Klau/s/ens beim Boere-NS-Kriegsverbrecher-Prozess in Aachen   LIVE-Gedichte | GEDICHTZYKLUS | Zeitungsartikel | TEXTE | Infos (Siehe auch: http://www.klausens.com/klausens_live_dichten_theorie.htm )
Die Gedichte schließen an, wo  Klau|s|ens als 5te Gewalt mit den Michaela-G.-Prozess-Gedichten anfing. Und wo er mit den Gedichten zum Siegburger Foltermord-Prozess oder dem Bonner "Ehrenmord"-Prozess weitermachte. - ACHTUNG: Klausens hat keinen Zugriff auf Polizeicomputer bzw. das System POLIS ... und er hat ebenso keinerlei Zugang zu den Gerichtsakten. Das sei immer zu berücksichtigen. Alles ist im Gericht gehört worden. Oder nachgelesen und -recherchiert. Die Archiv-Dokumente und Akten sagen viel mehr aus, als KLAUSENS an Informationen sammeln kann.  - Es folgt nun eine Zeitleiste, dann LIVE-Gedichte mit vielen Anmerkungen bei jedem Gedicht, die auch Historisches entschlüsseln, und weiter unten noch Dokumente, Auflistungen und ein paar wenige Medienberichte.
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Einer der letzten NS-Prozesse, wo direkt gegen einen noch lebenden Täter verhandelt wird, findet/fand in Aachen am Landgericht seit Oktober 2009 statt. Dem Heinrich Boere bzw. Hendrik Boere (88 Jahre alt, lebt in einem Altersheim bei Eschweiler, Raum Aachen) werden (als Mitglied der "Germaanschen SS in Nederland" - vorher war er bei der Waffen-SS - und im Rahmen der "Aktion Silbertanne", die mindestens 54 Opfer zum Ergebnis hatte) die Morde an drei Menschen (Zivilisten) im Jahr 1944 vorgeworfen: An dem Apotheker Fritz Hubert Ernst Bicknese in Breda, an Frans Willem Kusters in Wassenaar und an dem Fahrradhändler Teun - oder auch Teunis - de Groot in Voorschoten. Dort ist mittlerweile eine Straße nach dem Opfer benannt. Der Sohn von Teun de Groot, auch Teun de Groot mit Namen, Nebenkläger, war am 28.10.2009 morgens in Aachen bei der Prozesseröffnung und trat abends am 28.10.2009 im niederländischen Fernsehen bei "Pauw en Wittemann" auf. In dem Beitrag auch Archivaufnahmen von Boere, der Deutsch spricht. (12:38 min.) http://pauwenwitteman.vara.nl/Archief-detail.113.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=13256&tx_ttnews[backPid]=111&cHash=28cec8eaf6) Boere handelte als Angehöriger der "Germanischen SS in den Niederlanden", (seit Juli 1944 offenbar als Hauptscharführer). Er war Teil des wohl circa 15 Mann starken SS-Sonderkommandos "Kommando Feldmeijer", welches zugleich dessen (Feldmeijers) Leibwache war. Der immer mehr auflebende Widerstand in den Niederlanden sollte damals durch gezielte willkürliche Erschießungen von antideutsch eingestellten Bürgern gebrochen werden. Boere ist Kind einer Deutschen und eines Niederländers, wurde in Eschweiler geboren, war anfangs vom Pass Niederländer, lebte später in den Niederlanden ... und wurde durch seinen freiwilligen Eintritt in die Waffen-SS auf dem Gebiet der Niederlande (2 Jahre nach dem Eintritt ... also quasi automatisiert) angeblich auch zum Deutschen. Er wurde u.a. wegen der Nationalitätenfrage nie von Deutschland an die Niederlande ausgeliefert, gilt aber offiziell als staatenlos.

Prozesstage: 1) 28.10.2009, Mittwoch - 2) 2.11.2009, Montag - 3) 10.11.2009, Dienstag - 4) 23.11.2009, Montag
- 5) 27.11.2009, Freitag - 6) 1.12.2009, Dienstag - 7) 3.12.2009, Donnerstag - 8) 8.12.2009, Dienstag - 9) 11.12.2009, Freitag - 10) 15.12.2009, Dienstag, - 11) 18.12.2009, Freitag - 12) 8.1.2010, Freitag  - 13) 15.1.2010, Freitag, erst um 13.00 Uhr - und ausnahmsweise in Saal 0.009 - 14) 28.1.2010, Donnerstag - 15) 4.2.2010, Donnerstag - 16) 19.2.2010, Freitag

- 1. Schwurgerichtskammer. - Verhandlungen im Gerichtssaal JUSTIZZENTRUM AACHEN A 0.020: 120 Zuschauerplätze, davon 60 dauerhaft für die Medien reserviert.
45 Js 18/83 ./. Boere 52 Ks 10/09
Klausens Kunstwerk zum Heinrich-Boere-Prozess in aachen, Kunstwerk vom 28.11.2009

EINIGE von Klausens zusammengestellte DATEN:
 - ohne Garantie auf Richtigkeit, vorsichtiger Versuch einer zeitlichen Rekonstruktion -
    
27. September 1921 Heinrich Boere wird in Eschweiler bei Aachen geboren, Mutter Deutsche, Vater Niederländer.
circa 1923/1924 Familie zieht in die Niederlande
circa 1933 (oder 1935?) Boere beginnt Schusterausbildung in Maastricht-Meerssen, die er aber nach 2 Jahren abbricht.
193? bis ??? Boere arbeitet in der Porzellanfabrik N.V. Zwings (???) in Maastricht-Meerssen 
Dezember 1939
Feldmeijer begründet und beginnt in den Niederlanden als 29-jähriger den Aufbau einer Mussert-Garde. (Anton Mussert gründete 1931 den/die NSB in den Niederlanden, die später ein Arm der NS in den Niederlanden war.)
10.5.1940 / 15.5.1940 Angriff der Deutschen auf die Niederlande. Besetzung. Kapitulation der Niederlande am 15. Mai 1940.
2.6.1940
Den Haag: Rost und Rauter und Seyss-Inquart und Himmler et al. treffen zu einem Empfang in Clingendael/Wassenaar zusammen. Dort wird die Errichtung einer SS-Standarte 'Westland' besprochen worden sein. (Eine SS-Standarte 'Nordland' gab es bereits.)
11.9.1940 Niederländische SS (niederl. Nederlandsche SS) offiziell von Anton Mussert gegründet. Zum Kommandanten wurde Johannes Hendrik Feldmeijer ernannt. Formal war die Niederländische SS eine Untergliederung der niederländischen Nationalsozialisten NSB. De facto dem Zugriff der Partei größtenteils entzogen. Reichsführer-SS Heinrich Himmler unterstellte "Voorman" Feldmeijer ganz ausdrücklich seiner Führung, bzw. der von NL-SS-Statthalter Hanns Albin Rauter. (Dieser wurde am 23. Mai 1940 „Generalkommissar für das Sicherheitswesen“ und Höherer SS- und Polizeiführer „Nordwest“ beim Reichskommissar für die besetzten Niederlande. Im April 1941 wurde er zum SS-Gruppenführer, im Juni 1943 zum SS-Obergruppenführer in den Niederlanden befördert.In seiner Position als ranghöchster SS-Führer in den Niederlanden verantwortete Rauter den rabiaten Besatzerauftritt, zu dem die Deportationen von Juden aus den Niederlanden - insgesamt 105.000 - in die Vernichtungslager und die Bekämpfung des Widerstandes gehörten.)
15.9.1940    Boere tritt als ausländischer Freiwilliger der Waffen-SS bei, in Maastricht. Er wird mit 15 anderen nach einem Auswahlverfahren aus ca. 100 Bewerbern ausgesucht. (Er kommt später zur SS-Standarte Westland, SS-Division Wiking. Die Division wurde am 20. November 1940 aufgestellt. Aus den Standarten „Nordland“, „Westland“ und „Germania“ gebildete Division.) Hitler gewährte der SS die alleinige Zuständigkeit für die Anwerbung „germanischer“ Freiwilliger, womit solche mit nord- und nordwesteuropäischer Herkunft gemeint waren. Nachdem Skandinavien besetzt worden war, wurde aus dänischen und norwegischen Freiwilligen die Standarte „Nordland“ gebildet, einen Monat später die Standarte „Westland“. Beide wurden noch 1940 mit dem deutschen Regiment „Germania“, sowie Finnen, Schweden und ein paar Schweizern zur  SS-Division „Wiking“, später SS-Panzer-Division "Wiking", später 5. SS-Panzer-Division "Wiking" (ab dem 22. Oktober 1943 wurden alle Divisionen durchnummeriert) unter Felix Steiner (dieser bis 1943). Teilnahme am "Unternehmen Barbarossa" im Rahmen der Heeresgruppe Süd.
Herbst/Winter 1940 Boere kommt über Maastricht nach Köln. Und von da dann der Transport zur 6 Monate-Grundausbildung in der Freimann-Kaserne München. Heute noch existent. Heutiger Name: Ernst-von-Bergmann-Kaserne, zunächst hieß sie einfach Kaserne "München-Freimann" und nach 1945 hieß/heißt sie einige Jahre Warner-Kaserne. Die Ernst-von-Bergmann-Kaserne ist eine militärische Liegenschaft am Standort München, die im Zeitraum von 1934 bis 1936 von Oswald Bieber erbaut und ursprünglich bis Ende des Zweiten Weltkriegs als Kaserne München-Freimann von der SS-Standarte 1 „Deutschland“ der SS-Verfügungstruppe genutzt wurde.
März 1941 Versetzung von Boere nach Heuberg (Baden-Württemberg), weitere Ausbildung, vor allem technisch. Danach Ostfront, u.a. Lemberg. Fronteinsatz bis Ende Juli 1942. Erkrankung, u.a. an "Philitischer Roer", was etwas wie Ruhr und/oder Syphilis sein könnte. Alte Fotos von der Kaserne Heuberg:
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Karte/Truppenubungsplatze/HeubergBilder1-R.htm
17.5.1942
Formelle Einfügung der 800 Mann zählenden "Nederlandsche SS" in die SS. Den Haag, sonntags, gemeinsamer Eid auf Hitler in Anwesenheit von Mussert und Himmler.
22. Juni 1941 sowie 11. Juli 1941
(Boere bestreitet jegliche Beteiligung an Verbrechen der Ostfront. Auch an diesem:) Im Zuge des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ermordeten Angehörige der Division WIKING mehrere Hundert Juden. Die Division wird unter anderem für das Massaker im zwischen Tarnopol und Lwow gelegenen Zborow am 11. Juli 1941 verantwortlich gemacht, bei dem 600 jüdische Einwohner als Vergeltung für „sowjetische Grausamkeiten“ ermordet wurden.
September 1942 Ende der zweijährigen Dienstzeit von Heinrich Boere, er kehrt in die Niederlande wegen Krankheit zurück: nach Ede in die Kaserne Elias Beeckmann, heutige Adresse: Nieuwe Kazernelaan 10. Ärztliche Behandlung bis Ende 1942. Alte Fotos der Kaserne siehe hier: http://www.legerplaats.nl/ede/_ede.htm
1.11.1942 Die Niederländische (Nederlaandsche) SS heißt nun Germanische SS in den Niederlanden: "Germaansche SS"
1.1.1943
Boere wird als Ableser (Strom? Gas?) von Bürgermeister Louis Peeters in Maastricht angestellt.
8.2.1943
Boere wird offiziell als Sympathisant des NSB erfasst. Nationaal-Socialistische Beweging in Nederland (NSB)
1.3.1943 Hendrik (auch: Johannes Hendrikus) Feldmeijer wird zum SS-Standartenführer der Germanischen SS befördert. Zugleich SS-Untersturmführer der Waffen-SS.
seit 1943, aber wann genau?
Boere ist beim 15-köpfigen "Kommando Feldmeijer". (Hendrik Feldmeijer ist der Chef des Sonderkommandos. Er hat zuletzt von Juni 1942 bis März 1943 an der Ostfront gekämpft.)  (ACHTUNG: Erlass Adolf Hitlers vom 19. Mai 1943, wonach alle "deutschstämmigen Ausländer" durch den freiwilligen Eintritt in die Waffen-SS die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten.)
4.5.1943
Boere wird offizielles Mitglied des/der NSB. Nationaal-Socialistische Beweging in Nederland (NSB). Stammnummer 027078 (Diese Nummer als Sympathisant oder als Mitglied?)
28.9.1943
Die ersten 3 Morde im Rahmen der "Aktion Silbertanne"
In Meppel: Opfer Jan Dijkstra.
In Meppel: Opfer Dr. Engbertus Johannes Roelfsema.
In Staphorst: Opfer Arend Boldewijn.
14.1.1944
Boere wird offziell Mitglied der Landwacht, ein bewaffneter Arm des/der NSB. Nationaal-Socialistische Beweging in Nederland (NSB)
Anfang Mai 1944
Boere spielt mit 2 anderen Ss-Männern, einer davon heißt Rosenboom,  Spion. Man schleicht sich in den Untergrund ein. Fährt (mit dem Fahrrad?) nach Helden-Panningen und gibt sich als "onderduiker" (Untertaucher) aus, also vermeintlich einer aus dem Widerstand gegen die Deutschen. Auf diese Weise werden sie selber aufgenommen und können Menschen ans Messer liefern, die solchen Untertauchenden (z.B. aus der Landwacht) Unterschlupf boten. Helden-Panningen liegt circa 15 südwestlich von Venlo. Die Gemeinde wurde am 1. Januar 2010 mit den Nachbargemeinden Meijel, Maasbree und Kessel zur Gemeinde Peel en Maas fusioniert.
17.5.1944
Razzia in Helden-Panningen. Boere (der die Szene ja "undercover" auserkundet hat) ist beteiligt. Circa 100 bis 120 SS-Männer und andere militärische Kräfte des deutschen Besatzerregimes führen die Razzia durch. 52 Personen werden festgenommen, circa 20 geraten später in deutsche Zwangsarbeit. Es sterben einige der Verhafteten später in deutschen KZ. (In Helden-Panningen werden noch im August 1944 und am 8.10.1944 weitere Razzien stattfinden. Bei der sogenannten "Kerkrazzia"  - KERK gleich KIRCHE - am 8.10.1944 wurden 800 Personen festgenommen.)
6.7.1944
Attentat auf Dr. Josua  Bromet am 6.7.1944 in Arnhem. Boere wohl nicht beteiligt, aber z.B. Bart Slop
14.7.1944  Der Apotheker Fritz Bicknese wird von einem SS-Kommando des "Kommando Feldmeijer" in Breda ermordet. Geschossen haben wohl Boere und Bestemann. (Bestemann leugnet dies aber am 15.1.2010 im Videoverhör Rotterdam nach Aachen, ins Landgericht, während des Prozesses.)
19.7.1944
Attentat auf A.r.P. Mees in Apeldoorn. Boere wohl nicht beteiligt, aber z.B. Bart Slop.
Juli 1944
Boere wird, so alte Vernehmungsprotokolle, offenbar zum Hauptscharführer der Germaanschen SS befördert. (Belohnung für den Mord an Bicknese?)
14.8.1944
Gezielte Morde, z.B. an den Bürgermeistern von Asten und von Someren. Smulders, P.J.C, Bügermeister von Someren. Wijnen, Willem J.M., Bürgermeister von Asten. Der Historiker Lou de Jong unterscheidet zwei Phasen bei der 'Aktion Silbertanne'. In der ersten (bis April 1944) wurden die Morde (33 an Zahl) begangen von den SS-Standarten. In der zweiten Phase (bis September 1944) wurden die Morde (mindestens 21) nur von einem einzigen Kommando begangen, nämlich dem Sonderkommando Feldmeijer. und dieses Kommenado wurde so zusammengesetllt, dass die effizientesten und grausamsten SS-Leute zu der 15-köpfigen Truppe zusammengesetllt wurden.
3.9.1944 Der Fahrradhändler Teun de Groot wird in Voorschoten von einem SS-Kommando des "Kommando Feldmeijer" ermordet. Geschossen haben wohl Boere und Kromhout.
3.9.1944 Frans Willem Kusters wird in Wassenaar von einem SS-Kommando des "Kommando Feldmeijer" ermordet. Geschossen haben wohl Boere und Kromhout.
14.9.1944 Als erste niederländische Stadt wurde Maastricht am 14. September 1944 befreit, doch nach der Niederlage der Alliierten bei Arnhem (in der Operation „Market Garden“) dauerte es bis Mai 1945,  bis die großen Städte im Westen und der gesamte Norden der Niederlande endgültig befreit waren.
22.2.1945 Tod von Henrik Feldmeijer, angeblich durch Jagbomber getroffen. In der Nähe von Raaltje in den Niederlanden.
Mai 1945 (ab 5. Mai galten die Niederlande als vollständig befreit)  Boere gerät in Kriegsgefangenschaft und ist u.a. im
- Lager Harskamp
- Lager Vught (dort wohl nur 14 Tage)
- Lager Valkenburg (dort war er bis zu seiner Flucht aus dem Bus 1947, in Heerlen)
1945
Der Breda-Mittäter Jacobus Peter/Petrus Bestemann (bzw. Besteman) wird 13 Jahre in Haft bleiben, und wohl 1958 entlassen.
1946   Boere gibt die Morde in Vernehmungen zu.
13.2.1946
Sondergerichtsurteil gegen Jacobus Peter/Petrus Bestemann, Mittäter beim Mord an Fritz Bicknese.
1947 Heinrich Boere entkommt der Kriegsgefangenschaft in den Niederlanden (bei der Fahrt aus einem Bus in/bei/um Heerlen, er ist als Gefangener Bergmann in der Grube Eigelshoven)und versteckt sich danach längere Zeit in den Niederlanden.
18. Oktober 1949  Heinrich Boere wird von einem Sondergericht in Amsterdam in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
1954
Offenbar gab es in der BRD den Aufruf an alle unter falschem Namen Lebende sich zu stellen. Vielleicht wegen der Genfer Flüchtlingskonvention,

in Kraft getreten am 22.04.1954 gemäß Bekanntmachung des Bundesministers des Auswärtigen vom 25.04.1954

ARTIKEL 34 "Einbürgerung

Die vertragschließenden Staaten werden so weit wie möglich die Eingliederung und Einbürgerung der Flüchtlinge erleichtern. Sie werden insbesondere bestrebt sein, Einbürgerungsverfahren zu beschleunigen und die Kosten dieses Verfahrens so weit wie möglich herabzusetzen."

Daraufhin kamen dann die Einbürgerungen in Gang. Zumindest weiß man dass von Feldmeijers Ex-Adjudanten, Wisselveld, der am 5.11.1956 in Mönchengladbach die deutsche Staatsbürgerschaft erhielt. Er verzog 1958 nach Wuppertal und führte sogar später in Krefeld das Hotel "Behringshof". (Für Postkartenansichten "Beringshof" eingeben, ohne 'h', bei den Suchmaschinen.)
1.11.1954 Offiziell wohnt Boere seit diesem Tag auf Bundesgebiet.
1955 Entzug der niederländischen Staatsbürgerschaft von Heinrich Boere durch die Gemeinde Maastricht.
25.10.1955 Antrag auf Einbürgerung in der Bundesrepublik Deutschland, der aber nie bestätigt oder genehmigt wurde. (Im Pass steht später "staatenlos".)
5.11.1955 Boere stellt Antrag auf Kriegsgefangenen-Entschädigung. In der Bundesrepublik Deutschland hat der Deutsche Bundestag im Juli 1953 das Kriegsgefangenen-Entschädigungsgesetz (KgfEG) verabschiedet, das am 30. Januar 1954 in Kraft getreten ist. Danach hat jeder Heimkehrer in der Bundesrepublik Deutschland für jeden Kalendermonat des Festhaltens in fremden Gewahrsam ab 1. Januar 1947 30 DM, ab 1. Januar 1949 60 DM Entschädigung und für längeres Festhalten weitere Nachzahlungen erhalten.
 
1955 bis 1972 Er arbeitete wohl 17 Jahre (1955 bis 1972) auf der Grube Maria im Hauptschacht Mariadorf (Alsdorf) bzw. später noch in der Grube Siersdorf. (Seit 1972 OT von Aldenhoven). Anmerkung: Schon 1962 wurde die Förderung "auf Maria" eingestellt. Und 1992 wurde "auf Emil Mayrisch" in Siersdorf die letzte Kohle gehoben.
1958
Jacobus Peter/Petrus Bestemann (bzw. Besteman mit einem "n") wird aus der Haft entlassen. Er war der Mittäter beim Mord an Apotheker Bicknese in Breda.
1978
Verrentung von Boere von seiner Arbeit als Bergmann.
1980    Auslieferungsersuchen der Niederlande an die BRD. (Boeres Todesstrafe von 1949 ist in lebenslänglich umgewandelt.) 
28.2.1983
- 5.5.1983
Abschiebehaft für Heinrich Boere, aber Boere kommt wieder frei. Er bleibt unbehelligt in Deutschland.
1984 1984 kam die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für NS-Verbrechen in Dortmund zu dem Schluss, dass die Morde im Rahmen der SS-Aktion «Silbertanne» nicht als Mord zu werten seien. «Einstellungsverfügung», eine Art außergerichtlicher Freispruch. Demnach kam die Behörde damals zu dem Schluss, dass die Aktion Silbertanne ein gerechter und zulässiger Repressionsakt (der deutschen Besatzer!) im zunehmenden Widerstand der niederländischen Bevölkerung war. Die Niederlande waren von 1940 bis 1945 von Nazi-Deutschland besetzt. Zur Bekämpfung der Widerstandsgruppen sei das 15-köpfige Mordkommando «Feldmeijer» gegründet worden. Nach einem Attentat seien Mitglieder des Kommandos unter dem Decknamen «Silbertanne» für Vergeltungsschläge unter den Widerstandskämpfern in Bewegung gesetzt worden. Die deutschen Staatsanwälte hielten das vor 25 Jahren für «zulässig und rechtmäßig». Die Staatsanwaltschaft stellte ihre Ermittlungen gegen Boere und andere ein.
1.12.1987
Der (bereits aus der Haft entlassene) Boere-Mittäter Henk Kromhout ist nun offiziell aus den Niederlanden nach Spanien verzogen.
1993
Der SS-Mann "Henker von Ommen", Herbertus Bikker, wird in Hagen aufgespürt, von dem NS-Jäger Jack Kooistra aus Leeuwarden.
2000 Zwei Journalisten der NPS, Rob van Olm en Jan Louter, spüren Heinrich Boere an seinem Wohnort auf. Sie interviewen ihn und machen einen Dokumentarfilm 'De Silbertanne-moorden', wo auch Kinder der Mordopfer wie Teun de Groot und Gude de Jong, Tochter vom Autor A.M. de Jong, zu Wort kommen. Boere gibt die Morde von 1944 dabei zu, wofür er verurteilt worden war, im Jahr 1949. Boere zeigt dabei auch Reue für seine Taten. 
2003 Das niederländische Justizministerium bitte die deutschen Behörden, das NL-Urteil gegen Boere in Deutschland zu vollstrecken. Dabei beriefen sich die Niederländer auf ein Übereinkommen zwischen den EU-Staaten über die Vollstreckung ausländischer strafrechtlicher Verurteilungen.
10.3.2006 Seit diesem Tag lebt Boere im Altenheim bei/in Eschweiler
29.10.2009 35 Personen aus dem antifaschistischen Spektrum demonstrieren im Speisesaal der Seniorenresidenz in Eschweiler, in der Boere wohnt. Auf dem mitgebrachten Transparent stand zu lesen: Nazimorde verjähren nicht! Wir fordern die Bestrafung des NS-Mörders Heinrich Boere! Die Demonstranten haben zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus das Moorsoldaten-Lied vorgetragen und Flugblätter verteilt.
23.2.2007 Das NL-Urteil von 1949 wird vom LG Aachen für in Deutschland vollstreckbar erklärt - Mord unterliegt nach deutschem Recht nicht der Verjährung. Boere geht in Berufung.
3.7.2007   Urteil des OLG Köln - zu LG Aachen (Ws 156/07). Die Voraussetzungen einer Vollstreckbarkeitserklärung (vgl. § 49 Abs. 1 Nr. 2 IRG) liegen nicht vor. Das zur Verurteilung im Jahre 1949 führende niederländische Verfahren genügte nicht dem völkerrechtlich verbindlichen Mindeststandard. Dennoch: Das Gericht stellt auch fest: Es handelte sich um heimtückischen Mord. Weder seien die Taten durch das Völkerrecht als sogenannte Kriegsrepressalie gerechtfertigt  gewesen, noch könne sich der Verurteilte auf einen Befehlsnotstand berufen.  
April 2008 Staatsanwaltschaft Dortmund erhebt Anklage. Verfahren in Aachen wird aber angesichts des Gesundheitszustandes von Boere nicht eröffnet.   
7.7.2009 Das Oberlandesgericht Köln entscheidet am 7. Juli 2009, dass Boeres Gesundheitszustand sich so verbessert habe, dass er verhandlungsfähig sei und wegen Mordes an drei niederländischen Bürgern angeklagt werden könne.
28.10.2009  Prozessbeginn vor dem Landgericht Aachen: 45 Js 18/83 ./. Boere 52 Ks 10/09
15.1.2010
Im Rahmen des Prozess Videovernehmung von Boere-Mittäter Besteman(n) in Rotterdam, was dann LIVE in den Saal 0.009 nach Aachen übertragen wird. - Jacobus Peter/Petrus Bestemann (bzw. Besteman mit einem "n")
 

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Einige Opfer der "Aktion Silbertanne"

Aken, Bertus van
Bicknese, Fritz Hubert Ernst
Bromet, Dr. Josua
Eijsbouts, Frans
Groot, de, Teun (oder Teunis)
Jong, de, A.M.
Mees, A.R.P.
Kusters, Franz-Willem
Smulders, P.J.C, Bügermeister von Someren
Ubbels, Dirk
Wijnen, Willem J.M., Bürgermeister von Asten



Einige Täternamen bei und um die "Aktion Silbertanne" (Schützen, Mitmachende, Auftraggeber, Fahrer, etc.)

Besteman(n), Jacobus Petrus bzw. Peter
Boere, Heinrich (oder Hendrik)
Borger, Sander
Feldmeijer, Johannes Hendrik oder Johannes Hendrikus oder auch nur Henk
Harders, Hanz-Heinz
Huhn,
Jansonius, Jan Louis, Feldmeijers Stabschef
Koopman, Jan Gerrit
Kromhout, Henk (oder Hendrik)
Lages, Willy Paul Franz
Lieshout, van,
Man, de, Adolf
Minck, Junior (Sohn)
Minck, Senior (Vater)
Ploeg, van de, Gerben Sake
Polack oder Pollack oder Polak, Willem Albertus (nannte sich später: Dijkstra)
Rollema, Gerard
Slop, Bart
Stöwsand, Wilhelm


Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
SPALIER
(Polizisten als Männer)
JUSTIZZENTRUM RICHTIGSTEHEND
Sie sind ganz
Normal wie Männer

Sein können zu
Gruppen geballt

Witze machend
Den Frauen hinterher

Starrend die alle
Durch die große

Halle müssen und
Laut auflachend

Sind sie so oder so
Handhabbar je

Nachdem welches
Regime was mit

Ihnen noch alles
Vorhat fühlt man

Das ewig bleibende
Unbehagen an

Jedweder Zusammensetzung
Staatlicher Gewalt
Das warme Holz
Im Geviert der

Hohen Halle
Als Lichthof uns

Daherkommt ergibt
Eine Offenheit

Die zu faszinieren
Wüsste, wenn man

Eines Tages mal
Springen müsste

Sind 4 Etagen
Oder 3 Stockwerke

Leider dann doch
Einfach zu flach

--

Wann kommen die
Hohen Strafen besser

Als das Glas moderner
Hochherrschaftlichkeit?
Es gibt einen Platz
Wo man durch das Glas
Und die geöffnete Tür
Jenen Mann von fern
Erhascht der von
Der Mediencombo
Schon beblitzt
Werden darf mit
Seinem neuen
Hörgerät wohl
Im Ohr des
Möglichen Verbrechens
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, große Lichthalle,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:22 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, große Lichthalle,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:45 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|en23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Vorraum zu Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:04 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Presse darf vor dem "normalen" Publikum hinein, samt einer Kamera und diversen Fotografen. Aber man kann dennoch schon das Gesicht von Heinrich oder Hendrik Boere sehen.
 
