Klau|s|ens
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Diese neue Serie ist bislang - wie eigentlich alles von diesem Weltenkenner - einmalig. Selten hat ein Künstler aus dem Foto als Seriello eine solche Vielfalt von Farben, Formen, Schatten, Situationen und Verhinderungen geistig klar bewusst-monografisch erschlossen.
Klau|s|ens beobachtet am 27.4.2006 LIVE oder NICHT LIVE auf Phoenix die Unterzeichnung diverser Verträge zwischen deutschen und russischen Konsortien sowie der deutschen und der russischen Regierung. Dann ging es fließend in die Pressekonferenz von Putin und Merkel über.
Die Ausstrahlung der LIVE-Unterzeichnung musste aus technischen Gründen unterbrochen werden, wurde nachher aber wieder auf PHOENIX aufgenommen, ohne dass Klau/s/ens sagen kann, ob er die weiteren Bilder dann wirklich LIVE oder nur noch aufgezeichnet LIVE machen konnte.
Die Serie aus 156 Fotos dokumentiert, wie wirtschaftliche Interessen wichtiger werden als Menschenrechte, wie sich der Lauf der Welt in das gesamte Unterzeichnungsgehabe von Merkel und Putin hat einspannen lassen. Am Ende siegen die wirtschaftlichen Interessen und das Kapital. Die mitgereisten 40 (?) Manager gefielen sich auch in der Rolle, über eine Verflechtung mit Russland das eigene Wichtigkeitsbestreben voranzubringen. Brav kamen sie nach vorne und unterzeichneten jeweils die für sie vorbereiteten verträge - imme Deutsch und Russisch, dahinter wie Vater und Mutter thronend Putin und Merkel. Eine schöne Inszenierung.
Der Bruch in der Fotoserie (für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar), die einerseits LIVE aufgezeichnet wurde, dann aber nicht mehr LIVE, dieser Bruch ist der künstlerische Bruch der Weltbeziehungen, wo Menschenrechte im Zweifelsfalle immer den wirtschaftlichen Überlebensinteressen eines Staates hinterhergehen.
Erinnert sei an den prominenten Häftling Michail Borissowitsch Chodorkowski (russisch Михаил Борисович Ходорковский, wiss. Transliteration Michail Borisovič Chodorkovskij; * 26. Juni 1963 in Moskau), ehemaliger Vorstandsvorsitzender des russischen Ölkonzerns Jukos. Chodorkowski wurde am 25. Oktober 2003 verhaftet. Am 16. Mai 2005 wurde er unter anderem wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und der „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ zunächst zu 9, in einem Revisionsverfahren (14. September 2005 ‒ Aufnahme des Revisionsverfahrens) dann zu 8 Jahren Haft verurteilt, die er seit Oktober 2005 in einem Straflager verbüßt. Das ganze Verfahren war in erster Linie ein politisches, um einen möglichen Rivalen Putins, der sich zugleich weit mehr als Putin westlichen Standards der freien Marktwirtschaft öffnete, auszuschalten.
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27.4.2006,
und dann 15.5.2006, Königswinter-Oberdollendorf
© Klau|s|ens
ĦķΩ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens
http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,,OID5468904,00.html
QUELLE TAGESSCHAU
Deutsch-Russische Konsultationen
Im Atomstreit mit Iran haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Wladimir Putin für ein geschlossenes internationales Handeln ausgesprochen - sich aber nicht auf ein Vorgehen einigen können. "Unser Interesse ist, dass die internationale Gemeinschaft gemeinsam handelt", sagte Merkel in der sibirischen Stadt Tomsk. Sie betonte, nach der für Freitag geplanten Vorlage des Iran-Berichts der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) müsse sowohl die IAEO als auch der UN-Sicherheitsrat über das weitere Vorgehen beraten.
Der Sicherheitsrat hat Teheran bis Freitag Zeit gegeben, sein Programm zur Urananreicherung zu stoppen. Iran hat dies bereits abgelehnt und beharrt auf seinem Recht auf eine zivile Nutzung der Atomenergie. Für den Fall, dass Teheran nicht einlenken sollte, hat der Sicherheitsrat bislang keine konkreten Sanktionen angedroht.
Putin dagegen betonte im Gegensatz zu Merkel, es sei zu früh, den "Sicherheitsrat mit dieser Angelegenheit zu belasten". Die IAEO solle weiter die führende Rolle bei der Handhabung des Streits spielen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte nach Gesprächen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, diese Frist dürfe nicht als Ultimatum verstanden werden. Auch wenn Iran nicht reagiere, müss die Tür für Verhandlungen offen bleiben, zitiert die russische Agentur ITAR-Tass Lawrow.
Auf einer gemeinsamen Pressekonerenz mit Putin lobte Merkel Russlands Zuverlässigkeit auf dem Energiesektor. Zugleich deutete sie aber Meinungsverschiedenheiten zwischen beiden Ländern an. "Es war ein sehr offenes, ein sehr intensives Gespräch... oft mit unterschiedlichen Meinungen", so Merkel.
Beide Politiker sprachen sich für den weiteren Ausbau der Wirtschaftsziehungen beider Länder aus. Merkel warb dafür, die Wirtschaftsbeziehungen nicht nur im Zusammenhang mit Energiefragen wahrzunehmen. Als Beispiele für bestehende Beziehungen nannte sie die Luftfahrt, die Medizintechnik sowie die Bereiche Verkehr, Banken und Finanzdienstleistungen. Putin sicherte deutschen Investoren in Russland staatliche Unterstützung zu. Dem Ostausschuss der Deutschen Wirtschaft zufolge ist Deutschland nach wie vor wichtigster Handelspartner für Russland. Überdies sei Russland mit einem Exportzuwachs von 15,4 Prozent im vergangenen Jahr der am schnellsten wachsende Markt für deutsche Produkte gewesen.
