter
in den
Kerngeschäftsfeldern Touristik, Homeshopping und stationärer
Handel."
wirklich?
Holding,
Limited, GmbH
& Co KG, Pups und Pieps. AG, EKG. alles soll. Zitat: "Die
Fusion der britischen MyTravel plc mit der Thomas Cook AG zur Thomas
Cook Group plc und der Entschluss, das neu entstandene Unternehmen an
der Londoner Börse zu listen, ist ein wichtiger Schritt zur
Internationalisierung. Der Erfolgskurs von Quelle Osteuropa, die
Akquise von Thomas Cook India machen deutlich: Arcandor sieht seine
Zukunft nicht mehr nur in Deutschland."
ja?
ich
biete dir mal einen
auszug aus dem genios-firmen-verzeichnis A-Z:
Karstadt
Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbH
Karstadt Feinkost GmbH & Co. KG
Karstadt Feinkost Verwaltungs GmbH
Karstadt GmbH
KARSTADT Heideloh GmbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Freiburg,
Kaiser-Joseph-Straße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hamburg
Kümmelstraße KG
KARSTADT Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Dortmund Aplerbecker
Marktplatz KG
Karstadt Immobilien GmbH & Co. Objekt Duisburg
Münzstraße I KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Essen, Limbecker Straße
KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Hannover, Georgstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Lüneburg, Große
Bäckerstraße KG
KARSTADT Immobilien GmbH & Co. Objekt Norderstedt KG
KARSTADT Mobilien Beteiligungsgesellschaft mbH
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Hertie KG
KARSTADT Mobilien GmbH & Co. Objekte Warenhaus KG
KARSTADT QUELLE Information Services GmbH
KARSTADT QUELLE New Media AG
KARSTADT QUELLE Service GmbH
KARSTADT QUELLE Vermögensverwaltung GmbH
Karstadt SB Warenhausgesellschaft mit beschränkter Haftung
Karstadt Unterstützungsfonds Gesellschaft mit beschränkter
Haftung
KARSTADT Vermietungsgesellschaft mbH
Karstadt Warenhaus GmbH
KarstadtQuelle Bank AG
KarstadtQuelle Finanz Service GmbH
KarstadtQuelle Immobilien Beteiligungs GmbH
KarstadtQuelle Joint Venture Beteiligungsgesellschaft mbH
KarstadtQuelle Krankenversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Lebensversicherung Aktiengesellschaft
KarstadtQuelle Versicherung Aktiengesellschaft
oder
aus einer
presserklärung der ARCANDOR vom 5.1.2009:
"Die
ERGO Versicherungsgruppe AG und die Arcandor AG haben ihre erfolgreiche
Vertriebspartnerschaft bekräftigt und sich gleichzeitig darauf
geeinigt, ihre Beteiligungen im Finanzdienstleistungsbereich neu zu
sortieren. Im Zuge dessen gehen die KarstadtQuelle Bank an Arcandor und
die restlichen Anteile der KarstadtQuelle Versicherungen an die ERGO.
Entsprechende Verträge sind zum Jahresende 2008 unterzeichnet
worden.
Arcandor AG und ERGO kooperieren seit 2002 beim Vertrieb von
Finanzdienstleistungsprodukten über das Joint Venture
KarstadtQuelle
Finanz Service. Diese Gesellschaft hielt bislang alle Anteile an der
KarstadtQuelle Bank und einen Anteil von 45% an den KarstadtQuelle
Versicherungen.
Entsprechend der jetzt getroffenen Vereinbarung gehen 100 Prozent der
Anteile an der KarstadtQuelle Bank an Arcandor, während ERGO die
mittelbaren Arcandor-Anteile an den KarstadtQuelle Versicherungen sowie
die restlichen Anteile an den Neckermann Versicherungen erhält.
Damit
wird ERGO zum alleinigen Eigentümer der KarstadtQuelle
Versicherungen
sowie der Neckermann Versicherungen. Arcandor und ERGO setzen ihre
exklusive Vertriebspartnerschaft für Versicherungsprodukte fort."
toll, was es
alles gibt.
ja,
das alles macht natürlich immer sinn. finanziell, steuerlich, usw.