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WAS DAS GERICHT WILL
ALLERHÖRGERÄT

WAHNSUCHUNG
Sie nennen ihn
Böhre wo ihn
Ein Niederländer
Bure nennen
Müsste den
Bauern der
Für 2 Nationen
Schuldig noch
Zu nennen wäre
Falls es dazu kommt
Der Richter
Fragt ob es
Geklappt
Hat mit dem
Hörgerät
Aber die
Antwort
Ist für
Das seiende
Publikum
Unvernehmlich
Oder
Uneinnehmbar
Oder wie man
Die Welt
Versteht

Dunkel ist der Saal
Und missmutig die
Gesichter von all
Der Qual der ewigen
Vergangenheit
Oder einfach vom
Job aller Richter
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:07 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Der vorsitzende Richter spricht immer "Böre" (deutsche Lautumsetzung), dieweil der Oberstaatsanwalt von "Bure" spricht (niederländische Lautumsetzung). Schon die Aussprache des Namens wäre, je nachdem welcher Sprache man den Namen zuordnet, unterschiedlich. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:10 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Der Prozess war am 3. Prozesstag unterbrochen worden, bis Boere ein Hörgerät angepasst bekam. Das dauerte länger als erwartet, sodass der Prozess-Termin vom 17.11. dann auf den 23.11. verschoben wurde.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|en23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:12 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Der Saal ist seitlich durch herabgefahrene Lamellen überdeutlich dunkel. Hinzu kommt der regnerische Novembertag.
 
 
Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
GUTACHTEN
LAGEBERICHT NACH VERGLEICHENDER HÖRGERÄTE-ANPASSUNG RECHTSGESPRÄCH
Hammer und
Amboss der
Sprachaudiometrie
Funktionieren
Anders als man
Es von einem
Erwarten könnte
Der nie die Welt
Verändern wollte
Aber daran überaus
Aktiv beteiligt war
Ein fast tauber
Alter Mann hockt
Eher schwächlich
Auf der Bank oder
Dem Stuhl oder wo
Seine Verteidiger
Hinter Glas diese
Seltsam prozessualen
Unter-uns-Gespräche
Mit Richtern und
Staatsanwälten und
Nebenklägern
Als ihre Reden
Pflegen
Es gibt viel zu
Zweifeln wenn
Jemand nicht
Hören soll der
Doch Interviews
Gegeben hat und
Schon Jahre
Als eher hörend
Zu funktionieren
Scheint aber doch
Dem Fortgang
Des Prozesses
Absichtsvoll
Nicht folgen
Können möge
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:15 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es werden ärztliche Gutachten zum Hörvermögen von Boere vorgelesen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet (+ kl. Korrektur am 23.11.2009 in Königswinter-Niederdollendorf) von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:18 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es werden danach Gutachten zum Hörvermögen des Angeklagten verlesen. - Boere sitzt natürlich in einem Rollstuhl.     ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|en23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:25 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Nebenklage beschwert sich über den Verlauf des Verfahrens, weil man den Eindruck bekommt, dass hier das Verfahren bewusst verschleppt wird, als Verhöhnung der Opfer, des Gerichtes und der Nebenklage (die ja für Verwandte der Opfer auftritt, z.b. den Sohn von Teun de Groot oder die Kinder von Bicknese.)
 
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DAS GEBOT DER BESCHLEUNIGUNG
GIBS-IHM-KABINE GESICHTSSTUDIE
Nach 65 Jahren
Die es dauerte
Bis das Verfahren
Beginnen konnte
Zählen alle
Sekunden die
Als vertane
Im Prozess
Vergehen die
Wünsche an
Den Glauben
An den Sinn
Eines geordneten
Verfahrens
Für alles gibt
Es eine Lösung
Wenn man eine
Solche wirklich
Will kann man
Den Angeklagten
Auch noch ganz
Individuell
Beschallen also
Die Anlage
So hochjaulen
Dass man
Auch jedes
Wort versteht
Alles verbleicht
Die Toten
Die Lebenden
Die Verbrechen

Wie seltsam
Sind die
Farben des
Schreckens

Geworden?!

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:29 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Staatsanwalt Maaß macht einen (technischen) Vorschlag zur Hörproblematik. Er hat sogar selber Hörgeräte ausprobiert, um die Technik besser zu verstehen. - Der Abschluss des Prozesses bis zum 18.12.2009, wie ursprünglich geplant, scheint aber nicht mehr möglich. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet (+ kl. Korrektur am 23.11.2009 in Königswinter-Niederdollendorf) von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:34 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Anwalte der Nebenkläger möchten das Hörproblem auch grundsätzlich gelöst werden. Sie können sich sogar eine extra Schallkabine nur für den Angeklagten vorstellen, in welche alle Aussagen übertragen werden und zu verstehen sind, und die individuell für das Hören des Angeklagten zur Not auch sehr laut eingestellt werden kann. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|en23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:05 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es werden Urteile verlesen, z.B. vom niederländischen Sondergericht oder vom OLG Köln.
 
 
Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
VERLESUNG DER ANKLAGE
REALITÄTSABARTIGUNG TODESCHUSSDIALOG
Sauber und dezidiert
Kommen die Morde
Daher welche verübt
Wurden um sich am
Widerstand zu rächen
Folgt man dem kurzen
Text der nichts mehr
Übriglässt von dem
Brachialschrecken
Der hinrichtungsweise
Ausverbrochen geworden sei.
Da werden Menschen
Aufgesucht und
Nüchtern bewusst
Erschossen wie wir
Es von den Filmen
Über Gangster kennen

Der Nationalsozialismus
Erweist sich bisweilen
Als profaner als
Wir ihn uns
Herbeidämonisert
Hätten wollen
Sind Sie der
Der Sie sind?

Wenn unsere
Information
stimmt?

Ja, wieso?

Dann töten
Wir immerhin
Den Richtigen!

Ganz bestimmt!

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:45 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Anklage wird vom Staatsanwalt Maaß verlesen. Boere kann sie jetzt auch zweifelsfrei hören.  ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet (+ kl. Korrektur am 23.11.2009 in Königswinter-Niederdollendorf) von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:30 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Immer noch Verlesung von Urteilen, jetzt durch den zweiten männlichen Richter. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|en23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:25 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Bei der Verlesung wird klar, dass man die Opfer überraschend aufsuchte, sich aber erst bestätigen ließ, dass es sich auch wikrlich um den handelte, den man anzutreffen hoffte, bevor man ihn dann eiskalt abknallte. Also: Ermordete. Bei de Groot ließ man sich sogar den Ausweis zeigen. bevor man schoss.
 
  
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SILBERTANNE
APPELLATUR URTEIL IN ABWESENHEIT
Man erhofft
Vom Namen
Bäume die
Schillernd
Glänzen zu
Künden den
Wald der
Maßnahmen
Die als grobe
Verbrechen
Der Abscheulichkeit
Endlich den
Unerhörlichen
Widerstand
Brechen sollten
Wie eine Tanne
Die fällt wenn
Sie vom Sturm
Geknickt sei
Der Aktion
Zum Dank
Kam der
Tod
Die Lamellen
Schlagen kaum
Blechklappernd
Eher plastikblubbernd
Im Wind des
Regens der sich
Heute anerbot
Das Unerfreuliche
Des Prozesses
Lautmalend
Zu begleiten
Wir es doch
Mit der Gitarre
Du hast es getan
Doch wir haben
Nichts getan um
Das Tun als auch
Geschehen in die
Tat der Vollstreckung
Noch umsetzen zu
Können wir nochmals
Von vorne beginnen
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal 0.0.20,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:20 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird ein Dokument verlesen, welches die historischen Zusammenhänge deutscher Besetzung der Niederlande beleuchtet. Der Aktion "Silbertanne" sollten mindestens 54 Menschen zum Opfer fallen. (Info: Im Sommer 1943 wurden auf Befehl Hitlers vom Auswärtigen Amt, dem Wehrmachtführungsstab und dem Reichssicherheitshauptamt Pläne für die Bekämpfung der Widerstandsgruppen in den besetzten Westgebieten ausgearbeitet. Hierbei entschied man sich für Maßnahmen, die in den Niederlanden den Decknamen „Silbertanne“ erhielten. Geheimaktionen, bei denen nach einem Anschlag der niederländischen Untergrundbewegung möglichst umgehend drei bis fünf antideutsch eingestellte Holländer erschossen werden sollten. Männer, von denen meist angenommen wurde, dass sie den Widerstand unterstützen.) ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal 0.0.20,  LIVE gedichtet (+ kl. Korrektur am 23.11.2009 in Königswinter-Niederdollendorf) von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:10 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|en23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal 0.0.20, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:30 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Der Staatsanwalt äußert sich zum Antrag der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens. 

 
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PROBLEM DOPPELTER VERURTEILUNG
94
Erstens gilt
Auch zweitens

Rot
Leuchtet diese
Zahl am Rollstuhl
Des Angeklagten
Auf wobei ich
Nicht weiß ob

Es sich um Puls
Oder Hörströme
Oder anderweitige
Lebenszeichen
Oder Informationen
Handeln könnte

Der Aktion
Silbertanne
Sollen 54
Menschen
Zum Opfer
Gefallen sein
 

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal 0.0.20,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:33 Uhr, Prozesstag Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Staatsanwalt Maaß liest partiell ein Urteil des EuGH zur Problematik der Doppelverurteilung vor. Nach dem Verbot der Doppelbestrafung im Schengen-Raum ist es untersagt, dass eine Person, die in einem Staat des Schengen-Raums rechtskräftig abgeurteilt wurde, wegen derselben Tat in einem anderen Staat verfolgt wird, insbesondere dann, wenn die Sanktion nicht mehr vollstreckt werden kann. Es soll kein Angeklagter für dieselbe Tat 2 x verurteilt werden. Maaß betont aber, dass dies für den Fall Boere so ja auch gar nicht zuträfe. Es habe in den Niederlanden keine Amnestie gegeben, und das Urteil aus Amsterdam (Todesstrafe, später in lebenslänglich umgewandelt) sei nie vollstreckt worden. (Grundlage der Debatte scheint auch die Tatsache zu sein, dass der Prozess von 1949 in Amsterdam nicht als Prozess im Sinne deutscher Justiz gewertet wird, weil damals dem - abwesenden - Anklagen Minimalrechte wie eine Pflichtverteidigung nicht gegeben wurden. Alles eine sehr komplexe und juristisch verwickelte Angelegenheit.) 

EuGH C-297/07 (Zweite Kammer) - Urteil vom 11. Dezember 2008 Schengener Durchführungsübereinkommen; Verbot der Doppelbestrafung (Verurteilung in Abwesenheit wegen derselben Tat; Begriff der rechtskräftigen Aburteilung; Begriff der "nicht mehr vollstreckbaren Sanktion"; zeitlicher Anwendungsbereich). (Urteils-Text weiter unten auf der KLAUSENS-Homepage-Site hier.)

Klaus B. hatte im Algerienkrieg in der französischen Fremdenlegion gekämpft. Bei einem Versuch, zu desertieren, soll er 1961 einen anderen deutschen Fremdenlegionär erschossen haben, der versuchte, ihn an der Flucht zu hindern. B. setzte sich später in die DDR ab, ein französisches Militärgericht verurteilte ihn noch in Algerien in Abwesenheit zum Tode. Später erließ Frankreich ein Amnestiegesetz für den Algerienkrieg und schaffte die Todesstrafe ab.

2002 erhob die deutsche Staatsanwaltschaft Anklage vor dem Landgericht Regensburg. Das Gericht hatte aber Zweifel, ob ein neues Verfahren überhaupt zulässig war und legte den Fall dem EuGH vor.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 23.11.2009, Montag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal 0.0.20,  LIVE gedichtet (+ kl. Korrektur am 23.11.2009 in Königswinter-Niederdollendorf) von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:40 Uhr, vor Beginn des Prozesstages Nr. 4 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Der Angeklagte in der zweiten Verhandlungspause dieses Tages. Noch im Gerichtssaal. - Nach der Pause wird das Gericht den Antrag der Verteidigung auf Einstellung des Verfahrens ablehnen. Und den Prozess auf Freitag, 27.11.2009, 10.00 Uhr vertagen.

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SCHRIFTSATZ
NSB AUF BEFEHL
Wir wollten ihn
Leibhaftig wie er
Dasitzt hören
Dass er spricht
Sich bekennt
Verantwortet
Gesteht was
Das alles vor
Sich geht

Doch es liest
Der Verteidiger
Feig den Text
Nur vor der
Geschrieben
Und vorverfasst
Alles von einem
Tatgestehen
Und Schuldeinsehen
Verlor
Egal in welcher Partei
Ich sei aber auch
Nicht bei den Nazis
War ich jedenfalls
Nicht dabei also
Ich meine die Partei
Man teilte uns zu
Oder mit oder auf
Oder weg und dann
Noch dahin macht
Soldatisch das Sinn
Einer gelenkten Person
Aber das Ego wuste
Das irgendwie schon
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:15 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird eine persönliche Erklärung des Angeklagten vom Verteidiger Christiansen verlesen. Diese wird - vom Angeklagten unterschrieben - dem Gericht überhändigt. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:26 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - um Tode verurteilt. -  Es wird eine persönliche Erklärung des Angeklagten vom Verteidiger Christiansen verlesen. - Nationaal-Socialistische Beweging in Nederland = NSB.  Also  die niederländische Partner-Partei der NSDAP. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:32 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird eine persönliche Erklärung des Angeklagten vom Verteidiger Christiansen verlesen. 

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LEHRBRUCHSTELLE
MARIA WERTE NACH DER VERLESUNG
Schuster bleib bei deinen
Leisten oder Strecken
Oder Schleusen oder
Brech alles ab und
Tu's wie die Geusen!
Eine Zeche kann
Errettung sein wenn
Sie wie eine Mutter
Gottes Gebete hörte
Derer Katholische
Überzeugungstäter
Plötzlich beherrschen
Wenn sie selber
Unter Tage sind
Also unter der Erde
Der Verscharrung
97               113
rot               grün

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:21 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird eine persönliche Erklärung des Angeklagten vom Verteidiger Christiansen verlesen. Diese wird - vom Angeklagten unterschrieben - dem Gericht überhändigt. - Geusen ist ein Name, den sich die niederländischen Freiheitskämpfer während des Achtzigjährigen Krieges (1568-1648) gaben. (Müsste aber eigentlich auf niederländisch wohl in deutscher Lautschrift etwas "Gösen" ausgesprochen werden.) ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:36 Uhr (und auch 10:42 Uhr - in der Pause), Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird eine persönliche Erklärung des Angeklagten vom Verteidiger Christiansen verlesen. - Er arbeitete wohl 17 Jahre (1955 bis 1972) auf der Grube Maria im Hauptschacht Mariadorf (Alsdorf) bzw. später noch in der Grube Siersdorf (Seit 1972 OT von Aldenhoven). Anmerkung: Schon 1962 wurde offenbar die Förderung "auf Maria" eingestellt. Und 1992 wurde "auf Emil Mayrisch" in Siersdorf die letzte Kohle gehoben - Siehe:
Bergbaumuseum Grube Anna II
Herzogenrather Straße 101 • D-52477 Alsdorf
Tel: 02404-55878-0 • Fax: 55878-19
http://www.bergbaumuseum-grube-anna2.de/
 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:38 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird eine persönliche Erklärung des Angeklagten vom Verteidiger Christiansen verlesen. - Es sind die Werte der beiden Messgeräte, die Boere an seinem Rollstuhl hat, auf der rechten Seite, nachdem die Verlwsung der Erklärung gegen 10:37 Uhr beendet wurde, und nun Pause ist.  - Siehe auch weiter oben das Gedicht "94". 

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IMMER WIEDER NICHTS GEHÖRT
NATIONALSTUKATEUR SCHÖNE SACHEN
Was man sich denken
Kann dann auch so
Sein nun mal die
Menschen dass sie
Das Unangenehme
Als "Ich genehmige
Mir" umzudeuten
Wissen Sie das denn?
Ja da kann ich
Mich noch
Erinner'

See komme'

Die komme'

Spricht er mit
Vollem Akzent
Des Niederländischen

Auch vom
Bezoek der
NSDAP
Wenn der Angeklagte
"Polizei" ausspricht
Empfängt uns eine
Seltsame Art des

Geborgenseins in
Der Lou-van-Burg
Weisung die Dinge
Auszusprechen

Auch "Gulden"
Klingt mit dem
Vollen "u" und
"l" beruhigend
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:58 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Boere hat in dieser Erklärung soeben nichts über Absichten, Taten, Untaten, etc. erzählt. Schon ja kein Bedauern über irgendetwas verlauten lassen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:36 Uhr (und auch 11:02 Uhr - in der Pause), Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere spricht nun, weil er auf Fragen des Richters antworten soll/muss. Er klingt vollkommen wie ein Niederländer, der deutsch spricht. Er verschluckt z.B. generell die "n" am Ende der Worte, wie es auch Niederländer machen. Seine Sprache verwendet auch niederländsiche Worte wie "Bezoek" (gespochen etwa "Besuhk" in deutscher Phonetik). - Inhalt: Der lange Zeit arbeitslose Vater von Heinrich Boere hat durch die Besetzung der Niederlande durch die Nazis wohl wieder Arbeit gefunden, u.a. beim Bau von Bunkeranlagen. In diesem Zusammenhang kam es wohl zu Besuchen von Nazi-Funktionären.  - STUKA oder STUKAs sind gefürchtete Sturzkampfbomber der deutschen Wehrmacht. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:38 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere antwortet auf Fragen des Richters. Seine Stimme ist tief und sonor, aber auch knarzend dabei. Und: Man denkt immer: Das ist ein Niederländer, der Deutsch spricht. Man denkt nicht: Das ist ein Deutscher, der früher mal als Pass-Niederländer geboren wurde. Dazu hat sich das Niederländische trotz all der Jahre des Wohnens und Arbeitens im Raum Eschweiler viel zu sehr gehalten, in Aussprache, Klang und Wortwahl. (Pass-Offiziell gilt Boere offenbar als staatenlos.)

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STURMFÜHRER
HEUBERG VOM ERGREIFEN
Sie sahen den Film
Der ewige Jude
In München

Dereinst und die
Erzählung davon
Wirkt in allem

Naiv und fast
Dreist bis zur
Dümmlichkeit

So wird man
        ...
Einsatzbereit
Befehl ist Befehl
Ist der Zwang zum
Machen und Tun

In anderer Sicht
Gibt es immer ein
Tun oder Zutun

Zum Gequäl
Die Hand spricht
Eifrig von dem Regiment
Und scharfer Munition
In Lemberg gab's die

Schon?
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:10 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Boere berichtet von der grundausbildung für die Waffen-SS in München-Freimann, die wohl mehr oder sehr eine ideologische war. (Anders war dann Teil 2 der Ausbildung in Heuberg.) - Der 1940 gedrehte Film "Der ewige Jude" war nach den Worten seines Regisseurs Fritz Hippler (1909-2002) eine "Symphonie des Ekels und des Grauens". Exakt beide Gefühlsregungen sollte der von Propagandaminister Joseph Goebbels in Auftrag gegebene "Dokumentarfilm" mit der Darstellung "typisch jüdischer Fratzen" beim deutschen Publikum erzeugen. Die Aufnahmen wurden zum größten Teil im Ghetto von Lodz gedreht, aber auch in Warschau, Krakau und Lublin.  Mit der gleichnishaften Darstellung von wandernden Ratten mit in der Diaspora lebenden Juden assoziierte der Film eine zerstörerische Unterwanderung der westlichen Welt - und des deutschen Volks. Damit versuchte er, die Weltverschwörung durch das sich nur vordergründig anpassende "jüdische Parasitenvolk" und die Bedrohung für Deutschland zu offenbaren. Zum Schluß des Films propagierte daher eine zusammengeschnittene Version von einer Rede Adolf Hitlers im Reichstag am 30. Januar 1939 als Ausweg allein die "Vernichtung der jüdischen Rasse". (nach einem Text vom Deutschen Historischen Museum) ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:36 Uhr (und aber auch 11:12 Uhr - also in der Pause), Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere spricht von seiner Gefechtsausbildung in Heuberg, einer Kaserne in Baden-Würrtemberg. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:15 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere spricht, wobei er sehr aktiv das Gesprochene mit der linken Hand begleitet, die dann oft zu einer Art Schale geformt ist, während sie dauernd durch die Luft geht. (Die rechte Hand ist wegen der medizinischen Versorgung bewegungsgehindert.) - Er wird an die Ostfront versetzt werden, zum Kriegseinsatz, Division "Wiking", (später wohl umbenannt in: "Panzerdivision Wiking", Standarte "Westland").
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Es gibt ein archiviertes Dokument, welches ich selber aber nicht kenne:
"Merkblatt für Eintritt als Freiwilliger in die SS Standarte Westland," August 1940, Captured German Records Filmed at Berlin, U.S. National Archives Microcopy T-580/89/440, hereafter T-580/roll number/file number.

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Hitler gewährte der SS die alleinige Zuständigkeit für die Anwerbung „germanischer“ Freiwilliger, womit solche mit nord- und nordwesteuropäischer Herkunft gemeint waren. Nachdem Skandinavien besetzt worden war, wurde aus dänischen und norwegischen Freiwilligen die Standarte „Nordland“ gebildet, einen Monat später die Standarte „Westland“. Beide wurden noch 1940 mit dem deutschen Regiment „Germania“, sowie Finnen, Schweden und ein paar Schweizern zur (später dann 5. - ab dem 22. Oktober 1943 wurden alle Divisionen durchnummeriert)) SS-Division bzw. SS-Panzer-Division „Wiking“ unter Felix Steiner. Teilnahme am Unternehmen Barbarossa im Rahmen der Heeresgruppe Süd.
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Kommandeure of 'Westland':
1940
Regimentskommandeur: SS-Standartenführer Wäckerle
I. Btl.: Hstuf. Dr. Freiherr v. Hadeln
II. Btl.: Kummer (kia)
III.Btl.: Steinert
NARWA : -

1941
Regimentskommandeur: Standartenführer Hilmar Wäckerle (kia), Standartenführer Diebitsch, Oberführer Arthur Phleps
I. Btl.: Hstuf. Dr. Freiherr v. Hadeln
II. Btl.: Stubaf. Koeller
III.Btl.: Stubaf. Steinert
NARWA : Hstuf. Eberhardt

1942
Regimentskommandeur: Oberführer Arthur Phleps, Ostubaf. Maack, Ostubaf. Geißler
I. Btl.: Stubaf. Dr. Freiherr v. Hadeln
II. Btl.: Stubaf. Koeller, Stubaf. Steinert (kia)
III.Btl.:
NARWA : Hstuf. Eberhardt

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Nach der Einnahme von Lemberg griff  die SS-Division 'WIKING' Tarnopol, Proskurow, Berditschew, Shitomir, Bielaja Cerkow, Schpola, Winniza und schließlich Uman an. Dnjepropetrowsk wurde danach von den niederländischen Waffen-SS-Freiwilligen angegriffen.
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Wichtige Quelle: Niederländische Freiwillige im Europäischen Kriegsdienst 1940 - 1945 - Teil 4: 5. SS-Panzer-Division "Wiking" und kleinere Formationen - Vincx/Schotanius, Verlag ETNIKA, Herentals/Belgien o.J. (1994), 696 Seiten

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VON DER FRAGWÜRDIGKEIT UNSERES VORWISSENS
FLÜCHTUNGSVERTELL LANDSERHEIRAT
Ich hab' in
Russland

Ehrlich gesagt
Nich einmal

Mit dem
Gewehr geschossen

Mit Pfeilen
Vielleicht?
Bei Heerle' gibts
Den Tunnell
Wo wir sangen
Schnell noch
Ein paar Lieder wo
Vom Bus die
Türen hatten
Griffe ungalant
Kam ich danno
Nimmer wieder
Die Gruben haben
Frauennamen
Weshalb sie sich
Als Weib benahmen

Es  fehlte nur der
Ehering sofern ich
Nun das Lob der
Schönsten Zeche bring'
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:20 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Boere behauptet, in Russland nicht geschossen zu haben, bei seinem Ostfronteinsatz. Und in der Ukraine? - ACHTUNG: Dieses Gedicht ist ein Zitatgedicht. Siehe dazu: http://www.klausens.com/zitatgedichte.htm ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:2 6 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere erzählt von seiner Flucht. KLAUSENS hat der Geschichte nicht recht folgen können. Normalerweise hatten die Transportbusse vom Lager zur Arbeit wohl keine Griffe, damit niemand abhauen konnte. Diesmal muss es sich um einen Ersatzbus gehandelt zu haben, der dann Griffe an den Türen hatte. So konnte Boere fliehen. (Er muss sich dann Jahre in den Niederlanden versteckt haben, bevor er nach Eschweiler in Deutschland gelangte. Aber dazu werden wir nichts hören.) ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:30 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere antwortet auf Fragen des Richters. 

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MÄDCHENZÄHLUNG
ABSCHADUNG CORONARE INSUFFIENZ-ATHLETHIK
Wie viel Freundinnen
Er so hatte will der
Richter wissen

Doch die Antwort
Lässt dann außer
Nuscheln

Echte Klarheit
Doch vermissen
Entschädigung
Ist das Entfernen
Des Schadens durch
Geld wovon die
Opfer nichts
Haben außer der
Kontonummer des
Unvergessens
Vorkammerflimmern
Bisken an der Leber
Bisken an der Blase
Herzrhythmusstörungen
Nierensteinweitwurf
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:34 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Boere wird vom Richter befragt, auch dazu, warum er nie geheiratet hat. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:40 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere wird vom Richter befragt. KLAUSENS dichtet. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:42 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Krankheitsgeschichten um und zu Boere.   - "bisken" = "bischen", erinnert eher ans Ruhrgebiet. Könnte von Boeres Zeit unter Tage in den Sprachschatz übergegangen sein. (NL eigentlich "een beetje")

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SPEISEFRAGEN
WIDERSPRÜCHE
Soweit er weiß
War immer der
Herr Ditsche der
Kompaniechef

Vom Küchenchef
Können wir aus
Dem Stand
Nichts sagen
Die Akten
Sagen das
Was jenes so
Ausdrückt wie
Es dieses nun
Verschweigt

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:45 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Boere wird von der Nebenklage via Richter befragt.  Es handelt sich wohl um SS-Sturmbannführer Benrhard Dietsche. Vieles liegt im Dunkeln. Ein Leben, eine Biographie - aber kaum Details. Zu Dietsche findet man auch nur Brosamen an Infromation. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:48 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Verteidigung von Boere möchte sich zu den Vorgängen des betreffenden Zeitraumes nicht
dezidiert äußern, auch wenn die Verteidigung weiß, dass sich die Akten und Zeugnisse und Dokumente und Protokolle an einigen Stellen widersprechen. (Man nehme nur die Zählerablesefrage 1943. Hat Boere oder hat er nicht? War er Mitarbeiter der Kommunalgemeinde?) 
 

  Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
GERICHTSTAMTAM
SONDERHEFT BESTEMANN ANGSTVOLL BLEIBENDES NACHWEINEN
Der Verteidiger
Erklärt dass
Der Mandant
Nicht länger
Bereit ist die
Fragen der
Nebenklage
Die diese
Über den
Vorsitzenden
Stellt zu
Beantworten
Ich wünsche
Dass ausschließlich
Die von mir
Unterzeichneten
Aussagen von
Damals verwendet
Wären wir doch
Nicht auf der
Welt
Es kamen die Tränen
Wie spontane uns
Scheinende Zuckungen
Die im Röten sich
Verdinglichten weil
Alle Tat nie doch
Vergeht bis die
Volksgemeinschaft
Ihn noch verstoße
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:16 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Nach der zweiten Pause. Die Verteidigung gibt sich kleinlich und  streoitlustig zugleich. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:20 Uhr -  Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Der Zeuge Jacobus Peter Bestemann (oder: Besteman) ist an seinem Wohnort am 5.11.2009 verhört worden. Dazu gibt es ein Protokoll, welches verlesen wird. Bestemann will persönlich nicht zur Aussage nach Deutschland vors Gericht kommen. Er will auch keine neuen Angaben oder Aussagen machen. Die alten Protokolle von damals seien zutreffender. Heute könne er sich an vieles nicht mehr erinnern. Bestemann wurde am 22.5.1921 in Haarlem geboren. Er wurde mit  Hendrik oder Henk Kromhout von einem niederländischen Sondergericht zum Tode verurteilt. Später wurden die Todesstrafen in langjährige Haftstrafen umgewandelt. Bestemann war davon 13 Jahre und Kromhout 10 Jahre in Haft. Nur Boere entkam der Strafe. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 27.11.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:28 Uhr, Prozesstag Nr. 5 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Bestemann soll bei der Vernehmung am 5.11.2009 mehrfach in heftiges Weinen ausgebrochen sein, so bemerkt das Protokoll der Vernehmung, was heute im Landgericht verlesen wird.

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SICHT
CLOU PROZESS-
VERSCHLEPPUNGS-
RESULTAT
Aus der Sicht
Des Mandanten

Den ich gerade
Nicht sehe wird

Das Publikum
Aufgefordert

Sich nicht zu
Äußern

Darf ich mich
Denn innern?