Putin kündigte außerdem an, Russland werde seine Schulden beim Pariser Club noch in diesem Jahr zurückzahlen. Diese belaufen sich auf schätzungsweise 9,5 Milliarden Euro. Moskau hatte im vergangenen Jahr bereits 15 Milliarden Dollar vorzeitig an den Pariser Club der Gläubigerstaaten zurückgezahlt. Am ersten Tag von Merkels Besuch in Tomsk hatte Putin versichert, dass Moskau seine Verpflichtungen zur Lieferung von Gas nach Europa einhalten werde.
Der Chemieriese BASF weitet sein Energiegeschäft in Russland aus und beteiligt sich an der Ausbeutung des sibirischen Gasfelds Juschno Russkoje. Einen entsprechenden Vertrag vereinbarten die beiden Konzerne nach monatelangen zähen Verhandlungen.
QUELLE: "stern" nach DPA http://www.stern.de/politik/deutschland/:Gipfeltreffen-Merkel-Putin-Diplomatie/560241.html
Neben Gesprächen
über die Energiepartnerschaft war vor allem das Atomprogramm des Iran
Kernthema des Gipeltreffens in Tomsk. Merkel wie Putin setzen hier auf
eine diplomatische Lösung. Doch es gab auch Differenzen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin haben bei
den deutsch-russischen Regierungsberatungen in Sibirien ihre
Zusammenarbeit auf bilateralem und internationalem Feld vertieft. Im
Atomstreit mit dem Iran bekräftigten Merkel und Putin den festen Willen
zu einem gemeinsamen, abgestimmten Vorgehen der internationalen
Gemeinschaft. Die sichtbare Anspannung der Kanzlerin und des
Kreml-Chefs bei ihrem ersten Treffen in Moskau im Januar wich bei den
zweitägigen Konsultationen in der Stadt Tomsk einem freundschaftlichen
Respekt.
"Es war ein Schritt zu einer vertieften strategischen Zusammenarbeit",
erklärte Merkel zum Abschluss des Treffens vor der Presse. Nach
Abschluss ihrer Beratungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir
Putin in Sibirien war sie zurück nach Berlin geflogen. Auf dem
Flughafen der Stadt Tomsk brachte Putin Merkel als Höflichkeitsgeste
bis zur Gangway ihrer Maschine.
BASF gewährt Gasprom
Anteil an Gasfeld
Acht Bundesminister hatten in der Stadt 5000 Kilometer östlich von
Berlin mit ihren russischen Kollegen Gespräche geführt. Im Zeichen
einer weiteren Verflechtung der Energiewirtschaft beider Länder
gewährte der russische Gaskonzern Gasprom dem deutschen Chemiekonzern
BASF einen Anteil am riesigen Gasfeld Juschno-Russkoje in Sibirien.
Gasprom erhielt dafür einen höheren Anteil an Wingas, einem
Gemeinschaftsunternehmen mit BASF-Wintershall, das Gas in Deutschland
transportiert und verkauft.
Einen Tag vor dem absehbar kritischen Bericht der Internationalen
Atomenergie-Organisation (IAEO) zum Atomprogramm des Irans traten
Merkel und Putin für ein koordiniertes internationales Vorgehen ein.
"Wir haben allerhöchstes Interesse daran, dass die internationale
Gemeinschaft gemeinsam handelt", sagte die Kanzlerin. Merkel wird in
der kommenden Woche mit US-Präsident George W. Bush in Washington über
den Iran sprechen.
International
abgestimmtes Vorgehen gegen Iran
Auch Putin sprach sich für ein international abgestimmtes Vorgehen aus,
um den Iran an der Entwicklung von Nuklearwaffen zu hindern. Er
forderte aber, die IAEO und nicht der Weltsicherheitsrat solle weiter
die führende Rolle bei der Behandlung des Streits spielen. Russland
werde indes auch im Sicherheitsrat konstruktiv an einer Lösung
mitarbeiten.
Die jüngsten Irritationen über eine mögliche Abkehr der russischen
Energielieferanten von ihren europäischen Kunden waren auch Thema für
Merkel und Putin. Der russische Staatschef bekräftigte, sein Land werde
wie in den vergangenen Jahrzehnten weiterhin Öl und Gas zuverlässig
liefern.
Verlässliche Energiepartnerschaft mit Russland
Er kritisierte indes Vorbehalte der Europäer gegen das Vordringen
russischer Firmen auf den europäischen Markt. Russland fühle sich
bedroht, wenn es ausgeschlossen werden solle. "Wenn jemand zu uns
kommt, heißt es Investitionen und Globalisierung, und wenn wir
irgendwohin gehen, ist das gleich Expansion?", fragte Putin. Merkel
sagte, sie habe keinen Zweifel an der Verlässlichkeit der
Energiepartnerschaft mit Russland.
Dem Eindruck nach
fühlten sich Putin und Merkel wohl miteinander, ohne die betont enge
Freundschaft zu wiederholen, die der Kreml-Chef mit Merkels Vorgänger
Gerhard Schröder gepflegt hatte. Man habe vier Stunden lang sehr offene
Gespräche geführt, sagte die Kanzlerin.
Die Bundeskanzlerin sprach auch mit Vertretern der russlanddeutschen
Minderheit in Sibirien und besuchte eine neu errichtete lutherische
Kirche. Die Bundesminister vereinbarten mit ihren russischen Kollegen
Kooperationen in Wissenschaft, Verkehr und Wohnungswirtschaft.
DPA
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