-
aber es hat auch den sinn der totalen verschachtelung und
unübersichtlichkeit. die strukturen sind so komplex, dass niemand
mehr
in der lage ist, einen solchen konzern ernsthaft zu übersehen und
zu
kontrollieren. das krakenprinzip.
können das
viele?
alles
durchschauen? - die wenigen leute, die den kern begreifen, können
dann
über zehntausende von menschen und teile der gesellschaft
herrschen.
oder ganze städte an den rand des wahnsinns treiben: ich sage
"esch-fond" (josef esch, troisdorf, bauunternehmer) oder
"esch-oppenheim-immoblienfond". das bankhaus sal. oppenheim hat
wiederum friedrich carl janssen, und der ist ja jetzt
aufsichtsratsvorsitzender von ARCANDOR. und ex-vorstandschef thomas
middelhoff ist wiederum in ein paar fällen an solchen fonds
beteiligt,
die wiederum KARSTADT-warenhäuser betreiben bzw. an KARSTADT die
immobilien vermieten. oder so. man muss das einige jahre alles
durchrecherchieren, um es vollends zu enthüllen.
was kann
man denn leicht erschließen?
personelle
verflechtungen. die kann man leicht erschließen. nehmen wir "Sal.
Oppenheim", die bekannte und umtriebige bank und denken uns unseren
teil:
Sal. Oppenheim jr.
& Cie. KGaA wird (in Deutschland) durch folgende Gremien
vertreten:
Aufsichtsrat
* Georg Baron von Ullmann, Vorsitzender
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Erster stellvertretender
Vorsitzender
* Gerd-Axel Schuster, Zweiter stellvertretender Vorsitzender
* Detlef Bierbaum
* Sabine Diehl
* Monika Fachinger
* Johannes Hellmann
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Karin Stanischa
* Manfred Uthoff
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede
Aktionärsausschuss
* Karin Baronin von Ullmann, Ehrenvorsitzende
* Friedrich Carl Freiherr von Oppenheim, Vorsitzender
* Georg Baron von Ullmann, Stellvertretender Vorsitzender
* Ilona Gräfin von Krockow
* Isabelle Marquardt
* Peter W. Marx
* Nicolaus Freiherr von Oppenheim
* Henri Pferdmenges
* Dr. Clemens Freiherr von Wrede
Persönlich haftende Gesellschafter
* Matthias Graf von Krockow, Sprecher
* Friedrich Carl Janssen, Risikomanagement, Beteiligungen und
Bankbetrieb
* Christopher Freiherr von Oppenheim, Vermögensverwaltung
* Dieter Pfundt, Investment Banking
und
der vorstand? von ARCANDOR?
der
soll es ja machen.das
tagesgeschäft.
umsetzen!
der aufsichtsrat?
entweder
man ist mit allem gedanklich verschwägert (so sitzt ja herr herl
darinnen, für die schickedanz-gruppe (QUELLE!), als beispiel nur:
die
haben ja wiederum rund ein viertel der ARCANDOR-aktien) ...
oder (das
dürfte bei einigen arbeitnehmern-vertretern der fall sein): die
ganze
angelegenheit wird dann so verzahnt und so verquirlt, dass man nicht
recht weiter weiß.arbeitnehmervertreter
bei ARCANDOR ist entweder ein dauerabnickungsjob oder viele nächte
schlechten schlafes, wenn man seine aufgabe wirklich "gut" (in welchem
sinne?) durchführen will.
aber du,
klau|s|ens, du durchschaust die welt?!
natürlich,
also teilweise, also puzzlestücke, also atome. also fast nichts
... und
dennoch fast schon alles. - man darf sich von komplexen sachlagen nicht
einschüchtern lassen. der künstler und schriftsteller sieht
oft mehr
von der welt, weil er die formen der dinge den inhalten zuzuordnen zu
weiß. das ist eine höhere erkenntnistufe.
allein der
künstler? der dichter? und die anderen?
und
dann gibt es nach leute wie den gestern beschriebenen darsteller
manfred klein oder die SdK, schutzgemeinschaft der
kapitalanleger,
(siehe weiter unten) oder die "kritischen aktionäre" (Dachverband
der
Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V., Ebertplatz 12,
50668 Köln
/ Postfach 130335, 50497 Köln,
dachverband[ÄTT]kritischeaktionaere.de, gegründet 1986,
eingetragener
Verein Nr. 9529 beim Vereinsregister Köln) oder die DSW,
Deutsche
Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz ... und viele andere noch.
viele davids gegen die ewigen goliaths namens AG.
mehr
nicht?
ich überschaue aber die prinzipien und weiß, wo es dringend
angesagt
ist, warnungen auszusprechen.
künstler
sollten sich nicht in die komplexen strukturen
gigantischer konzerne verstricken!
