Klau|s|ens
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GEDICHTE -
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WEBLOG von Klau|s|ens ________________________________________________________
Ach – fällt dies’
Wort mir aus dem
Mund so tief nach unt’
Denn immerzu denk
Ich doch nur an dich
Du liebster Liebesfisch
Der schnellt und springt
Wenn jemand von der
Liebe singt und hör’
Mein Wort das weiter
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sinkt die Liebes Lust
Wenn du nichts tust.
Amsterdam, 10.3.2004
© Klau|s|ens
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DEUTSCHE
Sie sind anders
sagte mein Großvater
aber er war nie dort
Sie sind großartig
hoffte meine Tante
aber sie war verliebt
Sie sind ordentlich
klagte das Klischee
aber es war schon alt
Sie sind intelligent
dachte der Unternehmer
aber er war frustiert
Sie sind ungläubig
drohte die Päpstin
aber sie war nicht fromm
Sie sind deutsch
narrte das Rätsel
aber es war allein
Sie sind.
Das waren die Philosophen
Rothenburg ob der Tauber, 2.4.92
© Klau|s|ens
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KALTE HÄSIN (Internetpostkartengedicht)
Königswinter-Oberdollendorf, 18.9.2007
© Klau|s|ens
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Parakou - ein Gedicht
Ich sitze wo Staub
sich mit Staub kreuzt
Ein Wort ergibt das andere.
Mitten in Afrika, man denkt
es sei eine dörfliche Kleinstadt
und doch
ist sie eine der größten hier.
Reise bald weiter, wohl morgen.
Laster fahren vorbei,
Autos - und gleich wird
ein Huhn die Straße
queren. Fahrräder.
Müdigkeit überfällt mich.
Aus Beton gegossen ist
mein Platz der Sockel
vom Pfeiler
für den wenigen Strom.
Aber es gibt ihn.
Jedoch keinen Asphalt
auf der Straße.
Ich denke schon
an den Rückflug.
Immer noch Staub,
das fiepsende Hupen eines
Motorradtaxis. Manch
einer mit Mundschutz.
Man guckt mich an.
Ein Mann will mir
Medikamente verkaufen,
islamisch seine Kopfbedeckung.
Er öffnet die Ledertasche, lächelt,
ich verneine. Ich weiß, daß ich schon
eine Unterkunft habe. Kein Gepäck,
aber es ist heiß.
Ein junger Mann bettelt
mich an, sein Arm ist
deformiert, zu dünn.
Kein Lächeln. Ich darf ihm
nichts geben.
Immer diese Schlappen.
Ich weiß, das Armut nicht
schön sein kann.
Eine Nutte in Blau, stabil,
spaziert wie ein Pfau und wird
auch einen Sattel besteigen. Das Gefährt
drückt sich tief in die Stoßdämpfer.
Sie fahren durch den Staub. Sind weg.
Hinter mir eine große Tankstelle.
Benzin ist das Billigste. Laster wie
Ungetüme.
"Domäne OCBN" ist ein Platz,
den man mit kleinen Töpfen
betritt. Dort gegenüber.
Nur gucken.
Ich kapiere nichts. Doch sehe ich nun
die Guiness-Reklame. Dort kann man
zumindest trinken. Wohl auch essen.
Auch ich? Aus Europa?
Ein Vier-Wheel-Auto,
auf Wüste getrimmt,
mit Marlborough bedruckt,
von oben bis unten.
Steht. Es könnte dem
weißhäutigen Mann gehören.
Ein Helfer?
Die Sonne ist verhangen.
Wo bleibt die obligatorische Ziege?
Dieser Holzverschlag ist
eine Werkstatt am Straßenrand.
Reparieren wohl Räder.
Kreuzberger Mischung.
Ich schwitze und liebe
den Staub, wenn Schulkinder in
beige-oliven Kostümen nach Hause gehen.
Oder zu dritt von einem Fahrer
auf dem Motorrad von dort fort
gefahren werden.
Aber warum schreibe ich
genau hier ein Gedicht?
