Klau|s|ens Ħķ7     und die documenta 12 HOME    WEBLOG von Klau|s|ens


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MKlau|s|ens, der K-documenta-ippen-Berger des 21. Jahrhunderts, hat sich in die Niederungen der documenta 11 und der documenta 12 begeben:

 

ANTWORT-MAIL VOM 25.4.2006, 13:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Klausens,

vielen Dank für Ihre Mails und Ihr Interesse an der documenta 12.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Bewerbungen für die documenta 12 nicht vorgesehen sind, da der künstlerische Leiter, Roger M. Buergel, die teilnehmenden KünstlerInnen in eigener Verantwortung auswählt.

Das Mail zu Ihrem Beitrag "Deklaration" liegt dennoch im Büro für Herrn Buergel zur Ansicht bereit. Sollte er Interesse an weiteren Informationen haben, werde ich mich mit Ihnen in Verbindung setzen.

Ich bitte um Ihr Verständnis und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

XXonne BXXlek.


 

-- 
documenta 12
Friedrichsplatz 18
34117 Kassel
Deutschland
Tel: 0049 561 / 707 27 72
Fax: 0049 561 / 707 27 40
Email: bXXlek@documenta.de

 



-------- Original-Nachricht --------
Betreff:     nachfrage zu DEKLARATION beitrag zur documenta 12 - 16.6. bis 23.9.2007
Datum:     Tue, 18 Apr 2006 21:25:58 +0200
Von:     Klau|s|ens <info@klausens.com>
An:     office@documenta.de



sehr geehrte damen und herren,

auf die unten abgedruckte mail vom 29.1.2006 habe ich keinerlei reaktion(en) erhalten. das verwundert mich etwas. ich hoffe nicht, dass die mail verlorenging.

herzliche grüße, Klau|s|ens



-------- Original-Nachricht --------
Betreff:     DEKLARATION beitrag zur documenta 12 - 16.6. bis 23.9.2007
Datum:     Sun, 29 Jan 2006 16:06:33 +0100
Von:     Klau|s|ens <info@klausens.com>
An:     office@documenta.de
 

sehr geehrte damen und herren,

ich möchte schon jetzt (rechtzeitig) meinen beitrag für die documenta 12 einbringen, der im übrigen auf der documenta 11 entstanden ist, also ohne den einfluss der documenta selbst undenkbar wäre.

der künstler ergreift in einem künstlerischen akt alltägliche bezeichnungen, z.B. in form von hinweisschildern, die sich auf der documenta finden lassen. er macht sich nun selbst zu diesen bezeichnungen, aber auch den gegenständen, die diese bezeichnungen tragen. er beginnt mit bescheiden mit EXIT und AUSGANG.

diese ergreifung findet allein durch eine deklaration statt. ich okkupiere dinge, indem ich sie zu etwas (nämlich mir) erkläre. ich erkläre mich also selbst zu diesen dingen. ich bin fortan sie, sie sind also ich. das nenne das "occupadefinition" (abgeleitet von occupation).

die deklaration erfolgt durch deklarieren. schon das niederschreiben ist ein deklarieren.

aber das deklarieren vollendet sich ureigentlich, indem man es öffentlich macht bzw. jemand das niedergeschriebene liest. es reicht auch schon das bekanntgeben an eine weitere person. meine mail macht diesen deklarationstext, den ich bislang verborgen bei mir behielt, nun erstmals (teil)öffentlich.

die documenta selbst kann durch die verbreitung diesen künstlerischen prozess erweitern - eine vollendung findet das kunstwerk per definitionem nicht.

denn die deklaration ist einerseits bereits erfolgt, andererseits ist sie nie abgeschlossen, da immer noch weitere kreise von der deklaration in kenntnis gesetzt werden müssen. erst wenn alle menschen davon wüssten, was ja nie eintritt, wäre die deklaration beendet.

erfolgreich ist sie, die deklaration, aber schon im moment ihres aussprechens.