Der
große Schauspieler Und
Optimist Doktor Middelhoff
schickte Die
Aktien auf Talfahrt
ohne die Bremsstreifen
zuvor Analysiert
zu haben
Copyright
Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als
Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE
geschrieben,
am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in
Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center
Düsseldorf,
Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 11.35 Uhr.
Es redet ein
Vertreter der SdK, Jürgen Erdmann, für: Schutzgemeinschaft
der
Kapitalanleger e.V., Maximilianstr. 8, 80539 München, Tel.: 089 -
20 20
846 0, Fax: 089 - 20 20 846 10, E-Mail: info [ÄTT]sdk.org
ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Zu den Zitatgedichten
siehe: http://www.klausens.com/zitatgedichte.htm
Donnerstag,
19.03.2009
klau|s|ens
bei der
ARCANDOR-jahreshauptversammlung - www.klausens.com
klau|s|ens, was
soll ein dichter bei der jahreshauptversammlung?
aber
ja: von beginn an,
ab 10,00 uhr ... bis zum bitteren ende, um 22.15 uhr.komplett!
die ganze zeit?
ja,
es war eine selbstprüfung besonderer art, zumal der saal des
morgens an
die 1000 aktionäre als besucher gehabt haben soll, abends aber nur
noch
circa 60 aktionäre beinhaltete. weniger aktionärsvertreter
also, als -
der auch da seiende - vorstand (5) und aufsichtsrat (19) und notar (1)
und security und technik und service und catering und der
"wortmeldetisch" ... und alles das zusammen.
du liebst das
kapital?
nach
dieser veranstaltung habe ich das kapital noch mehr verabscheuen
gelernt. am ende gab es stimmergebnisse von 99% bis 98 %, gigantisch
russisch-sowjetisch-chinesische zahlen. selbst ein so umstrittener
mensch wie thomas middelhoff (ex-vorstand, bis februar 2009, bewusst
nicht anwesend, da er u.a. als "plaudertasche" und "schönredner"
bezeichnet wurde, von einigen aktionären. er gilt als einer der
verantwortlichen ruinierer von KARSTADT und allem anderen, was zu
ARCANDOR gehört) kam bei der "entlastung" auf 98,76 %.
wirklich?
ja, das ist ein besserer scherz!auch
der herr zumwinkel (ex-post und hier ex im aufsichtsrat) wurde mit
98,83 % entlastet. und das zudem bei der "performance" von ARCANDOR.
nicht nur aus wirtschaftlicher sicht, sondern auch aus der
dividenden-sicht der aktionäre. da wurde doppelt versagt,
könnte man
sagen!
wie kommen
solche scherze bzw. solche schlechten scherze zustande?
das
kapital regiert - in einer aktiengesellschaft natürlich ganz
deutlich
und ganz besonders. je mehr aktien, je mehr stimmen. und wenn sich die
großen kapitalseigner einig sind, dann ist alles andere nur
schauspiel.
und so war es
gestern auch?
aber
ja. sie wussten
vorher, was nachher rauskommt.
und dennoch gibt
es die hauptversammlungen?
es
muss ja einen ort und einen moment geben, um diese stimmen dann zu
erbringen. gestern wurden z.B. friedrich carl janssen von der bekannten
privatbank sal. oppenheim (ja, die mit dem esch-fond zusammen einige
geschäfte ...) zu köln (nein, jetzt ja clever aus luxemburg
... und
köln) ... und rechtsanwalt lüer aus köln in den
aufsichtsrat
eingewählt. das muss ja alles passieren.wie
bei einem verein. das braucht
einen rahmen.
dann ist alles
sinnlos? es gibt für den kleineren aktionär keine
rechte? keine chancen? keinen zugriff?
teils,
teils. das deutsche aktienrecht bietet den aktionären viele
rechte, die
dann die bekannten und gefürchteten "kleinaktionäre"
bisweilen
erbarmungslos ausüben, um den konzern-vorstand und den
aufsichstrat zu
quälen ... und zugleich wahrheiten ans licht zu befördern.
kleinaktionär?
bedeutet das 1 aktie?
