Klau|s|ens
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GEDICHTE
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VON DEN ENDEN
Als die Zeit kam
wollte er gehen
doch sie blieb
guckte ihn lange an
rannte auf ihn zu
nahm seinen Arm
legte ihn um ihren Rumpf
küsste mich sanft
und hielt es so ruhig aus
bis er ausbrach in Tränen
weil jene nun das liebste
verloren was vom Erträumen
er wagte zu tun um
sie nochmals zu suchen.
Die Zeit ging.
Nichts ist vorbei.
7.6.2001, im Zug Brüssel-Amsterdam, noch vor Rosendaal. Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen,
u.a. als Klau!s!ens oder Klau"s"ens oder Klau§s§ens.
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EINEN WEG ZU IHR SUCHEN
Eigentlich sollte es ganz anders sein
Unsere Lichtlein flackernd leuchten
Nun der Toten zu der Schule heim
Kommt sie nimmer
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Am 5.9.2007, LIVE, beim Lichterzug / Lichterweg / Lichtermarsch
in Königswinter-Oberdollendorf für Hannah, die Opfer eines
Verbrechnes wurde. Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen
und -weisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau%s%ens oder Klau&s&ens.
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DAS VORLETZTE GEDICHT
Das vorletzte Gedicht ist dasjenige
Welches ein letztes Gedicht schon
Ankündigt damit auch ein Ende
Was nach dem allerletzten käme
Aber völlig offen lässt wann dies
Zu sein habe und passieren müsse
Zugleich aber so sehr drohend vor
Den Augen prangt dass ein einmal
Oder zweimal Weggucken das
Problem was da aufgetan ist nie
Und nimmer beseitigt und schon
Gar nicht wenn es um Gedichte
Der Liebe geht dann keinesfalls
Solle jemand sagen diese Zeilen
Seien doch wohl das Allerletzte!
18.12.2003,
Amsterdam
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KLEINES
LICHT
Als dem völlig gescheiterten
und zugleich ewig erfolglosen
Schriftsteller Klau|s|ens zum
Troste gesagt wurde der Ruhm
werde sicher bald kommen lief
dieser sofort zur Türe um dann
ganz lange nach diesem schauen
Königswinter-Niederdollendorf, Rheinufer +
Königswinter-Oberdollendorf, 16.5.2006,
der großherzvollen BB in ewiger Zuerkennung gewidmet, die einem ewig scheiternden
Dichter immer noch gut zuredet und trotz seines
Versagens zu ihm hält.
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Nachdem immer wieder Anfragen an seinen Privatsekretär kamen, sah sich der große
Weltkümmerling Klau/s/ens genötigt, über seinen Privatsekretär erklären zu lassen, dass
keinesfalls ein "zu" in obigem Gedicht fehle, weil ja das Scheitern eine besondere Eigenart von
Klau_s_ens sei, weshalb er auch daran scheitere, ein Gedicht halbwegs ordentlich abzuschließen.
Genau im stetigen Versagen liegt aber wiederum die Größe, weil das Gedicht ja KLEINES LICHT
heißt, und das Gedicht selbst schon symbolisch in seiner Unfertigkeit symbolisiert, ein wie
kleines Licht der Dichter Klau(s)ens tatwirklich ist. Wonach er also da "schauen ..." werde - und
wie der Satz grammatikilaisch (oder heißt es "grammatikalisch"?) nach "schauen" sinnvoll abzuschließen
sei - das dürfen die Leser und Leserinnen sich selber in ihrem löblichen Köpfen erkiesen, die hoffentlich
reifer und weniger beschädigt sind, als es das Klau-Sense-Köpfchen bzw. Klau-Senf-Köpfchen ist.
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DER DICHTER ZUM MITESSER
darf ich es mal so ausdrücken? fragte
der dichter seine finger herbewegend
und die nägel vorfreudig beschauend
als er sich eines tages mit dem neuen
mitesser konfrontierte der ihm dorten
.
aus dem kristallspiegel entgegenlachte.