ich kann jederzeit alles, was mir in den sinn kommt, "deklarieren" und einer "occupadefinition" unterziehen. der künstler agiert so als wahrlich "freier" createur des benennens. er (er)schafft die dinge nicht, indem er sie macht, sondern: indem er schon existente dinge "deklariert", werden sie erst im eigentlichen sinne erschaffen.


herzliche grüße, Klau|s|ens, Königswinter-Oberdollendorf, 29.1.2006,
www.klausens.com
 


 

DEKLARATION EINES KUNSTWERKES


 

documenta 11

hiermit erkläre ich

dass ich ab sofort

"Exit" und "Ausgang"

heiße so dass von nun an

alle Schilder solcher

Art darauf verweisen


anfangs nur im Museum

Fridericianum später

überall wo ich will

dass ich die Tür den

Rahmen die Wand den

Blick das Umfeld

die Menschen kurz


alles was man damit

in Verbindung bringen

könne oder auch

nicht es vermag als

Resultat geschaffen habe

Kreator Schöpfung

meiner Gestaltung sei


weil nur ich den wahren

Zusammenhang herstelle

der das Sein so einzig

wie meine Kunst macht

 eine Warnung an alle:

Schon morgen kann ich

mir etwas anderes suchen

 

und die Gültigkeit des

Raumes hängt nur von

meinem Wollen ab

 wie wäre es z.B. mit

mit "WC" in allen

öffentlichen Gebäuden?

Hessens? Deutschlands? Europas? Der Welt?

 

die Methode

meines künstlerischen

Aktes nenne

ich dann

ebenso

unvergesslich

"Occupadefinition"

 

 

 

 ©  Klau|s|ensĦķ7Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens2.9.2002, documenta 11, Kassel,

hier Freiluft-Cafeteria vor "Location" Binding-Brauerei, Idee schon am Vortag, 1.9.2002,

als ich das Fridericianum verließ + kleine Korrekturen am 4.9.2002  in Amsterdam

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Klausens war am 3.7.2007 (Dienstag) auf der documenta 12 und legte seinen Text eben dort aus, so dass er dann doch Teil der documenta wurde und diese wesentlich zu beeinflussen verstand. Sein Werk wurde sogar im Schließfach 77 abgelegt, woraus folgt, dass der Schlüssel zu diesem Schließfach der Schlüssel zur documenta ist. Klau/s/ens hat diesen Schlüssel in Besitz ... und hat sich damit völlig zu Recht  den Titel des "welt-documenta-retters" erworben. 

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http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=604

klau|s|ens hat den schlüssel zur documenta - www.klausens.com




klau|s|ens, du hast den schlüssel, den alle suchten?

ja, ich beende die documenta mit diesem meinem schlüssel von eben dieser documenta. (ich rette so die documenta.)

das ist ja toll und großartig und einfach ... wahnsinn !!!

ja, zweitklausens, wir beide waren und lagen mit unserem kunstwerk, welches von der documenta abgelehnt worden, bei eben dieser documenta.

wie hast du das gemacht?

du musst fragen: "wie haben WIR das gemacht?"... zweitklausens ... denn wir beide sind ja ...

... ein großkünstler, ich weiß. und auch ein hochliterat, ich weiß.

na also, zweitklausens, dann weißt du doch, wie wir auf der documenta unser kunstwerk verteilten, welches von der documenta abgelehnt worden war.

aha.

ja, indem wir es verteilten und auch im schließfach 77 deponierten, waren und sind wir unauslöschlicher teil dieser documenta geworden.

ach, klau|s|ens !!! was bist du doch für einer !!!

danke für deine bewunderung, zweitklausens: die welt, die von der jetzigen documenta qua qualität kaum zu sprechen wagt ... diese welt ... die wird über uns ewig sprechen. über unsere kunst des welt-geltens und welt-geltung-holens und documenta-rettens.

du willst also wirklich "erster welt-documenta-retter" werden? jetzt wird es mir doch etwas zu komplex. aber alles hat mit dem schließfach zu tun.