1
aktie lag heute morgen bei eröffnung der börse bei 1,39 EURO.
1 aktie
ist bei ARCANDOR also weniger wert als eine nationale tageszeitung:
1,37 EURO!!! eine kleine aktie. bei AUDI ist eine aktie mehrere hundert
EURO wert. es hat eben auch mit der art der ausgabe der aktien dereinst
zu tun.
und wieviel hat
der kleinaktionär? an aktienbesitz? 1,37?
aber
hallo! - bei rund 170 millionen grundkapital bei ARCANDOR wärest
du mit
1 Millionen EURO aktienbesitz locker ein "kleinaktionär".
was fragen
kleinaktionäre dann?
ja,
die stellen teils sehr brisante fragen - und dann schaut immer der
notar zu, ob auch alles nach dem recht läuft, während der
konzern
ARCANDOR ein back-office von 50 leuten hat, während der sitzung
(die
übrigens rund 800.000 euro kostet, diese jahreshauptversammlung)
...
samt extra engagierter rechtsanwaltskanzlei bzw. sozietät, die
dann
zusammen eifrig alle fragen im hintergund beantworten.
richtig?
das
ist eben die frage. die kleinaktionäre rufen dann bisweilen laut
und
erregt "NICHT BEANTWORTET!" und "NEHMEN SIE DAS ZU PROTOKOLL!", damit
auf diese weise druck ausgeübt wird.
findest du das
richtig?
aber
ja. ich hatte gestern mehr denn je die überzeugung, dass das
kapital
ein geheimbund ist, der nur zu einem kleinen teil öffentlich
agiert.
aber in wirklichkeit blickt keiner durch, hinter alle diese
verschachtelungen und verbündelungen von anteilen, beteiligungen,
pfändungen, limiteds, GmbH & Co. KGs, tranches, abgleichungen,
cash
flows, EBITs und EBIT-DAs ... und was es alles gibt. es widert einen an.
und diese
klein-aktionäre?
einer
heißt auch so "klein", genauer: manfred klein. er war gestern
auch da.
einer der gefürchtetsten, weil einer der das aktienrecht sehr gut
kennenden und nutzenden.zudem
macht er ein aktionstheater aus seiner performance, weshalb dann
wiederum andere aktionäre sich über diese minutenlangen
vorführungen
beklagen.er
ist anstrengend und enthüllend gut zugleich, der herr klein als
kleinaktionär. ein kunstwerk! eine soziale plastik!
dann ist alles
ein schauspiel, mit ein bisschen wahrheit?
anders:
die abstimmungen sind vorher vom kapital abgeklärt worden. im
hinterzimmer, im garten, in einem lokal, im konferenzraum .... wo auch
immer.
und dann?
dann
kommt die
versammlung - und das ist öffentlichkeit.
was macht die
öffenltichkeit?
die
bewertet den konzern. das sind artikel in den wichtigen
kapital-fachzeitschriften bis hin zu tageszeitungen wie
"Süddeutsche",
F.A.Z., Financial Times, etc.
und wer noch?
natürlich
die ganzen "analysten". die schauen sich sowas auch ja alles an. und
die nagenden fragen bestimmter "kleinaktionäre" sind eigentlich
nur
eine art recherche für alle diese analysten und wissenden. es muss
also
mit den mitteln des aktienrechts und dem darin festgelegten recht, auf
der jahreshauptversammlung zu fragen, wissen erarbeitet werden, was zur
bewertung des konzerns dient.
aha! also hat
doch alles einen sinn!
sicher,
im sinne einer demokratischen öffentlichkeit ist alles über
ARCANDOR
und andere konzerne wichtig. alles. (ich denke, dass viele der
kleinaktionäre auch gezielt - und bezahlt - für andere leute
zuarbeiten. zudem gibt es ja gruppierungen wie "kritische
aktionäre"
und "deutsche schutzvereinigung für wertpapierbesitz", die
offiziell
für diese zwecke existieren.)
was denn z.B.
war wichtig, obwohl es unwichtig scheinen könnte?
so
wurde gefragt, ob der aufsichtsratsvorsitzende friedrich carl
janssen
und der nagelneue vorstandvorsitzende dr. karl-gerhard eick
nebeneinander wohnen, also quasi nachbarn sind.