Vielleicht, weil mir
erst später klar wird,
daß diese Kreuzung
noch eine der besten
war.
Parakou, 24.2.97, Frankfurt, 10.3.97, Parakou ist eine Stadt in der Mitte von Benin
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HEY HARALD HEY OLLI
(Schmidt & Pocher)
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Mir fehlen die Worte
Und ich suche sie in
Den Taschen meiner
Paradontösen Zähne
Wo die Scherzkekse
So still vergammeln
13.12.2007, Donnerstag, LIVE, bei der Aufzeichnung der LIVE-Sendung (?) = LIVE-AUFZEICHNUNG von "Schmidt & Pocher", mit Harald Schmidt, Oliver Pocher, Helmut Zerlett, Gast an diesem Tag: Anke Engelke, irgendwann zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr in Köln-Mülheim, Bonito TV Prod. GmbH, Studio 449, Schanzenstr. 39, als Oliver Pocher gerade einen Doris-Lessing-Text gebrochen vorliest, was sich später auf den vorgeblichen Nichtgebrauch der Lesebrille zurückführen lässt (innerhalb der Gag-Logik). Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, unter anderem als Klau#s#ens oder Klau(s)ens oder Klau!s!ens oder Klau{s}ens. Die Sendung wurde am selben Tag (13.12.2007) nach der José-Carreras-Gala (LIVE-Sendung) ab circa 23.43 Uhr in der ARD ab- und ausgestrahlt. (siehe auch: http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=662) und auch den älteren Beitrag
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=624
http://klausens.blogg.de/eintrag.php?id=625
http://www.klausens.com/dokugedicht_schmidt_und_pocher.htm
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LESUNG UND
HARMONIELEHRE
Auf die eigene
Lesung wartend
Einer anderen Lesung
Noch zuhörend und
Das Pochen des
Herzens mit dem
Rhythmus der Worte
In Einklang
Bringengengen
LIVE bei der Lesung am 25.1.2007, Donnerstag, Düsseldorf-Rath, Bibliothek, Westfalenstraße 24 - Copyright Klau|s|ens in allen Variationen unter anderem als Klausens oder Klau(s)ens oder Klau!s!ens oder Klau{s}ens.
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SODOMIE
Wie du mir
So ich Tier
2.2.2007, Freitag, morgens zwischen 5 Uhr 5 und 5 Uhr 30, Idee kam beim Hören von WDR 5, als Bas Böttcher www.basboettcher.de
in der "Redezeit" interviewt wurde, welche wiederum eine Wiederholung des Vortages war. Copyright Klau|s|ens in allen Variationen unter anderem als Klausens oder Klau(s)ens oder Klau!s!ens oder Klau{s}ens.
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ANFLEHUNG
Herr oh mein Hüter
nimm' hinweg alle
Gaben die mich hier
befähigen Ungeist
und Täuschungen
niederzuschreiben.
23.4.2006, Sonntag, Kirche St. Lambertus, Troisdorf-Bergheim, während des Gottesdienstes zur Kommunion von A.,
allerdings vor dem
offiziellen Beginn
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DES DICHTERS WORTSCHUTZGEDANKEN
Ich habe mir in
all den Jahren
einen Kokon
aus Worten
gesponnen
um in dieser
Verlassenheit
der weiten Welt
ganz aus mir heraus
die Metamorphose des
möglichen Glückes zu schaffen
17.5.2006, Mittwoch, Biennale Bonn 2006, Thema: Indien, http://biennalebonn.bgp.de/index_fs_1024.htm
beim Theaterstück THE MAHABHARATA PROJECT, von der DRAMATIC ART AND DESIGN ACADEMY,
in Bonn-Beuel, Alter Malersaal (Halle Beuel), Siegburger Str. 42, aus dem Kopf niedergeschrieben,
mit kleiner Änderung, in Königswinter-Oberdollendorf
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Dramatic Art and Design Academy |
Deutschland-Premiere
Autor: Nissar Allana
Regisseurin: Zuleikha Chaudhari
Di 16. Mai, und Mi 17. Mai,
Alter Malersaal, Bonn-Beuel
in Englisch und Hindi mit Simultanübersetzung
Kurze inhaltliche Einführung 30 Minuten vor Aufführungsbeginn im
Lampenlager
Publikumsgespräch nach der Vorstellung am 16. Mai 2006
Das Drama THE MAHABHARATA PROJECT
versetzt uns in den Moment, in dem der Krieger Karna – eine Figur aus dem
Mahabharata – stirbt. Für diesen Moment steht die Zeit still – und
wir sehen, wie Karna in seiner Erinnerung noch einmal sein Leben
vergegenwärtigt: wer er war und was er getan hat. Einst hatte er die
Chance, einen Krieg zu verhindern. Doch Karna war nicht stark genug, den
Frieden zu wählen, denn seine Seele war zerrissen: Er musste Krieger,
Sohn und Freund gleichzeitig sein – kämpferisch, gütig und loyal.