lies doch mal unsere homepage-site www.klausens.com/documenta.htm ... dann wird es dir vielleicht wieder klarer. und dem herrn buergel, den so viele zu unrecht gescholten haben.

zu unrecht?

ja, denn wir beide waren doch auf der documenta und haben sie dadurch gerettet!

aber das ist doch nicht buergels verdienst!

wer weiß?! er ist klug genug, um das alles am ende stillschweigend zugelassen zu haben, weil er wusste, dass nur wir die documenta würden retten können.

und warum hat dein heutiger scan vom schließfachschlüssel, den du schon am 3.7.2007 in besitz nahmest, gleich zweimal dein logo? eines davon verkehrt rum?

... weil man dies bild auch auf dem kopf anschauen kann. die idee ist eben: "man kann sich auf den kopf stellen ... aber dieser klau|s|ens = klausens ist schon ein wahrer teufelskerl.

... und der welteinzige "welt-documenta-retter", wie ich schon zuvor bemerkte.


WEITERE KLAUSENS-BLOG(G)-EINTRÄGE ZUR documenta

klau|s|ens findet neben der kunst die kunst - www.klausens.com

...ot;?du hast das bild abfotografiert.ja.nur weil es ein gerhard richter war, der wiederum nur bei der documenta war, damit auch ein bekannter name dort ist.du meinst, gerhard richter hätte nicht auf die documenta gemusst?auf diese zumindest nicht.aber richter ist teuer, sehr teuer. vielleicht der teuerste künstler weltweit, derzeit.ich weiß, ich weiß. aber du musst ihn doch nicht fotograf...
11.07.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens macht noch weiter mit reliquienkunst - www.klausens.com

klau|s|ens, du hast noch mehr von der der documenta mitgebracht?ich habe auf der documenta meine eigene kunst vielfältig fortgesetzt.ich habe davon gehört: du sollst doch die "reliquienkunst" begonnen haben.zweitklausens, wie redest du denn?! du bist doch mein zweites ich - dann solltest du doch davon wissen.ich weiß es ja, aber ich möchte doch, dass du davon berichtest.siehe: i...
10.07.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens erhebt documenta-boden zur kunst - www.klausens.com

...denn?dein treiben und tun - ohne sinn und verstand.warum sagst du so etwas?weil du immer noch an der documenta dran bist.das siehst du falsch: ich muss hier immer etwas schreiben ... und dazu suche ich themen.und es fällt dir nichts ein?denkst du !!! hoho !!! denkst du !!!aber was hast du heute geschrieben? ich dachte, du bist schriftsteller.das stimmt doch auch. aber ich bin schriftstel...
9.07.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens betreibt weiter seine reliquienkunst - www.klausens.com

...ei klau|s|ens nahm ich etwas, was ihm gehörte.was nahmst du?ich nahm eines der brote, die er auf der documenta in kassel dabeihatte.und was war mit den broten?er aß zwei, aber beim dritten biss er nur einmal hinein.aber wieso denn?... um eine reliquie zu erschaffen, die dann besonders geweiht sein wird.wie denn "besonders"?... weil der großdichter, hochschreiber und weltkünstle...
6.07.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens beendet anti-goethe-institut-reihe vorläufig - www.klausens.com

...se dann mit zuckerstückchen verziert?es sind nicht irgendwelche zuckerstückchen, sie stammen von der documenta, wo sie bei einem kaffee lagen, den der hochkünstler des EXCELNs (klausens oder klau|s|ens sein name) dortselbst verkonsumierte.wir beide? war der kaffee denn gut? - ach: so also gehen goethe-institut, documenta und EXCEL-tabellen wieder eine fusion im dienste der weltkunst ein!...
5.07.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens excelt die documenta - www.klausens.com