und?
es
scheint so zu sein,
dass beide in köln sehr nah nebeneinander wohnen.
aha: und dann
hat der janssen gesagt: "hey, karl-gerhard, komm doch von
der TELEKOM zu uns!"
eben
- das sind mögliche
modelle. und der herr eick sagte vielleicht: "ich käme ja, wenn du
mir
bestimmte garantien gibst."
und dann?
dann
fragen die aktionäre gestern, warum sich herr dr. eick auf so
einen
"schleuderstuhl" setzt, angesichts der misslichen lage von ARCANDOR.und
schon beginnt sherlock holmes zu kombinieren - und diese erkenntnisse
wirken sich auf die bewertung von ARCANDOR aus, was sich wiederum auf
die aktienbewegungen auswirkt. dann gibt es rating-agenturen ... und
vieles mehr.
ist die so? die
lage? von ARCANDOR? misslich?
dazu
fehlt mir das fachwissen. aber die berichte und kommentare geben dazu
anlass, zu vermuten, dass die "refinanzierung" überaus ernst
genommen
werden muss.
du drückst
dich
so vorsichtig aus!
ich
lerne beständig dazu - und die anwälte der großen
konzerne sind ja
kohorten des prüfens und checkens und kontrollierens und ...
klagens.
willst du nicht
beklagt werden?
nur
wenn es meinem ruhm
nützt ... und ich nicht finanziell ruiniert werde. nur dann.
dann halte dich
bei ARCANDOR lieber zurück.
nein,
nein, ich nutze
eben nur die waffen der kunst für die bewertung des kapitals und
seiner
schachzüge.
was tatest du,
klau|s|ens?
wir,
zweitklausens, wir!
was taten wir?
wir
haben LIVE gedichtet,
über 40 gedichte - und so wird die welt wissen, was man von
manchen
dingen zu halten hat.
Es
käme darauf an Zu
klären, was wir Gedenken
zu tun, Um
die Mehrung Des
Geldbetrages Für
die Zielerreichung Des
Vergütungsberichts Dir,
mein Freund, noch Zusätzlich
zukommen Zu
lassen, und auch noch Zu
geben, natürlich!
Copyright
Klau|s|ens in allen Schraibwaisen und Schreibweisen, u.a. als
Klau$s$ens oder Klau€s€ens oder Klau&s&ens, LIVE
geschrieben,
am 18.3.2009, bei der Jahreshauptversammlung von ARCANDOR, in
Düsseldorf, in der Stadthalle, im CCD, Congress Center
Düsseldorf,
Rotterdamer Straße 141, 40474 Düsseldorf, gegen 10.40 Uhr.
Friedrich
Carl Janssen, Aufsichtsratsvorsitzender und Sitzungsleiter redet
über
die Vergütungen, die gezahlt werden und wurden. Ein überaus
komplexes
Thema von "fester Vergütung" und "variablem Bonus" und
"dividendenabhängiger Vergütung" und "Sondervergütung"
und "Beiträgen
zur Altersversorgung" und "Nebenleistungen". Ex-Vorstand Thomas
Middelhoff soll überaus vieles davon bekommen haben. Im letzten
Jahr
ganz besonders.
HUNDERTACHTPROZENTIGES BÖRSENGEDICHT - Copyright bei
www.klausens.com
HUNDERTACHTPROZENTIGES
BÖRSENGEDICHT -
Für die Cleveren zertifiziert -
Da
kommt ja keiner drauf!
Dieser
armen Tage böse An
der Welten Börse Geht
es rauf und Eher
runter, weil Mitunter
Ökonomen Treppen
tieflings Fallen
- ohne Frage!
Fallen
...?
...
wir als Händler allen Auf
die Blanko-Nerven Und
die Euro-NASDAQ-Gallen, Solang
nur halbe Aktien haben Wieder
echt 'nen Kurs ... im Lauf! Nehm'
die Botschaft 'nauf und: Kauf! Die
Fonds! Wenn ich's doch sage!!!
Konzernchef
Karl-Gerhard Eick rechtfertigt die Zahlung von bis zu 15 Millionen
Euro. Ein Hamburger Professor sagt: "Das ist ethisch bedenklich."