Oder gar Erinnern?
Anwälte wirken
Bei Verfahren
Als Überraschung
Oder als Verursacher

Um den Rang
Des Unbestreitbaren
Strittig zu machen
Sie heute auf ganz

EU - Europa

Also nicht Justizia
Am langen Seil allerlei Gesetze und

Chartas sowie Verträge
Durch das
Strafgericht
Ziehen

Wegen der
Last unter
Rückenschmerzen
Leiden

Mit der
Öffentlichkeit
Sich absichtsvoll
Alles verscherzen
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:10 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Matthias Rahmlow beginnt nun mit dem Verlesen eines Antrages der Verteidigung auf sofortige Einstellung des Verfahrens . ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:12 Uhr -  Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Rahmlow liest. Der Antrag bezieht sich auf das Inkrafttreten des Vertrages von Lissabon und ARTIKEL 50 der Charta der Euopäischen Grundrechte. - Charta  der Grundrechte der Euopäischen Union. Sie bildet Teil II des Europäischen Verfassungsvertrages, wie er am 29. Oktober 2004 unterzeichnet wurde und 2007 in Kraft treten sollte. Nachdem die Ratifizierung der Verfassung gescheitert ist, wurde als Alternative der Vertrag von Lissabon ausgehandelt. Die Grundrechtecharta ist nicht mehr Teil des Vertrags; durch den Verweis in Artikel 6 des durch den Lissabonner Vertrag geänderten EU-Vertrages wird sie jedoch für alle Staaten, ausgenommen Großbritannien, Polen und Tschechien, für bindend erklärt. Die erneute Proklamation der Grundrechtecharta erfolgte am 12. Dezember 2007. Sie trat am 1. Dezember 2009 gemeinsam mit dem Vertrag von Lissabon in Kraft. CHARTA DER GRUNDRECHTE DER EUROPÄISCHEN UNION
(2007/C 303/01)
 http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0001:0016:DE:PDF

Europa wird gemeinhin auf einem Stier dargestellt, eine Figur der Mythologie. Justizia alias Iustitia ist die römische Göttin der Gerechtigkeit. Europa hingegen ist der Name einer  phönizischen Königstochter, die Zeus in Stiergestalt schwimmend nach Kreta entführte und dort verführte. Sie gebar dem Zeus 3 Kinder. Da hatte er sich aber aus dem Stier schon wieder zurückverwandelt.

CHARTA DER GRUNDRECHTE DER EUROPÄISCHEN UNION
(2007/C 303/01)
Artikel 50

Recht, wegen derselben Straftat nicht zweimal strafrechtlich verfolgt oder bestraft zu werden

Niemand darf wegen einer Straftat, derentwegen er bereits in der Union nach dem Gesetz rechtskräftig
verurteilt oder freigesprochen worden ist, in einem Strafverfahren erneut verfolgt oder bestraft werden.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:17 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Rahmlow liest weiter den Antrag.

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UNZU         LÄSSIGE
TEXTAPPLIKATION
CHARTA SPRACHGELTUNG
Das Gericht sah
Wie Herr Unzu
Lässig über die
Grundrechte
Sich ausließ

Als sei die
Welt ein Fass
Ohne Boden
Und die Worte
Grenzenlos

Variabel
Wer meinen Worten folgt
Tut gut daran

Sich der Definition
Der Verdammnis
Zuzuwenden

Sie lauert hinter Dir

Wer sich dem Lauern
Der Verdammnis
Zuwendet

Möge ewiglich von
Dieser Charta
Erfasst werden
Die Staatsangehörigkeit
Ist entweder Gleich
Gültig oder Gleichgültig

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:20 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Matthias Rahmlow beim Verlesen eines Antrages der Verteidigung auf sofortige Einstellung des Verfahrens . ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:27 Uhr -  Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Der andere Anwalt, Christansen, liest den Antrag weiter vor. Boere heißt plötzlich wieder in der Aussprache "Böre". Wer soll das alles noch verstehen? - Es geht bei dem Antrag der Verteidigung um die die Charta  der Grundrechte der Euopäischen Union. Sie bildet Teil II des Europäischen Verfassungsvertrages, wie er am 29. Oktober 2004 unterzeichnet wurde und 2007 in Kraft treten sollte. Nachdem die Ratifizierung der Verfassung gescheitert ist, wurde als Alternative der Vertrag von Lissabon ausgehandelt. Die Grundrechtecharta ist nicht mehr Teil des Vertrags; durch den Verweis in Artikel 6 des durch den Lissabonner Vertrag geänderten EU-Vertrages wird sie jedoch für alle Staaten, ausgenommen Großbritannien, Polen und Tschechien, für bindend erklärt. Die erneute Proklamation der Grundrechtecharta erfolgte am 12. Dezember 2007. Sie trat am 1. Dezember 2009 gemeinsam mit dem Vertrag von Lissabon in Kraft. http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0001:0016:DE:PDF
CHARTA DER GRUNDRECHTE DER EUROPÄISCHEN UNION
(2007/C 303/01)
Artikel 50

Recht, wegen derselben Straftat nicht zweimal strafrechtlich verfolgt oder bestraft zu werden

Niemand darf wegen einer Straftat, derentwegen er bereits in der Union nach dem Gesetz rechtskräftig
verurteilt oder freigesprochen worden ist, in einem Strafverfahren erneut verfolgt oder bestraft werden.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:35 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Anwalt Christiansen ist jetzt bei einem Punkt namens "Arabisch 6".

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KURZE NEUFORDERUNG
SCHRANKENLOS MANÖVERKRITIK
Das Verfahren
Ist sofort
Zu beenden

Sofern ich
Zwei Tage
Noch darüber

Zu reden
Vermögen
Dürfe

Oder auch länger
Wir gehen
Nicht davon
Aus

Weil man
Ja durchgehen
Könnte

Sofern man
Das durchgehen
Lässt
Das Verfahren ist
Verfahren

Der Wein ist
In den Schläuchen

Die Paragraphen
In den Bäuchen

Der Dickhäuter
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:38 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Gordon Christiansen liest noch immer vor. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:13 Uhr -  Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Nach der Pause nun. Staatsanwalt Brendel äußert sich kurz zu dem Antrag der Verteidigung. KLAUSENS dichtet. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:15 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es äußert sich nun einer der Anwälte der Nebenklage, in diesem Fall der Anwalt der Familie de Groot. Er wird vom "alten Wein in neuen Schläuchen" sprechen, weil es wieder um das Thema "Doppelverurteilung" geht, mit welchem sich das Gericht schon befasst hatte. Allerdings unter anderen Vorzeichen: Der Vertrag von Lissabon hatte noch keine Gültigkeit. - KLAUSENS schreibt seine eigenen Texte, die bisweilen nur bestimmte Worte oder Ausdrücke aufnehmen, aber einen ganz neuen Sinn ergeben.

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NICHTAUFKLÄRUNG
DER GASABLESER
ABZUPAUSEN
Die deutsche
Justiz steht nun

Selber vor(m)
Gericht

Ist es ein
Braten?

Ein Pudding
Ist es

Jedenfalls nicht!

Er hat die
Menschen ans

Messer
Geliefert

60 könnten es
Gewesen sein

Wenn wir die
Doppeldeutlichkeit

Berufenen Wortes
Überhören
Pause um Pause
Verstreicht

Bis wir nicht mehr
Wissen woher

Wir unsere Gesichtsfarbe
Neu nehmen noch soll'n
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:18 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger der Familie Bicknese,  Heiermann, liest eine Erklärung des Sohnes des Mordopfers vor, wonach er in diesem Prozess die Rechtssprechung erwartet. Die deutsche Justiz steht nun selber vor Gericht, ließ er seinen anwalt verlesen. Bicknese mahnte das Gericht. Man spürt: Er (ver)zweifelt am bundesdeutschen Rechtssystem ... und der Anwalt schloss für diesen Nebenkläger mit den drängenden Nebenkläger-Worten: "Ich warte ab." - Damit war die kurze, aber mahnend-wichtige Erklärung beendet. Sie führte den Prozess zurück zu den Taten, um die es eigentlich geht, also zum Kern. Und zur Täterschaft. Die Frage der erlaubten oder nicht erlaubten Doppelverurteilung lenkt natürlich von diesem Kern ab. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:20 Uhr -  Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es wird auch an eine andere Phase von Boere erinnert. Die (unklare) Biographie-Phase 1943, wo er  (Boere) wohl Gasableser (!!!) der Kommune war, im Dienst der Staat Maastricht, und wo er viele Menschen verraten haben könnte oder verraten hat. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, vor dem Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:35 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es ist die zweite Pause nun. - Das Gedicht spielt mit dem Wort "verstreichen" und der Idee von "Farbe", die man verstreicht.

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ABSPRECHUNG VOM DIENEN
FOTOS MACHEN
Zurückgenommen
Hat er sich und
Den rollenden Stuhl
Damit die Verteidiger
Sich miteinander
Beredt sein lassen können


  Als der weltgroße Klau|s|ens gefragt wurde, wem die Justiz diene, antwortete er: "Wahrscheinlich in erster Linie dem guten Gewissen der Täter."
Wie ein Schulbub
Kann er lächeln
Jener Staatsanwalt
In düsterer Sache
Des Rechts als er
Nach den Vorgaben
Der Zeitung schräg
Von unten hinein
Ins Licht des Himmels
Von der Halle des
Gerichtes Abgebildet
Wird Eitelkeit
Wohl menschlich
Sichtbar
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 1.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, vor dem Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:36 Uhr, Prozesstag Nr. 6 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Zweite Pause, Lichthalle des gerichtes, beim rausgehen noch gesehen, wie Heinrich Boere so weit zurückgerollt steht, dass die Verteidiger sprechen können, ohne ihn, Boere, der eigentlich zwischen ihnen sitzt, wahrnehmen zu müssen. Boere hat sich "aus dem Diskurs rausgerollt", wenn man so will. Man spricht über ihn, aber nicht mit ihm. Zumindest jetzt vor der zweiten Pause. - nach der Pause wird der Prozess dann auf den 3.12.2009 vertagt. Die Staatsanwaltschaft braucht natürlich Zeit, um den Antrag der Verteidigung genau zu studieren. - Der Prozess ist damit dann für heute zuende. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, jetzt: Erdgeschoss, Kantine, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:23 Uhr -  Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Siehe auch: http://www.klausens.com/kurze_anekdoten.htm ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, vor dem Gerichtssaal A 0.020, Lichthalle, Neubau nach den Plänen des Berliner Architekturbüros Weinmiller Architekten, Bauzeit: 2004 bis 2007, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:55 Uhr, Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Oberstaatsanwalt Maaß aus Dortmund wird von einer ausländischen (belgisch? niederländisch?) Zeitung planvoll fotografiert. Es ist extra ein Fotograf angereist, der knipst. Der ständig zu den Prozesstagen im Gericht anwesende Journalist der Zeitung steht kontrollierend dabei. 
 
       Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
NOCH EIN GUTACHTEN
KONSTRUKT
VON BÜTTELN UND SCHENGEN
Falls nicht A
Dann B wenn
Ich die Verteidigung
Recht versteh'
Plant man auch
Variante C und
Am Ende auch noch
D und kenne auch
Den Ausruf von
Uns allen noch
"Oh ja!"

In Anerkennung
Deiner Wege und
Weisen

Will ich
Dir Referenz
Nun erweisen

Hörst du? Nein?

Ich gehöre ja auch
Zu den Leisen!
Paragraph 22924,4
Widerspricht dem
Absatz 4309,48
Römisch Drei
Im Protokoll des
Bundesgesetzblattes
Auf Seite 1111
Vom Einspruch zum
Einschub arabisch
Neun als Beitrag
Zur Freiheit des
Geistes zum Teil
B 27809,8 von
Jura Fußnote
63 Artikel der
Konvention zum
Schutz vor der
Undurchdringbarkeit
Der Gerichtswelt
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:18 Uhr, Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Rahmlow verliest einen Schriftsatz. Darin wird ein Ersatzantrag vorgetragen, falls der Antrag vom letzten Prozesstag, vom 1.12., über den das Gericht aber noch gar nicht beschieden hat, abgelehnt werden sollte. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:20 Uhr -  Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Oberstaatsanwalt Maaß sagt "Anerkennung" zu den Konstrukten der Anwälte Rahmlow und Christiansen. Für ihn steht aber - von der  Anwendung - das Deutsche Grundgesetz über dem Vertrag von Lissabon. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:26 Uhr, Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  OStA Maaß begründet seinen Widerspruch gegen den Einstellungsantrag der Verteidigung von Boere, der ja am 1.12. bereits gestellt worden war. - Es gibt z.B. das Schengener Durchführungsübereinkommen (SDÜ) oder auch AAH-SDÜ: Allgemeine Anwendungshinweise zum Schengener Durchführungsübereinkommen. Auch solche Begriffe sollte man als Zuschauer solch diffiziler Prozesse kennen. 

http://www.aufenthaltstitel.de/schengeneruebereinkommen.html

Kapitel 3 - Verbot der Doppelbestrafung

Artikel 54

Wer durch eine Vertragspartei rechtskräftig abgeurteilt worden ist, darf durch eine andere Vertragspartei wegen derselben Tat nicht verfolgt werden, vorausgesetzt, daß im Fall einer Verurteilung die Sanktion bereits vollstreckt worden ist, gerade vollstreckt wird oder nach dem Recht des Urteilsstaats nicht mehr vollstreckt werden kann.




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ABWEISUNG
DIE RECHTSKRAFT DES ENTWEDER
RECHTSKRAFTVERHALTEN
Wo Reden fallen
Und Gebote
Sich erheben

Verschwindet
Im Duktus
Der Rechtswisserei

Bisweilen
Auch
Das Leben

Entweder man
Erkennt das
Eine Urteil

An

Oder findet
Ein neues

Dann

Was man auch
Oder-Urteil
Nennen

Kann
Die Kammer weiß
Wovon ich rede

Wenn man voll
Andacht seinen
Mund bewege

Und nicht das
Linke Bein

Aber das lasse
Ich doch besser
Sein
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:30 Uhr, Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Nun verlesen die Anwälte der Nebenklage ihre Stellungnahme zu dem Antrag der Verteidgung vom 1.12., auf Einstellung des Verfahrens. Es liest Anwalt Wolfgang Heiermann.  - Grundtenor: Man kann nicht einerseits ein Urteil nicht anerkennen, aber dann doch das Vorhandensein eines (nicht anerkannten) Urteils dann doch als Grund zur Ablehnung eines zweiten machen.  ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:32 Uhr -  Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Nebenklage erläutert nun frei das eben schriftlich Vorgetragene. Es spricht Detlef Hartmann. - Grundtenor: Man kann nicht einerseits ein Urteil nicht anerkennen, aber dann doch das Vorhandensein eines (nicht anerkannten) Urteils dann doch als Grund zur Ablehnung eines zweiten machen.  ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:35 Uhr, Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Anwalt der Nebenklage, Detlef Hartmann,  spricht noch. - Grundtenor: Man kann nicht einerseits ein Urteil nicht anerkennen, aber dann doch das Vorhandensein eines (nicht anerkannten) Urteils dann doch als Grund zur Ablehnung eines zweiten machen. 



       Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
GERICHTSBARKEIT VON KOLLISIONSNORMEN
FILMSTOFFWUNSCH  BIBLIOTHEK UND BESCHLUSS
Die Konsistenz des
Rechtes ist die klamme
Flüssigkeit der jeweils
Nächsten
Feststellungserklärung

Wir beraten ob
Wir mit
Dem Braten
Durchkommen
Wie der
Berühmte
Eine
Ich sehe
Keine Veranlassung
Das Verfahren
Einzustellen

In welches Regal?
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:39 Uhr, Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Anwalt Detlef Hartmann beendet seinen freien Vortrag. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 3.12.2009, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:20 Uhr -  Prozesstag Nr. 7 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Nach der Pause schon. Der Prozess ist nun für heute bendet. Er wird vertagt auf den 8.12. - erst dann wird sich das Gericht zu dem Antrag der Verteidigung vom 1.12. äußern. - Die Verteidung hatte an diesem 3.12.-Tag einen weiteren Antrag vorgelegt, der sich auf das Schengener Durchführungsübereinkommen Artikel 54 bezieht. http://www.aufenthaltstitel.de/schengeneruebereinkommen.html

Kapitel 3 - Verbot der Doppelbestrafung

Artikel 54

Wer durch eine Vertragspartei rechtskräftig abgeurteilt worden ist, darf durch eine andere Vertragspartei wegen derselben Tat nicht verfolgt werden, vorausgesetzt, daß im Fall einer Verurteilung die Sanktion bereits vollstreckt worden ist, gerade vollstreckt wird oder nach dem Recht des Urteilsstaats nicht mehr vollstreckt werden kann. - Hier wird erinnert an "Einer kam durch". Der Film schildert die spektakuläre Flucht des deutschen Fliegeroffiziers Franz von Werra (Hardy Krüger) aus britischer Kriegsgefangenschaft im Jahre 1940, die weltweit für Schlagzeilen sorgte. Er flieht aus verschiedenen Lagern, wobei sein Heimweg ihn durch Kanada, die USA und Südamerika führt

 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:20 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Richter Nohl liest Entscheidung des Gerichtes zum Antrag der Verteidigung (vom 1.12.) auf Einstellung des Prozesses bezogen auf EU-Charta für Menschenrechte ... etc ... vor.



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NORMENAUSGLEICH
NATURRECHTSPHILOSOPHIE  UNTERGRUND
50 GRCH
Übertrifft
54 SDÜ
An Weisheit

Aber 54 SDÜ
Übertifft
50 GRCH
An Umsicht

Beiden mangelt
Es an notwendiger
Formalität in
Gesetzestechnischer

Vollstreckbarkeit

Nichts

Steht einer

Fortführung

Des

Verfahrens

Entgegen

Kein Baum

Kein Strauch

Kein Wurm

Kein Recht
Sie fälschen alles
Selbst den Boden
Auf dem wir
Verfaulen müssen
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:23 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Richter Nohl liest noch die Entscheidung vor. Auf den Pressebänken/Medienbänken sitzen heute 20 Personen. - SDÜ ist das Schengener Durchführungsübereinkommen, GRCH ist die Europäische Grundrechtecharta. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:27 Uhr -  Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Richter Nohl liest immer noch Begründung vor. Die Anträge der Verteidigung zur sofortigen Einstellung des Verfahrens werden zurückgewiesen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:34 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Gordon Christiansen liest die Erklärung von Heinrich Boere vor. Es geht um seine Biografie bei der Waffen-SS. Boere betont z.B. er hätte mit Verbrechen an der Ostfront nichts zu tun gehabt. Z.b. nicht smit dem Massacker an 600 Juden. - Gerade geht es um die alten Angaben, die den Erklärungen entstammen, aus der zeit, da er noch einen anderen Anwalt hatte, 80er Jahre, Klaus Blume war wohl dessen Name. Es geht um das, was stimmt und das, was man vergisst. 2009 ist ja Jahrzenhnte nach 1980 oder 1983 und dieses ist Jahrzehnte nach 1944 oder 1949. Die menschliche Erinnerung versandet. man erinnert kaum noch, was war. Sondern man erinnert, was man gelesen hatte, was war. So sind alte Dokumente, wenn sie denn fair und ehrlich erstellt wurden, bedeutend mehr wert, als neuere. Es gibt aber Erinnerungen, die sind unauslöschlich. Das sind bestimmte Situationen oder bestimmte gesichter oder bestimmte Gerüche oder bestimmte Szenen des Lebens. Auch das gilt. Es kann sein, dass einen der Film eines erlebten oder getanenen Mordes als Bildliche Szene bis zum Tod begleitet. Die menschliche Erinnerung treibt seltsame Spiele mit uns.
-
Im Zuge des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 ermordeten Angehörige der Division WIKING mehrere Hundert Juden. So wird die Division unter anderem für das Massaker im zwischen Tarnopol und Lwow gelegenen Zborow am 11. Juli 1941 verantwortlich gemacht, bei dem 600 jüdische Einwohner als Vergeltung für „sowjetische Grausamkeiten“ ermordet wurden.


 
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EINIGES ANDERS
DAS BLUT IST
SCHWARZ-WEISS
 KEINE ERINNERUNG
Was ich weiß von
Dem was ich wusste
Ist das Wissen um
Das sich stets neu
Orientierende Wissen
Vom Verbleichen des
Wissens als wohl
Auch durchaus
Gewolltes

Feldmeijer zeigte
Fotos von Opfern
Die als Einstieg
Zur Schaffung
Von ganz
Anderen Opfern
Dienten wie es
Bilder bisweilen
So an sich haben
Zu deren Abglanztaten
Ich war der erste
Der schoss auf den
Bauch oder Kopf
Oder wohin sich
Dann die weiteren
Schüsse begaben
Die aus unseren
Waffen gezielt
Ankamen und wohl
Doch Leben nahmen
Wir's gar nicht
So richtig auf
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:37 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Verteidigung liest weiterhin die Erklärung Boeres vor. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:41 Uhr -  Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Verteidigung liest weiter die Erklärung. Das "Kommando Feldmeijer" bzw. die Leute, die für Feldmeijer arbeiteten oder "dienten", sollten u.a. Feldmeijer beschützen, Besitztümer von (SSS-?)Ostfrontkämpfern schützen, Erkundigungen einholen, Vergeltungsaktionen durchführen. Feldmeiejer zeigte ihnen angeblich Fotos von OPfern aus den eigenen Reihen, also durch Widerstandaktionen getötete NS-ler. Und diese Fotos sollten ihnen den Sinn von Vergeltungsaktionen verdeutlichen bzw. den Grund für die Rache erklären. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:48 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Gordon Christiansen liest die Erklärung von Heinrich Boere vor. Boere gibt in dieser Erklärung gerade die Mordschüsse auf Fritz Hubert Enrst Bicknese zu. Er hat wohl den ersten Schuss abgegeben. Der andere Täter war Bestemann, der heute noch in NL lebt, aber schon für seine Taten sowohl abgeurteilt wurde als auch in Haft saß. Von Bestemann gibt es ein aktuelles Gesprächsprotokoll vom November 2009. Er soll aber noch via Audio/Video befragt werden. (Bestemann will nicht mehr persönlich vor gericht als zeuge erscheinen.) - Man hatte dem Kommando Zettel mit zwei Namen gegeben. Und zwei Adressen. Sie sollten beides auswendig lernen. Die erste Adresse war wohl ein Arzt. Diesen aber traf man nicht an. Die zweite Adresse war Bicknese. Diesen traf man an. Er wurde ermordet. (Sie hatten Ausweise mit falschem Namen. Die Tat sollte nicht mit der SS in Verbindung gebracht werden, auch nicht mit der Polizei. Sie waren nach Breda gefahren und hatten die Zettel dort von dem hauptscharführer bekommen. nach der Tat haben sie sich den Rest des Tages und die Nacht auch in der Kaserne oder dem Gefängnis bei Breda versteckt gehalten.) - Man sei abgefahren, ohne zu kontrollieren, ob Bicknese durch die Schüsse auch wirklich getötet worden war.
  
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SCHUSSENDLICH
AUTOPANNE
 MILITÄRISCHER BEFEHL
Ich habe ihn gefragt
Ob er Teunis de
Groot sei was er
Bejahte bevor er
Seinen Ausweis dann
Holte und ich ihn
Ins Herz traf mit
Welchem es kein
Verzeihen gab sondern
Nur ein Zielen auf
Den Mann in der
Unterhose die als
Fastnackt nie bloß
Ausdeutlich wäre
Da nicht sein Tod
Das Zeichen ist
So verabredet dass
Deutlich wird wie
Jemand begriffen
Hat was los war
Und dann auf
Der Flucht vor dem
Zu erwartenden
Verbrechen doch in
Die Schläfe getroffen
Dem Zeichen zum
Opfer gefallen war
Es ja vorgedacht
Es galt den Auftrag
Zu befolgen weil der
Sicherheitsdienst uns
Sagte dass es Personen
Seien die an Atttentaten
Beteiligt waren warum
Es keine Zweifel gab
Das auszuführen was
Man mir erteilt --
Auch ohne Absolution

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:52 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Verteidigung liest weiterhin die Erklärung Boeres vor.  Jetzt gibt er den Mord an de Groot zu. DIeser muss in Unterhose hinter der Haustür gestanden haben, bei der er eine Klappe öffnete, als die SS-ler schellten. Ob er die unterhose auch beim Mord selbst noch anhatte, ist mir aus der Schilderung nicht ganz klar gworden.  De  Groot hat jedenfalls noch seinen Ausweis geholt, um zu bewiesen, dass er de Grott sei, weshalb man ihn ja dann auch aus dieser "Pass-Sicherheit" heraus umbrachte. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:54 Uhr -  Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Verteidigung liest weiter die Erklärung. Boere berichtet darin über den Mord an Franz Willem Kusters, der im Auto mitgenommen worden war. Dann hielt man an, mit einer vorgetäuschten panne. Das war wohl so geplant. Kusters aber ahnte oder wusste, was mit ihm passieren sollte. Also floh er, wurde aber fliehend dann von der Kugel / den Kugeln getroffen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:58 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verteidiger Gordon Christiansen liest die Erklärung von Heinrich Boere vor. Boere sagt darin, er hätte nie an der Ausführung der Befehle gezwifelt. Anderenfalls hätte er seinen Eid verletzt und hätte selber erschossen werden können.
(Circa 10:59: Ende der verlesenen Erklärung. Die Strategie der verteidigung ist nun klar: Die Morde als Taten zugeben, aber nun versuchen, diese Morde als befehlserzwungen hinzustellen, bei deren Nichtausübung man das eigene Leben gefährdet hätte. Analog zum soldatischen Kriegshandeln. - PAUSE
  
  
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GESTÄNDNIS VOM UNEINGESTÄNDNIS
ZUR ZEIT
 WEIHNACHTSFRASS
Wo man das Morden
Unter den Alltag des
Tötens des normalisierten
Krieges kehrt bekommt
Es die Aura eines fast
Schon üblichen Tuns
Und nicht Lassens weil
Es ja allüberall und
Immer zu geschehen doch
Sei die Wahrheit unendlich
Er wird zur
Zeit keine

Weiteren Fragen
Beantworten

Aber auch keine
Antworten

Befragen
Wir doch seine

Aura
Auf der Pressebank
Tauchen kleine Kekse
Auf die den Geschmack
Der Mordstaten uns
Wohl vergessen machen
Sollen sie doch darüber
Schreiben was sie
Wollen stehen da
Auch Nebenklage
Und Staatsanwälte
Zu Gesprächen bereit

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, vor Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:13 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  PAUSE. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:24 Uhr -  Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Verteidigung von Boere erklärt, dass er keine weiteren Fragen zu der eben verlesenen Erklärung beantworten wird. Damit hatte das Gericht aber gerechnet. Neue Prozessunterbrechung. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:30 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Der Prozes ist unterbrochen, das Gericht berät sich, aber alle anderen warten im Saal. Es ist ein übliches Szenario für Anwälte und Staatsanwälte, sich bisweilen an die Pressebänke zu begeben, heranzutreten, und hier gezielt den Austausch mit den Journalisten zu suchen. Beide Seiten haben ihre Ziele, auch medial. Fragen gibt es immer genug zu klären. Und bei einer kurzen Unterbrechung, ohne Räumung des Saales, ist das nahezu ideal. Wenn dann noch Kekse die Vertraulichkeit beider Gruppen zu- und untereinander erhöhen ...

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©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:50 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es wird ein Verhörprotokoll zu Lendert Johannes Jacobus Wisselveld verlesen, 12.7.1914 in Arnehim geboren, 4.10.199 in Mönchengladbach verstorben. Eine Vernehmung datiert wohl vom 11.4.1946. Er war Adjutant von Anton Mussert, und später dann von Feldmeijer. Auch er hatte sich freiwillig zur SS gemeldet, auch er zum Kriegseinsatz war an der Ostfront. Auch er ist nach dem Krieg geflohen. Er kam dann nach Mönchengladbach. Erhielt im November 1956 die deutsche Staatsbürgerschaft. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:05 Uhr -  Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Verlesung der Verhörprotokolle zu Wisselveld dauert an. Auch eine Vernehmung vom 5.8.1981 hat es gegeben. Wisselveld war gelernter Heizungstechniker, wechselte dann aber zur Polizei. Dort bekleidete er sogar die Position eines Oberleutnants (bis 1940), bevor er sich freiwillig bei der Germanischen Waffen-SS in den Niederlanden meldete. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:30 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Walther PPK 7,65 mm war die Pistole, mit der Wisselveld einen Menschen des Widerstandes in Oldenzaal ermordete. Die Walther PPK hielt schon vor dem Zweiten Weltkrieg in vielen Ländern Einzug in den Polizei- und Behördendienst, meist bei zivilen Einsatzkräften, und ihre Verbreitung setzte sich während und nach dem Krieg weiter fort.