...trifft)?ja, es gibt verpflichtungen im leben, denen kann man nicht davonlaufen.und du bist extra zur documenta gefahren, nach kassel, um dem fluch dieses helfersyndroms bei dir zu entgehen???ja, ich versuchte es: aber am ende war ich so enttäuscht, dass ich dachte, ich mache besser selber die kunst. ich überlasse es nicht bürgel und co - ich überlasse es auch nicht den plan-o-krat-fetisc...
4.07.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens macht erneut den alltag als kunst - www.klausens.com

klau|s|ens, was hast du noch für die documenta enteckt?ich entdeckte einen "beach". aber, klau|s|ens, das gibt es doch heute überall: diese strandbars, die eröffnet und wieder geschlossen werden. überall liegestühle, die das meer vortäuschen sollen, was dann aber nicht da ist.siehst du - wie ich schon sagte: das sind soziologische bewegungen, die auch von der kunst reflektiert w...
18.06.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens bereichert die documenta weiter - www.klausens.com

...s = weltklau|s|ens erschließt die welt und ruft: seht. ich erschließe die welt.und das fehlt bei der documenta?bei der documenta muss immer etwas fehlen.na also!aber ich denke, dass genau das ein unbedingter teil der kunst ist. wir sehen, dass sich etwas verändert und schreien es in die welt.was möchtest du schreien?ich sehe keine plastikstühle mehr, und keine plastiktische, und auch kei...
17.06.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens eröffnet die documenta 12 - www.klausens.com

...zweitklausens: so viel der ehre - aber warum?ich finde es unglaublich, dass du dir herausnimmst, die documenta zu eröffnen.wieso "herausnimmst"? ist es nicht das recht des künstlers, die documenta zu eröffnen. und ist es nicht das recht eines weltkünstlers?aber ja doch - das ist doch meine rede.wir müssen nicht warten, bis der bundespräsident um 10.00 uhr kommt.aber nein !!! kü...
16.06.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens schafft noch ein documenta-werk - www.klausens.com

klau|s|ens, du bist ja ganz aufgeregt und animiert, von der documenta.aber ja doch - sie geht erst morgen los, doch schon heute weiß man, dass jenes mohnfeld nicht blühen wird.das ist der ruf der kunst.ja, dieses bepflanzen, um zu mahnen, das ist ja schon eine ganz bekannte sache.was haben sie bepflanzt?sie - singular oder plural? die aktion stammt von sanja ivekovic aus kroatien. sie dac...
15.06.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens arbeitet für documenta 12 - www.klausens.com

...ber die du gestern schriebst.und? ist es nicht so?ich bin unsicher.wieso denn?weil ich jetzt von der documenta lese, und du selber schreibst es ja auch.was bedeutet das für dich?... dass du vielleicht nicht die schieber abgebildet hast, sondern kunst für die documenta.und wenn es beides wäre?wie meinst du das?bei der documenta geht diesmal alles von herzen durcheinander: ein koch, 1000 c...
14.06.2007 Zum Eintrag

klau|s|ens und d__ lücke - www.klausens.com

... stolz und selbstbewusst den ersten welttauglichen nadelstreifenanzug mit gelblückenstreifen.und die documenta ruft deshalb dann an!ja, mich, weil du ja die gelblücke samt büßer spielen musst. ich den preistauglichen und vorzeigbaren nadelstreifenkünstler.
 
23.01.2006 Zum Eintrag

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OFFIZIELLER TEXT DER documenta

Leitmotive http://www.documenta12.de/leitmotive.html

 
documenta 12 orientiert sich an drei Leitmotiven. Es ist kein Zufall, dass diese Leitmotive als Fragen formuliert sind, schließlich machen wir die Ausstellung, um etwas herauszufinden. Hier und dort können diese Motive zueinander in Beziehung treten, einander überlagern oder auch zerfallen – wie bei einem Musikstück.

 

Ist die Moderne unsere Antike?
 