Damals
gab es
noch Hoffnung: Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick im Juni
2009 bei einer Rede, die er vor der Zentrale in Essen vor Karstadt-
Beschäftigten hielt.
Essen/Hamburg.
Morgen wird das Essener Amtsgericht voraussichtlich die
Insolvenzverfahren für Arcandor eröffnen. Die Zukunft von
mehreren
Zehntausend Beschäftigten bei der Karstadt-Mutter steht damit auf
dem
Prüfstand. Die finanzielle Versorgung des Vorstandschefs dagegen
ist
weiter gesichert. Karl-Gerhard Eick, der das Handels- und
Touristikunternehmen vor der Pleite nur ein halbes Jahr geleitet hatte,
wird dann zwar seine Aufgaben verlieren. Er hat sich aber vertraglich
zusichern lassen, dass er zehn bis 15 Millionen Euro bekommt,
unabhängig davon, ob er seinen Fünf-Jahres-Vertrag
erfüllt oder nicht.
"Herr Eick sollte sich das Geld nicht auszahlen lassen, alles
andere wäre ethisch bedenklich", forderte der Hamburger
BWL-Professor
Karl-Werner Hansmann im Gespräch mit dem Abendblatt. Auch wenn die
Zahlung rechtlich nicht zu beanstanden sei, behielte sie ein
"Geschmäckle" wie die Dienstwagen-Affäre bei
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, sagte Hansmann. Auch die
Betriebsräte von Arcandor kritisierten die Millionenabfindung
scharf.
"Ich habe dafür kein Verständnis und kann den Frust vieler
Angestellter
darüber verstehen", sagte Konzernbetriebsrat Hellmut Patzelt. "Die
Kollegen haben harte finanzielle Einschnitte hinter und vielleicht noch
vor sich. Wir befürchten im Kaufhausbereich Lohnkürzungen bis
zu zwölf
Prozent, die tun jeder Verkäuferin weh."
Auch die Vorstände Arnold Matschull und Zvezdana Seeger
hätten
Zusagen für eine zumindest teilweise Absicherung, so ein Sprecher
vom
Arcandor-Großaktionär Sal. Oppenheim, der das Geld zahlen
würde. Noch
ist aber unsicher, ob beide im Unternehmen bleiben. Die Kritik an
seiner Abfindung wies Eick am Wochenende zurück: "Das finde ich
nicht
gerecht", sagte er dem "Spiegel". Die Summe zahle schließlich
nicht
Arcandor, sondern Sal. Oppenheim. "Ich komme aus einfachen
Verhältnissen und weiß, dass 15 Millionen Euro sehr viel
Geld ist -
auch für mich." Eine Diskussion darüber werde es geben und er
wolle sie
auch nicht verhindern.
Zum genauen Zeitpunkt seines Arbeitsendes bei Arcandor sagte
Eick der "BamS": "Wenn am Dienstag der Insolvenzverwalter vom Gericht
bestellt wird, werde ich ihn fragen, ob er mich noch braucht." Um
seinen Schreibtisch zu räumen, brauche er zehn Minuten. Eine
Verantwortung für die Insolvenz bestritt Eick indes: "Das weise
ich mit
allem Respekt zurück. Ich war keine sechs Monate operativ
tätig und in
so einer kurzen Zeit kann man keinen Konzern in eine lebensbedrohliche
Schieflage bringen. Viele der Ursachen liegen in der Vergangenheit."
Zwar hat Eick die Misere des Konzerns nicht verschuldet, doch
er setzte zur Rettung weder Staatshilfe noch einen Notkredit durch.
Auch die Eigentümer wollten oder konnten nicht weiter Geld
nachschießen
und die Suche nach einem Investor lief ins Leere. Die Fäden laufen
nach
der offiziellen Eröffnung des Verfahrens künftig in der Hand
des
Insolvenzverwalters Klaus Hubert Görg zusammen. Den bisherigen
Plänen
nach sollen die Warenhaus- und Versandhandelstöchter saniert
werden.
Allein bei der Versandhausgesellschaft Primondo würden dabei rund
3700
der 10 500 Stellen gestrichen. Im Kaufhausgeschäft kommt der
Fortbestand von 19 der insgesamt 126 Waren- und Sporthäuser auf
den
Prüfstand. Anfang November sollen die Pläne dann den
Gläubigerversammlungen vorgelegt werden. Die verpfändeten
Anteile an
der Tourismustochter Thomas Cook, die selbst keinen Insolvenzantrag
gestellt hat, werden voraussichtlich von den Banken verkauft.