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FUNDSTELLE
HENK     ER
 LEBEN LASSEN
Band
Römisch 2
Blatt 88 ff.
Schuss
Mord
Leiche
Niemals hat er von
Morden erzählt wenn
Man von jenem
Bürgermeister mal
Absieht der einem
Tod zum Opferschuss
Gefallen seien schon
Viele in Groningen
Wir schwelgen in
Urkunden die Tode
Geburten und auch
Auswanderungen
Verzeichnen nichts
Anderes als Leben
Als unabänderliches
Faktum der feinen
Inhaltslosigkeit
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.12.2009, Dienstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:30 Uhr, Prozesstag Nr. 8 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die  Quelle, die der Richter der Gerichtsschreiberin diktiert, ist der Beginn des Gedichtes. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:37 Uhr - Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Verlesung des Protokolls der vernehmung des broeders Bob Kromhout von Henk / Hendrik Kromhout, der seine Morde einst eingestanden hat, und 16 Jahre dafür im Gefängnis saß. Kromhout hat sich sich am 1.12.1987 offiziell nach Spanien abgesetzt. Seitdem war er in den Niederlanden nicht mehr gemeldet. Laut Auskunft des Bruders (Haarlem) ist Henk / Hendrik Kromhout am 3.1.1996 verstorben.  - Kromhout hat seinem Bruder mindestens von einem der Morde erzählt. Es wurden die Bürgermeister von Asten und von  ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:50 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. Es wird der Tag des Verlesens, die drei Richter/-innen wechseln sich ab. Es werden Sterbeurkunden und Verhör-/Vernehmungsprotokolle verlesen. Letztere hauptsächlich von Boere-Mittätern aus der SS, dem SD, der Landwacht, der Polizei etc. - Heinrich Boere und ein zweiter SS-Mann namens Kromhout haben am 3. September in Voorschoten den Angestellten Teun(is) de Groot getötet. Danach fuhr das Mordkommando zur Wohnung des Prokuristen Frans Willem Kusters. 

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DREI BEWUSSTE PERSONEN
VON TANNEN UND BÄUMEN
 DIE REINHEIT DER SIPO
Bei vollem Dasein
Sollten sie dann
Doch noch weg
Sein war uns
Alles bewusst
Was geschah
Denn dann?
Die Aktion
Silbertanne
Hätte auch
Pinie heißen
Können weil
Alles letztlich
Naturgegeben
Ist irgendwie
Da war nämlich
Nicht ein einziger
Mann der vor
1933 in der NSDAP
War oder woanders
Gibt es ja auch
Recht und Ordnung
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:52 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Verlesung des Verhörprotokolls mit Hans-Heinz Harders vom 27.2.1946.  Wenn man 3 Opfer für einen Einsatz zum Morden vorgesehen hatte, so spricht dann das Verhörprotokoll  von den "Drei bewussten Personen". "Bewusst ist doppelsinnig. Und wenn man weiß, dass sie ermordet werden sollen, ist "bewusst" noch seltsamer. Denn es heißt ja auch "bei Bewusstsein sein". ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:37 Uhr - Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verlesung des Verhörprotokolls mit Hans-Heinz Harders vom 27.2.1946. Er äußert sich zu eher zufälligen Namensgebung "Silbertanne". Und er berichtet von NS-internen Auseinandersetzungen um die Feldmeijer-Aktionen. So musste die SIPO (Sicherheitspolizei) Aktionen abschirmen bzw. unterstützen, Außerdem war das Feldmeijer-Kommando nach Ansicht von Harders nicht "effizient" und der Aufgabe nicht gewachsen. Über die Aufgabenteilung von Landwacht, SD, SIPO, SS, Waffen-SS (und GESTAPO?) und Polizei bzw. die genauen Begrifflichkeiten in den Niederlanden wäre wohl ein extra Buch zu schreiben. Im NS-System wurden diverse polizeiähnliche und militärähnliche Organsiationen/Abteilungen aufgebaut, zusammengelegt, getrennt, etc. - Da wurden Logik, simple Machterwägungen und Konkurrenz zu Urhebern solcher beständiger organisatorischer Umbauten. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:59 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es wird ein Verhörprotokoll von Hans-Heinz Harders verlesen, der behauptet, die SIPO hätte bis 1933 gar nichts mit den NAZIs zu tun gehabt. Gerade die Polizisten als Personen.  - SIPO meint Sicherheitspolizei. In den Niederlanden war der NSB (statt der deutschen NSDAP) stets die dem Nationalsozialismus nahestehende Organisation.Die Nationaal-Socialistische Beweging (NSB) wurde bereits am 14. Dezember 1931 in Utrecht gegründet. 1941 war sie dein einzige noch zugelassene Partei der Niederlande. Mussert; NSB-Führer, wurde am 7. Mai 1945 in Den Haag festgenommen und ab 27. November 1945 vor Gericht gestellt. Todesstrafe am 12. Dezember 1945. Am 7. Mai 1946 wurde Mussert hingerichtet.

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DIE NICHT-LISTE
LOS
 TEE BEI KUSTERS
Die Liste der
Nichtdeutschen
Deutschenfeinde
Von feinddeutschen
Nichtfeinden als
Deutschnichter
Ist vernichtet um
Feindnichter
Abzunichten

Wenn ihr
Nicht schweigt
Wird alles
Gezogen was
Man ziehen
Kann der Tod
Die Strafe
Sein oder
Nichtsein
Die Frau im Morgenrock
Kontrastierte zu dem hellen
Regenmantel der zwei
SS-Leute die ihren Mann
Später erschießen würden
Der aber noch mit einem
Pyjama bekleidet war
Weshalb er sich umziehen
Sollte was wiederum Zeit
Für einen Tee und eine
Zigarette bei der Ehefrau
War alles unwirklich
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:12 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Verlesung eines Verhörprotokolls  von Harders. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:20 Uhr - Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verlesung des Verhörprotokolls von Kromhout. Mittäter beim Mord an de Grrot. - "Meine Herren, nehmen Sie es mir nicht übel, dass ich noch nicht angkleidet bin." Das z.B. soll de Groot gesagt haben, als die SS-Männer in Zivilkleidung bei ihm klingelten, als sie ihn umbringen wollten.   ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:27 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es wird ein Verhörprotokoll  von Kromhout vorgelesen, dem Mittäter Boeres bei den Morden an de Groot und Kusters, beide am selben Tag. Kromhout berichtet über den zweiten Mor des Tages, wie sie den  Fran Willem Kusters in Wassenaar abholten, und unten mit deseen Ehefrau saßen, Tee tranken und rauchten, während Kusters sich oben im Haus anzog. Hat die Ehefrau etwas geahnt? War sie naiv? Wie fühlte sie sich beim Tee mit zukünftigen Mördern ihres Mannes? Wir wissen es nicht. Aus dem Protokoll geht das nicht hervor.

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IM GARTEN DER TRÄUME MORD NACH JAHR UND TAG
 MORDSKUMPANEIENBEGRIFF
Der Gartenzaun der Villa
Constanze wurde vom
Blut der getroffenen
Halsschlagader in einem
Roten dichten Strahl
In den Zustand einer
Anklage versetzt wurden
Aber keine Posten

Der kleine betagte
Mann wurde veranlasst
In dem Auto Platz
Zu nehmen damit er
Sich auch von seinen
Jahren sich einer
Entsagung würde dann
Zuführen lassen müssen
Die Angelegenheit
Ist erledigt sofern
Man das Wort
Gedanklich durch
Einen Menschen
Zu ersetzen
Versteht sich
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:35 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Verlesungsende des Verhör-Prokolls von Kromhout. Es wird über den Mord an Kusters darin geschrieben. - PAUSE ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:05 Uhr - Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verlesung des Verhörprotokolls von Kromhout vom 17.10.1945. Hier geht es um den Bürgermeister von Asten, denn sie gemäß einer Namensliste von circa 12 Namen nun abholten.  ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:27 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Es wird ein Verhörprotokoll  von Kromhout vorgelesen,  vom 17.10.1945.  Aufträge werden "erledigt". Aber auch Menschen werden "erledigt". Manchmal ist eines auch das andere.

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DER FILM DER WAHRHEIT ALS TEXT LANDKARTE
 
Es sind Drehbücher
Uns geläufiger Krimis
Die verlesen werden
Samt Pfiffen und
Zeichen von blinkenden
Taschenlampen ist
Aber alles verdammt
Echt und zudem auch
Noch so geschehen
Zeichen aber selten
Auch dazu die Wunder

So genau wurden die
Taten geplant dass auch
Die Erschießung Punkt
Genau auf der Karte
Festgelegt wurde solange
Es noch nicht GOOGLE
MAPS gab noch ganz auf
Dem Papier des
Unverständlichen Plans
Der Schöpfungsgeschichte

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 12:35 Uhr, Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Verlesung des Verhörprotokolls von Pollack, vom 30.3.1946,  der sich später Dijkstra nannte (nach seiner Mutter Namen), um nicht für einen Juden gehalten zu werden bzw. als solcher diskriminiert und beleidigt zu werden. Pollack saß mit im Auto, dass zur Ermordung von Bicknese fuhr. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 11.12.2009, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:05 Uhr - Prozesstag Nr. 9 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Verlesung des Verhörprotokolls von Geraard Rollema. Es geht um die Morde vom 14.8.1944. Unter den Opfern waren die Bürgermeister von Asten und Sommeren.

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RELATIV
 


Eine Botschaft aus Dem Landgericht
Mehr als 1000 Bände spricht 
Oder itzoauch nicht 
Entspringt ja alles einer and'ren Sicht


ALLZEIT DER
SCHWARZHEMDEN

Zu sechst beherrschen
Sie demonstrativ die
Erste Reihe wobei die
Hemden Sweatshirts
Kapuzenpullovern
Anoraks und anderen
Geweben gewichen
Sind nicht die
Geister die die
Geschichte immer
Wieder ruft
VERLESUNG DER
NICHT-WUNSCH-VERLESUNG

Briefe von Rauter
Und Himmler sollen
Nicht verlesen werden
Liest der eine Anwalt
Von Boere den Wunsch
Nach einem anderen
Verfahren als dem des
So-Auftauchens von
Historischen Wahrheiten
- aber welcher denn dann?
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, noch vor dem Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:15 Uhr, Prozesstag Nr. 12 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Dieses Gedicht wurde via HANDY in TWITTER übertragen. http://twitter.com/klausens ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:10 Uhr - Prozesstag Nr. 12 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute sind sie auf einmal wieder da: 6 Personen setzen sich demonstrativ in die erste Reihe der Zuhörerplätze, alle in schwarz, offenbar einer neonazistischen Gesinnung zugetan und den Freispruch von Boere wollend. (Heutzutage lassen sich - auf den ersten, oberflächlichen Blick - linke Autonome und rechte Autonome kaum noch unterschieden. Im Fussball gilt wohl bei den Fachleuten. Die härtesten und radikalsten Fans tragen kaum Vereinsembleme und Schals und Trikots, sonderm meistens lediglich schwarze Kapuzenjacken. Formal wachsen also in der Ästhetik bestimmte kulturelle Erscheinungen heute zusammen. Sie werden weniger unterscheidbar als früher.) ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:18 Uhr, Prozesstag Nr. 12 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Die Verteidigung liest einen Antrag vor, wonach die Verlesung des Briefes von Hans Albin Rauter und die Antwort von Heinrich Himmler - zumindest in der jetzt vorliegenden Dokumentenform - nicht stattfinden soll. (+ kl. Korrektur am 9.1.2010)

Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
PARAMILITÄRISCH
ZAHLENWIDERSTAND
 MODERN TIMES
Es wird seitens der
Boere-Verteidigung
Gefragt ob so ein
Begriff hilfreich sei

Wie wäre es denn mit

ZUDEMMILITÄRISCH
BALDMILITÄRISCH
GLEICHMILITÄRISCH
AUCHMILITÄRISCH
WILDMILITÄRISCH

Oder auch

DOCHBRUTAL
NUREISKALT
ALLMENSCHENVERACHTEND
GERNTERRORISIEREND
IMMERMORDEND

???

Hetzer
Ist jeder der
Nicht will dass
So etwas passiert
Was das System
Für nichtig erachtet
(Mit allen Zähnen)
Es wird festgestellt
Dass die Verbindung
Nach Rotterdam
Hergestellt ist
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:00 Uhr und 11:05 Uhr, Prozesstag Nr. 12 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  War das Feldmeijer-Kommando eine paramilitärische Sondertruppe? Oder nicht? Oder halb? Die Bewertung dieser Gruppierung und ihre Einordnung in das Verbrechenssystem der Nationalsozialisten wird am Ende über die Strafe für Boere entscheiden. Die Verbrechen hat er zugegeben, aber er beruft sich auf den Befehlsnotstand. Bzw. seine Verteidigung. Die Idee ist: Boere musste die Morde ausführen, weil er doch sonst selber ermordet worden wäre. Hier findet eine Verdrehung historischer Fakten statt.
-- Außerdem:
Vergeltungsmaßnahmen der Waffen-SS waren nicht gerechtfertigt, weil mit dem unprovozierten Angriff Deutschlands die Besetzung der Niederlande nicht rechtmäßig gewesen war. Der Widerstand der Niederländer war also notgedrungen. Die deutsche Besatzungsmacht hatte aus Sicht der niederländischen Gerichte nach Kriegsende wegen ihrer Verstöße gegen die Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung kein Recht auf Vergeltung. Man muss also die weltöffentliche , völkerrechtliche Rechtslage des Systems bewerten -- und zugleich die innere Zuordnung der NS-Unrechtsverbände und deren eigene "Rechts"-Systematik.   
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:00 Uhr - Prozesstag Nr. 12 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - "Hetzer" ist eines dieser Worte, die alles und nichts sagen. Bei vielen Gruppierungen bilden solche denunziatorischen Worte einen Bestandteil der stets neu zu erschaffenden Gruppenidentität. Bei den Nationalsozialisten in den Niederlanden galt das Wort Hetzer wohl für alle Niederländer, die ihnen Widerstand oder auch nur Abneigung entgegenbrachten. - "Zähnen" lässt sich - im Vorlesen  - auch als Zehnen verstehen. Niederländisch heißt zehn allerdings "tien", und Zahn heißt "tand", plural "tanden". ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen ??:?? Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wird ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann, geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung findet via Videokonferenz statt. Um circa 15.12 Uhr wird die Verbindung dann nach Rotterdam wieder abgeschaltet werden. In Rotterdam sitzen ein "rechter-commissaris", eine Protokollantin, ein Tolk = Dolmetscher, eine Mitarbeiterin der Staatsanwaltschaft und der Zeuge Bestemann. Wir sehen alle Personen dort in Rotterdam auf einem in 6 Felder geteilten Bildschirm. Ein Feld ist schwarz, auf einem Feld ist ein leerer grauer Bürosessel, und Bestemann ist unten links auf dem Feld.


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DEUTSCH-NIEDERLÄNDISCHES
VERSTÄNDIGUNGSGEDICHT
TALK TALK TOLK TOLK  VERSCHONINGSRECHT
(Verweigerungungsrecht)
WER?    WIE?
WIE?     WER?


Herrlich wie wir alles
Hören und sehen und
Auch noch verstehen
Wie das Gerichtswesen
Sich aus der Kunst
Der Verkabelung über
Die Grenzen siegreich
Hinauszutreten weiß
Sind Sie verwandt
Mit Herrn Boere
Oder sind Sie
Mitangeschuldigter
Oder sind Sie mal
Verurteilt worden?

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.009,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:02 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Es ist die Stunde des Dolmetschers, der auf niederländisch "Tolk" heißt. Dieser Mann wird die deutsche Frage "WER?" niederländisch immer in "WIE?" übersetzen müssen, was wiederum im Deutschen die Idee von "WIE?" hat, welches aber ein anderes "Wie?" als das niederländische "Wie?" ist, was ja auf Deutsch "Wer?" meint. So nahe die Sprachen sind, so komplex kann das Missverhältnis bisweilen werden. Und auch zu Missverständnissen führen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.0009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:05 Uhr - Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Großartig ist der Empfang aus Rotterdam. So klar und schön hören wir den niederländischen Dolmetscher ("Tolk" heißt das auf Niederländisch.). Es ist ein ästhetischer Genuss, dieses Niederländisch in dieser Tonqualität zu vernehmen. Alles klappt. Der Saal ist gut vorbereitet. zwei Leinwände an Kopf- und Stirnseite, vom Beamer bespielt. Dazu ein Vierer-Kreuz mit Monitoren mitten im Gericht, worauf noch eine drehbare Kamera thront. Zusätzlich noch ein NEC-Monitor, der in die Zuschauerreihen ausgerichtet ist. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:07 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wird ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann, geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung findet via Videokonferenz statt.  - Im Moment geht es um die Berücksichtigung der niederländischen Rechtslage bei dieser Problematik des Zeugnisverweigerungsrechtes.


Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
DIENST
EID OR BELOOFDE
 NOCH EIN ALTER MANN
Ein Urteil über
Den Begriff Dienst
Sollte einschließen
Dass auch Mord
Eine Tatsache
Sein kann doch
Immer alles
Möglich sein auch
Sprachlich schon

Sollen wir stehen
Mit den zwei Fingern
Der rechten Hand
So wahr mir
Gott helfe
Almachtig
Ist alles Geschehen
Allemal
Ruhig gelassen
Aber dennoch
Ausdrucksarm
Sitzt er links
Unter im Fern
Seher als einer
Der alles uns
Mögliche noch
Verkörpern kann
Man allein aus
Der Ansicht
Wenig besagen
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.009,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:13 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. - Bestemann wird befragt. Aber es geht noch um sein mögliches Zeugnisverweigerungsrecht. Er hat noch nicht seinen Eid geschworen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 8.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.0009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:15 Uhr - Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. - Bestemann wählt nach einigem Hin und Her, er selber ist sich auch nicht ganz klar, dann doch die Veriedigung mit der Gottesformel, wobei man aufstehen muss, und man muss zwei Finger der rechten Hand zum Schwur erheben - Wir befinden uns dabei im niederländischen Rechtswesen, was Voruassetzungen einer Zeugenvernehmung betrifft. - Almachtig heißt allmächtig. Es kann sein, dass in der Eidformel von "Almachtige" gesprochen wird: der Allmächtige also. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:20 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wird ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann, (Bzw. Besteman mit einem "n") geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung findet via Videokonferenz statt. -  Nun findet die Zeugen-Belehrung nach deutschem Recht statt. Diese wird auf Wunsch von Bestemann zweimal vorgetragen und jeweils übersetzt, weil es natürlich nicht leicht ist, die Implikationen so schnell zu begreifen.


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BEWEGGRÜNDE?
NICHT GUT NACHGEDACHT
IST DAS MÖGLICH?
WIE AUF EIERN?
 DOLMETSCHEREI
Ich trat bei
Anstatt mal
Richtig da
Vorzutreten

Alle Fragen rollen
So vorsichtig heran
Wie kann das
Sein Sie haben
Mal gesagt es
Könnte im
Juli 41 gewesen
Sein oder war
Es Westland wovon
Man nichts sehr
Genaues weiß
Die deutsche
Dolmetscherin
Steht über dem
Aus den Niederlanden

Zumindest in diesem
Verfahren ist sie die
Entscheidende sagt
Die Justiz

Weshalb der Niederländer
Nun seine Arme
Kreuzt wenn nicht
Gar verschränkt

Vielleicht hat es was
Mit der flachen
Landschaftsausformung

Zu tun
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.009,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:27 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. (Bzw. Besteman mit einem "n") - Bestemann sagt gerade etwas wie "Da habe ich nicht gut nachgedacht!" zu seinen damaligen Handlungen und Aktivitäten und der Mitgliedchaft in der Waffen-SS. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.0009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:30 Uhr - Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. (Bzw. Besteman mit einem "n") - Richter Nohl versucht, vorsichtig Bestemann fragend, Details und Angaben zu verifizieren. Aber Bestemann weiß zu vieles zu ungenau, heute, da in Rotterdam, bei dieser Videovernehmung. Er wird z.B. später gefragt werden. "Waren Sie Mitglied in der Germaanschen SS?" und wird auf Niederländisch  - wie so oft - antworten: "Das weiß ich nicht!" ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:42 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wird ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann, (Bzw. Besteman mit einem "n") geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung findet via Videokonferenz statt. -  Die Dolmetscherin in Aachen übernimmt.  Sie ist eine vereidigte Dolmtescherin in Deutschland, was wohl nach deutschem Recht sehr wichtig ist. Man möchte keinerlei Form- und Verfahrensfehler begehen, die nachher zu einem Revisionsgrund werden könnten. Das führt sogar dazu, dass  alle Fragen an Bestemann, die bislang gestellt worden, nochmals gestellt werden, aber nun übersetzt von der Kollegin, die jetzt in Aachen im Gerichtssaal sitzt.

Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
PROZESS DER ERKENNTNIS
GESPRÄCHSERTRÄGE  PRECIES
Weiß ich nicht
Weiß ich nicht
Weiß ich nicht
Weiß ich nicht
Weiß ich nicht
Weiß ich nicht
MEHR

IK MOESTE WELL MEE
IK DENK HET WELL
SO VER IK WEET
KEEN OPDRACHT
VOLGENS MIJ
IK HEB HET NIET GEDAAN
NOOIT GEZIEN
WAS DA NIET BIJ
IS MOGELIJK
DAT WETT IK NIET
Er hat niemals
Eine Pistole
Gehabt aber
Mit der dann
Doch geschossen

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.009,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:48 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. (Bzw. Besteman mit einem "n") - Bestemann beantwortet nun nochmals die Fragen, die er schon beantwortet hat. Er hatte das soeben an den Dolmetscher in Rotterdam. Aber nun fungiert die Dolmetscherin Aachen, weil diese nach deutschem Recht beeidigt e Dolmetscherin ist, und so werden alle Fragen nochmals abegarbeitet. Und wie Bestemann in seiner Erinnerung heute funktioniert und funktionieren wird, das wissen nur schon lange. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.0009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 13:57 bis 15.00 Uhr - Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. (Bzw. Besteman mit einem "n")- Das Gedicht von KLAUSENS versammelt ein paar der wiederkehrenden Bestemann-Antworten. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 14:05 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wird ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann, (Bzw. Besteman mit einem "n") geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung findet via Videokonferenz statt. -  Bestemann hat bei alten Vernehmungen nach dem Krieg noch gesagt, er habe wohl auch selber auf den Apotheker geschossen. Heute aber will er niemals auch nur eine Waffe bei sich gehabt  haben.  - "precies" ist niederländisch für "genau, exakt, prezise"

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DESTIJDS

 DIE TÜCKEN DES AKKUSTISCHEN
Wir sind korrekt
Behandelt worden
Auch unter den mir
Bekannten Hirnplatten
Hing kein Schimmel
Der Erinnerung

OVERGEPLAATST
WELL

VERSETZBEFEHL

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.009,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 14:45 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann.  (Bzw. Besteman mit einem "n") - Oberstaastanwalt Maaß aus Dortmund fragt Bestemann, ob die damaligen Verhöre und Vernehmungen in den Niederlanden korrekt durchgeführt wurden bzw. ob er korrekt behandelt worden sei. Bestemann bejaht das, schränkt allerdings ein, er musste auch eine Zeit in einem Hoekje (= Ecke/ Eckchen) stehen. - DESTIJDS heißt auf deutsch "damals".
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 14:51 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wird ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann,  (Bzw. Besteman mit einem "n") geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung findet via Videokonferenz statt. -  Hier ist nicht sicher, ob wirklich übersetzt wurde, was Bestemann sagte. KLAUSENS verstand: "Overgeplaatst well!"  Die Übersetzung aber lautete "Versetzbefehl" oder "Versetzungsbefehl".  - Die Frage war, ob Bestemann freiwillig oder zwangsweise zum Kommando Feldmeijer  gekommen war.  "Versetzbefehl" ist eine deutlich schärfere und härtere Aussage als jenes "overgeplaatst well", was etwas heißt wie: "Ja, ja, dahin versetzt worden, das schon!"  ("overplaatsen" heißt auf deutsch "versetzen".)


Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
IK KAN WELL WAT VERSTAAN
FALSCHER NAME  LETZTE WORTE
Das Kommando Feldmeijer sprach
Nederlands auch
Wenn Bestemann
Deutsch versteht
Sich nicht von selbst
Seine Klugheit der
Tarnung bestand darin
Fragen nach seinem
Namen kühn mit
Hase zu beantworten
Und sich das Ich
Weiß von nichts
Für den Prozess
65 Jahre später
Aufzuheben
TOT UW DIENST
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.009,  LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 15:00 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann. (Bzw. Besteman mit einem "n") - Es fragt nun der eine der zwei Verteidiger Herrn Bestemann. Wir erfahren, dass Niederländisch die Sprache war, die zur Verständigung innerhalb des Kommandos Feldmeijer diente. Wir merken, dass Bestemann Deutsch auch gut versteht. Aber wir wissen dennoch nicht ganz genau, wie viel. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.0009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 15.10 Uhr - Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Videoverhör mit Jacobus Peter Bestemann.  (Bzw. Besteman mit einem "n") - Die Vernehmung endet gegen 15.10 Uhr. Nach § 60, Absatz 2 der StPO bleibt Bestemann - bezogen auf deutsches Recht - unvereidigt. Für den niederländischen "rechter-commissaris" hatte er ja den Eid abgleget, am Prozesstagsbeginn gegen 13.00 Uhr. Das war dann nach niederländischem Strafprozessrecht. - Deutsche StPO:

§ 60 StPO

Von der Vereidigung ist abzusehen
1.
bei Personen, die zur Zeit der Vernehmung das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben oder die wegen mangelnder Verstandesreife oder wegen einer psychischen Krankheit oder einer geistigen oder seelischen Behinderung vom Wesen und der Bedeutung des Eides keine genügende Vorstellung haben;
2.
bei Personen, die der Tat, welche den Gegenstand der Untersuchung bildet, oder der Beteiligung an ihr oder der Begünstigung, Strafvereitelung oder Hehlerei verdächtig oder deswegen bereits verurteilt sind.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 15.1.2010, Freitag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, im Gerichtssaal A 0.009, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 15:12 Uhr, Prozesstag Nr. 13 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Heute wurde ein Mittäter von Boere vernommen, Jacobus Peter Bestemann,  (Bzw. Besteman mit einem "n") geboren am 22.5.1921, 1945 zu 13 Jahren Haft verurteilt, und 1958 freigekommen. Mittäter beim Mord am Apotheker Fritz Bicknese in Breda. Die Vernehmung fand via Videokonferenz statt. - Der niederländische Richter verabschiedet sich, nachdem die deutsche und niederländische Seite sich höflich über das Ende dieser Vernehmung geeinigt hatten und Abschied voneinander nehmen. Die Videoverbindung wird abgeschaltet. - TOT UW DIENST heißt  etwas wie "Ihnen zu Diensten". - Das Mini-Gedicht greift die Idee auf, dass Bestemann so etwas auch zu Dijkstra= Pollack hätte sagen können, der offenbar für ihn der Befehlsgeber im Kommando Feldmeijer war. Die Worte des Richters haben heute einen anderen Klang in einer anderen Zeit. Sie stehen nun im Dienst der Demokratie und der Völkerverständigung. (Oder sollten sie ironisch gemeint gewesen sein?)