Angesichts seines Todes fragt er sich nun: Wem gilt es zu gehorchen,
persönlichen Interessen oder gesellschaftlicher Verpflichtung? Und
rechtfertigt der Zweck die Mittel? In fünf kurzen Szenen beleuchtet das
Stück auf dramatische Weise diesen Konflikt: Karna wird von drei
Schauspielern simultan dargestellt, die den inneren Kampf seines
Charakters verkörpern. Verstärkt wird dieser Effekt durch den präzisen
Einsatz von Licht und Schatten, der Bühne und Körper in immer neue Räume
und Bilder zerlegt und von den Schauspielern höchste Konzentration
verlangt.
THE MAHABHARATA PROJECT wurde 2003 eigens für das zehnte Prager
Quadrennial Festival entwickelt. Dort war es die erste indische
Produktion, die in der Sparte „Design as Performance“ je teilnahm. Die in
Delhi ansässige Gruppe Theatre & Television Associates gründete im
Jahr 2000 die Dramatic Art & Design Academy (DADA) als
Privatakademie für Darstellende Kunst.
Zuleikha Chaudhari studierte Regie und Bühnendesign in Delhi,
London und Baltimore. Als Regisseurin inszeniert sie sowohl eigene Stücke
als auch Stücke westlicher Autoren, wie etwa Shakespeare, Harold Pinter
oder Virginia Woolf. Vor allem aber setzt sie sich immer wieder mit den
Arbeiten von Heiner Müller auseinander – zuletzt in der 2005 entstandenen
Lichtinstallation DESCRIPTION OF A PICTURE, einer Auftragsarbeit des
British Council in Delhi, die auf dem gleichnamigen Heiner Müller-Stück
BILDBESCHREIBUNG basiert. Als Bühnenbildnerin und Lichtdesignerin
arbeitet sie oft mit anderen Regisseuren zusammen, so etwa mit Nissar
Allana, Anuradha Kapur oder Roysten Abel. Für ihre Arbeit wurde sie
mehrmals geehrt, 2001/2002 erhielt sie den Charles Wallace India Trust
Award.
Nissar Allana, 1946 in Bombay geboren, ist eine bekannte
Persönlichkeit im indischen Film und Fernsehen. Er hat sich als Regisseur
und Produzent, als Drehbuchautor und Gastdozent einen Namen gemacht.
Seine Lehrjahre verbrachte er unter anderem an der Schaubühne am
Halleschen Ufer in Berlin, unter der Leitung von Karl-Ernst Hellmann. In
seiner Bühnenästhetik ist er – wie auch Zuleikha Chaudhari – deutlich vom
Theater Heiner Müllers geprägt. Für den Film GANDHI (1982) schuf er die
Ausstattung. Er war zudem in über 60 Theaterproduktionen für die
künstlerische Bühnengestaltung verantwortlich. 2003 erhielt er in den
Sangeet Natak Award für Bühnendesign.
Kraftvoll und einnehmend – Zuleikha Chaudharis MAHABHARATA PROJECT
hat allen die Show gestohlen. City Express, Chennai
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SCHRIFTLINGS SELBSTTÖTUNG