Wie aussichtslos die finanzielle Situation Arcandors ist, hat
auch Insolvenzprofi Görg verblüfft. In den vergangenen zwei
Monaten
hatte er jeden Stein umgedreht, in der Hoffnung, vielleicht doch noch
ungehobene Schätze zu finden, mit denen er Arcandor finanziellen
Spielraum verschaffen könnte. Dabei musste er feststellen, dass
unter
Eicks Vorgänger Thomas Middelhoff bereits alles verkauft und
verpfändet
wurde, was nicht niet- und nagelfest war. Möglicherweise ist aber
noch
etwas Geld bei Middelhoff zu holen. Schließlich ermittelt die
Staatsanwaltschaft Bochum gegen den Manager, der das Unternehmen
ebenfalls mit einer Millionenabfindung verließ, wegen Untreue.
Dabei
werden vor allem seine privaten Verflechtungen mit dem
Immobiliengeschäft von Arcandor unter die Lupe genommen.
HA/mw
Sal. Oppenheim und Arcandor Middelhoff - das
Gespenst der Pleite
29.03.2010, 09:47
Wie gut geht es Thomas Middelhoff? Offenbar besser als dem von ihm
einst geführten Pleitekaufhauskonzern Arcandor. Es gab sogar viel
Beraterhonorar.
Thomas Middelhoff, immer wieder Thomas Middelhoff. Selbst Menschen, die
nicht den Wirtschaftsteil der Zeitungen lesen, kennen den Manager. Der
promovierte Betriebswirt war einst Chef des Medienriesen Bertelsmann
und dann des Kaufhauskonzerns Karstadt-Quelle, den er Arcandor taufen
ließ.
Seitdem aber Arcandor pleite ging, und die mit dem Unternehmen eng
verbundene Kölner Privatbank Sal. Oppenheim die
Selbstständigkeit
verlor, interessieren sich viele für die Welt jenes Mannes, den
Freunde
"Big T" nannten. Und, siehe, ein vertraulicher Bericht der
Wirtschaftsprüfer von Deloitte, die im Auftrag der Bundesanstalt
für
Finanzdienstleistungsaufsicht aktiv wurden, enthüllt
Erstaunliches.
Danach hatten Thomas Middelhoff und seine Frau Cornelie bei Sal.
Oppenheim Darlehen über insgesamt 107 Millionen Euro aufgenommen,
wie
die Süddeutsche Zeitung auf der Seite Drei berichtet. Im
Wesentlichen wurden mit dem Geld Beteiligungen an Immobilienfonds des
Josef Esch finanziert, jenes gelernten Poliers aus Troisdorf bei
Siegburg, der einige Superreiche Deutschlands unter seine Fittiche
genommen hat. Frappierend nur, dass Sal. Oppenheim im ersten Halbjahr
2009 auf die Middelhoff-Kredite eine Wertberichtigung von 37,4
Millionen Euro vorgenommen hat.
Die Middelhoffs: Verhältnisse "unzureichend"?
Die SZ zitiert Aussagen, wonach der Deloitte-Bericht festhalte, die
wirtschaftlichen Verhältnisse der Middelhoffs seinen
"unzureichend".
Die Bank brauche mehr Sicherheiten.
In einem längeren Gespräch mit der SZ macht Thomas
Middelhoff, was
Menschen seiner Welt normalerweise nie machen: Er offenbart seine
Vermögensverhältnisse. Makel kann er sich nicht erlauben.
Danach habe
er inzwischen mit der Deutschen Bank, die Sal. Oppenheim
übernommen
hat, 57 Millionen Euro Sicherheiten festgezurrt. Deloitte habe nur 53
Millionen für erforderlich gehalten. Und: Es gebe derzeit bei
Middelhoff rund 50 Millionen Euro Festgelder.