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KAUM URKNALL
MUSS MAN KENNEN: CASSIER  ALTTÄTERS NUNIDENTITÄT
Ela Smiths
Sei heute zu
Durchschreiten

Das detektierte
Piepsen mag
Manchen nach

Dem Horizont
Verbreiten weil
Aller Waffen Fund

Erst heute
Tut sich prozessual
Erst (mal?) kund
127
615
125
393

Ruhrerkrankung
Und Lazarett
Ostfront sind
Frei erfunden wie
Man so vieles
In seinem Leben
Neu nachdefiniert

©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, noch vor dem Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:55 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Sicherheitsvorkehrungen scheinen verstärkt worden zu sein. Der durchzulaufende Detektionsrahmen kann aber auch mit einem anderen Prozess im selben Saal zusammenhängen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:55 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Anwälte der Nebenkläger (also der Angehörigen von 2 Mordopfern), Heiermann und Hartmann, präsentieren einen neuen Beweisantrag. Und der bezieht sich auf Dokumente u.a. im Regionalarchiv in Maastricht. http://www.rhcl.nl/default.asp Diese Dokumente sollen in deutscher Übersetzung in den Prozess eingeführt werden. So erfahren wir aus der deutschen Zusammenfassung, die der Verteidiger vorträgt, dass Boere am 14.1.1944 in den Dienst der Landwacht getreten ist. Und am 8.2.1943 wurde er Sympathisant des NSB. Und am 4.5.1944 wurde er offenbar Mitglied im NSB. Allein diese 3 Informationen widersprechen den bisherigen sich überaus bescheiden ausgebenden Bekundungen des Angeklagten Boere in diesem Prozess. - Ist CASSIER nun doch eher CAHIER, Plural CAHIERS, was niederländisch für Hefte steht? Hat dich der Dichter verhört? Sorry! Aber die Nummern dürften stimmen.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 9:55 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Anwälte der Nebenkläger (also Anwälte der Angehörigen von 2 Mordopfern) präsentieren einen neuen Beweisantrag. Und der bezieht sich auf Dokumente u.a. im Regionalarchiv in Maastricht. http://www.rhcl.nl/default.asp Diese Dokumente sollen in deutscher Übersetzung in den Prozess eingeführt werden. So erfahren wir aus der deutschen Zusammenfassung, die der Verteidiger vorträgt, dass Boere am 14.1.1944 in den Dienst der Landwacht getreten ist. Und am 8.2.1943 wurde er Sympathisant des NSB. Und am 4.5.1944 wurde er offenbar Mitglied im NSB. Allein diese 3 Informationen widersprechen den bisherigen Bekundungen des Angeklagten Boere in diesem Prozess.


Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
UNTERGETAUCHT
DIE EWIGE LÜGE  75 GULDEN
Im Wasser lässt
Sich schlecht
Atmen und Kiemen
Sind keine Riemen

Doch eine Flucht
Lässt nichts unversucht
Doch auch Under Cover
Sucht sich Flossen

Vertrauen unvergessen

Verdecken der aktiven
Beteiligung ist der
Stetige Sinn des sich
Verbergenden Verbrechens
Dass früher tat was es
Heute so nicht wissen
Willst du das wirklich
Behaupten?

Komm wir verkaufen
Ein paar Leben denn
Fürs KZ soll's Nachschub
Geben wir das Geld
Doch aus (Löscht
Ein Leben sich dann

Aus)
 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:20 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Anwalt der Nebenklage, Wolfgang Heiermann, liest nun aus den neu beigebrachten Dokumenten vor, die man (mit Hilfe anderer Menschen) z.B. im Archiv http://www.rhcl.nl/default.asp aufgespürt hat. - Boere hat sich im Mai 1944 mit zwei anderen, darunter Rosenboom, als "Untergetauchter" ausgegeben, um so in Helden-Panningen die Leute auszukundschaften, die Widerständlern Unterschlupf anbieten. - Der "Fisch im Wasser" agierte heimtückisch als Spion für die Seite des Bösen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:32 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Anwälte der Nebenkläger (also der Angehörigen von 2 Mordopfern) präsentieren einen neuen Beweisantrag. Jetzt spricht Anwalt Detlev Hartmann, der eine Bewertung der neuen Fakten z.B. aus dem Archiv http://www.rhcl.nl/default.asp vornimmt.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:37 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Boere hat offenbar 75 Gulden dafür bekommen, dass er z.B. einen Oberwachtmeister van der Mullen  denunzierte, der am 31.5.1945 in Bergen-Belsen verstarb, an den Folgen der KZ-Haft, wenngleich nach der Befreiung des KZ. Und verhaftet wurde dieser van der Mullen dann bei der Razzia am 17.5.1944 in Helden-Panningen, an der Boere ebenfalls teilnahm. - ACHTUNG: Helden-Panningen geht ab 1.1.2010 auf in "Peel en Maas"
De gemeenten Helden, Kessel, Maasbree en Meijel vormen vanaf 1 januari 2010 de nieuwe gemeente Peel en Maas. Klik vanaf 1-1-2010 voor de meest actuele informatie op www.peelenmaas.nl.

EINIGE OPFER DER RAZZIA VOM 17.5.1944 in Helden-Panningen, die Boere als Unercover-Mann vorbereitete und an der er auch teilnahm, als Bewaffneter des NS-Besatzerregimes in den Niederlanden (und was nach der Razzia u.a. mit den Menschen passierte, sofern man es recherchieren konnte.) - Alles mitgeschrieben, deshalb einige Fehler möglich. Originaldokumente im Regionalarchiv.

---52 wurden verhaftet, vielleicht 18 kamen dann danach dauerhaft in NS-Gefangenschaft, und auch ums Leben. Zum Beispiel diese 7 Menschen, von denen man Todesdaten weiß:

Theodorus oder auch Theo Kranen, * 28.8.1924,  KZ Amersfoort, Zwangsarbeiter, + 29.11.1946
A. Hille, * 27.8.1907, kam im September 1944 ins KZ nach Sachenhausen, + 24.11.1944
Gerardus oder auch Gerard van Diepen, * 21.4.1901, kam ins KZ Amersfoort, kam nach Meppen ins KZ, nach Neuengamme ins KZ, nach Hamburg, nach Lübeck. Dort + 21.6.1946
Alfredus van der Mullen, * 1.11.1886, KZ Vught, KZ Sachsenhausen, 15.4.1945 bei der Befreiung von Bergen-Belsen ebenfalls befreit, aber: + 31.5.1945 (an den Folgen der KZ-Haft)
Der Bürgermeister von Helden, Van Cann * 22.12.1886, kam am 6.9.44 ins KZ, + 31.3.1945 KZ Bergen-Belsen
Lambertus van Lee, * 20.7.1906, KZ Amersfoort, KZ Neuengamme, Meppen, + 3.5.1945
Wilhelm van Leunis, * 14.12.1923, KZ Amersfoort, Zwangsarbeiter Hannover, + 15.9.1945 Schwanstedt

Beim jährlichen Gedenken am 4. Mai,
Dodenherdenking Totengedenken Gedenktag an die Toten der Kriege (kein Feiertag)
(hier: 60 Jahre Jubiläum des Jahres 2005) gedachte die Gemeinde Helden folgender Personen:
Liste von der Webseite geladen. Achtung Webseite wird 2011 in der Form eingestellt.
www.helden.nl/upload/download/Oorlogslachtoffers%20Helden.doc
Ich habe gelb markiert, wenn es einen Bezug zu den obigen Namen zu geben scheint

Oorlogsslachtoffers in de gemeente Helden
KRIEGSSCHLACHTOPFER DER GEMEINDE HELDEN

Gesneuveld in 1940:
Jan v.d. Beuken
Hein Beurskens
Hendrikus Engels
Mathieu Hendrix
Sjeng Hoebers
Bertus Verstappen
Jean Tummers
 
Doodgeschoten:
Piet Hoebers
Piet Korsten
Louis Bos
Oud Notaris Joosten
Wullum v. Ophoven
Mathijs Teeuwen
Martinus Wilms
 
Overleden door deportatie:
Jan Brummans
Sjang van Berlo
Theo Broekmans
Gerard v. Diepen
Cornelis Daniels
Gerardus Daniels
Mathieu Dorssers
Ber Engels
Jan Fransman
Mathijs Geuijen
Leo Gommans
Andreas Gommans
Gerard Gommans
Hendrikus Hendrix
Sef van Heugten
Mathieu Janssen
Sjeng Knippenbergh
Theo Kranen
Thomas Kuijpers
Piet Lenders
Martinus Linders
Jan v. Moorsel
Jacobus Nooijen
Piet Sillekens
Hein Snijders
Hendrikus Verhaegh
Sjeng Verhaegh
Geel Verhaegh
Giel Verhaegh
Giel Vestjens
Sjraar Wilms
Leo Wilms
Gerardus Zegers
Michael Zegers
Hendrik Haenraets
Sjeng Karis
Thei Peeters

Overleden door granaatinslag :
Willem Brummans
Theo Cox
Jan Gielens
Anna van Lier-Gommans
Gertruda Smeets-Heijnen
Anna Grijmans-Janssen
Sjeng Janssen
Maria Cuijpers-Joosten
Mathijs Joosten
Lodewijk Keltjens
Michiel Korsten
Heinz Kranen
Tonnie Martens
Gielke Niessen
Anna v. Ninhuijs
Piet v. Ninhuijs
Huub v. Ratingen
Henricus Rongen
Chrisje Segers
Fransje Segers
Thei Theunissen
Hubertina Tielen
Hubertina van de Velden
Anna Hanrats-Verstappen
Jacobus Vervuurt
Jan Willemsen
Bernard Zwiers
Arnold Kurvers
Leon Arend

Gestorven na gevangenneming:
Pierre Jacobs
Kees Krans
Jac Naus, kapelaan
Albert Schers
Antoon Schilte

Gestorven door een verkeersongeval
Sjeng van Rijt

Niet teruggekeerd:
Burgemeester Van Cann
Opperwachtmeester van der Mullen
J. Driessen
Lambertus van Lee
Toon v. Ophoven
Sef Verbugt

Niet uit de gemeente Helden, hier gevallen:
Gerrit Neef

Tijdelijk in Helden woonachtig, gedeporteerd maar niet teruggekeerd
Albertus Lascaris
Willy Lenis
Anton Roestenberg

Verongelukt bij het mijnenruimen:
Jacky Kasper


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40.000 TOTE ZWANGSARBEITER
STERNSTUNDEN  SCHWERES MAL LEICHT
Du da kommst
Jetzt mit weil wir
Es wollen dass
Niederländer deutsche
Rüstung sicherstellen
Sollen und auch
Gevatter Tod
Will sein Brot

1.
Gestern Shimon Peres
Im deutschen
Parlament wonach
Man die Täter die
Noch leben nicht
Frei umherlaufen
Lassen darf

2.
Ein Film über
Siemon Wiesenthal und
Serge und Beate
Klarsfeld die
Damit begannen
Den Tätern
Überall nachzustellen

3.
Heute ein Beweis
Antrag der Nebenklage
Der neues Material
Aus den Archiven
Herbeizubringen
Wusste

4.
Die ewige Sehnsucht
Nach Gerechtigkeit
Die Schwere der
Schuld ist eine
Fiktive Annahme
Von der subjektiven
Einstellung des
Angeklagten nicht
Des Verfahrens
 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:42 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  40.000 niederländische Zwangsarbeiter sind für den Wahn der Deutschen umgekommen. Boere war offenbar aktiv daran beteiligt, Niederländer in Zwangsarbeit und/oder KZ und meist auch den sicheren Tod zu treiben. - Die Verteidigung stellt nun gegen Boere Anzeige wegen Mordes in 7 weiteren Fällen, eben der Menschen, deren Daten man zuvor verlesen hat. (Siehe auch auf dieser Homepage etwas weiter oben). Alle waren bei der Razzia in Helden-Panningen verhaftet worden.   ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:45 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Anwälte der Nebenkläger (also der Angehörigen von 2 Mordopfern) präsentieren noch den neuen Beweisantrag. Jetzt spricht Anwalt Detlev Hartmann. - PAUSE
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 28.1.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:30 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Staatsanwalt  Andreas Brendel bewertet den Antrag der Verteidigung vorläufig mit einem Fragezeichen. Genauer äußern will man sich in der nächsten Sitzung. So befragt Brendel sich und uns, ob dieser Antrag Auswirkungen auf den Faktor "Schwere der Schuld" hat (§ 57 a StGB) habe. Und die Schuldkriterien nach § 46 StGB. Die Schwere der Schuld bemisst sich nach der Tat und der Täterpersönlichkeit. Bringt uns das neue Wissen um Boeres Taten dazu Neues?
-

StGB § 57a Aussetzung des Strafrestes bei lebenslanger Freiheitsstrafe

(1) Das Gericht setzt die Vollstreckung des Restes einer lebenslangen Freiheitsstrafe zur Bewährung aus, wenn
1.
fünfzehn Jahre der Strafe verbüßt sind,
2.
nicht die besondere Schwere der Schuld des Verurteilten die weitere Vollstreckung gebietet und
3.
die Voraussetzungen des § 57 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3 vorliegen.
§ 57 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 6 gilt entsprechend.
(2) Als verbüßte Strafe im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 Nr. 1 gilt jede Freiheitsentziehung, die der Verurteilte aus Anlaß der Tat erlitten hat.
(3) Die Dauer der Bewährungszeit beträgt fünf Jahre. § 56a Abs. 2 Satz 1 und die §§ 56b bis 56g, 57 Abs. 3 Satz 2 und Abs. 5 Satz 2 gelten entsprechend.
(4) Das Gericht kann Fristen von höchstens zwei Jahren festsetzen, vor deren Ablauf ein Antrag des Verurteilten, den Strafrest zur Bewährung auszusetzen, unzulässig ist.

§ 46 Grundsätze der Strafzumessung

(1) Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe. Die Wirkungen, die von der Strafe für das künftige Leben des Täters in der Gesellschaft zu erwarten sind, sind zu berücksichtigen.
(2) Bei der Zumessung wägt das Gericht die Umstände, die für und gegen den Täter sprechen, gegeneinander ab. Dabei kommen namentlich in Betracht:

die Beweggründe und die Ziele des Täters,
die Gesinnung, die aus der Tat spricht, und der bei der Tat aufgewendete Wille,
das Maß der Pflichtwidrigkeit,
die Art der Ausführung und die verschuldeten Auswirkungen der Tat,
das Vorleben des Täters, seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie
sein Verhalten nach der Tat, besonders sein Bemühen, den Schaden wiedergutzumachen, sowie das Bemühen des Täters, einen Ausgleich mit dem Verletzten zu erreichen.
(3) Umstände, die schon Merkmale des gesetzlichen Tatbestandes sind, dürfen nicht berücksichtigt werden.


Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
3:41
RECHTSHILFEERSUCHEN  VERNOMMEN
Die Uhr steht
Nun schon einige
Tage in jenem
Saal 0.020
Um auf die gestundete
Zeit aller Verbrechen
Der Menschheit
Aufmerksam zu
[Machen wir!]

Maastricht brachte
Unterlagen schneller
Als es die Polizei
Erlaubt sofern ein
Wortspiel Erkenntnis
Bedeuten würde
Also etwas Anstand
Wo Polizisten damals
Auch die Mörder waren
Jeder weiß was
Niemand wissen
Will ist ein Teil
Vom großen Spiel
Was wir die Justiz
Zu nennen pflegen
Wie einen jeden Fall
Den wir im Rollstuhl
Durch das Heim
Bewegen
 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:12 Uhr, Prozesstag Nr. 15 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Man macht sich schon seine Gedanken, warum eine Uhr so lange kaputt ist. Was hat das zu bedeuten? Eine komplexe Anlage? Zentral gesteuert? Die Software ausgefallen? Oder nur eine Batterie, die man wechseln müsste, wofür sich aber niemand verantwortlich fühlt. Man merkt an diesen kleinen Dingen, wie die Welt funktioniert, und wie sie nicht funktioniert. Das "Perfekte" ist ein Wahn; Schlamperei und Versagen sind Teil des Menschlichen und müssen bei der "Konstruktion" der Gesellschaft mitgedacht werden. Das gilt auch für das Justizwesen. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:15 / 10:16 Uhr, Prozesstag Nr. 15 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Unterlagen aus dem Archiv, die eine Woche zuvor durch die Nebenklage in den Prozess eingebracht wurden, sind nun schon in Aachen, seit Dienstag wohl. Die Archivalien/Dossiers/Cahiers müssen aber noch vom Niederländischen ins Deutsche übersetzt werden. U.a. ging es ja um die Razzien in Helden-Panningen 1944 und Zeugenaussagen dazu. Boere war bei der Vorbereitung und Erkundung im Vorfeld der Razzien - und bei mindestens einer Razzia - beteiligt.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:19 bis 10:22 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Einer der Anwältre von Boere, Christiansen, möchte sich zu dem Antrag der Nebenklage von letzter Woche heute nicht äußern, sondern erst  wenn die Übersetzung der Dokumente vorliegt. Offenbar, so hört man, war u.a. das Verhörprotokoll einer Boere-Vernehmung vom September 1946 seiner Verteidigung bislang nicht bekannt.  - Der Prozess ist gerade unterbrochen, weil das Gericht nun überlegen muss, wie man mit dem heutigen Verhandlungstag weiter verfährt. Man hatte wohl fest mit einer Stellungnahme der Verteidigung gerechnet, die aber ausbleibt. - Das Gedicht spielt mit dem Doppel von dem Wort "Fall", denn es gibt den Fall vor Gericht, aber auch den Pflegefall im Heim. Schließlich gibt es auch noch den Fall, der den Sturz meint.



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BEWEISANTRAG
AUSBILDUNG
(BITTE STRENG GEHEIMHALTEN)
 REPRESSALMASSNAHMEN
Unser Programm
Ist erschöpft

Unsere Geduld
Am Ende auch

Weil nichts kommt
Dessen es sich

Lohne zu erscheinen
Wirkt der Tag

Sinnlos und
Sinnfrei wie

Ein solcher Text
Von Lückenfüllern

Ich habe diesen
Auftrag für einen
Militärischen
Befehl gehalten
Nicht für einen
Antrag jener
Kraftmeier
Die alles immer
Besser zu wissen
Meinen Herr
Unterkommadanteur
Strammsteher
Zu Verfehl
Tot bleibt Tod
Da hört's doch auf
Deinen Kiefer
Zerspritzen lassen
Wir das über
Eine Waffe
Ausführen wie
Es das herrliche
Führerprinzip
Erwünschen lässt

 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:30 Uhr, Prozesstag Nr. 15 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Der heutige Prozesstag scheint nun zu Ende, bevor er begonnen hat, weil nichts zum Verhandeln vorliegt. ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 10:37 bis 10:40 Uhr, Prozesstag Nr. 15 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Unterbrechung ab circa 10.37 Uhr. Eine neue Unterbrechung am heutigen Tage. Nach dieser Unterbrechung werden dann zwei Verhörprotokolle mit Bart Slop (* 24.6.1914) vorgelesen, das eine auf Wunsch / Antrag der Verteidigung von Boere. Bart Slop gehörte auch zu diesem "Kommando Feldmeijer" und war auch an Morden beteiligt, aber an anderen als Boere. Insgesamt waren es circa 54 Mordanschläge, die auf das Konto dieses Unternehmens namens "Aktion Silbertanne" gingen.
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:05 Uhr, Prozesstag Nr. 14 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. - Einer der Anwältre von Boere, Christiansen, möchte sich zu dem Antrag der Nebenklage von letzter Woche heute nicht äußern, sondern erst  wenn die Übersetzung der Dokumente vorliegt. Offenbar, so hört man, war u.a. das Verhörprotokoll einer Boere-Vernehmung vom September 1946 seiner Verteidigung bislang nicht bekannt. - Verhörprotokolle vom 15.2.1946 und vom 2.4.1946 werden verlesen. Bart Slop war beteiligt u.a. an dem Attentat auf Dr. Josua  Bromet am 6.7.1944 in Arnhem und auf A.R.P. Mees in Apeldoorn am 19.7.1944



Klausens Banner zum Heinrich-Boere-Prozess vom 14.12.2009
ACH WIE KÜHNE NAMEN
BEREITWILLIGKEIT
 
Johnny heißt
Der Fahrer
Wie er filmisch
Uns begleitet

Und den Aufschlag
Des Körpers
Auf den Asphalt
Der Leblosigkeit

Wir töten jeden
Den wir wollen
Und alles was
Wir müssen
Weil uns so
Die Musen küssen
Welche schön
Faschistisch
Sind wir froh
Und gutgelaunt


 
©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:06 Uhr, Prozesstag Nr. 15 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Richter Nohl liest die Aussagen von Bart Slop vor. Es geht um eines der Mordattentate. Das Opfer wird getroffen, von den Schüssen, und fällt dann zu Boden.  ©  Klau|s|ensĦķ7 Klau's'ens=Klau(s)ens=Klausens=Klau|s|ens 4.2.2010, Donnerstag, Justizzentrum Aachen, Landgericht, Gerichtssaal A 0.020, LIVE gedichtet von Klau|s|ens in allen Schraib- und Schreibweisen, u.a. als Klau/s/ens oder Klau-s-ens oder Klau(s)ens gegen 11:16 Uhr, Prozesstag Nr. 15 gegen Heinrich oder Hendrik Boere, der des Mordes beschuldigt ist. Rund 65 Jahre nach den Taten steht er vor einem deutschen Gericht. Ein Sondergericht in Amsterdam hatte ihn am 18.10.1949 bereits - in Abwesenheit - zum Tode verurteilt. -  Die Verlesung der beiden Verhörprotokolle ging gerade zuende. Wir hörten z.B. vom Attentat auf A.R.P. Mees, der erst Stunden später an den Folgen der Schüsse verstarb. - Die Nebenklage betont, welche Heimtücke aus allen diesen Bekenntnissen von Bart Slop spricht.


Klausens Kunst-Werk Heinrich Boere 24.11.2009

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1) 24.11.2009 11:15  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491612

klau|s|ens besucht den NS-kriegsverbrecherprozess gegen heinrich boere in aachen - www.klausens.com 

Text: klausensblog

 klau|s|ens, du warst bei diesem prozess in aachen, gegen heinrich boere. bei diesem NS-kriegsverbrecherprozess?

ja, es ist einer der letzten prozesse gegen NS-täter, weil täter (und opfer) bald nicht mehr auf der welt sind.

und dieser mann?

dieser mann ist 88 jahre alt und wohnt bei eschweiler in aachen.

ein deutscher?

ja und nein.

was heißt das?

er wurde in eschweiler geboren, aber als kind einer deutschen und eines niederländers, hatte offenbar anfangs den niederländischen pass, zog später sowieso in die niederlande, wurde da dann mitglied der waffen-SS, was ihm wiederum - scheinbar als automatismus - nach zwei jahren einen deutschen, also reichsdeutschen, pass verlieh - und dann wurde er auch verhaftet, er floh, lebte in der bundesrepublik, und ...

das hört sich alles sehr kompliziert an.

ist es nicht oder ist es doch. auf jeden fall war der mann sogar schon zum tode verurteilt worden, in abwesenheit, am 14.10.1949 von einem sondergericht in amsterdam.

und?

er ist ist bis heute nicht belangt worden, wie man merkt.

d.h. alles ist schon jahrzehnte her, aber noch immer ist er nicht abgeurteilt?

in deutschland nicht - deshalb ja der prozess. endlich oder schlussendlich oder viel zu spät.

wie soll man das bewerten?

das musst du das ausland fragen. natürlich macht man sich gedanken, wie es sein kann, dass ...

und nun?

nun wird verhandelt. gestern war schon der vierte verhandlungstag.

na, also: es geht doch.

die verteidigung hatte wegen der schwerhörigkeit ihres mandanten auf ein hörgerät gedrungen. das hat der mann nun. aber die anwälte der nebenkläger fürchten, dass mit miesen tricks alles getan werden soll, dass dieser prozess behindert wird.

man nennt das "verfahrenstricks".

ja, dieser vorwurf steht im raum. dabei wäre es dringend geboten, dass man bis zu einem urteil kommt. es hat ja alles auch mit der aufarbeitung unserer geschichte zu tun, und mit den deutschen verbrechen ... und auch mit der rolle einiger bei der besetzung der niederlande. es hängen viele themen drin.

gibt es noch mehr?

klar. die hatten schon den oberstaatsanwalt ulrich maaß (aus dortmund, wo er als leiter der schwerpunkt-staatsanwaltschaft für NS-verbrechen arbeitet) als befangen abgelehnt. das wurde aber vom gericht zurückgewiesen. - die verteidigung hat dann sogar mit bezug auf ein urteil des europäischen gerichtshofes eine einstellung des verfahrens beantragt. da geht es um rechtsdebatten, wie das verbot der doppelverurteilung für ein verbrechen etc. - das ist schon eine komplexe justizmaterie.

und?

das gericht hat die einstellung des verfahrens gestern abgelehnt.

gibt es presse?

gestern waren mindestens 12 personen auf den bänken für die medien, und am ersten prozesstag war es um ein vieles mehr.

der prozess läuft also jetzt?

zumindest kam der alte mann im rollstuhl, dieser heinrich boere, nun mit einem hörgerät - und der richter versichterte sich (und uns), dass der mann anständig hören kann. es wäre fatal, wenn man wegen solcher sachen den prozess ruinieren könnte.

das heißt, man muss an alles denken?

sicher: erst hieß es ja, er sei nicht verhandlungsfähig. das ganze hat ja eine vorgeschichte von jahren.

wenn man die drei morde von 1944 nimmt, dann sind es ja 65 jahre.

genau: und der heinrich boere lebte ja in eschweiler und kam bis heute ungescholten davon, wenn man es auf den tatvorwurf bezieht.

was ist der tatvorwurf?

man hat drei niederländer umgebracht. menschen, die man einfach so nahm und auswählte, als racheakt. zivilisten. dann fährt das kommando dorthin, erinnert sich an seine aktion "silbertanne" und knallt die leute ab.

das ist ja schrecklich.

und dann gibt es eben die diskussion, inwiefern solche taten nach dem kriegsrecht zu ahnden wären oder nicht. da hängen sehr viele rechtliche probleme und debatten dran.

also doch nicht so einfach?

nein, überhaupt nicht. und die prozesstage sind wegen der gesundheit zeitlich begrenzt, und boere wird dann im rollstuhl rein- und rausgefahren. da gibt es dann extra ärztliches personal, welches mit dicken supertaschen den mann dann begleitet. damit ihm bloß nichts passiert.

dann ist er wie ein rohes ei?

in gewisser weise ja. es gibt ja die hinterbliebenen der getöteten, und die wollen endlich einen rechtsspruch. das verbrechen soll gesühnt werden, indem ein urteil zumindest fällt.

du meinst herrn groot?

der war zum ersten verhandlungstag gekommen, um das LIVE zu erleben, dass da ein täter vor gericht sitzt. einer, der seinen vater teun de groot umbrachte.

täter?

alles spricht dafür. er hat es auch selber mal zugegeben: dieser heinrich boere. nur: er beruft sich auf den krieg. befehle, junger mann, alles das - und da geht es dann um die prinzipielle frage, ab wann kriegsverbrechen anfangen.

ist das so schwer?

sicher, man muss scheidelinien ziehen, sonst wäre ja jeder schuss ein verbrechen (ich denke, jeder schuss ist irgendwie ein verbrechen, aber rechtlich ist es nicht so. und im krieg herrschen noch ganz besondere gesetze.)

aber die haben doch vorsätzlich leute ermordet. wie die mafia.

ja, das stimmt. aber das muss ja alles genauso auch dann festgestellt werden und vom gericht abgeurteilt werden.

und wie?

da ist ein weiteres problem: man muss wohl alte dokumente und urteile verlesen und vorlesen.

zeugen?

angeblich nur einer (1), der noch lebt. und der ist schon einmal nicht vor gericht in aachen erschienen. alles nicht leicht.

ich verstehe.

ich verstehe auch.

dann begeben wir uns nun in die untiefen von nationalsozialistischen verbrechen.

genau das - und in diesen deutsch-niederländischen mengenbereich. denn hier (in diesem konkreten fall) kann nicht die eine nation für sich beanspruchen, nur in der opferrolle gewesen zu sein, weil dieser mann quasi für beide nationen schon "aufgelaufen" ist.

ein deutsch-niederländischer konflikt also auch.

auch das. (wie rein war wer? wie schuldig? wie unschuldig?) - wir schrieben auch LIVE-gedichte: http://www.klausens.com/klausens-beim-boere-ns-kriegsverbrecherprozess-in-aachen.htm

-------

2)  25.11.2009 11:41  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491695

klau|s|ens zur aussprache von boere im boere-NS-kriegsverbrecher-prozess in aachen - www.klausens.com 

Text: klausensblog

 also, klau|s|ens, da gibt es derzeit den prozess am landgericht aachen gegen den heute 88-jährigen heinrich boere ... und man wirft ihm vor, 1944 in den niederlanden an 3 morden beteiligt gewesen zu sein. gegen zivilisten. als mitglied der waffen-ss. "kommando feldmeijer". und dazu die losung "silbertanne".

darüber hatten wir gestern schon gesprochen, zweitklausens. gestern war der vierte prozesstag in aachen - und da wurde zum zweiten mal die anklage verlesen, weil nun ein hörgerät vorhanden ist. der mann steht nach 65 jahren nun endlich vor einem deutschen gericht, um sich für diese taten zu verantworten.

was ist denn nun mit dem namen "boere".

also: da er von einem niederländischen vater stammt, dieser name, sollten wir diesen als einen niederländischen familiennamen sehen.

und?

es spricht viel dafür, dass der name eine ableitung von "boer" ist. und "boer" ist der bauer.

ist das so wichtig? boris becker ist ja auch kein bäcker.

es geht nicht so sehr um den namen, sondern um die aussprache.

wie spricht man denn "oe" in den niederlanden aus?

eigentlich "u".

wirklich?

ja, ich kenne jetzt nicht alle dialekte des niederländischen, aber in der grundsprache wäre es "u".

also?

boer (deutsch: bauer)
broer (deutsch: bruder)
boek (deutsch: buch)

aha, die würde ich dann sprechen müssen, wenn ich es auf niederländisch tun wollte: buhr, bruhr, buk. so in etwa.

ja, und jetzt kommt das seltsame.

was denn?

der vorsitzende richter nohl spricht immer "böre" ... und nicht "bure".

er spricht den namen also deutsch aus.

genau: "oe" ist für uns immer ein "ö". und boere ist ja als niederländer in deutschland geboren, war aber offenbar niederländer, wurde aber dann nach 2 jahren in der waffen-ss deutscher. und weil er fortan offenbar als deutscher galt und seit 1947 auch gänzlich in deutschland lebte, wurde er dann nicht ausgeliefert, weil er als deutscher staatsbürger nicht ausgeliefert werden konnte, nach der rechtslage. (ich vereinfache jetzt die ganzen juristischen fachfragen.)

aha: und der richter sagt immer "böre", als wäre der heinrich boere ein deutscher.

aber der oberstaatsanwalt aus dortmund, ulrich maaß, der spricht von "bure" und nimmt die niederländische aussprache des namens, der ja auch ursprünglich ein niederländischer wohl ist. (ich erinnere auch an die buren, die einst in südafrika eindrangen ... was auch zu diesem schrecklichen apartheidsystem dann führte.)

und die verteidigung?

da muss ich jetzt genauer drauf achten. - ich glaube die nebenklage, die für die nachkommen der opfer aktiv ist, spricht den namen auch immer "bure" aus.

das ist ja ein fulminantes sprachthema, was mit dem sachthema verknüpft ist.

ich denke immer: es ist ein detail, aber eines, über das es sich (auch) lohnt nachzudenken.

ist der heinrich boere nun "bure" oder "böre" auszusprechen?

und die andere frage: muss man ihn als mörder nun aburteilen oder nicht. (aber vielleicht sind bisweilen kleine details und große details irgendwie verknüpft.)

vielleicht sollte heinrich boere mal erläutern, als was er sich versteht. ob er sich nun als deutschen sieht, oder am ende gar als einen europäer.

ein europäer des verbrechens? als europäischer ns-verbrecher? was denkst du für komische dinge?!

mir fiel gerade auf, dass ein prozess-zuhörer auf seinem t-shirt demonstrativ die aufschrift "100% nationalistisch" hatte.

da siehst du es: die nationalitätenfrage ist immer ein absichtlich hochgespieltes thema rechter kräfte und kreise.

um so wichtiger, dass man sich mit solchen dingen befasst. die ns-ideologie hatte ja diesen unsäglichen begriff der rasse und der reinrassigkeit so demonstrativ in den vordergrund gestellt.

fatal war das. - zudem: was würden heute die alten römer, die sich dereinst mit uns vermischten, zu solchen debatten sagen?

mir fiel diese unterschiedliche aussprache von boere auf, und ich wollte das mal festhalten. - aber der mord an 3 niederländern und das urteil dazu ... das bleibt das hauptthema. zudem: die erinnerung an die opfer! bei alledem.

wo hattest du die LIVE-gedichte abgelegt? zu dem prozess?

ach so. hier: http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

mit der aussprache von KLAUSENS beschäftigen wir uns jetzt besser nicht.

nein, wir haben ja mit den vielen schreibweisen des namens schon genug zu tun.