ERIK K. DUNCKER geb. 1874, Halslingen, gest. 1932, Rom. -
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Duncker ist ein bis heute leider völlig unterschätzter Dichter des deutschen Sprachraums. Nach einer schweren Jugend, er musste u.a. als Treidler mit einem Pferd Lasten den Rhein hinauf verbringen, kam er mehrere Jahre in württembergische Zwangsarbeit, weil er mit 7 anderen Aktivisten einen illegalen Aufruf zur Gründung der Rheinprovinz unterzeichnet hatte. Duncker lebte bis kurz vor seinem Tod von Gelegenheitsarbeiten, bevor er eine Stelle in der Registratur einer Volksbank in Köln fand. Der Tod ereilte ihn bei einer Auslandsreise auf den Spuren Goethes. Er hinterließ sieben Kinder und war dreimal verheiratet. Seine Gedichte werden von Kennern mit Morgenstern und Ringelherz in einem Atemzug genannt.
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VORWÄRTSSCHREITEN
Je mehr der Zeiger
geht vermehrt sich
deine Sorge vor
dem Unvermeidlichen
was wir dann als
Termin zu bezeichnen
pflegen wir diese
Unruhe allen Seins
mit Blick auf die
unbestechliche Uhr
15.3.2006, Köln, HBF,
Gleis 1, oben, "Lounge", vor einem Termin in Köln
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GEFÜHLTE AGGREGATSZUSTÄNDE
Ich bin gerührt
sagte der Eierkuchen
als er sich nach
dem Verlassen der
Pfanne endlich im
Spiegel sehen durfte
21.4.2006,
Königswinter-Niederdollendorf
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GRAUSAM UNNÖTIGE TRÄNE
Tränlein zart
was rennst du
über mein Wänglein
hart wie ein Stein
erinnerst du an
die Liebste fein
der Geschichte Bart
möchtest du nur sein
|
18.6.2006, KOMED, Köln, Mediapark, 5. Stock, beim Seminar "Grundlagen des Drehbuchschreibens"
mit Bernd Völker, Drehbuchautor und Regisseur, am 17.6. und 18.6.2006, Völker ist erreichbar über
www.ffm-crossmedia.de/team/ansprechpartner.html
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ZIVILCOURAGE VON HINTEN BETRACHTET
Wir feiern den Abgesang
als Urgestein im Alter
vergeht die Welt der so
zahlreichen Toten und
jenes kleinen Flämmleins
des Widerstandes nehmen
wir auch Abschied von dem
Baron von Böselager ganz
leibhaftig wie er einst
am 20. Juli dabei war
wird er uns heute ins
Vergessen hineingeraten
23.8.2006, Mittwoch, LIVE, im Haus der Evangelischen Kirche, Bonn, Adenauerallee 37,
bei einer Veranstaltung von der Lese- und Erholungs-Gesellschaft Bonn von 1787
Referent - Philipp Freiherr von Boeselager, Ahrweiler (Kreuzberg)
"Mein Weg zum 20. Juli" (in Abänderung des in der Presse angegebenen Themas)
Begrüßung und Moderation - Dr. Gerhard Hein
Schlusswort - Staatssekretär a.D. Erhard Jauck, Vorsitzender der "Bonner Lese", www.lesebonn.de,
- Das Wort "Baron" kam von Dr. Gerhard Hein
- Der Dichter Klausens daselbst saß in einer der hinteren Reihen – circa 200 Leute sollen da gewesen sein, darunter Mitglieder
der Ripuaria, des ROTARY und des Bonner Universitätsclubs
- Der Freiherr war mit seinen 89 Jahren mehr als eindrucksvoll, er möge noch viele Jahre leben.
siehe auch:
www.wdr.de/themen/politik/deutschland/
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VERSTANDENE BOTSCHAFT
Es muss ein
Ruck durch
Deutschland
gehen werde
ich an die
Rede Herzogs
erinnert bevor
ich dieses so
mäßige Gedicht
mit viel Verve
in der Mitte
durchreiße
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20. Dezember 2006, Mittwoch
Ort: Juridicum Bonn, Hörsaal D, Adenauerallee 24-42, 53113 Bonn
Tel. +49 (0)228 73-9101, Fax +49 (0)228 73-9100
dekanat@jura.uni-bonn.de www.jura.uni-bonn.de
Veranstalter: Fachschaft Jura www.fs-jura.uni-bonn.de
- Begrüßung durch Lutz Wiedeholt, Fachschaftssprecher
- Begrüßung durch Dekan, Prof Dr. Gerhard Wagner
LIVE bei der Rede von Dr. Guido Westerwelle, Vorsitzender der FDP, www.guido-westerwelle.de
"Wie viel Staat braucht der Mensch?"