Tatsache ist, dass Middelhoff schon bei Bertelsmann absahnte. Einmal
gewährte ihm der Konzernpatron Reinhard Mohn einen Bonus von 40
Millionen Euro: Der seinerzeitige Vorstandschef hatte eine
50-Prozent-Beteiligung an AOL Europe in der Boomzeit der New Economy
sündteuer verkauft. Auf Empfehlung des Deutschbankiers Rolf Breuer
will
Middelhoff dann zu Alfred Freiherr von Oppenheim, zu "Alfi", gekommen
sein. Und der wiederum reichte den Neukunden zu Josef Esch weiter. Der
unterhält ein Family Office, das die
Gesamtvermögensveraltung
(GVV) von Superreichen übernimmt, sich also um alles kümmert,
von
Flugreisen bis Opernkarten. Middelhoff wurde GVV-Klient 008, wie die SZ
ausführt.
Zu seinem Arbeitsmittelpunkt wurde dann, mitten in den
"Nullerjahren", die Karstadt-Quelle AG in Essen. Die
Großaktionärin
Madeleine Schickedanz, die ebenfalls von Josef Esch betreut wird, hatte
ihn gewonnen – zunächst als Chef des Aufsichtsrats, dann des
Vorstands.
Dabei waren die Eheleute Middelhoffs zugleich an mehreren
Oppenheim-Esch-Fonds beteiligt – und vier Fonds hatte in
Karstadt-Warenhäuser investiert, in München, Potsdam, Leipzig
und
Karlsruhe. Dafür musste der Konzern hohe Mieten zahlen. "Was dem
Privatmann Middelhoff Geld brachte, schadete dem Vorstandschef
Middelhoff", so die SZ.
Weil dieses Geflecht so undurchsichtig ist und die Arcandor-Pleite
viel Vermögen vernichtet hat, ermittelt die Bochumer
Staatsanwaltschaft
gegen Midelhoff wegen Verdachts der Untreue. Die Kölner
Staatsanwaltschaft hilft. Middelhoffs Anwalt schickte der Justiz
etliche Informationen, darunter den Einkommensnachweis für das
Jahr
2005, als "Big T" den Vorstandsvorsitz übernahm: Damals verdiente
er
21.337.575 Euro, also mehr als 21,3 Millionen Euro. Die Botschaft: Er
habe es gar nicht nötig gehabt, sich bei Karstadt-Quelle zu
bereichern.
Kunde 008 und seine Millionen
Überhaupt: Damals bei Bertelsmann hatte Middelhoff ja Vertrag
bis
zum 75. Lebensjahr, die Abfindung betrug satte 20 Millionen. Und bei
der Londoner Investmentfirma Investcorp, wo er danach arbeitete,
flossen auch später noch exit fees aus den von ihm
eingeleiteten Geschäften, 2007 seien das mehr als 3,4 Millionen
Euro
gewesen. In jenem Jahr habe er ein Netto-Einkommen von 12,975 Millionen
Euro gehabt.
Thomas Middelhoff, das ist sicher, hat ein großes Rad gedreht.
Die
Gelder flossen, um die Mühsal des Alltags kümmerte sich
Helfer Esch,
und er selbst redete viel über Arcandor. Ehrgeizige
Aktienkursziele
wurden verkündet. Als dann alles zusammenbrach und ein riesiges
Blendwerk in Trümmern lag, da bekam Middelhoff von Sal. Oppenheim,
der
Bank an seiner Seite, sogar einen mit vier Millionen Euro im Jahr
dotierten Beratervertrag. Das war großzügig. Immerhin war
das
Finanzhaus als Arcandor-Großaktionär selbst in die
Bredouille geraten.
Der bemerkenswerte Beratervertrag mit dem Ex-Arcandor-Chef wurde
schon nach wenigen Monaten aufgelöst. Da aber eine Laufzeit von
drei
Jahren (plus Option auf ein weiteres Jahr) verabredet worden waren,
nahm Middelhoff für die ausgefallene Beratung noch einmal zehn
Millionen Euro ein, rechnet die SZ vor.
Beim Gespräch mit der Zeitung präsentierte der Manager
eine
"Soll-Ist-Liste" für die Jahre 2005 bis 2010, die
Vermögensberater Esch
für den Kunden GVV 008 anfertigen ließ. Danach liege
Middelhoff mit 72
Millionen Euro derzeit brutto um vier Millionen über dem einst
errechneten Soll.
Big T ist nicht pleite. Pleite ist nur Arcandor - und Sal. Oppenheim
hat viel Geld verloren. Alles weitere bespricht der Staatsanwalt.