-------
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/491911

3)   29.11.2009 20:09  

klau|s|ens besucht erneut den heinrich-boere-prozess in aachen - www.klausens.com 

Text: klausensblog
 
klau|s|ens, der boere-prozess geht weiter?

zum glück, zum glück: man befürchtet ja alles.

was denn?

krankheit ... oder neue verfahrenstricks der verteidigung.

und?

ich bete: möge dieser prozess bis zu einem urteil und bis zum ende durchgeführt werden können!

wieso denn?

weil es darum geht, die dinge aufzuklären oder zumindest etwas aufzuklären ... und die taten sollen gesühnt werden. jedes verbrechen soll gesühnt werden. mord sowieso.

lässt sich da denn etwas sühnen, wenn so viele NS-täter durch die fänge des gesetzes geschlüpft sind?

wenn es im leben keine gerechtigkeit gibt, heißt das nicht, dass man den anspruch auf gerechtigkeit aufgibt. außerdem: alle verbrecher, die jemals verbrechen noch begehen, zumal gegen die menschlichkeit ... die müssen und sollen wissen: "man wird mich suchen, bis zum bitteren ende - und dann wird man mir den prozess machen!"

aber bei boere kam es doch gar nicht zu dem prozess. es gab anläufe, aber die deutsche justiz hat das zustandekommen des prozesses behindert.

das stimmt - um so wichtiger, dass er dann doch noch zustande kommt oder kam.

und alle die anderen täter?

es gibt immer "andere", die der strafverfolgung entkommen. das leben kennt keine gerechtigkeit, bisweilen kennt das leben nur den aberwitz. es gibt sogar heutzutage noch morde, deren urheber nicht ausfindig gemacht werden. aber dennoch muss und wird in jedem einzelnen fall genau dieses versucht werden: aufklärung und bestrafung der täter.

und dann dürfen gerade in diesen tagen in aachen zwei schwerverbrecher entfliehen?!

das ist jetzt ein extra thema, zu dem man sich erst dann äußern kann, wenn die umstände klarer geworden sind. außerdem befinden wir uns im boere-prozess bei der thematik NS-kriegsverbrechen oder auch NS-verbrechen.

gibt er es denn zu? der heinrich boere?

bislang nicht!

na also!

gestern gab es eine persönliche erklärung.

und?

die las dann sein rechtsanwalt gordon christiansen vor - die war also aufgeschrieben worden. und darin ging es um einige biografische stationen.

und?

vieles war undeutlich, nicht sauber recherchiert ... vieles wurde ausgeklammert.

die zeit von 1944?

ja, die ganze zeit, als die morde geschahen. zu alledem hörte man nichts. man hörte sowieso sehr wenig. er hat dann geschwister, er hat eine mutter, er meldet sich freiwillig zur waffen-SS, als niederländer in den niederlanden. (er kommt später zur ss-standarte "westland", untegruppierung der waffen-ss-division "wiking", an die ostfront, lemberg z.b., aber zuerst nach münchen-freimann und später nach heuberg zur ausbildung.) ... aber das meiste wusste man ja schon.

was hattest du erhofft?

man erhofft immer, dass einer vollständig auspackt, alles erzählt ... und auch alles bereut. das hofft man immer. und zwar, dass es von herzen kommt, nicht als taktische masche.

und?

von "auspacken" kann gar keine rede sein, wenn die morde vollkommen ausgeklammert sind und die dargelegte biografie so viele unwägbarkeiten und lücken hat. allerdings sind wir immer noch quasi "am anfang" des prozesses. der angeklagte hatte aber gestern die möglichkeit, sich zur sache zu äußern. jedoch: er sagte zu den tat-vorwürfen quasi nichts.

ist das nicht normal?

du meinst, weil herr boere schon 88 jahre ist. aber wenn er mit den anwälten zusammen etwas aufsetzt, oder wenn die es für ihn vielleicht sogar geschrieben und formuliert haben, dann muss zumindest so ein leben viel deutlicher werden. (auch wenn man sonst zu schweigen gedenkt.)

wurde es das nicht? deutlich? das leben?

mir leider nein: z.b. die ganze seltsame flucht aus dem kriegsgefangenlager. alles sehr dünn. dann die frage, wie lange er wo und wie in den niederlanden untergetaucht war und wann er genau und wie nach deutschland kam. in deutschland taucht er offiziell dann 1954 auf. und wieso er ohne problem als bergmann dann arbeiten konnte. und er hat dann einen 1955 antrag auf kriegsgefangenentschädigung gestellt. man höre: ein waffen-ss-ler wollte entschädigungsbezahlung erheischen. aber das ist am ende nur "menschlich". ein jeder sucht lücken in einem system, und er versucht dann, sein leben daraufhin zu verbessern. aber genau das möchten wir alles viel genauer wissen. denn auch darin liegt der sinn eines solchen prozesses: aufarbeitung. neubeleuchtung der geschichte, gerade auch der post-NS-geschichte ... und dann der umgang mit den tätern in der nachkriegszeit.

aber der skandal ist doch, dass er dann jahrelang unbehelligt als bergmann / bergarbeiter in deutschland leben und arbeiten durfte.

ja, es ist ein skandal. einer von vielen. aber das hilft uns heute nicht mehr weiter. heute müssen wir erst einmal aufklären, wie es zu diesem skandal überhaupt kommen konnte.

und dazu hat die einlassung oder erklärung des heinrich boere gestern nichts beigetragen?

ich würde sagen: eher nein. wir wissen kaum mehr, als wir nicht schon vorher wussten.

das tut mir leid.

das kann dir gerne leid tun, aber das ist ein problem, wenn die leibhaftigen zeugen fast alle verstorben sind, und wenn ein wichtiger zeuge (ein - schon verurteilter - mittäter von einst) nicht mehr vor gericht erscheinen will, weil er fürchtet, dass sich sein eigenes leben durch diese neue öffentlichkeit des falles dann wieder verschlechtert. (z.b. weil die menschen ihn ausgrenzen oder beschimpfen). also: es gibt so viele fußangeln und fallen und hemmnisse, dass man sich durch alte akten und berichte und urteile quälen muss, um dann zu entscheiden, wer hat wo mehr recht ... was ist glaubwürdiger, was weniger glaubwürdig. so ein verfahren ist immer schwierig.

was ist denn so komplex daran?

da gab es beispielsweise die sache, ob er nach der rückkehr von der ostfront auch mal als zählerableser gearbeitet hat, in den niederlanden. circa 1943.

und?

man weiß es nicht. in alten befragungen /dokumenten taucht es auf, jetzt aber - in der erklärung, die der anwalt vortrug - ist davon keine rede (mehr). ich könnte noch viele beispiele aufzählen. da müsste mal ein echter ermittler oder rechercheur ran, oder ein guter detektiv. oder ein begabter historiker. oder alle zusammen. denn: diese biographie ist immer noch löchrig ... wie ein schweizer käse.

schweizer?

ja, denn niederländischer gouda-käse passt bei "löchern" nicht so gut.

schreibst du denn noch LIVE-gedichte?

ja, ich schreibe weiterhin auf, was mir einfällt, was mir zukommt, was auf mich eindringt, alles das, zweitklausens - aber: es sind ja immer wir beide, die die dinge aufschreiben: http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

ob die nachwelt das dann mal zu würdigen weiß?

ist das so wichtig? solange wir unsere pflicht tun?

sag mal, haben das nicht schon ganz andere gesagt: "wir taten nur unsere pflicht!"???


-------
4)  02.12.2009 11:12  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/492204

klau|s|ens berichtet vom prozesstag Nr. 6 im heinrich-boere-prozess aachen - www.klausens.com 

Text: klausensblog

klau|s|ens, was gab es gestern neues oder brisantes?

gestern fuhr ich nach aachen, um wieder abzufahren.

ist so nicht das leben? hin und her?

manchmal hat es mehr sinn, manchmal weniger.

hatte der tag gestern keinen sinn?

oh doch, aber er wurde von mir größtenteils als sinnlos erfahren. es gab zwei pausen, einen prozesstag - aber im wesentlichen ist nichts geschehen, was meine erkenntnis vorangebracht hätte.

wieso nicht?

es ging wieder um eine geforderte sofortige beendigung bzw. einstellung des prozesses.

das hatten wir doch schon!

ja, aber die verteidigung meint nun, sie zaubert.

wieso zaubern?

stichtag 1.12. hoho! na, was war? - die verteidgung hat nun alles an § 50 der europäischen charta aufgehängt und am lissabonner vertrag, und an dessen (neuer!) gültigkeit, und an der gültigkeit der charta, und dem verbot der doppelverurteilung. also: der lissabonner (oder mit einem "n" lissaboner?) vertrag ist nun seit dezember 2009 plötzlich gültig - und damit ist vieles andere auch gültig.

die verteidigung will also weiterhin die einstellung des verfahrens?

sicher. die idee ist: du bist anwalt ... und du holst alles für einen mandanten heraus. das ist das spiel der deutschen strafprozessordnung. also "spielen" die verteidiger, ähnlich wie beim pokern, und versuchen hier und da ein as zu ziehen.

warum denn?

weil sie vielleicht das gericht so in die knie zwingen können.

und dann?

dann haben sie als verteidiger "gesiegt". sie haben ihren ruhm gemehrt, die waren klug, sie waren geschickt - und sie lassen sich dann von bestimmten kollegen auf die schultern hauen.

und was denkst du?

ich denke, die verteidiger haben immer auch eine verantwortung für die deutsche bevölkerung insgesamt. und da das NS-thema ein besonders heikles ist, haben wir alles interesse, (z.b. über diesen boere-prozess) die geschichtlichen vorgänge genauer aufzuklären.

also willst du einen inhaltichen prozess?

gewiss - er soll fair und rechtsstaatlich sein - und inhaltlich: ich möchte also alles mögliche über die deutsche geschichte des schreckens lernen, um so für die zukunft das wiederkehren eines schreckens verhindern zu können.

war denn gestern alles sinnlos?

nein, denn der sohn eines mordopfers, der sohn des 1944 ermordeten bicknese, ließ gestern eine erklärung über seinen anwalt vorlesen, wonach er in diesem prozess genau diese rechtssprechung erwartet. die deutsche justiz steht nun selber vor gericht, ließ er seinen anwalt verlesen. bicknese mahnte das gericht. man spürt: er zweifelt am bundesdeutschen rechtssystem ... und der anwalt schloss für diesen nebenkläger mit den drängenden nebenkläger-worten: "ich warte ab." - damit war die kurze, aber mahnend-wichtige erklärung beendet.

wir haben also anwälte, die juristisch "zaubern" wollen, mit immer neuen rechtskonstrukten, und wir haben nebenkläger, die endlich von deutschland ein echtes und richtiges verfahren hinsichtlich von grausamen morden des NS-regimes erwarten.

und ein täter sitzt ja da, zumindest ist er schon mal als solcher verurteilt worden.

man hat fast den eindruck, dass das urteil von 1949 alles kaum leichter macht.

es ist eine lange rechtsgeschichte, auch eine geschichte des versagens der deutschen justiz - aber es ist immer auch das spiel der verfahrenstaktiken.

und im demjanjuk-prozess?

da hat gestern die pflichtverteidigung auch den antrag auf einstellung des verfahrens gestellt, aber nicht mit blick auf den vertrag von lissabon und EU-charta und alles das, sondern wegen der zuständigkeit des gerichtes in münchen.

wenn beide prozesse parallel laufen, dann können sich ja die verteidigungen gegenseitig beflügeln.

das können die staatsanwaltschaften und nebenkläger aber auch. alle können das. ("was machen die denn in münchen?") - außerdem geht es in münchen um die organisierte und geplante maschinerie der shoa, der gewünschten systematischen auslöschung eines volkes, und in aachen geht es um drei gezielte morde gegen regimegegner. alles ist unrecht, aber doch auf einer anderen ebene.

dann hat sich also prozesstag 6 nur wegen der erklärung des sohnes von bicknese gelohnt.

"gelohnt" ist ein seltsames wort - aber ja, so in etwa stimmt es.

und wie weiter?

am donnerstag, 3.12., wird dann die staatsanwalt zu diesem antrag der verteidigung sprechen. und dann wird das gericht sich äußern, zu diesem einstellungsantrag. wir verbringen also wieder zeit mit den nebenschauplätzen, und dabei wollen wir endlich wahrheiten hören, über das geschehen, und über die deutsche besetzung der niederlande ... und über das schreckenssystem der deutschen ... und über die deutschen und niederländischen täter in den reihen der deutschen besatzung. wir wollen alles wissen, was man noch wissen kann, denn bald sind alle zeitzeugen verstorben. es wird nicht mehr viele möglichkeiten geben.

wenn das doch bloß auch die verteidigung einsehen würde!

wie recht du hast. aber was ist das schon? "recht haben"? die deutsche justizgeschichte nach 1945 zeigt, wie ungerecht das leben immer wieder ist. selbst nach den verbrechen geht der irrsinn der geschichte noch weiter und weiter. viele täter blieben vollkommen ungeschoren. man begreift es nicht!

und formal?

prozesstage im boere-prozess bislang: 1) 28.10.2009, mittwoch 2) 2.11.2009, montag 3) 10.11.2009, dienstag 4) 23.11.2009, montag 5) 27.11.2009, freitag 6) 1.12.2009, dienstag - und wir schreiben LIVE-gedichte dazu auf: http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

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5) 04.12.2009 13:40  
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/492391

klau|s|ens berichtet weiter vom boere-NS-kriegsverbrecher-prozess in aachen - www.klausens.com



Text: klausensblog

klau|s|ens, geht der prozess denn nie zuende?

was denkst du? wir sind quasi wieder am anfang!

wieso denn?

... weil es jetzt wieder um das problem der doppelverurteilung geht.

ist boere denn verurteilt?

ja, 1949, amsterdam, in abwesenheit.

und?

darum geht es doch: dieses urteil wurde von der deutschen justiz nicht anerkannt, weil es den standards und minimalia nicht entsprach: so war der angeklagte damals abwesend - (geflohen!) - und außerdem gab es z.b. keinen pflichtverteidiger.

das war jenes sondergericht in amsterdam?

genau: und nun kommt die crux. jetzt soll dieses urteil entweder gelten oder nicht gelten. (aber die verteidigung will sich nicht recht entscheiden.) entweder A oder B - aber beides geht nicht.

wenn es gilt, das urteil von 1949, dann brächte dieser jetzige prozess ein erneutes urteil: das wäre dann ein doppelurteil, und das ist nach ansicht der verteidigung rechtswidrig.

dazu pochen die doch auf die europäische charta für grundrechte, die nun nach der gültigkeit des lissabon-vertrages seit 1.12.2009 auch für alle unterzeichnerstaaten gilt.

eben: doppelverurteilungen sind verboten, heißt es in artikel 50.

na also!

nicht "also"! die vertreter der nebenklage, also der opferfamilien, sagen sehr richtig: entweder das urteil gilt nicht, weil es damals nicht gewissen juristischen standards entsprach ... dann aber haben wir kein doppelurteil, weil es kein erstes urteil gibt, das gilt.

oder?

oder: das urteil gilt, aber dann wäre dieses ja auch zu vollstrecken, eben weil es gilt. denn verjährung gibt es für mord nicht. - entweder so, oder so. aber nicht beides zugleich! entweder A oder B. nicht AB.

dann verstricken sich also die verteidiger in einem dickicht, aus dem sie vielleicht am ende nicht mehr herauskommen?

wer weiß es? - die staatsanwaltschaft pocht darauf, dass das deutsche grundgesetz immer über dem europäischen steht. das war deren hauptansatz. so also argumentieren alle seiten hin und her; die verteidigung freut sich, weil sie prinzipielle rechtsfragen aufwirft ... und wir sitzen da und erfahren nichts über die verbrechen und deren hintergründe. aber dazu ist der prozess doch im eigentlichen da. wir wollen mit dem unrecht uns befassen, wir wollen es ergründen, wir wollen es sühnen ... und wir wollen evtl. erkennen, warum die deutsche justiz in den jahren nach dem krieg so rechtsblind funktionierte, wenn es um NS-verbrechen geht oder ging.

es wird doch immer wieder gesagt, dass z.b. der prozess gegen den chef der reichsbahn ausgesetzt wurde, weil der als "verhandlungsunfähig" erklärt wurde. und der war ja ganz oben an schlimmsten verbrechen beteiligt (transportlogistik in die KZ).

ja, das ging damals ganz schnell und ganz leicht: krank und verschont, selbst bei schlimmsten verbrechen. einen arzt fand man dazu immer. - heute aber wachen jüngere leute einer anderen generation darüber, dass man nicht so leicht dem prozess entkommt. boere in aachen und demjanjuk in münchen werden beide im rollstuhl zum prozess gefahren. sie gelten bedingt als krank, aber eben auch bedingt als verhandlungstauglich.

wir können immer noch hoffen.

aber ja! allerdings, wo aber nun lissabon gilt, seit 1.12., und wo nun die anwälte die euopäische charta für die grundrechte ausgebuddelt haben, da verschiebt sich eventuell wieder alles.

in münchen haben sie auch so etwas gefordert. mit doppelbestrafung und so. am letzten prozesstag, als demjanjuk wegen akutem infekt schon nicht mehr erschien. die haben dann gesagt, es gäbe schon eine einstellung des verfahrens gegen demjanjuk ... und deshalb könne er nun nicht mehr belangt werden, weil man nicht doppelt innerhalb der EU für dieselbe sache verurteilt werden dürfe. ich denke, bei denen ging es wie in aachen um die

CHARTA DER GRUNDRECHTE DER EUROPÄISCHEN UNION (2007/C 303/01)

Artikel 50

Recht, wegen derselben Straftat nicht zweimal strafrechtlich verfolgt oder bestraft zu werden


Niemand darf wegen einer Straftat, derentwegen er bereits in der Union nach dem Gesetz rechtskräftig verurteilt oder freigesprochen worden ist, in einem Strafverfahren erneut verfolgt oder bestraft werden.

ich weiß - und wir sagten ja: das schwappt jetzt hin und her, die befruchten sich gegenseitig, die anwälte in münchen und aachen - auch wenn beide verfahren nur bedingt zu vergleichen sind.

ach, klau|s|ens.

ach, zweitklausens.

wir möchten doch, dass der prozess zu den taten bzw. tatvorwürfen vorschreitet.

eben, eben - und dann machen auch die LIVE-gedichte mehr sinn. ( LIVE-gedichte dazu auf: http://www.klausens.com/klausens-beim-bo... )

im moment berichten wir mehr um verhandlungsfragen. aber wir wollen ran, an die inhaltlichen fragen.

am dienstag, 8.12.2009, geht es weiter.

ja, aber dann entscheidet erst einmal das gericht, ob es den anträgen der verteidigung folgt, oder nicht. am ende müssen noch gutachten zur doppelbestrafung eingeholt werden. das dauert monate.

wenn man nicht aufpasst, dann verdampft so ein prozess ... und die gesellschaft hat kaum erkenntnisse daraus gezogen.

ein hexenkessel dampft aber auch.

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6) 09.12.2009 11:54  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/492813

klau|s|ens erlebt das geständnis im heinrich-boere-prozess zu ns-kriegsverbrechen in aachen - www.klausens.com 

Text: klausensblog

klau|s|ens, er hat die morde gestanden?

ja, das war gestern überraschend. man überlegt sich, was die verteidigung noch so alles macht, damit der prozess inhaltlich nicht in fahrt kommt ... und nun ist schon das geständnis da.

das ist doch großartig!

ist es so? wenn jemand gesteht, aber man denkt, es ist ein klinischer prozess. und man spürt keine reue, keine scham, kein nichts?

war das so?

er selber hat sich ja gar nicht geäußert.

der heinrich boere?

nein, die anwälte haben für ihn etwas verlesen, bzw der eine von den beiden anwälten. boere saß in seinem rollstuhl, sagte aber nichts. er wollte sich auch nicht weiter zu fragen stellen hernach, wie dann seine anwälte nach der pause noch erklärten.

und was war das? was man verlas?

das war das geständnis der 3 morde, um die es in dem prozess geht. er hatte diese ja schon vor jahren eingestanden. aber nun hat er sie nochmals eingestanden. inhaltlich nichts neues, aber es ist ein geständnis. damit entfallen viele lange indizienketten, um die taten nochmals nachzuweisen, die aber schon (auch durch viele verhöraufzeichnungen und -protokolle) hinreichend bewiesen sind.

wird das eine genugtuung für die hinterbliebenen der drei opfer sein? für die nachgeborenen von de groot und bicknese und kusters?

genau daran muss man zweifeln, denn es wurde eigentlich ein kühles papier verlesen, also wie eine akte. auch die taten wurden da sehr nüchtern angegeben. und die einzigen angaben, die etwas von nachdenklichkeit hatten, also eine minimalspur, das waren die, als der angeklagte - per papier - sagte, aus heutiger sicht würde er die dinge anders sehen als damals.

aber das machen alle menschen.

eben. und jetzt hat der prozess ja eine ganz andere farbe bekommen.

welche denn?

nun geht es nicht mehr um die morde als solche, sondern um die frage, ob der mörder ein mörder ist.

wie kommst du darauf?

weil das so gesagt wurde: er musste diese taten begehen. er war damals überzeugt, er würde gegen widerstandskämpfer und aufständische agieren. und als soldat war er dazu verpflichtet, befehle zu befolgen. undsoweiter undsofort. dieser strang der argumentation!

also wäre die strategie: soldaten müssen gehorchen. und wieso kann man solche leute dann für mord belangen?

so in etwa. es geht also um das prinzip von befehl und gehorsam. dann geht es um den unterschied, ob ein gefreiter an der ostfront in der schlacht einen oder zwei oder drei russen erschießt, oder ob ein angehöriger der waffen-SS bzw. der "Germanischen SS in den Niederlanden" (formal zwei eigene organisationsformen!), ob so jemand - der sich ja freiwillig zur waffen-SS meldete, als niederländer !!! - auch wie ein "normaler" soldat zu behandeln ist.

das ist nun die kernfrage?

ja: ist mord gleich mord gleich mord? oder ist alles das gleiche, weil ja krieg war. oder hat niemand etwas getan, außer dem höchsten befehlshaber?

dann wäre doch die nächste frage, ob auch die "normale" wehrmacht als "gut" und die "waffen-SS" als böse eingestuft wird.

man spricht dann von "verbrecherischen organisationen". aber die waffen-ss, das waren ja - als so gewollte verbrecher und untäter - zugleich auch kämpfende truppen an der front. sie waren also auch ein teil der wehrmacht, aber organisationstechnisch wiederum auch eigenständig. (und das muss man jetzt noch für jede abteilung oder division, wie bei boere z.b. im osten bei "WIKING", genau untersuchen. aber das betrifft jetzt auch wiederum die kämpfende front.)

und die wehrmacht war ja auch nicht "gut".

oh nein, das haben uns die eltern immer erzählt: anständige soldaten gegen böse bolschewiki und alles dieses. die bösen waren die NAZIs ... und alle deutschen haben einfach nur in der wehrmacht gekämpft. seit der heiß diskutierten wehrmachtsausstellung wissen wir endlich mehr von den verbrechen, die eben von der wehrmacht auch begangen wurden. der "saubere untadelige offizier", der war oft nur ein gerücht.

das macht alles etwas schwierig.

ja, sicher: man muss wieder definieren und grenzen ziehen und bewerten. aber damit haben ja die nürnberger prozesse schon begonnen.

ist das bei boere schwer? das einordnen der morde?

er sagt ja: er habe befehle befolgen müssen. hätte er diese nicht befolgt, wäre er selber erschossen worden. das sind diese befehlsketten, hinter denen sich immer alle verstecken.

dann sagen aber andere: an dieser oder jener stelle konnte man gut abdanken, kündigen, weglaufen, desertieren ... ohne dass etwas passiert ist.

sicher, das ist dann zu untersuchen. und es ist ja auch schon untersucht worden.

ich denke auch, es ist wichtig, ob jemand in einen funktion gezwungen wurde oder nicht.

ja, diese waffen-SS-sache hat eine dynamik, die bis zu unserem schriftsteller grass reicht. dann gibt es sogar diskussionen, ob leute gegen ihren willen plötzlich für die waffen-SS gezeichnet wurden (ob das tatsächling ging, z.b. gegen kriegsende). bei dem kabarettisten dieter hildebrandt ging es sogar um die frage, ob man gegen seinen willen plötzlich ein NSDAP-mitglied sein konnte.

aber unser boere hat doch nicht an der front gemordet.

das stimmt: die besetzten niederlande sind nicht mehr klassisch "die front". außerdem gehörte er ja zu einem geheimkommando, welches die mord-verbrechen in zivilkleidung ausführte. man muss sich das also eher wie eine geheimpolizei vorstellen, die in den niederlanden einfach leute aufsucht ... und dann erschießt. mafiaähnlich. kommen, schießen, wieder weg!

teunis de groot hatten sie in unterhose angetroffen, hinter der haustüre, wo er eine klappe geöffnet hatte.

und der musste noch seinen ausweis holen, bevor sie den erschossen.

ich denke, dass diese taten von der anlage ganz kaltblütige morde waren.

da gebe ich dir recht. aber jetzt sage ich dir ein anderes beispiel.

welches?

man hört, dass es einen tanklastwagen mit partisanen gibt.

und?

man tötet alle menschen um den tanklastwagen. (was ist überhaupt ein "partisan"?)

und?

genau das hat die bundeswehr in afghanistan gemacht. in einem krieg, der ewig nicht so bezeichnet wurde.

du meinst, die haben die amerikanischen bomber angefordert .... und dann sind viele menschen umgekommen, darunter auch viele zivilisten.

genau: da haben wir die debatte heute: a) was ist krieg? b) was ist im krieg erlaubt? c) wann ist ein mord ein mord im krieg? d) was gilt als "kriegshandlung"? e) wann wurden grundsätze des "normalen" krieges überschritten?

das ist eine schreckliche debatte.

ich weiß, aber diese dinge sind fortwährend zu klären. dafür haben wir die haager konvention. aber der prozess der klärung muss immer weiter gehen. das hat auch eine ethische dimension.

ich denke, man braucht klare grenzen und muster.

das denke ich auch: deshalb muss einfach die rolle der SS in den niederlanden, und ihre funktion nochmals aufgerollt werden, damit man ganz klar hat, was eine "normale" besatzung ist (ist das nicht schon ein unrecht per se?), und was eine verbrecherische organisation ist.

aber das ist für die SS doch geklärt.

sicher, aber man muss es bis in alle details immer wieder aufrollen. vielleicht wird das ja in diesem prozess noch geschehen. (mir fällt ein: wir haben ja in unserem heutigen recht das konstrukt der "kriminellen vereinigung", z.b. für die RAF.)

ach, klau|s|ens, dann müssen wir ja noch viele male ins gericht, wenn alles solches aufgerollt wird.

alles wohl nicht. aber etwas. sie haben auch zusätzliche gerichtstermine jetzt festgelegt, zweitklausens, bis februar 2010.

ach - und unsere gedichte?

die gehen immer weiter: http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

und das ende der verbrechen?

du stellst naive fragen!