So lautet die erste Frage. Es ist recht augenfällig, dass die Moderne, oder – vielleicht besser – ihr Schicksal, einen starken Einfluss auf zeitgenössische KünstlerInnen ausübt. Ein Teil der Faszination mag daher rühren, dass niemand so genau weiß, ob die Moderne nun ein abgeschlossenes Kapitel darstellt oder nicht. Nach den totalitären Katastrophen des 20. Jahrhunderts (den gleichen Katastrophen, die sie ins Werk setzte) scheint die Moderne in Trümmern zu liegen und vollkommen kompromittiert: sowohl durch die gnadenlos einseitige Umsetzung ihrer universalen Forderungen (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit) als auch durch die simple Tatsache, dass Moderne und Kolonialismus historisch Hand in Hand gehen. Dennoch ist das Vorstellungsvermögen vieler Menschen von modernen Formen und Visionen tief durchdrungen, und das bedeutet nicht nur Bauhaus, sondern auch Konzepte der Moderne wie „Identität“ oder „Kultur“, die aus der aktuellen Diskussion nicht wegzudenken sind. Kurz, es scheint, als stünden wir zugleich außerhalb und innerhalb der Moderne. Als seien wir einerseits von ihrer tödlichen Gewalt angewidert und andererseits von ihrem zutiefst unbescheidenen Anspruch auf Universalisierbarkeit angezogen. Gibt es, allen Widerständen zum Trotz, doch so etwas wie einen gemeinsamen Horizont für die Menschheit – ein Leben, das weder durch Differenz noch durch Identität bestimmt ist?

 

Was ist das bloße Leben?


Diese zweite Frage gilt der absoluten Verletzlichkeit und Ausgesetztheit menschlichen Lebens. Sie richtet sich auf den Teil unserer Existenz, den keine wie auch immer geartete Sicherheitsmaßnahme je schützen wird. Doch wie in der Sexualität können absolute Verletzlichkeit und unendliche Lust unbehaglich dicht beieinander wohnen. Das bloße Leben kennt eine apokalyptische und unmissverständlich politische Dimension, an deren Ende die Folter und das Konzentrationslager stehen. Es lässt sich auf diesen apokalyptischen Aspekt aber nicht reduzieren, denn es kennt auch eine lyrische oder sogar ekstatische Seite – eine Freiheit für neue und unerwartete Möglichkeiten (in zwischenmenschlichen Beziehungen ebenso wie in unserem Verhältnis zur Natur oder, noch allgemeiner, zur Welt, in der wir leben). Mitunter gelingt es der Kunst, die Trennung zwischen schmerzvoller Unterwerfung und jauchzender Befreiung vergessen zu machen. Doch was bedeutet das für ihr Publikum und dessen moralische Standards?

Die letzte Frage gilt der Bildung: Was tun? – KünstlerInnen bilden sich selbst, indem sie Formen und Inhalte durcharbeiten; das Publikum bildet sich, indem es Dinge ästhetisch erfährt. Wie man der jeweils singulären Erscheinung dieser Dinge gerecht wird, ohne sie in Schubladen zu stecken, ist eine der großen Herausforderungen, denen sich eine Ausstellung wie die documenta zu stellen hat. Aber es geht noch um mehr. In der Kunst und ihrer Vermittlung spiegelt sich der globale Prozess kultureller Übersetzung, der wiederum die Chance einer allumfassenden öffentlichen Debatte bietet. Ein Publikum zu bilden bedeutet, nicht nur Lernprozesse anzustoßen, sondern für eine Öffentlichkeit tatsächlich zu sorgen. Heute erscheint ästhetische Bildung als die einzig tragfähige Alternative zu Didaktik und Akademismus auf der einen und Warenfetischismus auf der anderen Seite.

Roger M. Buergel, Dezember 2005

 

 

 

 

"Kunst ist Ku'nst" - mit dieser Neu-Akzentuierung wurde Klausens berühmt.

 

KUNSTWERK: "Klau|s|ens trifft Kippenberger = Klausens trifft Kippenberger = Klau|s|ens und Klausens treffen Kippenberger, ohne Oehlen"

     

Homepage begonnen am 8.9.2006, Freitag  ©   Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens

 

 

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