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ERLEICHTERUNG
(Beim Boxkampf)
Der erste Kampf
geht über drei
Runden mal eine
Minute und
wird in der
Gewichtsklasse
Papier ausgetragen
Also worauf ich schreibe
17.11.2007, Samstag, LIVE, Bonn-Endenich, Josef-Strunk-Halle, Röckumstraße, Boxkampf (genannt "Großkampftag") des Bonner BC 1930 e.V. = BBC gegen Boxring Düren 1955 e.V., Düren, 1. Runde des 1. Kampfes des Kampftages. http://www.bonner-box-club.de/, - Der erste Boxkampf live und reell für den Boxdichter Klausens - Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau%s%ens oder Klau=s=ens
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ZERLETTS STÜCK ABER VERÄNDERT
Ändere du
Alle acht
Takte ein
Ton meint
Worte ums
Worte auf
Acht dann
Kommen zu
|
Geändert
Die Zeile
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Am 13.9.2007, LIVE geschrieben, Post Tower Lounge, Bonn, bei dem Konzert "PIANOWAVES" (Electronic Piano Lounge 1) mit Susanne Kessel und Leon Milo, (+ "Bruno Tait" Video - VJ Team) bei der Uraufführung des Stückes von Helmut Zerlett namens "1note". An diesem Abend gab es 6 Uraufführungen, u.a. von Stücken der Komponisten Michael Denhoff, Dietmar Bonnen, Knut Vaage (Text: Helga Eriksen), Leon Milo ... und eben von Helmut Zerlett. Zerlett hatte absichtsvoll ein leichtes und "minimal" Stück für die beiden an diesem Abend spielerisch und technisch sehr beanspruchten Kessel und Milo geschrieben, wie er LIVE sagt. Denn er ist hier in Bonn an diesem Uraufführungstag Tag anwesend, wie übrigens auch auch Denhoff, Vaage (mit Eriksen) und Sascha Dragicevic (Letzterer aber nicht mit Uraufführung vertreten, sondern mit Komposition von 2001). - Das Gedicht (der Rückintellektualisierung) führt mit seinen 8 Buchstaben pro Zeile das angenehm "Smoothe" von Zerletts schönem Minimalstück wieder zurück in das bisweilen Anstrengende, aber auch Intellektuelle der MODERN MUSIK, wie wir sie diesen Abend zumeist gehört haben. Das Gedicht wurde zudem LIVE während der URAUFFÜHRUNG von zerletts Stück geschrieben, und ist insofern nicht nur intellektuell, sondern auch direkt von den Gefühlen bestimmt, die Zerletts Stück anklingen lässt, im Autor Klausens zumindest. Es geht also hier die Musik ein in eine gedicht, die Musik bewirkt das Gedicht, ganz anders als sonst üblich, wenn Gedichte die Vorlage bilden, die dann von der Musik vertont werden.
Noch am 13.9.2007 von Klau|s|ens auf diese Homepage-Site und ins Internet gestellt. Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisenund -weisen, u.a. als Klau$s$ens oder Klau%s%ens oder Klau&s&ens.
Es wurden an diesem Abend auch noch Stücke gespielt von Edvard Grieg, John Cage, Karlheinz Stockhausen, Peter Feuchtwanger, George Crumb, Moritz Eggert (auch eine Uraufführung eines Stückes von ihm).
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TEXTAUSSAGUNG
©
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Copyright Klau|s|ens in allen Schreibwaisen und -weisen, u.a. als Klau(s)ens oder Klau?s?ens oder Klau,s,ens. Am 23.4.2008, Mittwoch, LIVE, im Haus der Literatur und Sprache in Bonn, nun umgezogen auf die Adenauerallee 136, bei der lesung von Michael Köhlmeier aus seinem Buch "Abendland", im Rahmen der "scene: österreich in nrw", www.scene-festival-nrw.de, Einführung und Moderation und Fragen von Karin Hempel-Soos. Ein weiteres Köhlmeier-Gedicht findet sich auf
http://www.klausens.com/klausens_trifft_auf_literaten.htm
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