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7) 12.12.2009 11:44  
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/493060

klau|s|ens lauscht den lesungen beim prozess gegen den NS-kriegsverbrecher heinrich boere - www.klausens.com

Text: klausensblog
 
klau|s|ens, der prozess läuft ja immer noch.

aber sicher, denn jetzt wollen wir etwas von den hintergründen der taten wissen. der taten, die morde waren.

und was machen die dann aktuell im gericht?

sie verlesen (derzeit) alte protokolle. und verhöre. und sterbeurkunden. und auskünfte.

dann hattest du gestern eine "lesestunde".

ja, und man hört ganz genau zu. denn wenn da andere SS-täter vernommen werden bzw. wurden, z.b. unmittelbar nach kriegsende, und sie erzählen dann von den verbrechen ... das ist schon irgendwie "aufregend".

wie ein krimi?

nein, es berührt einen, wie die taten stattfanden, und wie sie losfuhren, und wie sie schossen, wie das alles aus diesen vernehmungsprotokollen hervorgeht.

wieso denn?

weil es wie ein puzzle des grauens ist. und nun wird alles plastisch.

wer liest denn?

die richter haben sich abgewechselt. leider sind es keine ausgebildeten sprecher. leider lesen sie oft zu schnell oder zu unverständlich oder zu leise. schade.

warum denn?

ich vermute, weil sie die texte schon alle gelesen haben.

aber?

die zuhörer im saal ... die brauchen die klare und ruhige und verständliche lesung aller dieser texte. denn die (also wir) haben ja nichts davon schriftlich.

dann ist das gericht also ort einer "lesung".

aber ja - und ich kann nur jedem empfehlen, sich solche lesungen anzuhören. man sollte solche lesungen auch außerhalb der gerichte machen.

was sollte man lesen?

man sollte "akten des schreckens" verlesen. alle solche protokolle, wo täter ... und wo - überlebende - opfer berichten, was da geschehen ist.

sind die berichte denn alle wahr?

das ist ja die nächste frage. wenn nach dem krieg die leute verhört wurden, dann hat den text wahrscheinlich der zuständige verhörer aufgeschrieben. denn diese texte sind ja immer auch eine verdichtete zusammenfassung von vielleicht stundenlangen interviews und gesprächen und befragungen.

meinst du?

der text ist immer weniger ... aber dichter als das verhör.

und nun?

nun hört man, was der täter A sich dachte oder von sich gab, und was der täter B sich dachte oder von sich gab.

und dann?

dann fragt man sich, ob alles auch stimmt. was gelogen ist. was schutzlügen sind, und alles das.

und? was hast du bemerkt?

man kann sich aus diesen berichten schon einiges zusammensetzen. die haben da sehr vieles zugeben. überraschend viel! warum eigentlich? hat man ihnen dann verminderte strafen angeboten? 1945 und 1946? z.b. hat henk kromhout da morde zugegeben. und der hat ja auch mit boere zusammen menschen umgebracht. und dieser kromhout ist ja auch verurteilt worden, für die taten.

wielange war der denn in haft?

der bruder sagte mal etwas von "16 jahren" - der muss dann auch später nach spanien gegangen sein ... und sich niemals mehr in den niederlanden polizeilich gemeldet haben.

und verhörprotokkole von dem wurden verlesen?

ja, unter anderen. und du hörst davon, was geschah. und alles ist sehr nüchtern beschrieben. da sind keine gefühle in den texten. es sind nüchterne abläufe des geschehenen. angefangen von der anwerbung zur feldmeijer-truppe bis hin zu zusammenkünften ... bis hin zu den taten.

und alles ist erzählt.

nein, eigentlich sind solche texte nur noch fetzen der realität, aber wenn man es von mehreren leuten hört, dann setzt sich das bild im kopf zusammen. es sind filme, wie sie da zu fünft in einem auto fahren, wie sie nummernschilder tauschen, wie sie leute im haus oder an einem kanal oder woanders erschiessen. ganze filme laufen da ab.

und du möchtest, dass solche "lesungen" nicht nur im gericht stattfindem?

ja, ich würde es begrüßen, wenn man aus den akten sich gezielt dinge zusammensuchen könnte und würde sie dann verlesen.

wo denn?

z.b in sommeren und asten in den niederlanden. da haben die SS-täter am 14.8.1944 die bürgermeister abgeholt, weil sie die auf einer liste hatten. und die wurden erschossen. ich finde, die leute dort sollten genau wissen, was geschah. oder zumindest: so genau es geht.

und?

überall in deutschland und in den niederlanden sollten solche lesungen stattfinden. lesungen aus akten des schreckens. aber auch lesungen von berichten von opfern, die diesen schrecken überlebt haben.

und dann?

dann haben wir aufwühlende abende, die alles andere, was man als "lesungen" so kennt, in den schatten stellen. vielleicht wir dann der gedanke des "nie wieder!" wieder erweckt und bekräftigt.

das findest du?

ja, das finde ich ... und dazu stehe ich. macht lesungen!

und zu unseren LIVE-gedichten vom prozess? KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

dazu stehe ich auch, denn auch sie erfassen facetten dessen, was geschieht. was heute mit "dem damals" geschieht. im landgericht zu aachen. im prozess gegen heinrich boere, der 3 unschuldige "deutschfeindliche" menschen 1944 ermordete ... und das auch gestanden hat.
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8) 09.01.2010 11:32  
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495081

klau|s|ens vom heinrich-boere-prozess in aachen als weitergang - www.klausens.com


Text: klausensblog

klau|s|ens, der prozess geht weiter und weiter.

aber sicher: gestern war schon verhandlungstag 12.

und?

man ärgert sich, weil man hinfährt, dann 3 pausen erleben muss, binnen circa zwei stunden, und hat eigentlich nichts anderes getan, als "einen prozess besucht". außerdem war die lautsprecheranlage so eingestellt, dass man gar nicht atmen durfte, wenn man die worte verstehen wollte. das macht einen dann noch ärgerlicher. so eine provokant leise lautsprecheranlage!

inhaltlich?

es wurde ein brief verlesen, von hans albin rauter, ss-führer der niederlande, chef der dortigen polizei auch (die formalen titel sind teils sehr komplex. ein extra thema! rauter war z.b. SS-obergruppenführer (1943), general der polizei (1943) und auch der waffen-SS (1944) sowie höherer SS- und polizeiführer (HSSPF) der besetzten niederlande. Er war also multifunktional ... wie viele NS-obere), an himmler, seinen oberen in deutschland.

ein brief?

ein brief vom 13.1.1944. und die kurze antwort himmlers (reichsführer SS u. chef der polizei u. innenminister ab 1944. und ... und ... und ...) vom 25.1.1944. (man erkennt: es gab auf jeden fall dicken knatsch zwischen dem generalstab der wehrmacht in den niederlanden und den direkten NS-organisationen samt der ihr zugeordneten polizei: konkurrenz und kompetenzgerangel, wahrscheinlich auch gegenseitige abneigungen. ein eigenes gebräu.)

dazu bist du nach aachen gefahren, zum landgericht?

aber ja, aber ja. die verteidigung wollte das verlesen des dokumentes nicht, weil die vorliegende dokumenten-fassung ihr nicht gefiel. da geht es dann um fragen, ob eine kopie der kopie, oder das dokument als verschriftlichtes (in welcher form denn auch!) noch so ansehbar ist, dass es als glaubwürdig in einen prozess eingeführt werden kann und darf. da geht es auch um streichungen, fußnoten, und ob diese dann dem realen dokument noch entsprechen. gewiss, nicht unwichtig, aber auch nervend. weil es doch um die inhalte geht. das andere kostet viel wichtige zeit für die inhaltliche bearbeitung und aufarbeitung der verbrechen von boere und der SS und der waffen-SS und den sonderkommandos der SS. all das.

und das alles erbrachte 3 pausen?

sicher, insgesamt 3, wobei wir bei einer (es wurden kopien gemacht) im saal sitzen bleiben durften. bei zweien mussten wir aber raus.

und den brief von rauter und die kurzantwort von himmler hättest du dir auch aus einem band mit dokumenten holen können? einem gedruckten?

wahrscheinlich. aber die quellen müssen natürlich auch greifbar, also ausleihbar sein. für mich als normalbürger. - und bei einem prozess geht ja auch um die StPO (z.b. § 249), wonach die dokumente und dinge in den prozess (ich sage mal: "eingebracht", also) verlesen werden müssen, um bestandteil des prozesses zu werden.

und dann war's vorbei.

ja, man fährt zum prozess, man fährt wieder weg. man hat kaum etwas erfahren. 1 langer brief, ein ganz kurzer. und doch war es wieder ein verhandlungstag.

die pausen machen alles so langatmig?

und dafür dann: rein in den saal, raus aus dem saal. ja, diese pausen - besonders wenn man den saal wieder verlassen muss. das nervt. man kommt inhaltlich ja gar nicht weiter, nur prozesstagsmäßig.

aber jeder prozess hat doch auch höhepunkte, bei all der abzuarbeitenden normalmasse.

höhepunkte? kommenden freitag wird es ein videoverhör (aus den niederlanden in den gerichtssaal) mit einem mittäter von boere von einst geben. das wird dann viel aufmerksamkeit - auch der medien - erfahren. es wird vielleicht interessant sein, zu erfahren, wie einer, der die strafe für diese morde schon abgesessen hat, heute die dinge sieht. vielleicht sagt er aber auch kaum was. mal abwarten.

aha.

dennoch: zäh. zäh, durch alle diese juristischen kleinauseinandersetzungen. -- eine vorlesung an der uni zu der thematik, von einem ausgewiesenen fachhistoriker, brächte bisweilen mehr zu den boere-SS-untaten bzw. der bewertung dieser untaten ... als diese verfahrensscharmützelchen. man verplempert wichtige zeit. juristerei hat viel mit geduld zu tun. zähigkeit. ruhe bewahren. zielstrebig bleiben.

ja: das unwichtige überstehen, das wichtige nie aus dem auge verlieren.

LIVE-GEDICHTE: KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

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9) 16.01.2010 11:46  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495634 

klau|s|ens erlebt heinrich-boere-prozess in aachen mit video-verhör - www.klausens.com

Text: klausensblog

klau|s|ens, gestern gab es doch das videoverhör bei dem prozess in aachen gegen heinrich boere.

bei diesem NS-kriegsverbrecherprozess wurde gestern ein mittäter befragt. einer, der noch lebt. jacobus peter bestemann. wohnhaft in rotterdam.

also auch ein alter mann?

zwei alte männer, aber beide sind mordtäter der SS bzw der waffen-SS bzw. des sonderkommandos feldmeijer.

und der eine ist verurteilt, der andere nicht?

bestemann musste von 1945 bis 1958 13 jahre in haft, in den niederlanden. und boere nicht, denn er lebte ja in deutschland. ab 1954 sogar als "ordentlicher" deutscher. gegen ihn wurde das niederländische urteil von der todesstrafe, später umgewandelt in lebenslang, nie angewandt.

dann trafen gestern zwei aufeinander, wovon einer verurteilt wurde, der andere nicht? da muss einer doch denken: "ich war in haft. und der blieb frei!" - "ich gab 13 jahre - und er nix!"

ja, gewiss - aber sie sahen sich nur über video. zwei alte täter-SS-männer treffen über video zusammen. und bestemann konnte boere wohl nur in der prozess-phase sehen, wo dessen anwälte fragen nach rotterdam formulierten.

wie muss man sich das denn vorstellen?

video? also: du hast 2 beamer und die beamen das ganz groß an jeweils die stirnwand vom gerichtssaal. dazu hast du vier monitore, die dann jeweils ein scharfes fernsehbild abgeben, wie ein viereck angeordnet, sodass das gericht, die staatsanwaltschaft, die nebenklage, die verteidigung, etc. das alles nochmals sehen können. und auf diesem monitorwürfel ist eine drehbare kamera. und die techniker drehen immer dorthin, wo es nötig ist.

und was sehen wir auf den monitoren?

wir sehen 6 felder, in dem feld unten links war bestemann, dann war ein feld schwarz, in einem feld sah man einen leeren grauen bürosesssel, in einem feld sah man den rechter-commissaris, dann eine justizangestellte, einen dolmetscher, und noch eine weitere justizangestellte. (und ganz klein noch als zusätzliches feld im rechten unteren feld, wie reingeschnitten, sah man, was die kamera aus aachen nach rotterdam zurücksandte, an bild.)

und dann wurde verhört?

ja, man fragt in deutschland, und dann wird übersetzt, und man antwortet in den niederlanden, und dann wird übersetzt.

und so ging es hin und her?

ja, aber der ertrag (in bezug auf prozessuale neu-erkenntnis) war gleich null.

wieso?

weil der herr bestemann sich vorher festgelagt hatte nur zu sagen: "ik weet niet!" "dat weet ik niet!" "ik heb het niet gedaan!" "ik moest well mee!" "keen opdracht!" "nooit gezien!" "ik was da niet bij!" "is mogelijk!" "ik denk het well!"

das ist ja niederländisch!

aber du wirst doch den trend verstehen! auch wenn ich dir nicht alles jetzt übersetze.

er wollte nichts sagen.

eben: erstens musste man ihm alles aus der nase ziehen. zweitens waren seine antworten kurz, zu kurz. und drittens wollte er niemanden belasten.

wen könnte er denn belasten?

er hat zusammen mit boere den mord an dem apotheker bicknese ausgeführt, in breda.

und?

also: bestemann behauptet dinge wie. "ich habe nicht geschossen!" "ich weiß nicht, wer geschossen hat!" "ich musste mit!" "da ist plötzlich ein schuss gefallen!" "ich weiß nicht, woher der schuss kam!"

waren das zitate?

nein, in-etwa-zitate. aber die tendenz der sätze gibt die haltung wieder: mehr opfer als täter. mehr mitläufer als aktiv handelnder. - er hat auch die ganze zeit behauptet, nie eine schusswaffe gehabt zu haben. an der ostfront in russland etc. - lediglich das übliche soldatengewehr, aber sonst nichts. in den niederlanden dann als mitglied des feldmeijer-kommandos 1944 schon gar nicht. also: keine waffe! (niederländisch heißt das: "wapen")

dann war er also unbewaffnet und auch unschuldig?!

so stellt er es dar. man musste aus allen äußerungen heraus denken: er war zwar (irgendwie?) dabei, aber er hat nichts getan.

er ist doch verurteilt worden, damals, 1945.

eben, aber er tat so, als sei seine schuld nur, bei dieser truppe gewesen zu sein. aber nicht mehr.

hat er bereut?

bereuen? nein! nicht offensichtlich. er hat gestern nur eingestanden, dass EINE strafe für ihn für wohl gerechtfertigt war. "eine strafe". aber ob DIESE strafe gerechtfertigt war, die er dann bekam, damals, dazu wollte er sich nicht äußern.

das ist alles unschön.

sicher: man denkt immer, einer steht jetzt auf und sagt. "ja, ich habe gemordet. ich bereue alle taten. alles, was ich beging, war verwerflich. ich entschuldige mich bei allen angehörigen der opfer." so etwas erhofft man sich. aber es kommt nie. nie. nie. nie.

alle wollen sich nur reinreden. "rein" im sinne von "sauber", bezogen auf sich und ihr gewissen.

ja, darum geht es: man will immer noch den anschein des guten mäntelchens aufrechterhalten.

was wollte bestemann?

ich weiß es nicht. ich denke immer: warum hat er sich überhaupt befragen lassen? aber wahrscheinlich gab es rechtlich keine möglichkeiten, sich der befragung zu entziehen. inhaltlich hat sie nichts gebracht, bezogen auf diese morde, die boere beging. die alten verhörprotokolle geben hunderte male mehr her, zur aufklärung der taten. und doch hat diese video-befragung viel gebracht, um diesen typus mensch oder typus SS-mensch besser zu kennen.

war dir bestemann sympathisch?

anfangs dachte ich: ein alter mann! ganz neutral. aber im laufe der befragung wurde er mir immer unangenehmer. es fing schon an, dass er nicht freimütig über seine verurteilung und seine haft berichtete, und warum das geschah. er habe mal in haft gesessen, wegen dem "dienst". so hat er sich anfangs ausgedrückt. und man musste ihm alles aus der nase ziehen, was dann in den neo-klassiker : "ich weiß es nicht!" (früher ja immer: "ich habe nichts davon gewusst!") ausgeartet ist.

du meinst, die täter sagen immer: "ich habe nichts gewusst!" bzw. bezogen auf direkte heut-fragen: "ich weiß nicht!"

das ist eine der zusammenfassungen der gestrigen befragung! - also: da wurden ja noch nicht mal daten klar, wie z.b.: wann kam er von der ostfront wieder nach niederlande. so etwas simples wurde aus seinen antworten nicht richtig klar. datumsdaten gab es schon gar nicht. jahreszahlen, das war der höchste ertrag. und auch die schienen nie sicher.

aber er ist doch ein alter mann. geboren im mai 1921. der ist doch 88 jahre alt. er wird bald 89.

sicher, sicher, aber viele daten, die hat man zuhause in der schublade: da gibt es dokumente: pässe, entlassungsscheine, urkunden, anträge, da tauchen viele daten auf. man kann sich doch einen recht ordentlichen lebenslauf erstellen, wenn man diese dokumente mal sichtet. ich denke, das zurückbeziehen auf das vergessen im alter zieht nur teilweise.

aber er ist doch ein alter mann!

sicher, sicher, aber dann muss er erst recht versuchen, sein leben schriftlich zu ordnen, damit er nichts vergisst. damit er dem gericht alles das klar aussagen kann.

1945 oder 1949 oder wann er jeweils in den niederlanden befragt (also: verhört) wurde, da hat er doch mehr gewusst.

da hat er sogar ausgesagt, er hatte eine schusswaffe. und wohl auch, dass er geschossen hat. damals. aber heute sollte das nicht aufgerührt werden. es sollte keine idee aufkommen, er habe gemordet. er war mit boere in breda, ja, aber dann fiel aus aller seltsamkeit ein schuss, und er weiß, also: bestemann weiß, angeblich nicht, wer den schuss getätigt hat.

ein spiel mit dem gericht!

das ist ja immer so: jeder zeuge geht mit sich und anderen in ratschlag. "wie soll ich mich verhalten? welche taktik? was soll ich zugeben? was nicht? welche linie fahre ich?"

und mit wem hat bestemann das getan?

das vorüberlegen? das weiß ich nicht. (kinder scheint er keine zu haben. verwandte? die verteidigung? freunde? niemand? mit wem hat er sich vorher besprochen?) - aber es war klar erkennbar, das "ik weet het niet!" zu einem leitmotiv des ganzen werden würde.

wie heißt noch dieses märchen von johann peter hebel?

KANNITVERSTAN. ("kan niet verstaan!")

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LIVE-GEDICHTE: KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...

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10) 17.01.2010 13:26  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/495703


klau|s|ens schreibt noch etwas zur zeugenvernehmung im prozess gegen heinrich boere - www.klausens.com

Text: klausensblog

klau|s|ens, du wolltest noch etwas nachschieben, zu dieser vernehmung von freitag?

ja, denn es geht ja in dem prozess gegen heinrich boere in aachen wegen NS-kriegsverbrechen (oder auch NS-verbrechen) nun auch um die frage, "befehlsnotstand" oder nicht.

seitdem boere die morde zugegeben hat (3 an der zahl), geht es in dem prozess nur noch um die bewertung der taten. "nur noch" sei in anführungszeichen zu verstehen.

was wollte man dann von dem anderen, diesem jacobus peter bestemann aus rotterdam, wissen?

dieser zeuge erinnert sich, wie wir gestern schon sagten, absichtsvoll oder absichtslos an kaum etwas. seine aussagen von freitag sind also mit großer vorsicht aufzunehmen.

du meinst, alte protokolle von verhören in den niederlanden von 1945 oder 1946 oder auch 1949 sagen mehr?

gewiss. aber dennoch wurde am freitag dieser lebende zeuge im alter von 88 jahren befragt, der ja ein bereits verurteilter mittäter ist.

aber was kann man fragen?

genau das war zu spüren: man fragte nun sehr oft um den neuen kern herum. man fragte, ob er so handeln musste, ob er so handeln wollte. aber diese fragen waren sehr weiträumig, kreisend, vorsichtig, dezent nachbohrend, aber überaus klug und bewusst.

was kann man fragen?

folgendes:

- haben Sie selber jemals repressalien erlitten, weil Sie in diesem kommando feldmeijer waren?

- hat man Ihnen jemals angedroht, Sie würden in ein konzentrationslager kommen, wenn Sie die befehle nicht befolgen?

- haben Sie gehört, dass irgendwelche mitglieder des kommandos feldmeijer bedroht wurden?

- mussten Sie die befehle ausführen?

- was hat man Ihnen angedroht, für den fall, dass Sie die befehle nicht ausführen?

- hat man Ihnen etwas angedroht, falls Sie die befehle nicht ausführen?

- hatten Sie angst, die befehle auszuführen?

- wer gab denn überhaupt die befehle?

- sind Sie selber jemals bedroht worden?

- wollten Sie die befehle ausführen?

- ist Ihnen bekannt geworden, dass einem angehörigen des kommandos feldmeijer etwas angetan wurde, weil er einen befehl nicht ausführen wollte?

- hatten Sie angst, dass Ihnen etwas passiert, falls Sie diese morde nicht begehen?

und so weiter - man kann so etwas alles fragen und fragen und fragen. jede frage mit einem anderen tonfall. und fragen dieser art hörten wir am freitag.

und die einen fragen anders als die anderen.

eben: die staatsanwaltschaft (und die nebenklage) fragt mehr so, dass wohl nichts passierte (und auch nichts passiert ist), wenn man diese untaten nicht ausführte. und die verteidigung von boere fragte eher so, dass es ein "befehlsnotstand" gewesen sei.

beide seiten sind also interessengesteuert. in ihren fragen.

es geht ja um den prozesskern. dennoch fragen beide seiten eher neutral - aber man merkt dann doch, worum sich die fragen drehen.

was hat bestemann denn dazu gesagt?

er hat etwas gesagt wie: ich musste es tun. und etwas wie "alle waren bang!" (alle hatten angst!). aber das war doch sehr vage. und dass jemand in ein KZ gekommen sei, weil er befehle der waffen-SS nicht ausführte, davon hatte er auch nichts gehört.

dann gab es diese vorfälle wahrscheinlich nicht.

wahrscheinlich haben alle brav und wissentlich und wollend die befehle ausgeführt, weil sie sich auch mit diesen befehlen identifiziert haben. die haben sich ja auch mal freiwillig zur waffen-SS gemeldet. sind dann in den krieg gezogen, kamen verletzt zurück in die niederlande. und dort haben sie dann an den morden gegen antideutsche "widerständige" niederländer mitgemacht. (bestemann tat so, als wäre er dann 1944 zum kommando feldmeijer zwangsverpflichtet worden ... und hätte gar keine andere wahl gehabt, als da mitzutun.)

dann sind wir beim alten klassiker: was ist schuld? wann fängt sie an? was ist verbrechen? wann fängt es an? wann ist eine organisation verbrecherisch? ab wann werde ich zum verbrecher? was bedeutet es, sich freiweillig so einer organisation anzuschließen? und gilt das "freiweillig" auch noch 3 jahre nach dem eintritt - oder kann man dann behaupten: "ich kam da nicht mehr raus!" ???

so in etwa wollte bestemann in seinen vagen äußerungen am freitag die dinge erscheinen lassen.

der richter fragte ihn auch nach einem mann wie van den berg. das war wohl einer aus der feldmeijer-truppe, der dann auf einmal verschwunden gewesen sein soll. so konnte man wohl den akten entnehmen oder den verhören von damals. dieser van den berg soll dinge rumerzählt haben, die geheim bleiben sollten. und dann soll er verschwunden sein. aber selbst dazu, was ihn - bestemann - ja eventuell hätte entlasten können, wusste er nichts rechtes zu sagen.

dannn blieb es bei einem überaus allgemeinen "da waren wir bang voor!" (da hatten wir angst vor.), für den fall, dass man aktionen nicht ausführte ... und was dann eventuell mit einem passieren konnte.

ja, wie ich schon sagte: die aussagen von bestemann am freitag hatten eigentlich keinerlei aussagekraft, außer der, wie man im alter die dinge verklären will, die man als junger mann beging ... und zu denen man sich schon sehr dezidiert mal geäußert hatte ... und für die man dann ja auch verurteilt worden war ... und für die man 13 jahre in haft saß.

was sagt uns das?

schon beim nächsten prozesstermin kann es zum beginn der plädoyers kommen. es geht also um die bewertung der mitgliedschaft in einer verbrecher- und mörderbandengruppe wie "kommando feldmeijer" als teil der SS/waffen-SS in den niederlanden. waren das arme zwangsrekrutierte oder bewusst und aktiv handelnde untäter? was stimmt mehr? welche bewertung der historischen fakten ist die glaubwürdige(re), nach allem, was man bislang weiß?

und was wird dann?

es bleibt die frage: wird das gericht boere wegen der morde nun verurteilen? - oder werden diese morde als militärische zwangshandlungen eines armen irregeleiteten waffen-SS-rekrutierten bewertet? oder liegt es dazwischen? irgendwo? war boere überzeugter mordender im dienste eines wahnsinnigen NS-unterdrückungssystems oder ein fremdbestimmter zwangshandelnder, der lieber friede, freude, eierkuchen für alle menschen gehabt hätte?

du wirst ironisch! - und bedenke: boere war ja kein SS-oberboss!

eben, das kommt ja noch hinzu: wir bewerten hier die taten niederer dienstränge. dennoch: es bleiben taten. es bleiben heimtückische, bösartigste morde. es muss immer jemand schießen, in diesen befehlsketten. und ein SS-sonderkommando ist etwas ganz anders ... als ein infanteriestoßstrupp.

LIVE-GEDICHTE: KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...
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11) 29.01.2010 12:00  

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/496671

klau|s|ens über neue fakten im NS-prozess, also im heinrich-boere-prozess, am landgericht aachen - www.klausens.com 

Text: klausensblog

klau|s|ens, beim boere-prozess gab es einen kleinen "paukenschlag"?

ja, es kam neue bewegung in den sachstand des wissens um die fakten der NS-verbrechen in den niederlanden am beispiel des täters heinrich boere.

was genau?

die anwälte der nebenklage, also die vertreter der nachkommen der opfer dieser NS-morde von 1944 ... die haben nun mit hilfe von anderen aktiven menschen neue akten ausgegraben.

worum geht es?

es geht immer noch um die frage, wie man drei morde an widerständischen niederländern zu bewerten hat, die von der SS bzw. dem SD (und anderen instanzen) in den niederlanden verübt worden. die morde an bicknese, de groot und kusters. beispielhaft geht es in diesem prozess um diese 3 morde von boere.

hat heinrich boere denn nicht diese 3 morde zugegeben?

doch, das hat er. (allerdings erst mitten im prozess, nicht direkt zu anfang.) aber er beruft sich auf die pflicht des befehlsnotstandes. er argumentiert also so, wie es soldaten tun: hätte ich nicht geschossen, hätte man mich erschossen. so läuft zumindest der strang der verteidigung. boere selber sitzt im rollstuhl und schweigt.

und nun?

nun werden neue fakten zu dem puzzle "boere" hinzugefügt: man muss ja auch diesen heinrich boere in seiner nähe zur waffen-SS, zum SD, zur GESTAPO, zur NSDAP bzw. NSB ... und zur NS-besatzungsmacht der niederlande insgesamt erschließen.

das verstehe ich, zumal ja alle angaben zu seinem lebenslauf so erschreckend dünn sind. er hat selber so wenig erzählt (bzw. von seinen anwälten verlesen lassen), dass man es sowieso nicht glauben konnte. so wenig weiß kein mensch über sein leben!

genau so: alles, was wir von seinem leben wissen, ist sehr dürr. dabei gibt es bestimmt viele quellen und dokumente, die anzuzapfen wären.

und nun?

nun hat man gezapft, z.b. in maastricht, regionalarchiv limburg, da ist man fündig geworden.

was bekam man heraus?

man fand heraus, dass dieser heinrich boere schon am 8.2.1943 offiziell als sympathisant des NSB geführt wurde, der niederländischen variante einer NSDAP, und am 4.5.1943 wird er sogar mitglied.

aha, er ist also mehr als "nur" mitglied der waffen-SS? und "nur" mitglied des "kommandos feldmeijer"?

oho, ja, ja: der mensch boere zieht erst freiwillig mit der waffen-SS (division wiking etc.) an die ostfront, dann kommt er zurück, dann hat er wohl als ableser für die kommunalbehörde gearbeitet (ein idealer spitzeljob für böse zwecke! man hat ihn da bestimmt nicht ohne grund angestellt!), dann ging er in die oder den NSB (nationaalsocialistische beweging) ... und er ging auch am 14.1.1944 offiziell in die landwacht, siehe altes propaganda-material (video/fotos) hier http://www.youtube.com/watch?v=dlvJvuVrt... den bewaffneten arm der/des NSB, bis dann die "aktion silbertanne" anlief, bei der dann gezielt gemordet wurde.

das ist ja eine ganze menge.

eben: das wurde alles schön verschwiegen. aber so rundet sich das bild eines bewussten und aktiven täters ab.

und?

dann haben sie noch herausgefunden, dass boere an einer razzia beteiligt war, am 17.5.1944, in helderen-panningen, und dann wurde da 52 menschen verhaftet, und einige davon gingen in den sicheren tod via zwangsarbeit oder KZ ... oder beides.

eine razzia?

man vermutete, dass in helden-panningen viele untertauchen konnten, aus dem widerstand, auch leute, die sich absetzten, und dann wollte man dieses "nest" ausheben. boere war dabei. (später gab es noch zwei razzien in helden-panningen, bei einer wurden dann 800 leute festgenommen, das war die sogenannte "kerkrazzia" = kirchenrazzia.)

bei einer razzia war er dabei? mit 100 oder 120 anderen bewaffneten NS-leuten?

halt, vorher noch war der heinrich boere schon aktiv. und da war einer von dreien, ganz wichtig also! er hat diese razzia vom 17.5.1944 vorbereitet, indem er einige tage zuvor mit zwei anderen (mit dem fahrrad wohl) schon in dieses dorf gefahren ist ... und hat sich ganz "undercover" als jemand vom widerstand ausgegeben, der nun untertauchen müsse.

er ist also in die rolle eines widerständlers geflüchtet? er hat alle betrogen und belogen?

ja, und dann hat man ihn auch noch aufgenommen. er durfte bei bauern schlafen! so helfend waren die menschen dort!

die dachten, boere sei einer von ihnen? einer gegen des NS-regimes?

sie boten unterschlupf für die, die vor den nazis fliehen wollten. (sie wussten nicht, dass boere "undercover" kam.) helden-panningen scheint ein bewundernswertes dorf gewesen zu sein. und genau diese - anständigen - leute des NS-widerstandes von unten, die wurden dann von boere und seinen 2 mitspionen hernach knallhart verraten. und dann kam wenige tage später diese razzia vom 17.5.1944.

das sind ja abscheuliche geschichten.

es hat wieder etwas von schlechten krimis, die auf RTL II sonst laufen. aber es scheint die wahrheit zu sein.

und das alles erschließt sich aus den neuen akten?

ja, die verteidiger hartmann und heiermann haben zusammen mit den ungenannten helfern (bei denen sie sich im prozess noch ausdrücklich bedankten) viel - neues - material zusammengetragen. (tolle leistung! kompliment an alle!)

das belastet boere?

sicher: denn es geht ja um die "schwere der schuld" (und um die schuld als solche auch) - und wenn boere behauptet, er sei ein kleines rädchen gewesen, dass mehr oder minder unwollentlich taten ausführte, aber nicht anders konnte, weil man ihn sonst selber abgestraft hätte ... oder erschossen hätte ... und wenn nun rauskommt, dass boere mehrfach und zudem überaus aktiv war, für die NS-bewegung in den niederlanden, und das sehr bewusst, und sehr vielfältig, zusätzlich zu den morden noch, dass es also wie ein langer strom der ketten von übeltaten war, dann steht seine person in einem anderen licht da.

ich erinnere mich an serge und beate klarsfeld.

ich auch: die haben doch leute wie den lischka und den hagen und den heinrichsohn aufgespürt, die dann in köln 1979 vor gericht kamen. (barbie ja später auch. der kam in lyon vor gericht.)

scheinbar redliche deutsche, die sich da tarnten und im normalen alltag lebten, obwohl sie grauslichste verbrechen begangen hatten. prokurist einer getreidehandlung in köln - das war der kurt lischka später, nach dem krieg! bis die klarsfelds kamen. er lebte da unbehelligt ein scheinbar normales leben. dann wurde er 1971 aufgespürt und erst 1979 kam es zum prozess in köln: 10 jahre haft. (es ging dabei um aktive beteiligung an der deportation und ermordung von mindestens 40.000 juden.)

aber die klarsfelds spürten diese täter auf. ansonsten ...

genau. lischka musste dann wenigstens in haft. nach seiner haft, die er nur teilweise absitzen musste, lebte er noch in einem seniorenheim in brühl.

boere lebt doch auch im seniorenheim! er ist aber für seine taten noch nicht belangt worden!

und boere ist jetzt einer von der unteren täterschiene, aber - so sieht es ja auch - offenbar alles andere als ein "zufällig hineingeratener".

nein, boere war wohl einer der bewusstesten aktiven. er wurde nach dem mord an den apotheker bicknese offenbar auch zum hauptscharführer befördert. da kommen viele dinge zusammen.

und das alles hat man nun erst aufgespürt?

ich sage: dazu sind solche prozesse doch da! die geschichte neu bearbeiten! fakten ans licht! fakten neu bewerten! die geschichte betrachten! die täter! die taten! die hintergründe! und endlich ist auch neues material nach oben befördert worden, was man so - in der öffentlichkeit zumindest - nicht kannte.

woher sind diese informationen zu den razzien?

man hat 1947 wohl opfer der razzien befragt, die dann davon berichtet haben. davon gibt es vernehmungsprotokolle. und man hat jetzt allen biographien der personen nachgespürt, die bei diesen razzien festgenommen wurde, zumindest bei dieser besagten am 17.5.1944.

und?

das habe ich doch schon gesagt: da sind einige tot, und die geburtsdaten und die todesdaten und die namen dieser opfer wurden von den anwälten heiermann und hartmann im gericht vorgetragen. das war eine große stunde: das man die namen der toten vorträgt. denn diese sind ja ermordet worden, nachher in deutschland. oder an den folgen der untaten an ermattung gestorben. und diese namen wurden verlesen. so hat man ihnen eine art symbolisches denkmal gesetzt. (ich hoffe, dass man diesen opfern in helden-panningen einen gedenkstein setzten wird oder schon gesetzt hat. und allen überlebt habenden helfern natürlich, die damals so mutig gewesen sind.)

LIVE-GEDICHTE: KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...
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12) 30.01.2010 12:06  
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/496734

klau|s|ens zu den neu-mord-vorwürfen gegen heinrich boere im NS-kriegsverbrecherprozess zu aachen - www.klausens.com

 

Text: klausensblog
 

klau|s|ens, mit jedem deiner beiträge über heinrich boere und den prozess gegen ihn im landgericht aachen (justizzentrum aachen), wächst auch die zahl deiner kunstwerke.

es sind immer neue überlagerungen und veränderungen, ein stetiger prozess.

dann entstehen also nicht nur die LIVE-gedichte, sondern auch eine art künstlerischer zyklus.

das ist ja das fatale: man arbeitet sich an allem ab, jahrzehnte, jahrhunderte, und wieder ab, und wieder ab - und dann kommt schon das neue hinzu. die menge wird immer größer und größer. verbrechen um verbrechen. und zu viele gegen die menschlichkeit.

du meinst, wir sind mit den alten verbrechen noch lange nicht "klar", und doch passieren täglich neue schandtaten auf der welt, die wir dann auch noch "bearbeiten" müssen, oder verarbeiten, oder irgendwie verstehen?

es ist unendlich: das ist das menschliche fatum. - und dann haben wir noch ereignisse wie die STASI-debatte, wo es nicht um völkermord ging, gewiss, aber doch um morde ... und viele ruinierte leben.

und die täter und täterinnen führen auch noch teilweise angenehme leben.

das geht ja hinein bis in die parlamente. wir nehmen mal den landtag von brandenburg. dort sitzen ja STASI-mitarbeiter, wobei natürlich die schuld in jedem einzelfall zu klären ist. mitläufertum ist aber auch schon eine form von schuld, um auch das klarzustellen.

wir aber sind immer noch mit den NS-verbrechen befasst.

wir müssen das eine tun und das andere nicht lassen.

die NS-verbrechen sind vom ausmaß die unfasslichsten.

sicher, und deshalb sollten wir auch in der nachspürung aller täter am konsequentesten sein. das ist ja auch die große narbe dieses nachkriegsdeutschlands: wir haben diese unermesslichen verbrechen ... und wir haben die nichtverfolgung dieser verbrechen und verbrecher durch die deutsche justiz der 50er, 60er, 70er, partiell auch der 80er jahre.

aber nun scheint alles anders zu sein.

nun gibt es kaum noch lebende täter.

war es nicht richtig, dass shimon bzw. schimon peres, der israelische präsident, dann am auschwitz-gedenktag (zur befreiung des KZ am 27.1.1945) im deutschen parlament dazu aufrief, die täter weiter zu verfolgen?

oh ja! ich zitiere aus der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG vom 28.1.2010, seite 1: "Peres, dessen Großvater von den Nazis ermordet wurde, beklagte, dass Täter auch in Deutschland immer noch unbehelligt lebten. Ans Parlament gewandt forderte der Präsident: 'Bitte, tun Sie alles, um sie einer gerechten Strafe zuzuführen.' "

das war am 27.1. - und am 28.1. war dann der 14. prozesstag gegen heinrich boere.

genau: und absichtsvoll kamen dann die vertreter der nebenklage einen tag nach dem gedenktag zur befreiung von auschwitz mit neuen fakten zu boere.

eben: sie kamen mit dieser razzia in helden-panningen am 17.5.1944 (wo boere bei war), und mit aktionen vor dieser razzia von 3 undercover-agenten (wo boere bei war) ... und sie konnten für 7 personen nachweisen, dass sie in dieser razzia verhaftet wurden und dann hernach durch die qualen der nazis den tod fanden.

und dann haben sie gesagt: wir zeigen heinrich boere wegen mordes an.

sie meinten damit dann 7 neue fälle, in denen sie der meinung sind, dass boeres verhalten ursächlich ist, dass diese niederländer dann als zwangsarbeiter oder im KZ ... oder auch durch die entkräftungen unmittelbar nach der befreiung jeweils den tod fanden.

es geht also darum, dass boere einerseits 3 menschen heimtückisch umbrachte (die opfernamen de groot, kusters und bicknese seien in erinnerung gerufen) ...

... und es geht darum, dass boere noch weit mehr war, als einfach "nur" ein befehlsausführender! denn an einer 3-köpfigen undercoveraktion sich zu beteiligen, die dann zu einer razzia führt, die dann in der folge einige menschen (wahrscheinlich ja mehr als diese mit todesdatum zu recherchierenden 7) in den sicheren tod dann befördert ... das ist ja doch schon eine aktive und wichtige funktion im NS-besatzungsapparat der niederlande.

es geht immer um die taten, um die täter und um die opfer. alles muss beschrieben und erfasst werden. nichts darf vergessen werden. und alle täter müssen einer gerechten strafe zugeführt werden.

aber kann man den boere für diese tode verantwortlich machen?

aber ja, aber ja: alles tun hat konsequenzen. deshalb muss man das hernach immer mitdenken.

du meinst wie bei denen, die bei den deportationen aktiv halfen?

das ist eine lange liste von menschen, in unterschiedlichen funktionen. du hast immer die am schreibtisch, die dokumente zeichnen und persönlich befehlen. die sitzungen leiten, sitzungen besuchen. die, die zustimmen und ja-sagen und geschehen lassen. (denke doch nur an die wannsee-konferenz!) dann hast du die umsetzer. und du hast die, die dann die menschen direkt in die waggons hintreiben, die sie nachher hinausholen. und die, die sie zum schluss in die gaskammern jagen. diejenigen, die für das gas verantwortlich sind. diejenigen, die die krematorien erbauen. überall sind menschen am werk (teils ja auch gefangene, die dazu gezwungen wurden). und jede tat ist genau zu bemessen. da muss man die dinge schon aufklären und länger über alles nachdenken. (zumal alle nachher behaupten: "ich habe ja nicht gewusst, dass die deportationen den tod bedeuten würden und dass die menschen vergast würden." das ist ja der klassiker, auch im kölner prozess war das so.)

hat der lischka deshalb nur 10 jahre bekommen?

du meinst, kurt lischka (urteil 10 jahre, der ja so schön in köln-holweide wohnte) und ernst heinrichsohn (urteil 6 jahre) und herbert m. hagen (urteil 12 jahre). die 3 männer vom sogenannten "lischka-prozess" von 1979 in köln? wo serge klarsfeld die nebenklage vertrat?

ja, ja, das und die meine ich.

du musst immer noch die tat (bzw. die taten) nachweisen oder die beteiligung an der tat oder die planung der tat oder das zulassen der tat. oder das wissen. es hängt immer auch alles von der beweislage ab. dafür haben wir ja nun nach 1945 unseren rechtsstaat. zum glück. - aber immerhin sind sie verurteilt worden, nachdem serge und beate klarsfeld sie aufspürten.

und boere?

ich denke, dass dieser 28.1.2010 im boere-prozess eine wichtige stunde war, die irgendwo bei den recherchen der klarsfelds und von siemon wiesenthal anknüpft ... und die auch die mahnung von schimon peres (siehe oben) aufgreift: allen tätern, die frei rumlaufen, muss der prozess gemacht werden ... und dann müssen alle taten öffentlich gemacht und beleuchtet werden. insofern ist es wichtig zu wissen, was boere tat und woran boere aktiv teilnahm.

und die menschen von helden-panningen?

die werden neues lernen über ihre widerständischen helden. der name scheint ja wirklich zu passen, auch wenn helden-panningen seit dem 1.1.2010 zur neu genannten gemeinde "peel en maas" wurde, zusammen mit anderen kleinen orten. der name "helden" wird nicht verschwinden.

LIVE-GEDICHTE: KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...


13) 04.02.2010 14:46
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/497114

klau|s|ens besucht brav den ns-mordprozess gegen heinrich boere in aachen - www.klausens.com

Text: klausensblog
 
klau|s|ens, prozesstag 15.

ja, ein kurzer.

wieso?

es gibt nichts mehr zu verlesen, der einzige lebende zeitzeuge ist gehört (bestemann bzw. besteman in rotterdam), wichtige dokumente (die neu entdeckten oder zumindest neu von der nebenklage eingebrachten von letzter woche!) müssen noch übersetzt werden.

hat nicht die verteidigung von boere etwas zu dem gesagt, was die nebenklage will? vor eine woche? diese neuen dokumente aus dem archiv in maastricht. die verhörprotokolle? hat sie nichts dazu gesagt?

die verteidigung von heinrich boere (oder hendrik boere, denn niederländisch HENDRIK meint deutsch HEINRICH) wollte sich zu den dokumenten noch nicht äußern, sondern erst die übersetzung ins deutsche abwarten.

liegen die dokumente denn komplett auf niederländisch in aachen vor? diese verhörprotokolle über die razzien in helden-panningen?

ja, maastricht hat sie schnell nach aachen geschickt: die amtshilfe deutschland-niederlande bzw. umgekehrt klappte offenbar sehr gut.

und nun?

nun wusste heute beim prozess in aachen niemand recht weiter: für die plädoyers war es noch zu früh, denn dazu muss ja die beweisaufnahme samt zeugenvernehmung und beweisanträgen et al. komplett beendet sein, offiziell ... aber ansonsten ist derzeit wohl nichts neues in diesem prozess zu tun. wir bekamen noch ein paar termine für weitere prozesstage, die bis 24.3. reichen (tag des urteils?). aber mehr war nicht.

dann ginget ihr nach hause? ohne alles? ein gerichtstag ohne jede aktion?

nein, die verteidigung hatte dann doch noch einen antrag in petto. sie wollte, dass ein verhör von einem bart slop, ein mittäter dieses silbertanne-kommandos, verlesen wurde ... und dadurch bestandteil dieses prozesses wird.

und?

es geschah, denn ansonsten wären wir völlig sinnlos an diesem prozesstag in aachen gewesen.

man verlas?

ja, man verlas das verhör, welches die verteidigung wünschte, aber auch noch ein weiteres, welches ebenfalls vorlag. beide verhöre sind von ein und demselben täter, von einem mitglied der waffen-SS (1941) ... und ab 1944 mitglied der SS in den niederlanden: bart slop. einer wie boere. (15.2.1946 und 2.4.1946, S. 350 ff. bzw 50 ff., sonderband I der prozessakten.) wir hörten also zwei - eher kurze - zusammenfassungen von verhören, die irgendeiner von der justiz oder der polizei oder wem immer damals machte. im gefängnis zu arnhem (= deutsch: arnheim), denn da saß dieser bart slop wohl ein. da befragte man ihn zweimal.

was erhofft sich die verteidigung?

sie meint, dass u.a. der text dieses einen verhörprotokolls (wir hörten dann ja 2 protokolle) beweist, dass die mörder des kommandos feldmeijer mit dem tod oder mit KZ bedroht wurden, sofern sie die befehle nicht befolgten oder die geheimhaltung verletzten. die verteidung hat ja als linie: boere gibt 3 morde zu, aber er musste sie ausüben, da er sonst selber von seiner eigenen SS (oder dem SD in der SS oder weiteren gliederungen, derer es ja unübersichtlich viele gab) umgebracht worden wäre. oder in ein KZ gekommen wäre.

ging das aus den verhörprotokollen hervor?

nur bedingt. oder eher: kaum. der anwalt der nebenklage, also der nachkommen der opfer der morde, heiermann, meinte nachher sehr klar: wenn überhaupt, dann ging es in den protokollen nur um die androhung von strafe bei verletzung der geheimhaltung. aber morden = menschen umbringen, das taten doch alle bei dieser feldmeijer-truppe offenbar eher sehr freiwillig. (die haben in einem fall sogar mal hölzchen gezogen, wer beim morden dableiben muss, weil die autos nicht genug plätze hergaben.)

was denkst du?

ich denke, dass verhörprotokolle von 1946 leider heute nicht mehr durch nachfragen zu verifizieren sind, zumal der verhörte, bart slop, vielleicht (oder sicher) tot ist. - bei jedem verhör gilt zudem, dass die täter sich damals wohl auch zu schützen versuchten. und es liegt nahe, dass man 1946 als verhafteter dann immer dreist sagt: "ich musste es tun!" diese schutzbehauptung ist immer gut.

meinst du?

und wenn bart slop das also gesagt hat, 1946, dann muss es noch nicht gestimmt haben. zumindest nicht so, wie er es behauptet. man muss ja alle dokumente querlesen ... und vergleichen und sich daraus eine meinung bilden. (und man muss wissen, wie die NS-besatzer insgesamt gehandelt haben, und ob überhaupt jemals menschen aus der SS oder aus dem SD oder aus der landwacht oder der SIPO umgebracht wurden, weil sie einen mord nicht ausführten. ich bezweifele, ob es quellen gibt, die beweisen können, dass man innerhalb der "germaanschen SS" der niederlande die eigenen leute umgebracht hat, weil diese nicht mehr voll mitmachen wollten. aber das sollen die historiker uns erzählen. vielleicht gibt es ja einen fall, oder zwei. aber so groß wird die angst nicht gewesen sein, meine ich, nach dem, was ich bislang dazu in diesem prozess und außerhalb hörte.)

wer ist dieser bart slop?

er ist einer von den circa 15 leuten (ich müsste sie mal alle namentlich erfassen und dann zusammenaddieren. aber ich habe die akten dazu leider nicht.), die bei diesem "kommando feldmeiejer" aktiv waren und die doch gezielt "repressalaktionen" durchführten, besonders dann, wenn einer der NS-ihren durch den widerstand mutiger niederländer ums leben kam oder zumindest durch ein attentat verletzt wurde. das war ja dann knallhart: ein toter deutscher, und dann sollten gleich mehrere niederländer als rache dran glauben.

und bart slop?

bart slop, geboren am 24.6.1914 in rotterdam, damals dann wohnhaft in voorburg (heute teil von leidschendam-voorburg), mitglied der "Germaanschen SS" in den niederlanden, bis 4.11.1941 beamter bei einer behörde vom ministerium "economische zaken" (wirtschaftsministerium) in den haag, ab 5.11.1941 waffen-SS (freiwilig gemeldet), kam 1941 nach zwischenstationen, u.a. wohl in klagenfurt und/oder graz, an die ostfront; nach verwundung 1944 zurück in die niederlande, im april wohl, dann auch im jahr 1944 wurde er ins "sonderkommando feldmeijer" berufen (oder abkommandiert? oder hat er freiwillig sich dorthin gemeldet? das ist eine der fragen, die diesen boere-prozess begleiten). beteiligte sich während der "aktion silbertanne" wohl an den morden an j. de vries, dr. josua bromet und dirk ubbels.

und?

morgen erzähle ich dir mehr zu einer aktion von bart slop. ich bin jetzt müde von allem. immer mord, mord, mord.

LIVE-GEDICHTE: KLAUSENS BEIM HEINRICH-BOERE-NS-KRIEGSVERBRECHERPROZESS IN AACHEN http://www.klausens.com/klausens-beim-bo...


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14) 05.02.2010 09:44  
http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/497170

klau|s|ens erzählt weiter vom NS-prozess gegen heinrich boere in aachen - www.klausens.com

Text: klausensblog

klau|s|ens, gestern ging es um den boere-prozess in aachen - und heute auch? gab es denn noch einen verhandlungstag? zwei hintereinander? tag auf tag?

nein, aber ich wollte doch gestern noch von diesem bart slop weitererzählen. das mache ich jetzt.

das war auch einer von diesen mördern?

ja, und dessen verhörprotokolle zweier verhöre von 1946 wurden gestern im gericht verlesen.

und?

die idee bei einem attentat, 19.7.1944, an dem bart slop beteiligt war, sah vor: fahrt nach apeldoorn, dann nach dem namen fragen. das opfer war ein herr mees. vornamen-initialen a.r.p. - und nach dem geburtsdatum fragen. sie fragen also immer wieder nach namen und geburtsdatum, bevor sie schießen. es soll nie der falsche erschossen werden. alles war ja auch furchtbar geheim. a.r.p. mees war das geplante opfer jedenfalls.

sie fragen also vielleicht so: "sind Sie der herr xy? wann sind Sie geboren?" - oder: sind Sie am XY geboren?" ... und dann schießen sie?

vielleicht. im fall von herrn mees war es noch anders.

wie?

da hatten sie noch eine teuflische idee mehr. (sie gaben sich übrigens unter der tarnung aus, beamte des crisis controle dienst zu sein: CCD, als sie bei mees klingelten ... an der tür. in apeldoorn.)

welche idee hatten sie noch?

einer sollte den brief übergeben. und dann sollte dieser kromhout schießen. so berichtete bart slop in dem verhör.

hendrik (oder henk) kromhout hat doch auch mal mit heinrich boere ... mord an kusters, mord an de groot ...

ja, ja, diese täter tauchen in immer anderen konstellationen auf, waren aber doch alle zusammen bei dieser "aktion silbertanne" beteiligt.

und was war nun mit herrn mees.

da sollte ein brief übergeben werden ... und wenn der arme mensch den brief entgegennimmt oder öffnet oder so, dann wird der eine mörder schießen. (man ist ja dann abgelenkt. der brief wäre also ein klassischer ablenker. taschendiebe arbeiten ja auch so. eine person sagt: "ihre tasche hat ein loch", das opfer ist abgelenkt, und die andere stiehlt dann. oder auch derselbe, der das sagte. - ablenken ist klassisch, wenn man böses will.)

sie haben sich also noch überlegt, wie sie am besten töten?

so kann man sagen. kromhout hat dann als erster geschossen, und dann auch bart slop. ich weiß nicht, wer alles dabei war. (offenbar auch ein adolf de man, wie wir weiter unten sehen.) bart slop gibt in seiner vernehmung ja auch nur die eine variante der ereignisse wieder.

und heinrich boere?

der war bei dieser aktion nicht dabei. (aber 5 tage vorher: mord an bicknese, andere böse mordaktion.) es geht um ein prinzip: meist zwei autos, losfahren, zu der adresse, wo man das opfer vermutet. dann klingeln, sofern nötig. nach dem namen fragen, nach dem geburtsdatum fragen. oder sich der person richtig versichern, irgendwie. vielleicht gar den ausweis holen lassen. und dann schießen. - bisweilen aber noch etwas anderes zur ablenkung herumbauen, wie den vermeintlichen brief. (es sollte ja schnell gehen ... und geheim. der mord blieb nicht geheim, aber wer es genau war, das sollte niemand erfahren.)

und?

"Op 19 juli 1944 werd Mees in de deuropening van zijn woning aan de Genistalaan in Apeldoorn neergeschoten door twee personen. Hij overleed later op de avond in het ziekenhuis. De moordaanslag op Mees was een vergeldingsactie voor de liquidatie door het ondergrondse verzet van de N. S. B. 'er Maalcke. Deze was tijdens de bezetting directeur van het arbeidsbureau aan de Emmalaan in Apeldoorn. Deze vergeldingsaanslagen van de bezetter op goede Nederlanders staan in de geschiedenis bekend onder de naam Silbertannemoorden. Mr. Mees was ook beslist geen vriend van de Duitse overheersers. De lafhartige moord werd gepleegd door de Nederlander Adolf de Man en enkele handlangers van hem. In 1950 werd de Man bij verstek tot levenslange gevangenisstraf veroordeeld. De Man woonde na de oorlog in het Duitse stadje Hegge. Mees is op het plaatselijke kerkhof aan de Apeldoornseweg begraven. Gelukkig is er een straat naar hem vernoemd. Uit eerbied en erkentelijkheid. Mr. A. R. P. Mees heeft heel veel goeds gedaan voor Vaassen. Dat mogen we niet vergeten." QUELLE: homepage der gemeinde vaassen. http://www.vaassen-online.nl/index.php?n...

das ist ja niederländisch?

na und: die taten geschahen in den niederlanden, und die mörder sprachen wohl niederländisch untereinander, zumindest bei diesem "kommando feldmeijer". da müssen wir diese sprache auch mal original hören. das gehört schon dazu, wenn man einen prozess führt, der deutsch-niederländische interkulturelle faktoren auch beinhaltet.

und woher hast du das?

das ist von einer homepage der gemeinde vaassen (steht doch oben.), wo es offenbar eine meesstraat gibt. nach diesem mann benannt. nach dem opfer benannt. ein gewisser frek bomhof (vielleicht ein lokalhistoriker in vaassen) hat fakten zu herrn mees niedergeschrieben. oben das stück handelt von jenem attentat. (vaassen liegt zwischen apeldoorn und epe.)

warum geschah es?

oben in der quelle steht, es war eine vergeltungsaktion der nazis wegen dem widerstandsattentat auf den NSB-ler maalcke. der hauptschütze beim attentat auf mees soll ein adolf de man gewesen sein, der dann 1950 zu lebenslang verurteilt wurde, er soll nach dem krieg in deutschland, in hegge (landkreis höxter) gewohnt haben. (das attentat gegen mees war ja nur 5 tage nach dem attentat auf den apotheker bicknese, bei welchem boere beteiligt war.)

war er nun im gefängnis oder nicht? der schütze, der auf mees ...?

dieser adolf de man? das geht aus den angaben der homepag